Dei Frauen und zwei Männer (in zweiter Reihe) stehen vor einem bunten Hintergrund udn schauen alle freundlich  lächelnd in die Kamera.
Team des KWA.SH: Stefanie Jacoby (Institut für ärztl. Qualität in SH), Prof. Jost Steinhäuser, Simone Görs, Dr. Ruben Zwierlein (alle Institut für Allgemeinmedizin Lübeck), Dr. Catharina Escales (Institut für Allgemeinmedizin Kiel)©Dirk Schnack
Team des KWA.SH: Stefanie Jacoby (Institut für ärztl. Qualität in SH), Prof. Jost Steinhäuser, Simone Görs, Dr. Ruben Zwierlein (alle Institut für Allgemeinmedizin Lübeck), Dr. Catharina Escales (Institut für Allgemeinmedizin Kiel)©Dirk Schnack

Best-Practice für die Allgemeinmedizin

Die Mitarbeitenden der Kompetenzzentren Weiterbildung in der Allgemeinmedizin aus ganz Deutschland trafen sich in diesem Jahr zum ersten Mal seit Bestehen in Lübeck. Im Sinne von Best-Practice ging es darum, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

Dirk Schnack

Das Treffen, veranstaltet von der Gemeinsamen Einrichtung der Kompetenzzentren Weiterbildung im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des GKV-Spitzenverbandes, findet reihum in den Bundesländern statt. Deutlich wurde in Lübeck, dass alle Kompetenzzentren auf Landesebene eigene Lösungen zwar entwickeln, zugleich aber über den Tellerrand schauen und erfolgreiche Ansätze aus anderen Bundesländern gerne aufgreifen.

Voneinander lernen
„Wir lernen voneinander, indem wir berichten, welche Maßnahmen gut und welche weniger gut greifen. Das hilft uns, die Versorgung in der Allgemeinmedizin zu optimieren“, sagte Prof. Jost Steinhäuser, Leiter des Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin SH (KWA.SH), am Rande der Tagung. Deutlich wurde in den Vorträgen: Die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Kompetenzzentren unterscheiden sich und die Maßnahmen wirken nicht in allen Bundesländern gleich. Aktuell gehen zum Beispiel die Teilnehmendenzahlen in Thüringen zurück, während in Hamburg Online-Seminare zwar gewünscht, aber nicht entsprechend gebucht werden. 
 

Das KWA.SH
Aus Schleswig-Holstein sind steigende Zahlen für viele Angebote des KWA.SH bekannt, es nimmt eine führende Rolle im bundesweiten Vergleich der Kompetenzzentren ein. Dr. Ruben Zwierlein, Koordinator des KWA.SH, stellte einige Zahlen vor: 

  • Schulungstage und Facharztprüfungen: Mit 455 aktiven Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung (ÄiW)  im Kompetenzzentrum werden nahezu alle ambulant tätigen und geförderten aus dieser Gruppe erreicht. Die Schulungstage wurden mit der Schulnote 1,4 sehr gut evaluiert. Im Jahr 2025 beendeten 78 ÄiW erfolgreich ihre fachärztliche Weiterbildung in Schleswig-Holstein. 
  • Pädiatrie und Hospitationen durch Studierende: 28 aktive ÄiW aus der Pädiatrie nahmen an den Schulungstagen teil. Zusätzlich konnten jeweils ein bis drei an der Allgemeinmedizin interessierte Medizinstudierende an einzelnen Schulungstagen des KWA teilnehmen und so  einen tieferen Einblick in die strukturierte Weiterbildung in Schleswig-Holstein erhalten. Ziel ist es, das Angebot des KWA frühzeitig bekannt zu machen.
  • Train-the-Trainer: Wie in anderen Bundesländern auch, sind die Teilnehmendenzahlen rückläufig. Von einem neuen, gemeinsam mit der Ärztekammer angebotenen Format, einer gezielten Ansprache und einer stärkeren Motivation der Weiterbildungsbefugten erhofft man sich bessere Zahlen.

Dritter Standort im Norden geplant
Primäres Ziel des Kompetenzzentrums ist derzeit, die hohe Qualität bei einem weiterhin zu erwartenden Wachstum zu erhalten. Im September wird das KWA.SH neben Bad Segeberg und Kiel einen dritten Standort in Lübeck eröffnen. Hier werden im Rahmen von „Skills-Tagen“ verstärkt praktische Fertigkeiten vermittelt. 
 

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