Prof. Henrik Herrmann, Kopfportrait eines weißhaarigen Mannes mit Vollbart, Brille, in weißemHemd, Schlipsund dunkelblauem Jackett
Prof. Henrik Herrmann © ÄKSH

Wir liefern – umfangreicher als zuvor

„Über 2,5 Jahre sind seit dem 8. Mai 1945 vergangen. Während dieses Zeitraums war es nur möglich, durch gelegentliche Rundschreiben den Zusammenhang zwischen Ärzteschaft und der Geschäftsstelle ihrer Landesärztekammer aufrechtzuerhalten. Schon im ersten Rundschreiben wurde von der Absicht gesprochen, eine Zeitschrift zu begründen, die gleichermaßen wissenschaftlichen wie standespolitischen Fragen dienen sollte.“ So beginnt das erste Heft des ersten Jahrgangs des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatts im Januar 1948, geschrieben vom Kollegen Rodewald aus Kiel, dem ersten Präsidenten unserer Ärztekammer.

Heute, 78,5 Jahre später, halten Sie das letzte gedruckte Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt in ihren Händen. Vorausgegangen ist eine intensive Diskussion im Vorstand und in der Kammerversammlung, die vor fast zwei Jahren die Zustimmung zur Transformation gegeben hat. Es war eine intensive Zeit der Umstellung auf ein Webmagazin und ein ePaper mit verschiedenen Funktionalitäten, auch die Homepage wurde überarbeitet. Zusätzlich wird eine App installiert, auf der eine schnelle Informationsübermittlung ermöglicht wird, wenn neue Artikel im Webmagazin erscheinen. Damit verbessern wir Aktualität und Kommunikation deutlich. Zusätzlich stärken wir die Nachhaltigkeit und reduzieren die Kosten.

Von den ersten Anfängen mit Blättern und der „gelben Gefahr“ über ein modernes gedrucktes Ärzteblatt hin zu einem rein digitalen Kommunikationsmedium – wir haben eine Vorreiterrolle eingenommen. Es werden weitere Ärzteblätter folgen. Bei den Zeitungslesern gibt es heute eine Drittelung: 30,7 Prozent rein digital, 34,9 Prozent hybrid und 34,3 Prozent ausschließlich gedruckt.

Die Umstellung unseres Ärzteblatts wird auch skeptisch gesehen, zu gewohnt ist das Heft in der Hand. Wir werden als Ärztekammer alles tun, um unsere Mitglieder und andere Akteure im Gesundheitswesen aktuell und gezielt zu informieren, inklusive eines monatlichen ePapers. Uns ist bewusst, dass wir als Ärztekammer in der Verpflichtung stehen, diese Informationen zu liefern und werden dies umfangreicher als zuvor für Sie gewährleisten. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Informationen digital abrufen und unsere Kommunikation verbessert wird, so wie es im täglichen Leben schon in vielen anderen Bereichen erfolgt – denn man kann nicht nicht kommunizieren! 

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