Erstmals Kryoablationen am Flensburger Fördeklinikum
Das minimalinvasive Verfahren stellt eine schonende Behandlungsoption für ausgewählte gut- und bösartige Erkrankungen der weiblichen Brust dar. Prof. Stefan Müller‑Hülsbeck, Chefarzt des Instituts für Radiologie und Neuroradiologie, sprach von einem „enormen Gewinn für die Frauengesundheit in der Region“. „Gerade für Patientinnen, für die eine Operation nicht infrage kommt oder nicht gewünscht ist, eröffnet die Kryoablation neue therapeutische Möglichkeiten“, wurde Müller-Hülsbeck in einer Mitteilung seines Krankenhauses zitiert.
Von dem Verfahren profitieren insbesondere Patientinnen, für die eine klassische Operation nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, zum Beispiel ältere Patientinnen oder Menschen mit relevanten Begleiterkrankungen. Für jüngere Patientinnen mit gutartigen, aber symptomatischen Veränderungen wie Fibroadenomen bietet die Kryoablation eine Alternative zur operativen Therapie, insbesondere aus kosmetischen Gründen.
„Wir sehen hier großes Potenzial und rechnen mit einer steigenden Nachfrage im Brustzentrum – sowohl bei nicht operablen Tumoren als auch bei gutartigen Läsionen“, sagte Dr. Janning Wagner, Chefarzt der Frauenklinik. Die Kryoablation soll künftig als zusätzliche kurative Option in den interdisziplinären Tumorkonferenzen berücksichtigt werden, um für jede Patientin die individuell bestmögliche Therapie festzulegen. Wie berichtet, hatte der Förderverein Flensburger Kliniken schon zuvor Mittel für wichtige Investitionen im Krankenhaus bereitgestellt. (PM/RED)






