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Deutsches
Frühgeborenen-Netzwerk startet am UK S-H, Campus Lübeck
Prof. Dr. Wolfgang Göpel, Neonatologe und pädiatrischer Intensivmediziner
der Lübecker Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, leitet eine
neue Studie des Deutschen Frühgeborenen-Netzwerkes (GNN - German
Neonatal Network) am Campus Lübeck des Universitätsklinikums
Schleswig-Holstein (UK S-H). Das Netzwerk hat Anfang 2009 seine Arbeit
aufgenommen. Der Forschungsverbund, zu dem bislang 35 Kliniken aus dem
gesamten Bundesgebiet zählen, wird mit 2,5 Millionen Euro durch das
Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
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Prof. Dr. Wolfgang
Göpel
(Foto: UK S-H) |
Über einen Zeitraum
von sechs Jahren soll anhand der Daten von 20.000 Kindern ermittelt werden,
welche Faktoren sich günstig auf die langfristige Entwicklung von
sehr kleinen Frühgeborenen auswirken. Damit führt das GNN die
umfassendste Studie zu diesem Thema in Deutschland durch. Gegründet
wurde das Netzwerk auf Initiative der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
am Campus Lübeck.
Etwa ein Prozent aller Neugeborenen kommt zu früh und mit einem Geburtsgewicht
unter 1.500 Gramm zur Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern,
beispielsweise den USA, existierte in Deutschland bisher kein langfristig
angelegtes Forschungsnetzwerk, das die Daten dieser Kinder sammelt und
auswertet. Diese Lücke wird das GNN schließen.
Die Effekte von therapeutischen Maßnahmen, die mit einer zu frühen
Geburt einhergehen, sollen ebenso untersucht werden wie die Bedeutung
von sozialen und genetischen Faktoren. Göpel geht davon aus, dass
im Verlauf der Studie genetische und klinische Faktoren identifiziert
werden, die eine Rolle bei Entstehung typischer Erkrankungen von Frühgeborenen
spielen. Das Wissen um diese Faktoren kann dann genutzt werden, um beispielsweise
schwere Infektionen, chronische Gedeihstörungen und Lungenerkrankungen
vorherzusagen und vorbeugend zu behandeln. (UK S-H)
Neuer
Chefarzt
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Dr.
med. univ. Gernot Langs
(Foto: Steinlein) |
Die Rheumaklinik Bad
Bramstedt trägt mit dem neuen Namen Klinikum Bad Bramstedt
ihrem veränderten Leistungsspektrum Rechnung. Das 1931 gegründete
Haus mit den Schwerpunkten Orthopädie, Neurologie und Rheuma hat
sein Spektrum auf die Wirbelsäulenchirurgie und die Tumororthopädie
erweitert. Geschäftsführer Jens Ritter hob auf einem Festakt
zur Umbenennung die wirtschaftliche Bedeutung des Klinikums für die
Region hervor. Mit rund 800 Mitarbeitern (inklusive Tochterfirmen) ist
das Haus größter Arbeitgeber der Stadt. Zugleich nahm Dr. med.
univ. Gernot Langs zum 1. Februar 2009 seine Arbeit als neuer Chefarzt
der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt auf. Langs ist
gemeinsam mit den Chefärzten Dr. Michael Armbrust und Dr. Bernhard
Osen für die medizinische Leitung des Hauses verantwortlich. Der
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für
Psychiatrie und Psychotherapie war zuletzt Chefarzt der Medizinisch-Psychosomatischen
Klinik Bad Arolsen. Zu seinen Behandlungsschwerpunkten zählen somatoforme
und affektive Störungen. (Red.)
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Norbert Stuhlmann
(Foto: Damp Holding) |
Jedem
Job sein Doc
Auch die Orthopädie
II der Reha-Klinik Damp hat einen neuen Chefarzt. Norbert Stuhlmann, zuletzt
Chefarzt an der Reha-Klinik Schloß Schönhagen, will die Behandlungstherapien
künftig verstärkt an den individuellen Bedürfnissen und
beruflichen Anforderungen der Patienten ausrichten. Ein körperlich
belastender Beruf bedingt andere Therapieziele als ein Beruf mit überwiegend
sitzender Tätigkeit, sagte der Facharzt für Orthopädie
und Rheumatologie. Der 48-Jährige setzt auf eine enge Zusammenarbeit
mit den verwandten Fachbereichen am Standort Damp. In Zusammenarbeit mit
dem Deutschen Zentrum für Präventivmedizin will er neue Konzepte
zur Vermeidung verhaltensbedingter Gesundheitsschäden entwickeln.
(Red.)
Neuer Vorstand der DGTHG
Prof. Hans-Hinrich Sievers, Direktor der Klinik für Herzchirurgie
des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) am Campus Lübeck
ist als Beisitzer in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) gewählt worden.
Neuer Präsident ist Prof. Friedhelm Beyersdorf aus Freiburg. Die
DGTHG vertritt die Interessen der rund 750 in Deutschland tätigen
Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgen gegenüber Politik, Wirtschaft
und Öffentlichkeit. (Red.)
Lübecker Wissenschaftlerin ausgezeichnet
Die Lübecker PD Dr. Kerstin Oltmanns erhält eine Heisenberg-Professur
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die DFG vergibt die Professur
an Wissenschaftler, die die Voraussetzungen auf eine Langzeitprofessur
erfüllen. Die wissenschaftlichen Ansätze Oltmanns bewegen sich
an der Schnittstelle zwischen der Inneren Medizin, der Psychiatrie und
der Neuroendokrinologie. Ziel Oltmanns ist es, hormonelle und energetische
Zusammenhänge in der Entwicklung von Übergewicht, dessen Folgeerkrankungen
und assoziierten psychischen Erkrankungen aufzudecken. Basis ihrer Untersuchungen
ist das so genannte Selfish Brain-Modell, das der gleichnamigen
klinischen Forschergruppe in Lübeck zugrunde liegt. Dieses Konzept
geht davon aus, dass bei verschiedenen Erkrankungen eine Fehlregulation
des Energiestoffwechsels im Gehirn vorliegt, die zu einer Störung
von Appetitzentren und Stimmung führt. Die Kombination ihrer Untersuchungsmethoden
kommt weltweit einmalig nur in Lübeck zur Anwendung. (Uni Lübeck)
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| Dr. Claus Kemmet
(Foto: AOK) |
Wechsel
an der Spitze des AOK-Verwaltungsrates
An der Spitze des
ehrenamtlichen Verwaltungsrates der AOK Schleswig-Holstein hat es einen
Wechsel gegeben: Dr. Claus Kemmet (65) aus Oststeinbek löst Roger
Asmussen (72) aus Heide ab. Asmussen stellte sein Amt auf eigenen Wunsch
vorzeitig zur Verfügung, bleibt aber Mitglied im Verwaltungsrat.
Zusammen mit Peter Köhler aus Flensburg bildet Kemmet jetzt die neue
Doppelspitze des Verwaltungsrates.
Kemmet war früher Hauptgeschäftsführer der Vereinigung
der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.,
die er heute noch berät. (Red.)
Damp Holding AG komplettiert Vorstand
Ab dem 1. April 2009 verstärkt Prof. Dr. Michael Almeling den Vorstand
der Damp Holding AG. Damit ist der Vorstand der norddeutschen Klinikgruppe
mit Torben Freund als Vorsitzender des Vorstands komplett.
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Prof. Dr. Michael
Almeling
(Foto: Damp Holding) |
Almeling ist auf dem
deutschen Klinikmarkt kein Unbekannter. Er war zuletzt Vorsitzender der
Geschäftsführung der SRH Kliniken GmbH mit Sitz in Heidelberg.
Mit dem Sprung an die Elbe kehrt er in den Norden zurück. Denn der
48-Jährige hat nach einer Lehre zum Krankenpfleger unter anderem
in Kiel Medizin studiert und auch seine ersten Berufsjahre am Bundeswehrkrankenhaus
Kiel verbracht. 1994 wechselte er ins Krankenhausmanagement mit verschiedenen
Stationen im In- und Ausland.
Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung sowohl in der Unternehmensführung
als auch in der ärztlichen Praxis ist Prof. Dr. Almeling eine Bereicherung
für unsere Unternehmensgruppe, sagte Dr. rer. pol. Walter Wübben,
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Damp Holding AG.
Den Stammsitz der Unternehmensgruppe - das Ostseebad Damp - kennt der
neue Vorstand schon. Ich war dort während meiner sportmedizinischen
Ausbildung. Nun freue ich mich, auch die anderen norddeutschen Standorte
mit all ihren Mitarbeitern kennen zu lernen, so Prof. Dr. Almeling.
(Damp Holding)
Nachruf auf Dr. Klaus-Jürgen Nordmann
Im Juli 1973 begann Dr. Klaus-Jürgen Nordmann nach dem Studium und
der klinischen Ausbildung in München und Kiel seine ärztliche
Tätigkeit als Oberarzt in der Mühlenberg-Klinik in Bad Malente.
Er konnte die angiologische Abteilung durch eine umfassende Kardiologie
ergänzen. Bald wurde auch ein Linksherz-Katheter-Messplatz installiert
und es konnten dann alle damals gängigen kardiologischen Untersuchungsverfahren,
einschließlich der Herzschrittmacher-Implantation, durchgeführt
werden.
Schnell wuchs die Abteilung, auch zur Akutversorgung der umliegenden Bevölkerung,
heran. Die Mühlenberg-Klinik wurde weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins
bekannt.
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Dr. Klaus-Jürgen
Nordmann
(Foto: Privat) |
Auf dem angiologischen
Sektor wurde sie durch die Schaffung einer gefäßchirurgischen
Abteilung ergänzt, sodass durch die Umsicht des Trägers (Landesversicherungsanstalt
Schleswig-Holstein, jetzt Deutsche Rentenversicherung Nord) das Prinzip
der heutigen Gefäßzentren vorweggenommen wurde. Periphere Gefäßdilatationen,
nach Ausbildungskursen der Untersucher in Zürich, wurden Anfang der
Achtzigerjahre in die Routine eingeführt.
Nach der Pensionierung der bisherigen Stelleninhaber übernahm Dr.
Nordmann 1986 die Funktion des ärztlichen Direktors, welche er bis
zu seinem Ausscheiden Ende April 2000 inne hatte.
Während dieser Zeit wurden über 100 Ärzte in der Mühlenberg-Klinik
ausgebildet, darunter auch viele Kardiologen, die heute in großen
Teilen Deutschlands tätig sind und zum Teil auch eigene Katheter-Labore
betreiben. Auch einige Angiologen erhielten ihr fachliches Rüstzeug
in Bad Malente oder schlossen ihre Ausbildung hier erfolgreich ab.
Die Philosophie der Mühlenberg-Klinik war dabei getragen durch den
ganzheitlichen Behandlungsansatz, der die Rehabilitation und die Akutmedizin
gleichwertig miteinander verband.
Seine Fürsorge und sein Engagement galten stets nicht nur den Patienten,
sondern auch immer den Mitarbeitern und Kollegen.
Mit großer Betroffenheit mussten die ehemaligen Mitarbeiter den
viel zu frühen und überraschenden Tod von Dr. Nordmann zur Kenntnis
nehmen.
Tiefes Mitgefühl empfinden wir für seine gesamte Familie, besonders
für seine Frau und für seine Kinder.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. (Dr. Uwe Becker)
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 3/2009
S. 31-33
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