Eine Gruppe von Menschen, darunter viele in Arztkitteln stehen um ein modernes Gerät in einem Klinikraum.  Davor steht ein überdimensionaler Scheck, der die finanzielle Unterstützung der Förderer der Anschaffung deutlich macht.
Scheckübergabe für das Ultraschall. Zweiter von links: PD Dr. Steffen Paschen © Fabian Frühling für UKSH Gutes tun!

Förderstiftung unterstützt Anschaffung am UKSH

Ein MRT-gesteuertes fokussiertes Ultraschallsystem soll die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Bewegungsstörungen am UKSH verbessern. Der Magnetresonanz-gesteuerte fokussierte Ultraschall (MRgFUS) ist ein Behandlungsverfahren, bei dem gebündelte Schallwellen gezielt eine kleine thermische Läsion im Gehirn erzeugen, ohne Schnitt und Narkose.

Das Verfahren kommt insbesondere bei einer Ausprägung der Parkinson-Krankheit zum Einsatz, bei der Zittern das vorherrschende Symptom ist, sowie bei essentiellem Tremor. Der UKSH Freunde- und Förderverein und die Förderstiftung des UKSH haben zum Erwerb der neuen Technologie mit rund einer Million Euro beigetragen. 

Das UKSH erwartet, dass mit dem neuen MRgFUS-System der Generation „Prime“ die Behandlungsplanung präziser wird, weil das Zielgebiet exakter visualisiert werden kann. Durch die bessere Zielsteuerung lassen sich mögliche Komplikationen weiter reduzieren. „Mit der neuen Technologie können künftig auch Patientinnen und Patienten mit höherem Nebenwirkungsrisiko sicherer behandelt und das Erkrankungsspektrum erweitert werden“, wurde PD Dr. Steffen Paschen, Oberarzt der Klinik für Neurologie am Campus Kiel, in einer Mitteilung des UKSH zitiert. 

Das Verfahren, das tremorauslösende Nervenzellen verödet, könne das Zittern in der Regel um 70 bis 80 Prozent reduzieren und die Lebensqualität erheblich verbessern. Neben der etablierten Tiefen Hirnstimulation stelle der MRgFUS insbesondere für ältere Patientinnen und Patienten oder Menschen mit Vorerkrankungen eine schonende Behandlungsalternative dar. Im August 2025 hatte ein internationales Autorenteam unter Beteiligung des UKSH – vertreten durch Paschen– im „The Lancet Neurology" eine Übersichtsarbeit veröffentlicht. Die Forschenden fassen darin die klinische Evidenz für die Wirksamkeit und Sicherheit von MRgFUS zusammen, insbesondere bei essentiellem Tremor und Parkinson. In Deutschland sind laut UKSH rund 400.000 Menschen an Parkinson erkrankt. (PM/RED)

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