Frau schnupft in ein Taschentuch
© AOK NordWest/Colourbox/hfr

AOK Nordwest: Krankenstand im Norden leicht gesunken

Der Krankenstand in Schleswig-Holstein ist 2025 den Angaben der AOK Nordwest zufolge leicht auf 6,7 Prozent zurückgegangen. Im Jahr zuvor habe er bei 6,9 Prozent gelegen, hieß es im Gesundheitsbericht der Kasse.

Beschäftigte in Schleswig-Holstein fehlten im vergangenen Jahr im Durchschnitt 24,6 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten 40 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. Im Jahresverlauf gab es hohe Schwankungen: Die höchsten Krankenstände waren im Februar mit 8,7 Prozent sowie im März (7,7 Prozent) zu verzeichnen. In den Monaten August und Mai gab es die niedrigsten Krankenstände mit 5,8 und 6,1 Prozent.

Atemwegserkrankungen an der Spitze
Häufigster Grund für Krankschreibungen waren Atemwegserkrankungen mit  27,2 Prozent. „Atemwegserkrankungen verursachten damit fast 90 Prozent mehr Arbeitsausfall als noch fünf Jahre zuvor“, wurde AOK-Chef Tom Ackermann in einer Mitteilung zitiert. Es folgen Muskel- und Skeletterkrankungen (13,2 Prozent), Verdauungserkrankungen (6,6 Prozent) und Verletzungen mit einem Anteil von 5,5 Prozent an allen AU-Fällen.

Höchster Krankenstand im Gesundheits- und Sozialwesen
Laut AOK-Auswertung sind die AU-Tage, die durch psychische Erkrankungen von mehr als sechs Wochen verursacht wurden, zwischen 2016 und 2025 stark gestiegen. Im Vergleich zu den anderen Diagnosegruppen sind sie mit durchschnittlich 28 Arbeitsunfähigkeitstagen je Fall zudem mit den längsten Ausfallzeiten verbunden. 
Im Branchenvergleich ist der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern in Schleswig-Holstein im Jahr 2025 mit 7,9 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich Energie/Wasser und Entsorgung mit 7,7 Prozent zu beobachten. Der niedrigste Wert war in der Land- und Forstwirtschaft mit 4,2 Prozent sowie im Wirtschaftszweig Banken und Versicherungen mit 4,7 Prozent festzustellen. (PM/RED)

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