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Ameos verlagert Leistungen in Ostholstein

Die Geriatrie aus Middelburg und das interdisziplinäre Schmerzzentrum vom Standort Fehmarn werden am Oldenburger Ameos Klinikum integriert. Dort sollen keine komplexen chirurgischen Eingriffe mehr erfolgen. Der Träger begründet den Schritt mit der Klinikreform, die verstärkt Zentralisierungen erforderlich machen wird.

Ameos unterhält Klinikstandorte in Eutin, Oldenburg, Middelburg und auf Fehmarn. Folgende Verlagerungen von Leistungen sind laut einer Pressemitteilung zwischen den Standorten in Ostholstein geplant:

  • Eutin: Alle bisherigen Leistungsangebote sollen uneingeschränkt weiter vorgehalten werden. Alle komplexen chirurgischen Eingriffe sollen künftig an diesem Standort gebündelt werden. Bislang wurden diese auch in Oldenburg vorgenommen. Zudem soll der Fachbereich Neurologie einschließlich einer Stroke Unit und der Frührehabilitation, bislang in Oldenburg, in Eutin integriert werden.
  • Oldenburg: Dort verbleiben die allgemeine internistische und chirurgische Versorgung mit Notfallversorgung. Die Chirurgie verliert zwar die komplexen Eingriffe, soll im Gegenzug aber ihr Angebot an ambulanten Eingriffen ausbauen. Geplant ist ein ambulantes Operationszentrum mit mehr Kapazitäten. Hinzu kommen Verlagerungen aus kleineren Standorten nach Oldenburg: Die Klinik für Geriatrie, bislang am Standort Middelburg, soll in Oldenburg integriert werden. Das interdisziplinäre Schmerzzentrum, bislang am Standort Fehmarn, soll zum Ende des Jahres nach Oldenburg verlagert werden. 
  • Fehmarn: Dort verbleibt lediglich das Poliklinikum, das ambulante chirurgische und orthopädische Leistungen anbietet.  
  • Middelburg: Die kleine Fachklinik muss schließen.

Krankenhausdirektorin Lena Radtke nannte die Entscheidung in einer Pressemitteilung „ein klares Zeichen für den Erhalt des Standortes Oldenburg“. Das Klinikum werde gestärkt und weiterentwickelt, hieß es. Die Weichenstellungen seien erforderlich, um zukunftsfähige Arbeitsstrukturen zu schaffen. „Wir tragen Verantwortung für rund 2.000 Mitarbeitende in Holstein und müssen jetzt die richtigen Weichen stellen. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unserer Standorte und zur Stabilität der Gesundheitsversorgung in der Region leisten“, wurde Katja Loesche, Regionalgeschäftsführerin Ameos Nord, in einer Mitteilung des Klinikträgers zitiert. Patienten, deren Termine oder Behandlungen von den Veränderungen betroffen sind, werden vom Klinikum in Oldenburg kontaktiert. (PM/RED)

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