Der Vorstand der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft e.V. (v.li.n.re.): Jörg Arndt, Prof. em. Dr. Jürgen Dunst, Barbara Dalmer, Prof. Dr. med. Nicolai Maass.
Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, hier der Vorstand mit Jörg Arndt, Prof. em. Jürgen Dunst, Barbara Dalmer, Prof. Nicolai Maass (v.l.), ist auf dem Deutschen Krebskongress engagiert. © SHKG
Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, hier der Vorstand mit Jörg Arndt, Prof. em. Jürgen Dunst, Barbara Dalmer, Prof. Nicolai Maass (v.l.), ist auf dem Deutschen Krebskongress engagiert. © SHKG

Deutscher Krebskongress: Das sind die Schwerpunkte

Vom 18. bis 21. Februar findet in Berlin der Deutsche Krebskongress (DKK) statt. Bei dem alle zwei Jahre ausgerichteten Expertenmeeting handelt es sich um die größte und wichtigste onkologische Fortbildungsveranstaltung im deutschsprachigen Raum, zu der rund 10.000 Teilnehmende erwartet werden. Auch Schleswig-Holstein ist bei dem Kongress traditionell stark vertreten.

Uwe Groenewold

„Auf dem DKK bringen wir alle an der Krebsmedizin Beteiligten zusammen und diskutieren die Zukunft der Onkologie“, sagt Prof. Anke Reinacher-Schick, Kongresspräsidentin aus der Uniklinik Bochum. Die moderne Krebsmedizin müsse sich insbesondere drei Herausforderungen stellen: „Erstens: Wir benötigen für die optimale Behandlung den interprofessionellen Austausch und den verstärkten Dialog mit Krebsbetroffenen. Zweitens: Durch den klugen Einsatz von KI, personalisierter Medizin und der engeren Verknüpfung von Forschung und Versorgung können wir Betroffene noch zielgenauer behandeln. Und drittens: Um die Onkologie und die Versorgung von Krebserkrankten zukunftsfest zu gestalten, müssen wir mehr junge Talente für die Krebsmedizin begeistern.“ Auf dem Kongress werde die ganze Breite der Onkologie erlebbar, so Reinacher-Schick; diese reiche über alle Fachrichtungen hinweg von neuen Forschungsansätzen bis hin zu praxisnahen Versorgungskonzepten.

Viel Information und Beratung für Betroffene und Angehörige
„Der DKK hat seine Bedeutung in der Zusammenführung von Expertinnen und Experten aus den Gebieten Medizin, Forschung und Politik und ist ein Ort, um wichtige Aspekte der Versorgung krebserkrankter Menschen wie Diagnostik, Therapie und neue Entwicklungen vorzustellen und zu diskutieren und eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern“, sagte Barbara Dalmer, erste Vorsitzende der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft (SHKG), auf Anfrage des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes.
Der Krebskongress wird gemeinsam von der Stiftung Deutsche Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft organisiert. Deren Landesvertretungen sind mit einem großen gemeinsamen Informationsstand vertreten, an dem auch die SHKG beteiligt ist. Sie wird dort über die wohnortnahen Beratungs- und Unterstützungsangebote für Krebsbetroffene und Angehörige informieren und sich als Partner für Ärztliche Praxen und Prävention vorstellen. Zudem steht für die Landeskrebsgesellschaften das Thema Krebsprävention im Fokus. Sie informieren über Früherkennungsmaßnahmen, geben Abtastanleitungen für Brust und Hoden und machen sich für die Aufklärung gerade bei jungen Menschen stark. Eines der Aushängeschilder dafür ist die „Check Dich Selbst“-Kampagne, welche unter anderem im Vortrag „Best Practice in der Krebsprävention“ am Mittwoch, 18. Februar, von Maxi Liekfeldt, Projektleiterin bei der SHKG, auf dem Kongress vorgestellt wird.

Innovative Diagnose- und Therapiemethoden im Fokus
Das wissenschaftliche Programm befasst sich in den vier Tagen insbesondere mit den Chancen und Risiken innovativer Diagnose- und Therapiemethoden. Auch hierzu sind zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Schleswig-Holstein mit eigenen Vorträgen im Einsatz: Prof. Nikolas von Bubnhoff spricht gleich am ersten Kongresstag im Rahmen einer Sitzung zu innovativen Liquid Biopsy-Methoden über „Therapiemonitoring und Resistenzentwicklung“. Dr. Louisa Bolm, ebenfalls aus Lübeck, stellt am 
19. Februar die bundesweite onkologische Qualitätskonferenz zum Gallengangs-/Pankreaskarzinom vor. Prof. Anne Letsch, Kiel, hält am 20. Februar eine Keynote Lecture zum Thema „Personalisierte molekulare Onkologie und personenzentrierte Palliativversorgung als Synergie verstehen“.
Der DKK ist nicht nur für Fachpersonal eine wichtige Anlaufstelle. Am Sonnabend, 21. Februar, öffnet sich der Kongress auch für Betroffene und Angehörige mit einem Krebsaktionstag, an dem es ein kostenfreies Vortrags- und Diskussionsprogramm gibt. Viele weitere Informationen zum Kongress und die Möglichkeit, sich anzumelden, finden Interessierte auf der Internetseite des Deutschen Krebskongresses 2026.

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