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Die ärztliche Weiterbildung auf dem Prüfstand

Bundesweite Evaluation prüft die Qualität von Weiterbildungsstätten

28.01.2009

Die Ärztekammern haben sich darauf verständigt, die Weiterbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen in Krankenhäusern und Praxen auf ihre Qualität hin zu prüfen. Grund für dieses bundeseinheitliche Projekt, an dem außer Sachsen alle Länder teilnehmen, ist die immer wiederkehrende Diskussion um die Qualität der ärztlichen Weiterbildung.

Eine Evaluation, durchgeführt und ausgewertet von Wissenschaftlern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ), soll jetzt valide Antworten darauf geben, ob die Voraussetzungen für die Weiterbildung wirklich so schlecht sind, wie leider oft beschrieben. Sind sie ein Grund dafür, dass es immer weniger ärztlichen Nachwuchs gibt, dass junge Kolleginnen und Kollegen ins Ausland gehen oder berufsfremde Tätigkeiten aufnehmen?

In einem ersten Schritt werden alle zur Weiterbildung befugten Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern und Praxen mit einem Schreiben, das ihnen von der Ärztekammer im Frühjahr zugesandt wird, aufgefordert, die Anzahl ihrer Weiterbildungsassistenten/-innen anzugeben. Pro Weiterbildungsassistent erhält der/die Weiterbildungsbefugte dann einen persönlichen Code, den er/sie an den jeweiligen Assistenten weitergeben muss. Dieser Code ermöglicht es den Assistenten, den Fragebogen über die Zufriedenheit mit der Weiterbildungsstätte und den Weiterbildungsbedingungen auszufüllen und online an die ETH Zürich zur Auswertung zu senden.

Diese Aussagekraft einer solchen Evalutation steht und fällt mit der aktiven Beteiligung aller.
Wir appellieren deshalb vor allem an die weiterbildungsbefugten Ärztinnen und Ärzte: nehmen Sie sich dieser Angelegenheit an, achten Sie auf die entsprechende Post von der Ärztekammer, motivieren Sie Ihre Assistenten zur Teilnahme an der Befragung!