Die Ärztekammer Schleswig-Holstein ist die zuständige Stelle für die Anerkennung einer im Ausland erworbenen Facharztanerkennung oder von im Ausland absolvierten Weiterbildungsabschnitten, die noch nicht zu einem Befähigungsnachweis geführt haben.

Die Anerkennung erfolgt nach den Bestimmungen der Weiterbildungsordnung (WBO) §§ 18 und 19. Dabei unterscheidet man zwischen einer Anerkennung einer aus dem Gebiet der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder aus einem Vertragsstaat (§ 18) erworbenen Qualifikation und eine Anerkennung einer in den übrigen Staaten, sog. Drittstaaten (§ 19) erworbenen Qualifikation.

Das Anerkennungsverfahren setzt die Mitgliedschaft in der Ärztekammer Schleswig-Holstein oder ein berechtigtes Interesse voraus. Wir weisen darauf hin, dass eine Bearbeitung gemäß Gebührensatzung kostenpflichtig sein kann.

Anerkennungsverfahren

Anerkennung von im Ausland absolvierten Weiterbildungszeiten

Im Ausland absolvierte Weiterbildungsabschnitte, die noch nicht zu einem Weiterbildungsnachweis geführt haben, können nach den Bestimmungen der Weiterbildungsordnung (§ 10) der Ärztekammer Schleswig-Holstein anerkannt werden.

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Anerkennung einer im Ausland (EU/EWR/Vertragsstaat) erworbenen Berufsqualifikation

Wer ein fachbezogenes Diplom, ein fachbezogenes Prüfungszeugnis oder einen sonstigen fachlichen Ausbildungsnachweis (Weiterbildungsnachweis) besitzt, das oder der nach dem Recht der Europäischen Union oder dem Abkommen über dem Europäischen Wirtschaftsraum oder einem Vertrag, mit dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben gegenseitig automatisch anzuerkennen ist, erhält auf Antrag das Recht zum Führen der Bezeichnung gemäß der gültigen Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein.

Die gegenseitig anzuerkennenden Ausbildungsnachweise (Facharztbezeichnungen) sind dem Anhang V der Richtlinie 2005/36/EG zu entnehmen. Diese finden Sie auf der Homepage der Bundesärztekammer hier.

Wer einen Weiterbildungsnachweis besitzt, der nicht automatisch anzuerkennen ist, erhält auf Antrag die Anerkennung einer Bezeichnung gemäß der gültigen Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein, wenn die Gleichwertigkeit des Weiterbildungsstandes gegeben ist. Sofern der Weiterbildungsstand nicht gleichwertig ist, ist eine Eignungsprüfung (Defizitprüfung) erforderlich.

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Anerkennung einer im Ausland (Drittstaaten) erworbenen Berufsqualifikation

Wer einen Weiterbildungsnachweis besitzt, der in Staaten außerhalb der Europäischen Union oder außerhalb der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (Drittstaaten) ausgestellt wurde, erhält auf Antrag die Anerkennung einer Bezeichnung gemäß der gültigen Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein, wenn die Gleichwertigkeit des Weiterbildungsstandes gegeben ist.

Bei nicht gegebener Gleichwertigkeit ist das Ablegen einer Prüfung, die sich auf den Inhalt der gesamten Fachprüfung bezieht, erforderlich.

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Approbation und Berufserlaubnis

Alle Ärzte, die in der Bundesrepublik Deutschland den ärztlichen Beruf ausüben möchten, benötigen dazu eine Approbation oder Berufserlaubnis gemäß Bundesärzteordnung (BÄO). Diesbezügliche Fragen und entsprechende Anträge können für Schleswig-Holstein beim

Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein  
Abt. 3 Gesundheitsschutz
Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel
Telefon 0431 988 5572 oder-5565
E-Mail: Corinna.Heim@lasd.landsh.de oder Andreas.Myska@lasd.landsh.de

gestellt werden.