Demenz in Schleswig-Holstein: weniger Erkrankungen dokumentiert
Die aus dem Barmer-Morbiditäts- und Sozialatlas stammenden Daten aus dem Jahr 2023 veröffentlichte die Barmer-Landesvertretung heute. Innerhalb Schleswig-Holsteins variiert die Häufigkeit der Diagnosen. In Nordfriesland ist die Erkrankung mit 105 Betroffenen je 10.000 Personen am seltensten dokumentiert, während im Kreis Stormarn 164 Erkrankte je 10.000 Einwohner registriert wurden. Auch im Landkreis Steinburg traten Demenzerkrankungen mit 163 je 10.000 Personen neun Prozent häufiger auf als im Bundesschnitt. Lübeck verzeichnete 159 Betroffene je 10.000 und liegt damit auf Rang drei.
„Die ungleiche Verteilung der Demenz-Diagnosen könnte neben regionalen Altersunterschieden auch mit der Diagnose- und Dokumentationspraxis zusammenhängen“, wurde Pressesprecher Torsten Nowak in einer Mitteilung der Barmer zitiert. In der Altersgruppe der 80- bis 89-Jährigen sind nach den vorliegenden Zahlen in Schleswig-Holstein 1.142 von 10.000 Menschen betroffen, bei den über 90-Jährigen fast 25 Prozent. Der Atlas zeigt außerdem, dass rund 31 Prozent der Demenzkranken auch an Depressionen leiden. (PM/RED)





