Das Transfusionsgesetz (TFG) befasst sich mit der Transfusion von Blutprodukten und Blutkomponenten. Es dient der Qualitätssicherung in der Produktion und Verwendung von Blutprodukten.

Die Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) stellen den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik auf diesem Gebiet fest.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben und dieser Richtlinien müssen alle Einrichtungen der Krankenversorgung, die Blutprodukte anwenden, ein Qualitätssicherungssystem aufbauen. Dessen Überwachung müssen sie jeweils bis zum 1. März des Folgejahres gegenüber der Ärztekammer Schleswig-Holstein nachweisen.

Für Einrichtungen, die hämatopoetische Stammzellzubereitungen anwenden, sind gemäß 6.3. der "Richtlinie zur Herstellung und Anwendung von hämatopoetischen Stammzellzubereitungen" einige zusätzliche Angaben durch den Qualitätsbeauftragten Hämotherapie erforderlich. Die Ergebnisse sind ergänzend im jährlichen Bericht festzuhalten.

Die Ärztekammer stellt allen Ärzten bzw. Einrichtungen Formulare für die Berichterstattung zur Verfügung: 

Auf der Homepage Bundesärztekammer finden Sie weitere umfangreiche Informationen, u. a.:

  • Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie)
  • Querschnitts-Leitlinie (BÄK) zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten - Gesamtnovelle 2008
  • Muster-Arbeitsanweisung zur Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK) unter den besonderen Bedingungen des Abschnitts 1.6.2.1. der Richtlinie Hämotherapie
  • Abgrenzung Aufgaben/Stellung Qualitätsbeauftragter (QB) versus Transfusionsverantwortlicher (TV)   
  • Richtlinie zur Herstellung und Anwendung von hämatopoetischen Stammzellzubereitungen