Hilfe bei Frust und Problemen am Arbeitsplatz
Pressemitteilung der Ärztekammer Schleswig-Holstein vom 16.06.2008
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein bietet Mitgliedern bei Problemen am Arbeitsplatz telefonischen Rat und Hilfe an und startet die Vertrauens- und Beschwerdestelle.
Bad Segeberg, 16. Juni 2008 – Die Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH) hat die Vertrauens- und Beschwerdestelle als Hilfsservice für Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern und Praxen eingerichtet. Hier können Angestellte sich bei Problemen im Team, mit Vorgesetzten oder bei der Durchführung ihrer fachärztlichen Tätigkeit Rat holen und Hilfe finden. „Wir beobachten mit zunehmender Sorge, dass Konflikte am Arbeitsplatz, gerade während und in Verbindung mit der Weiterbildung zunehmen“, erklärt Dr. Franz-Joseph Bartmann, Präsident der ÄKSH. „Die Gründe dafür liegen dabei häufig im kommunikativen Bereich mit den Vorgesetzten.“ Für ein gestörtes Kommunikationsverhalten zwischen Mitarbeitern und Chefs macht Bartmann unter anderem die hohe Belastung im stationären Bereich durch mehr Dokumentationsaufwand, erhöhten Zeitdruck und Personalmangel verantwortlich. Die Nachfrage nach einer Einrichtung wie dieser sei daher gestiegen. Mit der Vertrauensund Beschwerdestelle werde dem nun Rechnung getragen.
Oft drehen sich die Probleme in diesem Bereich um die Realisierung der Weiterbildung,um Gehaltsfragen oder um das Thema „Mobbing“ in der Klinik. „Wir vermeiden an dieser Stelle das Wort Mobbing, weil es den Kern dieser Vertrauensstelle nicht wirklich wiedergibt. Unsere Vertrauensleute fungieren als Mittler zwischen den Parteien und nicht als Ordnungspolizei“, erläutert Bartmann und betont, der Ärztekammer sei an einer Lösung der Probleme auf kollegialer Ebene sehr gelegen.
Zwei Vertrauensleute hat die Ärztekammer mit dieser Aufgabe betraut. Die Beschwerdeführer“ können telefonisch oder per Mail Kontakt aufnehmen und ihren Fall schildern. Die Vertrauensperson wird sich dann, je nach Gesprächsergebnis, wenn es dem Wunsch des Rat Suchenden entspricht, mit dem Vorgesetzten in Verbindung setzen und zu einem Gespräch einladen, um gemeinsam zu einer Lösung zu kommen oder den Fall zur weiteren Bearbeitung an die Ärztekammer übergeben. Bisher seien solche Gespräche am runden Tisch jedoch nicht zustande gekommen, da die Anfragen meistens vorher zurückgezogen wurden. „Aber“, so Bartmann, „wir müssen zumindest dafür sorgen, dass in schwierigen Situationen eine Möglichkeit zum Abbau von Frustration besteht und sich die Betroffenen an kompetente Partner wenden können.“
Als Vertrauensleute fungieren zukünftig:
Dr. Manfred Berger, Facharzt für Innere Medizin, ehemaliger Oberarzt im Martin-Luther-
Krankenhaus in Schleswig und ehemaliges Vorstandsmitglied der ÄKSH.
Telefon 04621/244 08, E-Mail bar-man-berger@gmx.de
Prof. Dr. Dr. Hendrik Schimmelpenning, Facharzt für Chirurgie,
Chefarzt am Klinikum Neustadt.
Telefon 04561/541 061, E-Mail hschimmelpenning@schoen-kliniken.de
Pressekontakt:
Pressestelle der Ärztekammer Schleswig-Holstein
Bismarckallee 8 - 12, 23795 Bad Segeberg
Telefon: 04551/803-134
Fax: 04551/803-180
Mobil: 0172/8834818
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www.aeksh.de




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