Portraitbild von Alexander Paquet. Er trägt eine Brille und ein dunkles Sakko.
Alexander Paquet © KVSH
Alexander Paquet © KVSH

EPA: Umfrage zeigt die Defizite

Vorstandsmitglied Alexander Paquet präsentierte Zahlen aus einer bundesweiten Umfrage in den Praxen zu den Erfahrungen mit der elektronischen Patientenakte (ePA). Schleswig-Holsteins Ärztinnen und Ärzte hatten sich daran überproportional beteiligt.

Dirk Schnack

Die elektronische Patientenakte (ePA) sorgte schon Monate vor dem Start für Diskussionsstoff. Viele Bedenken der Ärzteschaft haben sich seitdem bestätigt. Aber es gibt auch viele Praxisinhaber, bei denen die ePA - nach ersten Anlaufschwierigkeiten - inzwischen weitgehend reibungsfrei läuft. 
Wie ist der aktuelle Stand: Was funktioniert inzwischen gut, wo gibt es noch immer Probleme? Um dazu mehr als nur ein Stimmungsbild zu erhalten, hatte die KBV im Januar bundesweit niedergelassene Ärztinnen und Ärzte befragt. Die Resonanz war gut, besonders in Schleswig-Holstein: Von den 5.580 teilnehmenden Praxen kommen 497 aus Schleswig-Holstein. Die Ergebnisse aus dem Norden weichen nicht von denen im Bundesgebiet ab. KV-Vorstandsmitglied Alexander Paquet zeigte in der Abgeordnetenversammlung am 18. Februar die Auswertung nur für Schleswig-Holstein.

Die wichtigsten Ergebnisse
 Die höchste Zufriedenheit zeigten die Teilnehmenden der Umfrage mit der ePA-Umsetzung allgemein, mit dem Anzeigen von Dokumenten und mit der Übernahme von Dokumenten aus der ePA in die eigene Praxissoftware. Mit der Suche über Metadaten ist dagegen kaum jemand zufrieden.
Die am häufigsten genannten technischen Probleme entstanden beim Zugriff auf die ePA. Auch die zum Teil niedrige Geschwindigkeit wurde von vielen bemängelt. Als hilfreiche Funktionen stuften viele das Herunterladen und das Einstellen von Dokumenten aus und in die ePA ein. Allerdings: Fast ein Viertel der Teilnehmenden gab an, dass sie mindestens zehn Mal pro Woche Dokumente nicht in die ePA hochladen können, weil dies nicht im pdf/A- Format vorliegt. Weiteren 14 Prozent gelingt dies sechs- bis neun Mal pro Woche nicht. Paquet kündigte an, dass die KV sich weiterhin für eine Behebung der noch bestehenden Defizite einsetzen wird. 

Ähnliche Beiträge
Zwei Frauen und ein Mann stehen neben einer Plakatwand mit der Aufschrift "Wusstest Du, dass man durch Sex Krebs bekommen kann?"
Ströer-Niederlassungsleiterin Iris Petersen (vorne links), Projektleiterin Maxi Liekfeldt und Schatzmeister Jörg Arndt präsentieren eine der ersten Plakatflächen der Kampagne.
10.03.2026

Acht von zehn Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren (HPV). Bei…

Mit Audio-beitrag
Mann mit Drei-tage-Bart und dunklen Haaren trägt ein rotes Hemd und schaut frontal in die Kamera.
Nikolaus Stapels © Dirk Schnack
09.03.2026

Cyberkriminalität betrifft immer mehr Einrichtungen im Gesundheitswesen. 90 Prozent der…

placeholder
05.03.2026

In Norderstedt öffnet in Kürze eine weitere Praxis ohne Grenzen. Es wäre die erste unter…

Ein großes Gebäude mit weiß abgesetzten Teilen am rechten und linken Rand. Davor befindet sich ein gläserner, niedrigerer Eingang, der mit roten Ziegeln ummauert ist.
© UKSH
04.03.2026

Das Land Schleswig-Holstein vollzieht einen finanziellen Kraftakt für seinen Maximalversorger: Um…

KI-generiertes Foto des geplanten neuen KI-Rechenzentrums aus der Vogelperspektive. Man sieht zwei große, quaderförmige Gebäude auf Beton.
©Universität zu Lübeck (KI-generiert)
03.03.2026

Die Erforschung und Entwicklung von sicherer und vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz in der…

Mit Audio-beitrag
Dr. Ralf van Heek, ein glatzköpfiger Mann mit Brille. Kopfportrait.
Dr. Ralf van Heek © Dirk Schnack
03.03.2026

Kinder und Jugendliche in Not: Viele fühlen sich psychisch belastet, die Zahlen entsprechender…