Medizinische Leitlinien dienen als ärztliche Handlungsempfehlungen bei speziellen gesundheitlichen Problemen.

Diese Leitlinien sind ein wichtiges Instrument der Qualitätsentwicklung und sollen für Transparenz in der Medizin sorgen. Deshalb entwickeln sie die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung schon seit Jahren gemeinsam.

Seit 2002 existiert zusätzlich das Programm für Nationale Versorgungsleitlinien (NVL-Programm). Dabei handelt es sich um systematisch entwickelte Orientierungs- und Entscheidungshilfen für die ärztliche Vorgehensweise bei bestimmten Krankheiten. Derzeit existieren diese Nationalen Versorgungsleitlinien zu den Themen Asthma und COPD, Unipolare Depression, Typ-2-Diabetes, Herzinsuffizienz, Koronare Herzkrankheit und Kreuzschmerz. Weitere Themen sind in Arbeit.

Die Empfehlungen Nationaler Versorgungsleitlinien richten sich an

  • Ärzte aller Versorgungsbereiche
  • die Kooperationspartner der Ärzteschaft (zum Beispiel Fachberufe im Gesundheitswesen, Kostenträger)
  • betroffene Patienten und ihr persönliches Umfeld
  • die Öffentlichkeit zur Information über gute medizinische Vorgehensweise

Alle wichtigen Informationen rund um das Thema NVL finden sich auf der NVL-Homepage.