Früherer Chefarzt spendet 100.000 Euro an das Krankenhaus Reinbek
Als Ärztlicher Direktor war Heisig gemeinsam mit einer Ordensschwester mehr als 20 Jahre lang auch Leiter der Reinbeker Pflegeschule. Der heute 92-Jährige Internist hatte Schulleiterin Doreen Lund vor einem Jahr vorgeschlagen, eine große Summe an die beiden neuen Schulen auf dem Campus zu spenden.
„In den Pflege- und Funktionsberufen gibt es in Deutschland einen zunehmenden Fachkräftemangel. Die neue Schule für Gesundheitsberufe sollte so gut ausgestattet werden, dass sie die beste Schule für den Pflege-Nachwuchs ist", wurde Heisig in einer Pressemitteilung der Klinik zitiert. Eine technisch hochkarätige Ausbildung spricht nach seiner Überzeugung talentierte junge Menschen an, die diese Berufe ergreifen wollen. „Sie erhalten dank der beiden Simulationslabore eine exzellente theoretische und praktische Ausbildung und können nach ihrem Examen als Pflege-, Anästhesie- oder OP-Fachkräfte vom Krankenhaus Reinbek übernommen werden“, so Heisig.
Täuschend echte Simulationspuppe
Eines der beiden Labore stellt ein typisches Patientenzimmer mit Nasszelle dar. Das zweite ist wie ein kleiner OP-Saal ausgestattet. Highlight ist eine 37.000 Euro teure Simulationspuppe, die täuschend echt einen Patienten darstellt und die während einer Übungseinheit reale Körperreaktionen zeigen, Geräusche von sich geben und ferngesteuert sprechen kann. An dieser Puppe können die Auszubildenden in Kleingruppen die Versorgung eines Patienten oder eine Notfallsituation üben und im Anschluss mit den Lehrkräften und Praxisanleitenden die Übung reflektieren.
Reinbeks heutiger Ärztlicher Direktor Prof. Tim Strate und Pflegedirekor Franz Josef Kravanja bedankten sich bei Heisig und sprachen von einer „besonderen Geste, wenn ein Arzt und zudem ein Internist sich nicht nur für die Medizin, sondern auch für den Pflege-Nachwuchs und die nächste Generation an Fachkräften im Zentral-OP engagiert. Das zeugt von einem außergewöhnlichen Engagement, das seinesgleichen sucht.“ (PM/RED)






