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Kammer-Info aktuell

Bundesweite Evaluation prüft die Qualität von Weiterbildungsstätten
Die ärztliche Weiterbildung auf dem Prüfstand

Die Ärztekammern haben sich darauf verständigt, die Weiterbildung der jungen Kollegen(innen) in Krankenhäusern und Praxen auf ihre Qualität hin zu prüfen. Grund für dieses bundeseinheitliche Projekt, an dem außer Sachsen alle Länder teilnehmen, ist die immer wiederkehrende Diskussion um die Qualität der ärztlichen Weiterbildung.

Eine Evaluation, durchgeführt und ausgewertet von Wissenschaftlern der ETH Zürich, soll jetzt valide Antworten darauf geben, ob die Voraussetzungen für die Weiterbildung wirklich so schlecht sind, wie leider oft beschrieben. Sind sie ein Grund dafür, dass es immer weniger ärztlichen Nachwuchs gibt, dass junge Kollegen(innen) ins Ausland gehen oder berufsfremde Tätigkeiten aufnehmen?

In einem ersten Schritt werden alle zur Weiterbildung befugten Ärzte(innen) in Krankenhäusern und Praxen mit einem Schreiben, das ihnen von der Ärztekammer im Frühjahr zugesandt wird, aufgefordert, die Anzahl ihrer Weiterbildungsassistenten(innen) anzugeben. Pro Weiterbildungsassistent erhält der/die Weiterbildungsbefugte dann einen persönlichen Code, den er/sie an den jeweiligen Assistenten weitergeben muss. Dieser Code ermöglicht es den Assistenten, den Fragebogen über die Zufriedenheit mit der Weiterbildungsstätte und den Weiterbildungsbedingungen auszufüllen und online an die ETH Zürich zur Auswertung zu senden.

Diese Aussagekraft einer solchen Evaluation steht und fällt mit der aktiven Beteiligung aller.

Wir appellieren deshalb vor allem an die weiterbildungsbefugten Ärzte(innen): Nehmen Sie sich dieser Angelegenheit an, achten Sie auf die entsprechende Post von der Ärztekammer, motivieren Sie Ihre Assistenten zur Teilnahme an der Befragung!

Bei Fragen wenden Sie sich gern an Dr. Elisabeth Breindl, Tel. 04551/803-143, oder E-Mail weiterbildung@aeksh.org. (Dr. Elisabeth Breindl)


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 2/2009

S. 44