Mann im weißen Kittel, mit Krawatte und Brille, blickt freundlich in die Kamera.
Prof. Holger Nef © Segeberger Kliniken

Erstes „Notfall Symposium Nord" in Bad Segeberg

Das Herz- und Gefäßzentrum der Segeberger Kliniken hat in Zusammenarbeit mit der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) das erste „Notfall Symposium Nord" veranstaltet. Im Mittelpunkt stand die präklinische Zusammenarbeit.

Prof. Holger Nef, Klinikdirektor und Chefarzt des Herz- und Gefäßzentrums der Segeberger Kliniken, und Dr. André Gnirke, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der RKiSH, konnten über 100 Teilnehmende auf der Fortbildungsveranstaltung in Bad Segeberg begrüßen. Die Teilnehmenden erhielten laut Veranstalter ein umfassendes Update zur modernen Reanimationsbehandlung. Das Programm bildete den gesamten Versorgungsweg ab, von den ersten Maßnahmen im Rettungsdienst über weiterführende Behandlungsoptionen im Krankenhaus bis zur Nachsorge in spezialisierten Zentren. 

Zu den Inhalten zählten u.a. die Fragen, wie frühe Wiederbelebungsmaßnahmen, strukturierte Abläufe und eine enge Abstimmung zwischen Leitstelle und Rettungsdienst die Überlebenschancen entscheidend verbessern können.  „Wir wollen mit dieser Veranstaltung einen Raum schaffen, in dem Erfahrungen aus dem Rettungsdienst und der Klinik unmittelbar aufeinandertreffen und neue Impulse für die Versorgung von Patienten nach plötzlichem Herztod entstehen. Der offene Dialog zwischen Präklinik und Klinik ist ein entscheidender Schlüssel für eine qualitativ hochwertige Notfallversorgung dieser Patienten“, wurde Nef in einer Mitteilung seines Hauses zur Veranstaltung zitiert.

Kristin Leonhard, Chefärztin der Zentralen Notaufnahme der Allgemeinen Klinik Bad Segeberg und wissenschaftliche Leiterin der Veranstaltung, sagte anschließend: „Der Austausch zwischen Rettungsdienst und Klinik ist entscheidend, um Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. Nur wenn Rettungsdienst und Klinik die jeweiligen Perspektiven und Abläufe kennen, können Prozesse weiter optimiert und Behandlungswege verbessert werden.“ 

Weitere Inhalte der Fortbildung
Weitere Programmpunkte widmeten sich modernen Therapieansätzen in der Klinik. Vorgestellt wurden unter anderem erweiterte Wiederbelebungsverfahren sowie der Einsatz spezieller Herz-Lungen-Unterstützungssysteme bei ausgewählten Patientinnen und Patienten. Auch die Behandlung nach erfolgreicher Wiederbelebung in Cardiac Arrest Centern wurde thematisiert. 

Neben medizinischen Aspekten spielte die Organisation der Notfallversorgung eine wichtige Rolle. In Vorträgen und Diskussionen ging es um Teamarbeit unter Zeitdruck, Kommunikation in Ausnahmesituationen und die mentale Belastung von Einsatzkräften. Anhand praktischer Beispiele wurde deutlich, wie wichtig eingespielte Teams und klare Entscheidungswege für eine sichere Versorgung sind. (PM/RED)
 

 

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