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Vergütung von Ärzten an den Universitäten

20.09.2007

Die Ärztekammer Schleswig- Holstein fordert die Tarifgemeinschaft der Länder auf, alle Ärzte an den Universitäten nach dem arztspezifischen Tarifvertrag TV-Ä oder im Äquivalent zu vergüten. Die Ärztekammer Schleswig- Holstein fordert eine vergütungsrechtliche Gleichbehandlung von Ärztinnen und Ärzten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung an den Universitäten des Landes. Im Tarifvertrag der Länder werden an den Universitäten Ärzte in der Forschung in die Entgeltgruppen 13 bis 15 eingestuft. In der Entgeltgruppe 13 wird ein Berufsanfänger bei gleicher wöchentlicher Arbeitszeit etwa 300 € monatlich niedriger vergütet als die ein frisch approbierter Arzt in der universitären Krankenversorgung, der im arztspezifischen Tarifvertrag nach Ä 1 eingruppiert wird. Noch extremer wird die Differenz, wenn die Facharztvergütung entsprechend Ä 2 mit der Vergütung eines forschenden Facharztes z. B. in der Physiologie, der in die Entgeltgruppe 14 eingestuft würde, verglichen wird: hier beträgt die Differenz über 1000 € monatlich zu Ungunsten des Forschenden. Diese Ungleichbehandlung setzt sich mit zunehmender Qualifizierung fort und gefährdet dadurch die klinisch-theoretische und klinische Forschung in der Medizin. Dies gilt auch für beamtete Ärzte, die als W2-Professoren häufig oberärztliche Tätigkeiten ausführen, jedoch trotz zusätzlicher Dienstaufgaben in Forschung und Lehre deutlich schlechter als Oberärzte ohne akademische Aufgaben vergütet werden.
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein fordert die Tarifgemeinschaft der Länder deshalb auf, alle Ärzte an den Universitäten nach dem arztspezifischen Tarifvertrag TV-Ä oder im Äquivalent zu vergüten.

 

(Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein, 19.09.2007)

Lesen hierzu auch die Begründung zur Resolution der Kammerversammlung vom 19.09.2007.

Ansprechpartner

Astrid Schock
Tel.: 04551/803 - 125
Fax: 04551/803 - 180
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