Der Einsatz von Videosprechstunden im Versorgungsalltag kann ein wirkungsvolles Instrument sein, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, medizinische Einrichtungen, besonders im Hinblick auf Bagatellerkrankungen, zu entlasten und um den Herausforderungen unseres Gesundheitssystems aktiv zu begegnen.

Besonders in Zeiten des Coronavirus hat die Technologie das Potenzial Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Patienten besser zu schützen und im Idealfall die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Interessieren auch Sie sich für den Einsatz von Videosprechstunden, finden Sie unter folgendem Link wichtige Informationen sowie die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zertifizierten Videodienstanbieter. Einige dieser Anbieter stellen ihr Angebot aufgrund der aktuellen Lage für einen bestimmten Zeitraum kostenlos zur Verfügung.

https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php

Individuelle Regelungen zur Videosprechstunde, auch zur Aufhebung der Begrenzungsregelungen, finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein.

https://www.kvsh.de/praxis/abrechnung-und-honorar/abrechnung/aktuell

Der Ausschuss Digitale Transformation sowie der Vorstand der Ärztekammer Schleswig-Holstein fordern aus medikolegalen Gründen die Fernbehandlungstätigkeit auf die in der Versorgungslandschaft praktisch tätigen Fachärzte zu beschränken, die zudem einer Praxistätigkeit mit unmittelbarem Arzt-Patienten-Kontakt zu einem nennenswerten Anteil nachgehen. Letzteres dient primär dem Erwerb und Erhalt von Erfahrungen und Fertigkeiten, die zur Beherrschung der Risiken einer Fernbehandlung erforderlich sind.
Auch ist darauf hinzuweisen, dass die berufs- und haftungsrechtliche Letztverantwortung beim behandelnden Arzt verbleibt und die Ansprüche an die Dokumentationspflichten unverändert sind.