Erste "OTA" mit staatlicher Anerkennung
22.08.2007
Der neue Ausbildungsberuf zur/zum Operationstechnischen Angestellten konnte – auf Grund einer Landesverordnung – vor drei Jahren ins Leben gerufen. Für den ersten Jahrgang hat nun am 30.06.2007 die praktische Abschlussprüfung stattgefunden.
Das Allgemeine Krankenhaus Segeberg hatte sich spontan bereit erklärt einen seiner OPs zur Verfügung zu stellen, damit die Prüfung unter möglichst realen Bedingungen durchgeführt werden konnte. End-zu-End-Deszendo-Rektostomie“, „AO-Versorgung einer Weber C II Fraktur“, Vaginale HE“ - einen ganzen Tag lang stellten die Auszubildenden nun ihr Können bei diesen und weiteren simulierten Operationen den Prüfungsausschussmitgliedern gegenüber unter Beweis, die mit viel Engagement, etlichen Arbeitsstunden und abendlichen Sitzungen die Prüfungsfragen sowohl für die praktische als auch für die zuvor durchgeführte schriftliche Prüfung ausgearbeitet hatten.
Der theoretische Teil der Ausbildung war den OTA-Schülerinnen und -Schülern im Berufsbildungszentrum Dithmarschen nahegebracht worden. Und wie das Ergebnis beweist, haben sowohl die Ausbildungsbetriebe als auch der Dualpartner Schule gute Arbeit geleistet.
Wir gratulieren den ersten Operationstechnischen Angestellten in Schleswig-Holstein:
- Ingrid Budynski, PD Dr. Michael Hagenah, Augenheilkunde, Elmshorn
- Sandra Lehmann, Klinikum Nordfriesland gGmbH i. G., Inselklinik Föhr-Amrum
- Norina Runde, Praxisklinik Kronshagen, Sana Kliniken Ostholstein GmbH, Eutin
- Finja Schlömer, Westküstenklinikum Brunsbüttel
- Lennart Vollbeding, Westküstenklinikum Heide
- Gabriele Berger, extern
- Saskia Gleichmann, extern
Saskia Gleichmann und Gabriele Berger hatten als externe Prüflinge die Möglichkeit genutzt, durch diese Prüfung die staatliche Anerkennung zu erlangen. Gemäß Berufsbildungsgesetz besteht die Möglichkeit für all diejenigen, die die eineinhalbfache Zeit (also viereinhalb Jahre) der Ausbildung bereits in diesem Beruf tätig waren, als externe Prüflinge an der Abschlussprüfung teilzunehmen und damit sowohl die Berufsbezeichnung als auch die staatliche Anerkennung zu erhalten.
Wünschenswert wäre, dass auch in Zukunft sich möglichst viele Krankenhäuser an dieser Ausbildung im dualen System mit der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen beteiligen. Nur so kann der hohe Qualitätsstandard in den Krankenhäusern aktiv gefördert werden.
Haben Sie Interesse, OTAs auszubilden?
Informationen zur dualen Ausbildung zur/zum Operationstechnischen Angestellten erhalten Sie bei der
Ärztekammer Schleswig-Holstein, Michaela Herklotz,
Tel. 04551/803-178
(MW/Br)




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