Leserbriefe (Seite 3)

fallbackreader
BetrifftPodiumsdiskussion bei Lubinus

Diese Diskussion ist völlig aus der Zeit gefallen und fehlbesetzt.
Keine einzige Frau, nur mittelalte bis alte Männer und keiner hat etwas mit der echten Arbeit in der Klinik zu tun.
Bitte soo wichtige Themen mit Menschen diskutieren, die nicht nur Medizinverwalter und Medizinpolitiker sind.
Dr. Thomas Thormann

fallbackreader
BetrifftZivil-militärische Zusammenarbeit

Ein freundlich verschmitzt  lächelnder Soldat, hochdekoriert in einer medizinischen Zeitschrift blickte mich an. Nun, ich gehöre noch zu jener Generation, die den „Ernstfall“ erlebt haben. So erinnere ich mich noch gut, wie etwa 10 russische Soldaten in das Feuer der damaligen Wehrmacht gerieten und getötet wurden. Also sehe ich die Notwendigkeit der Verteidigung ein, dazu gehört auch eine funktionierende Bundeswehr. Aber ich meine, etwas Sensibilität kann nicht schaden, so finde ich das Titelbild des Textes einfühlsamer. Übrigens haben wir in der Uni-Klinik bereits vor ca. 40 Jahren mit der hyperbaren Sauerstofftherapie eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Klinik in Kronshagen betrieben. Die Bemerkung, die Chirurgen könnten Kriegsverletzungen nicht adäquat versorgen, weil Neuland, ist etwas naiv. Die Kollegen werden täglich gefordert, unbekannte Probleme in der Chirurgie zu beherrschen.
 Dr. Folker von Meißner
 

fallbackreader
BetrifftZivil-militärische Zusammenarbeit

Mit Entsetzen habe ich die Juli/August-Ausgabe des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes in die Hand genommen: ein lächelnder Soldat in Uniform auf dem Titelbild sieht den Betrachter an und in großen roten Buchstaben wird für den „Schulterschluss für den Ernstfall“ geworben! Der so beworbene Artikel auf den Seiten 16 und 17 des Blattes zeigt dann auch noch die Vizepräsidentin der Kammer im Schulterschluss mit dem Generalstabsarzt des Titelblattes. Meines Wissens ist der Begriff des „Schulterschlusses“ der Militärgeschichte entlehnt. Und militärisch ist auch das den Artikel einleitende „Szenario“: Russland greift uns an!
Der ganze Artikel scheint mir ein einziger Aufruf zur Militarisierung des Gesundheitswesens und der Gesellschaft zu sein. Kann es tatsächlich Aufgabe der Kammer, deren Pflichtmitglied ich bin, sein, derart einseitige politische Positionen zu beziehen oder sollte sie nicht eher einem Neutralitätsgebot verpflichtet sein? Ich habe meine Aufgabe als Arzt niemals auf dem Hauptverbandsplatz gesehen, sondern glaube, unsere Aufgabe als Ärzte sollte darin bestehen, alles für eine „friedenstüchtige“ und nicht für eine“ kriegstüchtige“ Medizin zu tun. 
Dr. Doris Klein
 

fallbackreader
BetrifftZivil-militärische Zusammenarbeit

„Nie wieder Faschismus = Nie wieder Krieg. An Hand der Personalie Haedenkamp können die Älteren von uns noch gut  nachvollziehen, wie peinlich es war, daß gerade die Ärzteschaft sich  widerstandslos gleichschalten ließ, als die Herren Hitler und Goebbels die Kriegstüchtigkeit des deutschen Volkes verlangten. 
Das letzte SH-Ärzuteblatt mit dem Herrn Generalarzt als Coverboy erweckt den Eindruck, wir hätten nichts aus der Vergangenheit gelernt. Jetzt schreien die Herren Pistorius und Merz nach Kriegstüchtigkeit und was machen unsere Standesvertreter? Sie machen wieder mit!  Ich will kein kriegstüchtiges Gesundheitswesen. Der „Operationsplan Deutschland“ ist Menschenleben verachtend. Ich erwarte von meinen Standesvertretern: Seid kriegsfaul“.
Dr. Ralf Cüppers

fallbackreader
BetrifftZivil-militärische Zusammenarbeit

Danke für den Artikel über den Besuch von Generalarzt Dr. Backus. Seit mehr als drei Jahren kann sich jeder Arzt ansehen, was Sanitätskräfte mittlerweile für einige Parteien geworden sind: Primäre oder sekundäre Ziele. Hatten wir mal gelernt, dass das Rote Kreuz auf weißem Grund uns einen gewissen Schutz bietet, so gibt es mittlerweile genügend Bilder, wo es eher das Ziel im Fadenkreuz dargestellt hat, wo Sanitätskräfte gezielt beschossen und getötet werden. Ich bin da dann doch sehr erstaunt, dass wir uns in Schleswig-Holstein über Militarismus und Instrumentalisierung der Ärzteschaft Sorgen machen. Wenn Prävention so wichtig ist, dann gehört dazu auch, dass Ärzte sich Gedanken machen, wie sie sich und die ihnen anvertrauten Verwundeten oder Erkrankten im Notfall schützen können. Deutschland bereitet sich auf die Verteidigung vor, der mögliche Angreifer scheint erkennbar, man scheint in der Ukraine nicht nur vergessen zu haben ein Visum zu beantragen! Vielleicht müssen wir mal anfangen in der Lage zu leben und danach zu handeln. Vielleicht sollte sich jeder mal Gedanken machen, wie wir dann unsere Patienten, seien es Soldaten oder Zivilisten versorgen können, anstatt Angst zu haben, dass man zu kurz kommt. Wichtiger wäre es zu überlegen, wie man die Dinge gemeinsam nutzen kann, denn Material und personal sind Mangelressourcen. Ja, Katastrophenschutz ist wichtig, man müsste sich nur dann auch mal dort engagieren. Und wenn mein Krankenhaus Ziel einer asymmetrischen…

fallbackreader
BetrifftSchmerzmedizin

Seit 2002 behandle ich als Allgemeinmediziner muskuläre Schmerzen ohne Medikamente – mit großem Erfolg. Meine Erfahrung zeigt: Nahezu alle Schmerzpatienten haben eine statische Fehlstellung, die muskuläre Verspannungen verursacht. Im Zentrum steht das Kreuz-Darmbein-Gelenk (KDG), das sich verdrehen und blockieren kann. Dies führt zu funktionellen Beinlängendifferenzen, die oft mehrere Zentimeter betragen und eine ständige Fehlbelastung für Nacken, Rücken und Becken bedeuten. Das Problem: Die Körperstatik wird in der Medizin kaum untersucht – und wenn, dann oft falsch. Die Folge sind falsche Diagnosen wie Bandscheibenvorfall, Hüft- oder Gelenkschäden, die in Wahrheit muskuläre Schmerzen sind.Mein Ansatz: Ursache statt Symptom behandeln
Statik prüfen: Jeder Schmerzpatient wird auf funktionelle Beinlängendifferenzen untersucht.
Fehlstellungen korrigieren: Durch manuelle Techniken werden Verspannungen gelöst und das Becken richtet sich.
Tape statt Tabletten: Bei chronischen Schmerzen setze ich elastisches Tape ein, um Schmerzen zu blockieren und die Heilung zu unterstützen.
Fazit: Schmerzen entstehen meist durch muskuläre Verspannungen aufgrund von statischen Fehlstellungen. Erst wenn die Statik stimmt, können Muskeln entspannen und Schmerzen verschwinden. 
Dr. Dieter Sielmann

Andere Themen aus Schleswig-Holstein

Ein schlanker, blonder Mann mit Brille und ohne Bart trägt einen dunklen Anzug. Er schaut direkt in die Kamera.
Carsten Linnemann (CDU) © Tobias Koch
27.07.2026

Ein Politiker ohne Regierungserfahrung und ohne Erfahrungen im Gesundheitswesen ist neuer…

Ein Mann mit gelvem Schal hat ein Taschentuch vor der Nase. Er sitzt auf einem Sofa und schaut in ein Handy. Im Hintergrund schaut eine Frau ebenfalls in ihr Handy.
Atemwegserkrankungen sind in Schleswig-Holstein nicht mehr häufigster Grund für Krankschreibungen© DAK-Gesundheit / iStock_LightFieldStudios
27.07.2026

Der Krankenstand in Schleswig-Holstein ist im ersten Halbjahr 2026 nur leicht gesunken. Insgesamt…

Logo
Logo MEGSH © MEGSH
27.07.2026

Seit fünf Jahren gibt es die Mobile Ethikberatung im Gesundheitswesen für Schleswig-Holstein…

Ein großes, rotes Gebäude mit grün vor der Fassade unter einem blauen Himmel.
Die Inselklinik Föhr/Amrum gehört zum kommunalen Klinikum Nordfriesland. Dort plant man bereits eine stärkere sektorenübergreifende Versorgung. © Michael Mittendorf
24.07.2026

Klinikreform und Krankenhausplanung sorgen für neue Bedingungen in Schleswig-Holsteins…

placeholder
23.07.2026

Ein Gewebescanner, der die digitale Analyse mithilfe optischer Verfahren ermöglicht, ohne dass dafür…

Frau mit langen Haaren und mit Brille trägt einen schwarzen Blazer mit rotem Hemd. Sie schaut lächelnd in die Kamera.
Dr. Anneke Riehl © Heiko Marquardt
23.07.2026

Für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin zeigt sich die Mehrheit der Bevölkerung…

Vier Männer, davon drei in dunklen Anzüg, stehen nebeneinander. der zweite von links trägt ein Sacko und eine orangefarbene Hose mit weißem Hemnd. Außer dem Mann links im Bild halten alle eine Urkunde in Händen.
Prof. Stefan Schreiber (2. v.l.) und Dr. Georg Wätzig (3.v.l.) bei der Preisverleihung der Prof. Dr. Werner-Petersen-Stiftung. © Janina Rathje
22.07.2026

Das Darmmikrobiom steuert Stoffwechselprozesse, kommuniziert mit dem Immunsystem und spielt bei…

Zwei Frauen schauen direkt in die Kamera und lächeln. Die jüngere Frau links im Bild hält einen großen Blumenstrauß, sie trägt ein schwarzes T-Shirt. Die ältere Frau rechts im Bild trägt einen Arztkittel, hat halblange graue Haare und trägt eine Brille. Sie hält eine Urkunde in den Händen.
Krankenhausdirektorin Lena Radtke (links) mit Dr. Iris Koper © Ameos
22.07.2026

Dr. Iris Koper war seit 1999 Chefärztin in Oldenburg und damit eine der ersten pneumologischen…

Mann mit Vollbart und Brille im karierten Hemd schaut freundlich lächelnd in die Kamera.
Dr. Christian Michel © Ameos
21.07.2026

Dr. Christian Michel ist neuer Chefarzt der Ameos Klinika Kiel und Preetz. Zusammen mit Chefärztin…