Ärztezentrum Lunden reduziert Defizit
Das Defizit für den Betrieb des Ärztezentrums betrug im vergangenen Jahr 166.000 Euro und damit 74.000 Euro weniger als im Jahr zuvor. Dies teilten die Westküstenkliniken (WKK) aus dem angrenzenden Heide mit, die zu Jahresbeginn 2025 die Geschäftsführung des Ärztezentrums in Lunden übernommen hatten.
Positive Bilanz des ärztlichen Leiters
Das Resumée des ärztlichen Leiters Olajide Bisiriyu fiel entsprechend positiv aus. „Wir sind ein tolles Praxis-Team, haben moderne Räume, kurze Wege zu weiteren Gesundheitsdienstleistern und mit der Gemeinde sowie den Westküstenkliniken starke Partner an unserer Seite“, wurde der Allgemeinmediziner in einer Mitteilung der WKK zitiert. Das Ärztezentrum Lunden war 2019 nach Büsum als zweite kommunale Eigeneinrichtung in Deutschland gegründet worden, um die hausärztliche Versorgung in der Region zu sichern. Das Zentrum ist primär Anlaufstelle für erwachsene Patienten der Gemeinden Lunden, Groven, Hemme, Karolinenkoog, Krempel, Lehe, Rehm-Flehde-Bargen und St. Annen. Aktuell sind neben Bisiriyu drei Fachärztinnen, drei Ärztinnen in Weiterbildung und zehn MFA in dem Zentrum beschäftigt. Zum Zentrum zählen auch weitere Gesundheitsdienstleister.
Das GKV-Spargesetz sorgt für Verunsicherung
In der Kommunalpolitik wurde die Nachricht des verringerten Defizits mit Erleichterung aufgenommen. „Wir hoffen die positive Entwicklung in diesem Jahr fortsetzen zu können. Die enge Zusammenarbeit mit den Westküstenkliniken zahlt sich aus“, wurde Lundens Bürgermeister Volker Hamann in der Mitteilung zitiert. Die Gemeinde Lunden ist Trägerin des Zentrums, weitere Gemeinden der Region beteiligen sich an der Finanzierung. Sorgen bereitet den Kommunalpolitikern das kürzlich vom Bundestag beschlossene Sparparket zur Stabilisierung der Beitragssätze. „Das wird im kommenden Jahr zu Einnahmeausfällen führen. Wir hoffen aber, dass wir die Leistungen für die Menschen bei uns in der Region nicht werden einschränken müssen“, sagte Hamann laut Mitteilung. (PM/RED)




