Praxistest am UKSH: Roboter HuGo soll Pflegekräfte entlasten
HuGo wurde speziell für den Einsatz im Krankenhaus entwickelt. Er ist etwa 1,50 Meter groß, kann gestikulieren und Richtungen anzeigen. Über Sprache, Displays und „Augen“ tritt er mit Menschen in Kontakt. Mithilfe künstlicher Intelligenz versteht er gesprochene Fragen und gibt passende Antworten. Künftig soll HuGo zum Beispiel Besuchende begrüßen, häufige Fragen beantworten oder den Weg zu Abteilungen zeigen. So sollen Pflegekräfte und Servicemitarbeitende bei Routinetätigkeiten entlastet werden, damit ihnen mehr Zeit für die Versorgung bleibt.
Entwickelt für den Klinikalltag
„Wir wollen bei diesem Test herausfinden, wonach Besuchende HuGo fragen, wie ihre Resonanz ausfällt und an welchen Stellen noch Verbesserungspotenzial besteht“, wird Felix Prell, Projektverantwortlicher am UKSH und Projektmanager, in einer Pressemitteilung des UKSH zitiert. „Wir testen, ob der Roboter Fragen versteht und korrekt beantworten kann, etwa: ‚Wie komme ich in die Urologie?‘“ Neben korrekten Informationen sei auch der persönliche Umgang wichtig: „Wir wollen herausfinden, ob HuGo so mit Menschen interagiert, dass sie sich gesehen und wertgeschätzt fühlen“, sagte Oskar Palinko, Professor an der Süddänischen Universität Odense und HospiBot-Gesamtprojektleiter.
Aktuell ist HuGo noch stationär im Einsatz. Die Projektgruppe entwickelt den Angaben zufolge derzeit eine mobile Basis, so dass HuGo künftig auch als Begleiter fungieren kann. Bei einem weiteren Testlauf im kommenden Sommer solle der Roboter interessierte Patientinnen und Patienten innerhalb der Klinik für Urologie begleiten, zum Beispiel von der Ambulanz zu den Untersuchungsräumen.
Das Interreg Projekt HospiBot
HospiBot ist ein deutsch-dänisches Kooperationsprojekt und wird durch Interreg Deutschland-Danmark im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Mehr als 40 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Technik und Klinik entwickeln gemeinsam Serviceroboter für den sicheren und praxistauglichen Einsatz im Krankenhaus. Auf deutscher Seite wirken neben dem UKSH das Fraunhofer IMTE, die Universität zu Lübeck und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Kiel mit. Auf dänischer Seite sind SDU Robotics (Leadpartner), Sygehus Sønderjylland, das Sjællands Universitetshospital und das Odense Universitetshospital Projektpartner. (PM/RED)






