Krebsvorsorge im Norden: Zahl der Untersuchungen gestiegen
Nach starken Rückgängen in der Corona-Pandemie steigt die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen weiter. 2024 wurden besonders Koloskopien zur Darmkrebsvorsorge, das Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs sowie die Früherkennung von Prostatakrebs gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 vor der Pandemie von gesetzlich Versicherten wieder deutlich mehr genutzt. Konkret stiegen die relativen Zahlen um 24,6 Prozent (Darmkrebsvorsorge), 13,1 Prozent (Mammografie-Screening) und 10,4 Prozent (Früherkennung von Prostatakrebs).
Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs am meisten genutzt
In absoluten Zahlen führt das Gebärmutterhalskrebs-Screening die Liste der Krebs-Früherkennungsuntersuchungen an. Unter allen gesetzlichen Krankenversicherten wurden im Jahr 2024 in Schleswig-Holstein 531.000 Screening-Untersuchungen bei Frauen ab 20 Jahren durchgeführt. „Jahrelang war das Zervixkarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Durch eine gute Früherkennung liegt es heute nur noch auf Platz zwölf“, wurde Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest, in einer Pressemitteilung zitiert. Am zweithäufigsten wurde die Früherkennung von Hautkrebs in Anspruch genommen. Auf Platz drei folgte die Prostatakrebs-Früherkennung.
Der ‚Tag der Krebsvorsorge‘ am 28. November wurde 2022 von der AOK und der Deutschen Krebsgesellschaft ins Leben gerufen. Gemeinsam wollen die beteiligten Partner mit dem jährlichen Aktionstag für die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen werben. „Der Tag der Krebsvorsorge erinnert daran, wie wichtig es ist, die eigene Gesundheit aktiv im Blick zu behalten. Krebsprävention beginnt im Alltag“, wurde Kirsten Walsemann, Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft e.V., in der Pressemitteilung der AOK zitiert. (PM/RED)




