Leserbriefe

fallbackreader
BetrifftKapitalverlust bei der KVSH

Was hat sich bis heute getan, um in Zukunft zu vermeiden, dass treuhänderisch verwaltete Gelder der Mitglieder nicht noch einmal verloren gehen?

Die Abgeordnetenversammlung ist das oberste Organ der KVSH. Sie setzt sich aus 40 Abgeordneten zusammen. Diese wählt einen Beirat, dem laut Satzung die Aufgabe der Vorstandsüberwachung und der Vertretung der Körperschaft gegenüber dem Vorstand zufällt. Weiterhin wählen die Abgeordneten einen Finanzausschuss. Zur Zeit besteht der fünfköpfige Beirat aus drei Hausärzten, einem Psychotherapeuten und einem Facharzt. Der dreiköpfige Finanzausschuss wird von einer Internistin, einem Facharzt und einem Hausarzt besetzt.

Warum sind die entsprechenden Kontrollgremien wie Beirat und Finanzausschuss nicht mit betriebswirtschaftlicher Expertise ausgestattet? Immerhin wird von der KVSH ein Honorarvolumen von mehr als 1,4 Milliarden Euro verwaltet.

Es wird Zeit, dass die KVSH eine Satzungsänderung vornimmt, um die Kontrollgremien mit der entsprechenden betriebswirtschaftlichen Kompetenz auszustatten.
In nur  300 Meter Luftlinie von der KVSH befindet sich das Versorgungswerk der Ärztekammer SH. Das Versorgungswerk hat bei ihren Kapitalanlagen eine Nettoverzinsung in den letzten neun Jahren von durchschnittlich 4,32 % erwirtschaftet. Warum lässt man sich nicht von deren Fachleuten entsprechend beraten?

Der Kollege Dr. Hans Irmer ist Mitglied im Finanzausschuss der KVSH und im Aufsichtsrat des Versorgungswerkes der Ärztekammer Schleswig-Holstein.…

fallbackreader
BetrifftKapitalverlust bei der KVSH

...."und werden als Vorstand gemeinsam dafür sorgen, dass ein solches Vorgehen künftig nicht mehr möglich sein wird", formulierte Frau Dr. Bettina Schultz als KV-Vorstandsvorsitzende. 

Aus meiner Sicht sollte es besser heißen: ...."und werden gemeinsam mit der Abgeordnetenversammlung dafür sorgen, dass...." 

Wenn ein derartiges Desaster passiert, dann müssen - im Sinne demokratischen Denkens und Handelns - die Entscheidungswege des Vorstandes von der Abgeordnetenversammlung unter die Lupe genommen und für die Zukunft "Sicherungsmechanismen" eingebaut werden, damit derartiges nach Möglichkeit nicht mehr passiert. 

Auch wenn alles gutgemeint war, der letzte Vorstand hat es vermasselt, auslöffeln müssen die Suppe die Niedergelassenen. 

Dr. Udo Hennighausen

fallbackreader
BetrifftÄrzteblatt und Kapitalverlust bei der KVSH

Jetzt habe ich es verstanden: Das Ärzteblatt muss sparen. Deshalb erscheint es alsbald nur noch digital (jaja, ich weiß, angeblich auch wegen “der Umwelt!”). Wir “Alten” sind jedenfalls wieder einmal die Sparzielgruppe. Gefragt wurden wir nicht. Entweder teures Tablet in der richtigen Größe kaufen, oder nicht mehr lesen. Das wird mir fehlen!

Freilich kam mir ein böser Gedanke! Gibt es womöglich bei der Ärztekammer, wie bei der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, ebenfalls abgängige Geldanlagen? Schließlich wird beim Versorgungswerk der Ärztekammer zusätzlich gespart, indem die Versorgungsbezüge von uns Rentnern, wenn überhaupt, dann nur mickrig in den vielen letzten Jahren angehoben wurden! Und geht es wirklich nur um das Erreichen eines längst in Deutschland antiquierten Rechnungszinses von 4 Prozent? Zu Lasten von uns Alten und zum Vorteil  für die Jungen? Was kommt da wirklich auf uns zu?
Dr. Hans-Joachim Zielinski

fallbackreader
BetrifftZivil-militärische Zusammenarbeit

Herr Kollege Dr. Cüppers möchte keine Kriegstüchtigkeit. Das hatten die Kolleginnen und Kollegen in Teilen Georgiens, auf der Krim und in der Ukraine gewiss auch im Sinn. Doch es kam anders! Sollte die Rote Armee erst einmal in Flensburg auftauchen, wird der Kollege sicher nicht gefragt. Dann muss er für die Rote Armee antreten. Keine Wahl, kein Protest mehr!
Dr. Hans-Joachim Zielinski

fallbackreader
BetrifftZivil-militärische Zusammenarbeit

Mit zunächst Unglauben und dann Entsetzen habe ich die Leserbriefe der Kollegen Klein und Cüppers zum Bericht über die zivil-militärische Zusammenarbeit der vorigen Ausgabe gelesen. Mit Schlagworten, die ich sonst nur von Vertretern der Parteien Die Linke und BSW kenne, wird in einem Leserbrief ein „Aufruf zur Militarisierung des Gesundheitswesens und der Gesellschaft“ durch den Artikel beklagt. Im anderen Brief wird allen Ernstes eine Parallele zu den dunklen Zeiten des Nationalsozialismus gesehen, weil auf einem Cover des Ärzteblattes ein Generalarzt unserer demokratischen und der freiheitlich demokratischen Grundordnung verpflichteten Parlamentsarmee Bundeswehr abgebildet war. Dieser schräge Vergleich ist aus meiner Sicht ein unerträglicher Vorgang, der eines studierten und promovierten Kollegen eigentlich unwürdig sein sollte.
Ich gehe fest davon aus, dass sich die allerwenigsten Menschen in Deutschland, die genannten Herren Merz und Pistorius eingeschlossen, einen Krieg wünschen. Leider verschweigen die beiden Kollegen, welche wohlbekannten Gründe seit 2022 für die leider wieder bestehende Notwendigkeit existieren, sich wie im Kalten Krieg 1.0 auf eine kriegerische Auseinandersetzung vorzubereiten. Betrachtet man die damaligen Vorbereitungen der Bundesrepublik Deutschland für den Verteidigungsfall, kann von einer „Militarisierung“ des Landes aktuell nun wirklich keine Rede sein. Als Anschauungsobjekt für echte Militarisierung möge man bitte nach Russland schauen, wo wie…

fallbackreader
BetrifftPodiumsdiskussion bei Lubinus

Diese Diskussion ist völlig aus der Zeit gefallen und fehlbesetzt.
Keine einzige Frau, nur mittelalte bis alte Männer und keiner hat etwas mit der echten Arbeit in der Klinik zu tun.
Bitte soo wichtige Themen mit Menschen diskutieren, die nicht nur Medizinverwalter und Medizinpolitiker sind.
Dr. Thomas Thormann

Andere Themen aus Schleswig-Holstein

Mehrere Personen stehn vor Schautafeln einer Ausstellung und betrachten Fotos und Texte.
Die Ausstellung zeigt die Verstrickung der Ärzteschaft und ihrer Standesvertretungen in das NS-Regime. © KVSH
05.12.2025

„Systemerkrankung: Arzt und Patient im Nationalsozialismus“ heißt eine Ausstellung, die noch bis 18.…

Vier Menschen halten einen überdimesionalen Scheck in Höhe von 8.000 Euro in die Kamera
Landtagspräsidentin Kristina Herbst, Mario Raabe, Johann Lubinus (beide Geschäftsführung Lubinus) und Wolfram Hahnfeld (Vorstand Trauernde Kinder, v.l.) © Lubinus
04.12.2025

Zwölf Preise, 180 Bilder, 3.500 abstimmende Menschen und 8.000 Euro Preisgeld für den Verein…

Mann im dunklen Jacket und weißem Hemd steht in einem Treppenhaus und lächelt in die Kamera.
Christoph Fülscher © Eike Lamberty
04.12.2025

Christoph Fülscher wird Anfang 2026 neuer kaufmännischer Geschäftsführer der Ärztekammer…

Grauhaariger Herr mit Bart im grauen Jakett und weißem Hemd steht am Rednerpult und spricht.
Prof. Henrik Herrmann © Eike Lamberty
04.12.2025

Große Herausforderungen für das deutsche Gesundheitswesen - fehlende oder nicht zielführende…

Mit Audio-beitrag
Dr. Kevin Schulte
Dr. Kevin Schulte ©Privat
04.12.2025

Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in ein verpflichtendes Primärarztsystem: weniger…

Dr. Andreas Krokotsch, ein schlanker Mann mit Brille iin weißem Hemd und Anzug, spricht in ein Miokrofon.
Dr. Andreas Krokotsch © Eike Lamberty
04.12.2025

Mehr Ehrlichkeit und eine bessere Kommunikation: Dies wünscht sich der Ärztliche Leiter des…

Mit Audio-beitrag
Portrait von Dr. Florian Reifferscheid
03.12.2025

Der Kieler Notfallmediziner Dr. Florian Reifferscheid ist kürzlich als Vorsitzender der…

Eine blonde Frau in schwarzer Kleidung steht vor einem blauen Hintergrund. In den Händen hält sie ein Mikrofon und eine Urkunde, mit der sie ausgezeichnet wurde.
PD Dr. Eva Schäffer © Claudius Pflug/Berlin
03.12.2025

PD Dr. Eva Schäffer aus Kiel ist mit dem erstmals vergebenen Preis für patientenzentrierte Forschung…

Ein kleines Mädchen mut brandverletzter Schulter- und Rückenpartie wendet die verletzte Stelle zur Kamera und schaut über die Schulter zurück in die Kamera. Der Hintergrund ist schwarz.
© Gabriela Acklin
03.12.2025

Im vergangenen Jahr wurden 144 Kinder unter zehn Jahren aus Schleswig-Holstein mit Verbrennungen…