
EPA: Umfrage zeigt die Defizite
Die elektronische Patientenakte (ePA) sorgte schon Monate vor dem Start für Diskussionsstoff. Viele Bedenken der Ärzteschaft haben sich seitdem bestätigt. Aber es gibt auch viele Praxisinhaber, bei denen die ePA - nach ersten Anlaufschwierigkeiten - inzwischen weitgehend reibungsfrei läuft.
Wie ist der aktuelle Stand: Was funktioniert inzwischen gut, wo gibt es noch immer Probleme? Um dazu mehr als nur ein Stimmungsbild zu erhalten, hatte die KBV im Januar bundesweit niedergelassene Ärztinnen und Ärzte befragt. Die Resonanz war gut, besonders in Schleswig-Holstein: Von den 5.580 teilnehmenden Praxen kommen 497 aus Schleswig-Holstein. Die Ergebnisse aus dem Norden weichen nicht von denen im Bundesgebiet ab. KV-Vorstandsmitglied Alexander Paquet zeigte in der Abgeordnetenversammlung am 18. Februar die Auswertung nur für Schleswig-Holstein.
Die wichtigsten Ergebnisse
Die höchste Zufriedenheit zeigten die Teilnehmenden der Umfrage mit der ePA-Umsetzung allgemein, mit dem Anzeigen von Dokumenten und mit der Übernahme von Dokumenten aus der ePA in die eigene Praxissoftware. Mit der Suche über Metadaten ist dagegen kaum jemand zufrieden.
Die am häufigsten genannten technischen Probleme entstanden beim Zugriff auf die ePA. Auch die zum Teil niedrige Geschwindigkeit wurde von vielen bemängelt. Als hilfreiche Funktionen stuften viele das Herunterladen und das Einstellen von Dokumenten aus und in die ePA ein. Allerdings: Fast ein Viertel der Teilnehmenden gab an, dass sie mindestens zehn Mal pro Woche Dokumente nicht in die ePA hochladen können, weil dies nicht im pdf/A- Format vorliegt. Weiteren 14 Prozent gelingt dies sechs- bis neun Mal pro Woche nicht. Paquet kündigte an, dass die KV sich weiterhin für eine Behebung der noch bestehenden Defizite einsetzen wird.





