
Lübeck forscht: Wie lässt sich Pankreaskrebs schneller erkennen?
Ziel ist auch, neue Biomarker im Blut zu identifizieren, die eine zuverlässige frühe Diagnose ermöglichen. Leiter des Teilprojektes im Rahmen eines EU-Programms ist der kommissarische Leiter der Sektion für Translationale Chirurgische Onkologie und Biomaterialbanken der Lübecker UKSH-Klinik für Chirurgie, Prof. Timo Gemoll. „Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig erst entdeckt, wenn es für eine erfolgreiche Behandlung zu spät ist. Unsere Forschung soll helfen, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und die Erkrankung gezielter zu behandeln", zitiert die Lübecker Universität Gemoll in einer Pressemitteilung.
3.000 Blutproben von Erkrankten werden analysiert
In einem ersten Schritt wird das Team rund 3.000 Blutproben von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sowie gesunden Kontrollpersonen gemeinsam mit einem dänischen Kooperationspartner analysieren. Die Forschenden arbeiten unter anderem mit hochdurchsatzbasiertem Olink-Proteomprofiling, einer biotechnologischen Methode, die eine präzise und hochempfindliche Analyse von krankheitstypischen Eiweißmustern im Blut erlaubt.
KI wird mit Gesundheitsdaten aus mehreren Ländern trainiert
In der zweiten Projektphase soll laut Mitteilung aus diesen Daten das KI-gestütztes Vorhersagemodell entstehen. Es nutzt Methoden des maschinellen Lernens und wird dezentral anhand von Gesundheitsdaten aus verschiedenen Ländern trainiert. So soll ein Modell entwickelt werden, das mit hoher Genauigkeit Risikopersonen identifizieren kann. Anschließend wird die Eignung potenzieller Biomarker anhand von 1.000 weiteren Patientenproben aus fünf europäischen klinischen Zentren überprüft. Die Arbeit der Forschenden wird mit rund 950.000 Euro gefördert. (PM/RED)





