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Die in Lübeck ausgebildeten Mediziner werden dringend gebraucht

Bad Segeberg, 31.05.2010. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein zeigte sich
bestürzt von der Empfehlung, den Studiengang Medizin in Lübeck zu schließen. Die dort ausgebildeten Ärzte werden dringend in der Versorgung benötigt. Die Empfehlung der Haushaltsstrukturkommission, ab dem Wintersemester 2011/12 in Lübeck keine Medizinstudenten mehr zu immatrikulieren, stößt in der Ärztekammer deshalb auf Unverständnis.

„Die schleswig-holsteinischen Krankenhäuser und Arztpraxen sind auf Nachwuchs angewiesen. Die Wahl des Studienstandortes ist häufig entscheidend für die Region des späteren beruflichen Einsatzortes. Je mehr Mediziner im Land ausgebildet werden, desto größer sind auch die Chancen für eine spätere Tätigkeit zwischen Nord- und Ostsee. Mit einer Beschränkung des Medizinstudiums auf den Standort Kiel läuft Schleswig-Holstein Gefahr, dass sich die dringend benötigten Ärzte anders orientieren“, sagte Schleswig-Holsteins Kammerpräsident Dr. Franz-Joseph Bartmann.