Um die Sicherheit der Patienten und eine medizinische Behandlung nach aktuellem Standard zu gewährleisten, müssen Krankenhäuser an Verfahren der Qualitätssicherung teilnehmen.

Alle nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser sind gesetzlich verpflichtet, sich an der externen stationären Qualitätssicherung zu beteiligen und jährlich Qualitätsberichte zu veröffentlichen. Ziel dieser Qualitätssicherung ist es, die medizinischen Leistungen der Krankenhäuser in Deutschland zu messen, vergleichbar zu machen und gegebenenfalls zu verbessern.

Anhand festgelegter Qualitätsindikatoren werden die Daten der Krankenhäuser analysiert. Auf Bundesebene nimmt diese Aufgabe das IQTIG (Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen) in Berlin für Leistungsbereiche mit geringen Fallzahlen (direkte Verfahren) wahr. Alle anderen Leistungsbereiche (indirekte Verfahren) werden auf Landesebene umgesetzt.

Kernelement der externen stationären Qualitätssicherung nach § 137 SGB V ist der strukturierte Dialog. Dessen wesentliche Strukturen und Abläufe sind durch den Gemeinsamen Bundesausschuss in der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) festgelegt. Ein entsprechendes Dokument finden Sie in unten zum Download.

Auslöser des strukturierten Dialoges sind zunächst rein rechnerische Auffälligkeiten. Liegt das Ergebnis eines Krankenhauses bei einem Qualitätsindikator außerhalb eines definierten Referenzbereiches, so kommt der strukturierte Dialog in Gang. Seltene, aber schwerwiegende Ereignisse werden immer als rechnerisch auffällig gewertet (Sentinel-Event-Indikatoren). Betroffene Krankenhäuser werden von der Ärztlichen Qualitätsstelle um schriftliche Stellungnahmen gebeten, die anschließend von den zuständigen Fachausschüssen bei der Ärztekammer beraten und bewertet werden. Die Analyse der Stellungnahmen durch die Fachausschüsse klärt, ob die rechnerischen Abweichungen auf Qualitätsdefizite in der Struktur-, Prozess- oder Ergebnisqualität hinweisen oder ob andere plausible und nachvollziehbare Gründe hierfür ursächlich sind (wie z. B. Dokumentationsfehler, Multimorbidität, etc.).

Die einzelnen Fachausschüsse mit ihren Leistungsbereichen finden Sie in der Download-Liste.