Mann mit Bart, Brille und grauen Haaren im schwarzen Jackett, roter Krawatte und weißem Hemd steht vor hellem Hintergrund und lächelt in die Kamera.

Rettungsdienst: Ärztekammer unterstützt Gesetzentwurf

Die Ärztekammer unterstützt den Gesetzentwurf aus dem Landesgesundheitsministerium: Das geplante neue Rettungsdienstgesetz dient der Patientensicherheit und führt dazu, dass Ressourcen zielgerichteter eingesetzt werden.

Der Entwurf für ein Rettungsdienstgesetz war, wie berichtet, kürzlich vom Kabinett in erster Fassung verabschiedet worden. Nun geht es in die Anhörung. In diesen Prozess wird sich die Ärztekammer einbringen. Sie sieht in den geplanten Neuerungen einen wichtigen Schritt, um die Notfallversorgung landesweit sicherer, effizienter und patientenorientierter zu machen.

„Wir begrüßen insbesondere, dass die Patientensicherheit durch die Gesetzesnovelle deutlich erhöht wird" wurde Kammerpräsident Prof. Henrik Herrmann in einer Pressemitteilung der Ärztekammer Schleswig-Holstein zitiert. Die Koordination durch die Leitstellen ermögliche es, akute Notfälle zuverlässig zu erkennen und von weniger dringenden Anliegen zu unterscheiden. Dadurch blieben Notarzteinsatzmittel gezielt für die schwersten Fälle mit lebensbedrohlichen Erkrankungen verfügbar. 
Herrmann hob besonders den Einsatz von Rettungseinsatzfahrzeugen (REF) hervor, die eine schnellere Versorgung nicht kritischer Fälle durch Notfallsanitäter ermöglichen und damit Ressourcen für schwere Fälle freigeben. Die Ärztekammer begrüßte außerdem, dass das Gesetz mehr Flexibilität und einen gezielteren Ressourceneinsatz ermöglichen wird. Leitstellen könnten Fälle nach Dringlichkeit priorisieren und gezielt in die passenden Versorgungsstrukturen lotsen. „So werden unnötige Kliniktransporte vermieden, Notaufnahmen entlastet und Rettungsmittel effizient eingesetzt - ein entscheidender Vorteil insbesondere für ländliche Regionen", hieß es in der Pressemitteilung der Ärztekammer.
Weitere Pluspunkte sind nach Ansicht der Kammer der geplante stärkere Einsatz von Telemedizin und die gemeinsamen Fortbildungen von Ärztinnen und Ärzten mit Notfallsanitätern. 
Zugleich appellierte die Ärztekammer an die Menschen in Schleswig-Holstein: „Bitte schildern Sie bei einem Notruf Ihre Beschwerden wahrheitsgemäß und präzise. Nur so können die Leitstellen die Rettungsmittel optimal zuordnen und sicherstellen, dass die Einsatzkräfte schnell bei denjenigen ankommen, die sie am dringendsten benötigen." (PM/RED)

 

Ähnliche Beiträge
Im Vordergrund sitzen viele Menschen mit dem Rücken zur Kamera. Sie schauen auf einen Mann am Rednerpult im festlichen, dunklen Anzug, der gestikuliert. Neben ihm stehen eine Frau und ein Mann an einem Stehtisch.
Der Ärztliche Direktor Dr. Georg Hillebrand bei seinem Vortrag während des Festaktes. Links im Bild Klinikdirektorin Hannah Maria Werner und Pflegedirektor Niklas Jeurissen
13.02.2026

Festakt im Klinikum Itzehoe: 50 Jahre nach Gründung richteten Vertreter des Klinikums und der…

Bei der Versorgung eines schwerverletzten Polizisten im Kampfanzug kümmern sich mehrere Einsatzkräfte von beiden Seiten um den Patienten.  Im Vordergrund ist die Jacke eines Rettungssanitäters zu erkennen, im Hintergrund mehrere Klinikangestellte mit Masken.
Den Notfall trainiert: Mitarbeiter von Rettungsdienst, des Klinikums Nordfriesland und der Polizei übten in der Klinik Husum die Versorgung eines im Einsatz schwerverletzten Polizisten. © Landespolizei Schleswig-Holstein
13.02.2026

Bei der Versorgung von verletzten Sicherheitskräften müssen Kliniken, Rettungsdienste und Polizei…

Das Cover des Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt, 1/2 Ausgabe, zeigt eine junge weibliche Ärztin
09.02.2026

Die Januar-/Februarausgabe des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes ist da - in Print und als…

Mann mit Brille und Bart im dunklen Anzug, weißem Hemd und blauer Krawatte schaut vor dunklem Hintergrund in die Kamera.
Dr. Florian Reifferscheid © UKSH
23.01.2026

Der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND),…

Ein rot-weißer Hubschrauber fliegt vor blau-weißem Himmel.
© DRF Luftrettung
21.01.2026

Die DRF-Luftrettung verzeichnete im vergangenen Jahr mit 1,6 Prozent einen leichten Einsatzzuwachs…

placeholder
19.01.2026

Der Entwurf des Landesgesundheitsministeriums für ein neues Rettungsdienstgesetz in…