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Kreis Segeberg vernetzt und koordiniert

Der Kreis Segeberg kümmert sich auch künftig um die Weiterzubildenden in der Allgemeinmedizin. Koordiniert wird der Weiterbildungsverbund seit kurzem vom Fachdienst Gesundheit. Das bestehende Netzwerk soll gepflegt und ausgebaut werden.

Dirk Schnack

Die Neuaufstellung erfolgte, nachdem der Kreis, wie berichtet, aus der bisherigen finanziellen Förderung des Weiterbildungsverbundes ausgestiegen war (SH Ärzteblatt 3/2025). "Die Unterstützung der Weiterbildung ist dem Kreis aber weiterhin ein wichtiges Anliegen, um zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Region beizutragen“, teilte Landrat Jan Peter Schröder dem Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt mit. 
Fest steht inzwischen, dass der Fachdienst Gesundheit die Koordination für den Weiterbildungsverbund übernimmt. Mit dem Verbund will man Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung die Möglichkeit bieten, ihre Weiterbildungsabschnitte möglichst im zeitlichen und räumlichen Zusammenhang im Kreisgebiet zu absolvieren. Damit das gelingt, sind alle fünf Kliniken aus dem Kreis und mehr als 70 Ärztinnen und Ärzte aus 32 Praxen im Verbund. Derzeit betreuen sie über 20 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Außerdem werden Medizinstudierende bei der Suche nach einer Praxis oder Klinik für ein Blockpraktikum, eine Famulatur oder ein Praktisches Jahr im Kreis unterstützt.
Der Kreis arbeitet dabei mit den Instituten für Allgemeinmedizin der Universitäten in Kiel und Lübeck sowie mit den in Bad Segeberg ansässigen Institutionen Kompetenzzentrum für Weiterbildung Allgemeinmedizin, Institut für Ärztliche Qualität in Schleswig-Holstein, Ärztekammer Schleswig-Holstein, Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein sowie Ärztegenossenschaft Nord zusammen. 

Auch für andere Fachgruppen offen
Für weitere Partner und Weiterbildungsbefugte unterschiedlicher Fachgruppen zeigt sich der Verbund offen. Er wirbt mit kostenloser Teilnahme, Kontakten zum Nachwuchs und zu potenziellen Praxisnachfolgern, Kollegen und Kolleginnen sowie zu Stakeholdern. Teilnehmende Praxen würden bei der Suche nach Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung unterstützt. 
Neben dem Weiterbildungsverbund bietet der Kreis weitere Unterstützung: Hausarztpraxen können finanzielle Förderung für die Weiterbildung von Mitarbeitenden zur Nicht-ärztlichen Praxisassistenz (NäPa) erhalten. Dieser Arbeitgeberzuschuss beträgt bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung einmalig 1.000 € als Ausgleich für die Zeit der Freistellung zur Teilnahme an den Kursen im Rahmen der Weiterbildung. Diese Förderung ist bis Ende 2027 befristet.
Allgemeinmedizin ist seit Jahren Thema für die Kommunalpolitik im Kreis Segeberg. 2019 hatte der Kreis ein Maßnahmenpaket zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung beschlossen. Die Fördermaßnahmen, die evaluiert und angepasst wurden, hatte der Kreis bis Jahresende 2024 finanziell getragen. Als Schnittstelle zwischen den kommunalen und medizinischen Akteuren und zur Koordination der Maßnahmen wurde für den Zeitraum der Förderungen vom Kreis ein externer Kreiskoordinator beauftragt – zunächst der frühere Klinikmanager Otto Melchert, in den Jahren 2023 und 2024 die Ärztegenossenschaft Nord. Diese finanzielle Förderung ist – mit Ausnahme des Zuschusses zur NäPa-Ausbildung – zum Jahresende 2024 beendet. 

Zusatzinfo

Mit Übernahme der Kreiskoordination Anfang 2025 werden der Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin und seine Mitglieder auch auf der Homepage des Kreises Segeberg dargestellt: 
www.segeberg.de/Lebenslagen/Gesundheit/Netzwerk-Weiterbildungsverbund-Allgemeinmedizin/
Unter diesen Kontaktdaten ist die Kreiskoordinatorin des Weiterbildungsverbundes für Anfragen rund um die Weiterbildung Allgemeinmedizin zu erreichen: Christine Sauer, 
Telefon 04551 951 9809, E-Mail kreiskoordinatorin@segeberg.de 

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