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Das neue "Haus 18" am Ameos Klinikum Neustadt in Holstein. ©Schneekloth Architekten

Ameos nimmt Neubau in Neustadt in Betrieb

„Haus 18“ bietet Platz für 60 Patienten, die gerichtlich nach §63 im Maßregelvollzug untergebracht werden. Die Kapazität in Neustadt wurde damit um ein Drittel erhöht. Landesgesundheitsministerin Prof. Kerstin von der Decken (CDU) weihte den Neubau ein.

Zusätzliche Kapazitäten und die Bedingungen für ein modernes Behandlungssetting schaffen: Diese Ziele sollen mit dem Neubau erreicht werden. Nach Auffassung von der Deckens wird der Standort in Neustadt damit künftig besser aufgestellt sein. Das Land förderte den Neubau mit 21 Millionen Euro. 

Der Neubau bietet 2.800 Quadratmeter Platz, was als wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche therapeutische Arbeit und eine patientenorientierte Versorgung im Maßregelvollzug gilt. „Es gibt größere Rückzugsmöglichkeiten, und die Einzelzimmer tragen dazu bei, Patienten in psychischen Krisen besser stabilisieren zu können. Der Neubau bedeutet einen großen Fortschritt für unsere durch historische Gebäude geprägte Forensik. Damit wurden sowohl für die Diagnostik und Therapie unserer Patienten als auch für deren Bedürfnisse optimale Bedingungen geschaffen“, wird Chefarzt Dr. Wilhelm Tophinke in einer Ameos-Mitteilung zitiert.

Im Ameos Klinikum für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Neustadt werden psychisch kranke Männer behandelt, die gerichtlich in Schleswig-Holstein gemäß § 63 Strafgesetzbuch wegen einer Straftat verurteilt wurden, die sie im Zustand der Schuldunfähigkeit oder erheblich verminderter Schuldfähigkeit begangen haben. Die Einrichtung arbeitet interdisziplinär mit Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Pflegekräften, Therapeuten und Sozialdiensten zusammen. Die langfristige Zielsetzung besteht darin, sichere Strukturen zu schaffen, Risikoreduktion zu erreichen und die Gesellschaft durch Resozialisierung besser vor erneuten Straftaten zu schützen. (PM/RED)

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