Neue Influenza - wichtige Information zur Diagnostik
Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein hat am 9. Juli 2009 ein Schreiben an die niedergelassene Ärzteschaft in Schleswig-Holstein mit folgendem Inhalt gerichtet:
"Neue Influenza A/H1N1, Information zur Diagnostik
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
vor dem Hintergrund der aktuellen Situation mit ansteigenden Fallzahlen in Schleswig-Holstein möchte ich Ihnen einige Hinweise zur Diagnostik geben.
Eine gezielte Diagnostik mittels PCR zum Nachweis der Neuen Influenza A/H1N1 sollte nur bei folgender Befundkonstellation veranlasst werden:
- respiratorische Symptome in Verbindung mit Fieber (>38,5°C) und
- eine Exposition durch Auslandsreise in ein Risikogebiet oder
- durch direkten Kontakt zu einem bestätigten Fall
Die vorhandenen Laborkapazitäten sollen nicht übermäßig belastet werden, sondern für die Fälle freigehalten werden, bei denen eine Diagnostik dringend erforderlich ist.
Für die Diagnostik sollten 3 Abstriche (Nase li, Nase re sowie ein Rachenabstrich) mit angefeuchteten Tupfern entnommen werden. Die Tupfer sollten in entsprechenden Versandröhrchen (ohne Agar) ggf. mit 1,5 ml NaCl aufgefüllt versandt werden.
Eine gezielte Diagnostik bei asymptomatischen Kontaktpersonen zu einem Indexfall ist nicht sinnvoll. Ein negatives Testergebnis bei diesen Personen gibt lediglich Auskunft über den aktuellen Stand. Dadurch lässt sich ein positives Ergebnis im weiteren Verlauf nicht ausschließen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Anne Marcic"
Das Schreiben steht als Download nebenstehend zur Verfügung.
(ro)




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