Leserbriefe

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BetrifftPlakatkampagne der Krebsgesellschaft zu HPV

Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft hat mit dem Start der HPV-Kampagne an die schon bestehenden check-dich-selbst-Kampagnen betreffend Hodenkrebs und Brustkrebs angeknüpft. Durch bewusst provokative Slogans in diesen Kampagnen soll die Aufmerksamkeit der Rezipientinnen und Rezipienten geweckt werden, insbesondere bei der HPV-Kampagne mit dem Ziel, sich über die Impfung gegen HPV zu informieren und die Möglichkeit der Impfung zu erkennen.

Über diese provokativen Slogans kann man unterschiedlicher Meinung sein und die Interpretation kann unterschiedlich ausgelegt werden, aber es zielt darauf, die Auseinandersetzung mit dem Thema HPV zu erreichen. Korrigieren müssen wir die Angaben zur Inzidenz HPV-induzierter Karzinome, hier ist uns ein Fehler unterlaufen und wir danken Dr. Hunze für seinen Hinweis. Weltweit betrifft es 5% der Karzinomerkrankungen, nach den neuesten Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten betrifft es in Deutschland 2-3 % (d.h. 10-12.000 Neuerkrankungen jährlich, davon entfallen 3000 Fälle auf Männer, Stand 26.6.25).
Diese Zahlen zeigen die Wichtigkeit einer Prävention durch eine Impfung gegen HPV, um damit HPV-induzierte Carcinomerkrankungen zu verhindern.
Barbara Dalmer, 1. Vorsitzende der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft e.V.

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BetrifftPlakatkampagne der Krebsgesellschaft zu HPV

Das Plakat mit der Aufschrift „Wusstest du, dass man durch Sex Krebs bekommen kann?“ als Teil einer Werbekampagne der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, die junge Leute zur HPV-Impfung motivieren soll, finde ich missglückt. Die unreflektierte Wiedergabe dieses Slogans in einem Ärzteblatt umso mehr. Wir Ärzt:innen haben inzwischen gelernt, dass die „Angstkeule“ – also das Drohen mit schlimmen Konsequenzen, wenn man sich nicht gesundheitsbewusst verhält – nicht besonders gut funktioniert.
Erfolgversprechender und verbindlicher wäre doch ein Slogan, der die positiven Effekte der Impfung herausstellt: „Entspannt beim Sex – gut geschützt durch die HPV-Impfung“. Zudem sollten wir, das Wohlergehen unserer Patient:innen im Sinn, eine sex-positive Haltung verkörpern. Sex ist gesund für Körper und Seele – und Safer Sex ist lohnenswert. Das sollten unsere Botschaften sein. Zweifel habe ich außerdem an der Aussage, „acht von zehn Menschen infizieren sich ... mit HPV. Bei rund zehn Prozent der Betroffenen entwickelt sich daraus Krebs“. Das würde eine kumulative Inzidenz von 8 % für HPV-induzierte Tumoren bedeuten. Nach einer kursorischen Recherche dürfte die Zahl jedoch eher in der Größenordnung von 2 % liegen (Zervixkarzinom 0,8 %, Analkarzinom 0,14 %, Peniskarzinom 0,13 %, HNSCC 0,7 %). Eine gleichlautende Rückmeldung erhält natürlich die Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein als Urheberin der Pressemitteilung. Gleichwohl sollte eine PM in einem ärztlichen Organ nicht ohne…

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BetrifftAnstieg der Arzneimittelpreise

Ich teile die Einschätzung, dass die Preise patentgeschützter Arzneimittel in Deutschland zu hoch sind und erhebliche Einsparungen möglich wären. Als Mukoviszidose-Patienten profitieren wir sehr von innovativen Medikamenten, insbesondere von den sogenannten CFTR-Modulatoren wie Kaftrio® und Kalydeco®. Mit Jahrestherapiekosten von über 200.000 Euro zählen sie jedoch zu den teuersten Arzneimitteln überhaupt.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die gesetzlichen Krankenkassen selbst mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen jährlich Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe erzielen könnten. Dies möchte ich anhand von zwei konkreten Beispielen erläutern.

  • Beispiel 1:
    Kinder mit Mukoviszidose im Alter von zwei bis zwölf Jahren erhalten Kaftrio® in einer speziellen Kinderdosierung (zwei Tabletten mit den drei Wirkstoffen „ETI“ zu 37,5 mg / 25 mg / 50 mg). Der Apothekenverkaufspreis beträgt hierfür 10.132,01 Euro pro Monat. Medizinisch wäre es jedoch möglich, diesen Kindern stattdessen Erwachsenentabletten zu verordnen, die pro Tablette die doppelte Wirkstoffmenge enthalten (75 mg / 50 mg / 100 mg). Die Kinder müssten dann lediglich eine Erwachsenentablette statt zwei Kindertabletten einnehmen.
    Da die Erwachsenendosierung zum gleichen Preis angeboten wird wie die Kinderdosierung mit halb so viel Wirkstoff, ließen sich die Kosten auf diese Weise faktisch halbieren. Formal handelt es sich hierbei um einen sogenannten Off-Label-Use, da die Verordnung von der Zulassung abweicht. Die…
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BetrifftSchleswig-Holsteinisches Ärzteblatt

Zum ersten Mal habe ich heute das Ärzteblatt der Ärztekammer Schleswig-Holstein bekommen, da meine Approbation auch noch ganz frisch ist. Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass ich ehrlicherweise mit einem schnöden und für meinen zukünftigen Berufsalltag irrelevanten Blatt gerechnet habe, das ich bald meiner Papiertonne zuliebe wieder abbestellen würde. Tatsächlich haben mich die Aktualität, der Bezug gesellschaftlicher Themen zu einer Tätigkeit als Ärztin in Schleswig-Holstein, die mir bekannten Gesichter aus dem UKSH und sogar humorvolle Beiträge bei der Stange gehalten und mich die Zeitung in einem Zug durchlesen lassen. Danke für diese Arbeit, ich freue mich gerade noch mehr auf meinen Berufsstart.
Vivien Liedtke

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BetrifftKapitalverlust bei der KVSH

Was hat sich bis heute getan, um in Zukunft zu vermeiden, dass treuhänderisch verwaltete Gelder der Mitglieder nicht noch einmal verloren gehen?

Die Abgeordnetenversammlung ist das oberste Organ der KVSH. Sie setzt sich aus 40 Abgeordneten zusammen. Diese wählt einen Beirat, dem laut Satzung die Aufgabe der Vorstandsüberwachung und der Vertretung der Körperschaft gegenüber dem Vorstand zufällt. Weiterhin wählen die Abgeordneten einen Finanzausschuss. Zur Zeit besteht der fünfköpfige Beirat aus drei Hausärzten, einem Psychotherapeuten und einem Facharzt. Der dreiköpfige Finanzausschuss wird von einer Internistin, einem Facharzt und einem Hausarzt besetzt.

Warum sind die entsprechenden Kontrollgremien wie Beirat und Finanzausschuss nicht mit betriebswirtschaftlicher Expertise ausgestattet? Immerhin wird von der KVSH ein Honorarvolumen von mehr als 1,4 Milliarden Euro verwaltet.

Es wird Zeit, dass die KVSH eine Satzungsänderung vornimmt, um die Kontrollgremien mit der entsprechenden betriebswirtschaftlichen Kompetenz auszustatten.
In nur  300 Meter Luftlinie von der KVSH befindet sich das Versorgungswerk der Ärztekammer SH. Das Versorgungswerk hat bei ihren Kapitalanlagen eine Nettoverzinsung in den letzten neun Jahren von durchschnittlich 4,32 % erwirtschaftet. Warum lässt man sich nicht von deren Fachleuten entsprechend beraten?

Der Kollege Dr. Hans Irmer ist Mitglied im Finanzausschuss der KVSH und im Aufsichtsrat des Versorgungswerkes der Ärztekammer Schleswig-Holstein.…

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BetrifftKapitalverlust bei der KVSH

...."und werden als Vorstand gemeinsam dafür sorgen, dass ein solches Vorgehen künftig nicht mehr möglich sein wird", formulierte Frau Dr. Bettina Schultz als KV-Vorstandsvorsitzende. 

Aus meiner Sicht sollte es besser heißen: ...."und werden gemeinsam mit der Abgeordnetenversammlung dafür sorgen, dass...." 

Wenn ein derartiges Desaster passiert, dann müssen - im Sinne demokratischen Denkens und Handelns - die Entscheidungswege des Vorstandes von der Abgeordnetenversammlung unter die Lupe genommen und für die Zukunft "Sicherungsmechanismen" eingebaut werden, damit derartiges nach Möglichkeit nicht mehr passiert. 

Auch wenn alles gutgemeint war, der letzte Vorstand hat es vermasselt, auslöffeln müssen die Suppe die Niedergelassenen. 

Dr. Udo Hennighausen

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