Exzessives Trinken: weniger Jugendliche in Kliniken
Laut AOK wurden im vergangenen Jahr 74 junge Menschen im Alter von zwölf bis 20 Jahren wegen Rausch-
trinkens in eine Klinik eingeliefert, im Vorjahr waren es 89. Dennoch warnte die AOK davor, die Risiken von Alkoholkonsum zu verharmlosen. „Gerade für Heranwachsende ist exzessiver Alkoholkonsum hochgefährlich und mit besonderen Risiken für eine gesunde Entwicklung verbunden. Daher dürfen wir nicht nachlassen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene über die Gefahren des Alkoholkonsums aufzuklären und sie zu einem Leben mit weniger oder am besten keinem Alkohol zu motivieren“, sagte Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest.
Nach den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) gibt es keine risikofreie Menge für einen unbedenklichen Alkoholkonsum. Die Gesundheitsminister der Länder befürworten ein gesetzliches Verbot des sogenannten begleiteten Trinkens von Jugendlichen ab 14 Jahren, die in Begleitung der Eltern in der Öffentlichkeit bislang Bier und Wein trinken dürfen.
In Schleswig-Holstein gibt es eine Reihe von Beispielen für Suchtprävention. Die AOK nannte ihre landesweiten Schulprogramme, etwa ‚AlcoMedia‘ ab der zehnten Klasse in Kooperation mit der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e. V. (LSSH) und das Präventionsprojekt ‚HaLT — Hart am Limit‘, eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen mit dem Landes-Gesundheitsministerium und der LSSH. Hilfe bietet die niederschwellige digitale Suchtberatung Schleswig-Holstein unter www.suchtberatung-sh.de.(PM/RED)






