
Großes Vertrauen in die Arbeit des Versorgungswerkes
5 Prozent Nettorendite, 258 Millionen Euro Vermögenserträge, 210 Millionen Euro an Rentenleistungen: Die vom Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Bertram Bartel, vorgelegten Zahlen für 2025 überzeugten die Kammerversammlung. Die Renten aus der Pflichtversicherung werden erneut um 2,5 Prozent angehoben.
Es waren aber nicht die Zahlen allein, die in der Kammerversammlung für einen breiten Rückhalt sorgten. Bartel machte deutlich, wieg groß der Wunsch von Mitgliedern nach zusätzlichen Informationen ist. Dem gestiegenen Interesse versucht das Versorgungswerk zu entsprechen, was die Verwaltung allerdings zum Teil über die Grenze der Belastung bringt. Das liegt u.a. daran, dass nicht bei allen Anfragen ein angemessener Ton gewahrt wird. Auch inhaltlich sind längst nicht alle Forderungen an das Versorgungswerk berechtigt.
„Red Flags” überschritten
Kammerpräsident Prof. Henrik Herrmann sieht bei manchen davon eine „Red Flag“ überschritten. Er stellte klar: „Damit hebeln wir unsere demokratisch gewählten Gremien aus, die sich unter dem Dach unserer Kammerversammlung ehrenamtlich intensiv darum kümmern. Und mehr noch: Auch die Mitarbeitenden unseres Versorgungswerks werden sich fragen, ob sie sich diesem Druck aussetzen wollen. Diese Taktik der vielen Anfragen, die nicht nur richtigerweise an Informationen interessiert sind, sondern weit darüber hinausgehen, legen die Axt an die Wurzeln unserer Selbstverwaltung und zermürben diese.“
Das Versorgungswerk kündigte an, dass alle berechtigten Anfragen bearbeitet werden. Die erwartete Diskussion auch mit Kritikern des Versorgungswerkes blieb in der Kammerversammlung aus. Statt Nachfragen gab es aus der Kammerversammlung heraus ein dickes Lob. Annett Schmidt dankte dem hauptamtlich Beschäftigten im Versorgungswerk für deren Arbeit – „trotz aller Anfeindungen“, wie Schmidt sagte. Dafür gab es nachdrücklichen, anhaltenden Applaus. Das Vertrauen in die Arbeit des Versorgungswerkes kommt auch in einer Pressemitteilung der Ärztekammer zum Ausdruck.
Das Versorgungswerk der Ärztekammer Schleswig-Holstein hat Abschreibungen in Höhe von 64 Millionen Euro auf Kapitalanlagen vorgenommen. Was das für die Rente der Mitglieder bedeutet, was er zu Spekulationsvorwürfen sagt und was man tun kann, damit es nicht wieder zu Abschreibungen kommt, erklärt der Vorsitzende des Verwaltungsrates des Versorgungswerkes, Bertram Bartel.




