Erfolgreicher Transfer aus der Forschung in die Klinik
Die Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, ist mit dem Innovations-Transfer-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis der Prof. Dr. Werner-Petersen-Stiftung würdigt den Transfer einer innovativen Medizintechnologie aus der Forschung in die klinische Anwendung. Gemeinsam mit der Klinik wurde das Medizintechnikunternehmen Histolution geehrt.
Ausgezeichnet wurde die Entwicklung eines Gewebescanners, der die digitale Analyse mithilfe optischer Verfahren ermöglicht, ohne dass dafür ein klassischer Gewebeschnitt angefertigt werden muss. Ziel ist es nach Angaben des UKSH, behandelnden Ärztinnen und Ärzten während der Operation zusätzliche Informationen über die Beschaffenheit des Gewebes zu liefern und damit die Entscheidungsfindung zu unterstützen.
Künftig Unterstützung in der Telemedizin
„Künftig könnte das Verfahren auch in der Telemedizin unterstützen. Da die Bilddaten unmittelbar digital vorliegen, können sie standortübergreifend beurteilt werden. Dies eröffnet neue Perspektiven für die Versorgung in Regionen, in denen neuropathologische Expertise nicht jederzeit verfügbar ist“, wurde Dr. Matteo Bonsanto, Oberarzt an der Klinik für Neurochirurgie am Campus Lübeck, in einer Mitteilung des UKSH zitiert.
Die Klinik für Neurochirurgie des UKSH, Campus Lübeck, ist Teil des Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH), einem Zusammenschluss aller onkologisch tätigen Einrichtungen des UKSH und der Universitäten in Kiel und Lübeck. (PM/RED)




