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Dummy des smarten Cochlear-Implantats ©UKSH
Dummy des smarten Cochlear-Implantats ©UKSH

Smarte Cochlea-Implantate

Ein Patient im Kieler UKSH hat smarte Cochlea-Implantate erhalten. Nach Angaben des UKSH war die Kieler Klinik für Hals-, Nasen-,Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Phoniatrie und Pädaudiologie eine der ersten Kliniken Klinken weltweit, die smarte Cochlea-Implantate im Rahmen der klinischen Versorgung erfolgreich einsetzen konnte.

Die HNO-Klinik unter Leitung von Prof. Susanne Wiegand war eine von drei Kliniken weltweit, die in einer frühen Phase der kontrollierten Markteinführung ausgewählt wurde, um das System vor dem offiziellen Markteintritt zu testen. Seit dem Start im Juli sind laut Mitteilung des UKSH „zahlreiche Patientinnen und Patienten erfolgreich mit dem neuen System versorgt” worden.

Eingriff dauert rund 90 Minuten
Das Implantat wird in einem rund 90-minütigen Eingriff unter der Haut hinter dem Ohr eingesetzt. Eine feine Elektrode wird in die Cochlea eingebracht. "Der externe Soundprozessor wandelt akustische Signale wie Sprache und Musik in elektrische Impulse um. Diese reizen den Hörnerv und machen Hören wieder möglich”, erläuterte Oberarzt Dr. Goetz Brademann, der das Implantat erstmals in der klinischen Versorgung eingesetzt hat. 

Neue Funktionen ohne zusätzlichen operativen Eingriff
Das smarte Cochlea-Implantat verfügt über einen integrierten Speicher und einen innovativen Signalprozessor. Es ist das erste CI-System mit aktualisierbarer Firmware. Neue Funktionen und technische Weiterentwicklungen können so per Software-Update nachgereicht werden – ohne zusätzlichen operativen Eingriff. Alle individuellen Höreinstellungen sind im Implantat selbst gespeichert. Sollte ein Wechsel des externen Sprachprozessors nötig werden, können die Daten auf ein neues Gerät übertragen werden – ein Besuch in der Klinik zur Neukonfiguration entfällt.

Interdisziplinäres Team
In der HNO-Klinik und im kooperierenden CI-Zentrum Schleswig sorgen ein ärztliches, audiologisches und logopädisches Team sowie Audiometrieassistentinnen und -assistenten für die Betreuung. In der ambulanten Nachsorge wird jedes Hörsystem individuell angepasst, damit die Patientinnen und Patienten Schritt für Schritt ihr Hörvermögen zurückerlangen.

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