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Ärztekammer
Schleswig-Holstein
Neues Vorstandsmitglied
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Dr.
Dolores de Mattia
(Foto: rat) |
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Dr. Dolores de Mattia
(46) wurde von der Kammerversammlung am 26.11.2008 als Nachfolgerin für
den am 23.06.2008 verstorbenen Dr. Volker von Kügelgen gewählt.
Dr. de Mattia ist Oberärztin in der Gefäßchirurgie der
Klinik Eutin der Sana Kliniken Ostholstein. Seit 2001 ist sie Mitglied
der Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein und engagiert
sich außerdem in mehreren Ausschüssen, wie z. B. als Vorsitzende
im Krankenhausausschuss, dem Weiterbildungsausschuss, dem Ausschuss Ärztinnen,
dem Ausschuss ambulante Versorgung und dem Prüfungsausschuss Operationstechnische
Angestellte (OTA). Wiederholte Male hat sie als Delegierte auf dem Deutschen
Ärztetag die Interessen der schleswig-holsteinischen Ärztinnen
und Ärzte vertreten. (UK)
Einführung des Lübecker Uni-Präsidenten
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Prof.
Dr. Peter Dominiak
(Foto: Universität zu Lübeck) |
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Der Präsident
und die Vizepräsidenten der Universität zu Lübeck wurden
mit einer akademischen Festveranstaltung offiziell in ihr Amt eingeführt.
Die Vereidigung von Prof. Dr. Peter Dominiak, der für sechs Jahre
zum Präsidenten gewählt wurde, erfolgte durch den Minister für
Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Dr.
Werner Marnette. Das Amt der Vizepräsidenten übernehmen für
drei Jahre Prof. Dr. rer. nat. Thomas Martinetz und Prof. Dr. rer. nat.
Enno Hartmann.
Die Wahl von Prof. Dr. Peter Dominiak zum Präsidenten erfolgte durch
den Akademischen Senat der Universität. Prof. Dominiak war seit 2005
bereits Rektor. Bis zur Übernahme des hauptamtlichen Präsidentenamtes
war er Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie
und Toxikologie.
Der Senat wählte die Vizepräsidenten auf Vorschlag des Präsidenten.
Prof. Dr. rer. nat. Thomas Martinetz, Direktor des Instituts für
Neuro- und Bioinformatik, war bereits seit 2006 Prorektor. Prof. Dr. rer.
nat. Enno Hartmann, Direktor des Instituts für Biologie, war von
2004 bis 2008 Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
der Universität. (Rüdiger Labahn, Universität zu Lübeck)
Neues
Curriculum Ärztliche Führung
Das Gesundheitswesen wird zum Gesundheitsmarkt. Aufgrund der veränderten
Rahmenbedingungen sind die Arbeitsanforderungen enorm gestiegen, eine
Professionalisierung der Ärzte auf dem Gebiet der (Mitarbeiter-)Führung
ist überlebenswichtig geworden. Die Bundesärztekammer
hat infolge dieser Entwicklungen ein 80-stündiges Curriculum Ärztliche
Führung entwickelt und unter der Federführung der Bayerischen
Landesärztekammer erprobt. Angesprochen sind Ärzte(innen) aus
dem ambulanten oder stationären Bereich, die in Führungspositionen
arbeiten oder eine solche anstreben.
Die Ärztekammern Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
bieten dieses Seminar ab Ende Januar nun erstmals gemeinsam an. Veranstaltungsort
ist die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg, die Teilnahmegebühr
beträgt 2 650 Euro. Nähere Informationen unter www.aerztekammer-hamburg.de/Ärztl.
Fortbildung oder Tel. 040/227288-0. (Hamburger Ärzteblatt Heft 11/2008)
Für
Sie gehört:
Solidarität, Wohlfahrtsstaat und die soziale Frage
Was kann für Ärzte interessant sein, wenn ein führender
Soziologe zum bevorstehenden sechzigjährigen Bestehen der Bundesrepublik
Veränderungen der deutschen Gesellschaft analysiert? Wohl erstens
bei den Patienten Umbrüche in der Sozialstruktur: die Mitte
verliert; es gibt nicht mehr bloß Randgruppen, sondern
immer mehr Ausgeschlossene wie etwa prekäre Existenzen,
auch in Mitverantwortung; dadurch soziale Spaltung, d. h. die neue soziale
Frage. Zweitens die innere Krise der gesetzlichen Krankenversicherung:
aussichtslose Appelle an Solidarität und Subsidiarität? Drittens
wieder stärker die Rolle des Staates (bei gleichzeitiger Zunahme
der Zivilgesellschaft), nicht als Wohlfahrtsstaat alter Prägung mit
Statuserhaltung, sondern begrenzte Hilfe zur Selbsthilfe und Ausgrenzung
der Nonresponder. Viertens wäre hinzuzufügen die innerärztliche
Kollegialität und Solidarität (schwieriger geworden). Zitat
(sinngemäß):
Solidarität und Subsidiarität sind löbliche historische
Werte, die es heute oft schwer haben, weil sie den Verdacht wecken, der
Appell an sie solle aktuelle Probleme zudecken.
Prof. Dr. phil. Heinz Bude, Hamburger Institut für Sozialforschung
(Reemtsma-Institut) und Univ. Kassel, am 27.11.08 im Literaturhaus
Hamburg, weiterführend von H. B. Die Ausgeschlossenen,
München 2008. (hk)
Liebe
Leserinnen, liebe Leser,
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Dr.
Ratschko (Foto: Privat) |
dies ist das letzte
Heft des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes, das in meiner
Verantwortung erscheint. Nach rund 25 Jahren Kammer-Info aktuell und
Ärzteblatt war es für mich notwendig geworden, mein Engagement
auch bei dem mir sehr ans Herz gewachsenen Ärzteblatt zu beenden.
Das Ärzteblatt war in den vergangenen Jahren nicht so sehr Standesblatt,
sondern Sprachrohr der schleswig-holsteinischen Ärztinnen und
Ärzte. Jede Ärztin und jeder Arzt hatte die Möglichkeit,
im Ärzteblatt zu publizieren. Aus der schleswig-holsteinischen
Ärzteschaft kommende abgelehnte Beiträge dürften an
den Fingern einer Hand abzuzählen sein. So war das Ärzteblatt
wie auch die Ärzteschaft sehr pluralistisch und konnte gegenüber
Außenstehenden deutlich zum Ausdruck bringen, dass Ärzte
nicht nur an die Patienten und ihre eigenen Interessen denken, sondern
wichtige Akteure in unserer postmodernen Gesellschaft sind.
Den vielen Autorinnen und Autoren, die bei der Gestaltung des Blattes
(ohne ein Honorar erwarten zu können) mitgewirkt haben, gilt
mein ganz besonderer Dank. Mein Dank gilt aber auch den drei Journalisten
Dirk Schnack, Dr. jur. Horst Kreussler und Werner Loosen, die mit
der hohen Qualität ihrer Berichterstattung über die Entwicklungen
und Veränderungen im Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein und
den angrenzenden Gebieten informiert haben und unserem Blatt so eine
bis dahin nicht gekannte Vielfalt und Aktualität verliehen haben.
Dieses Ärzteblatt wäre nicht so, wie Sie es seit vielen
Jahren kennen, hätte es nicht für Ausarbeitung und Gestaltung
ein einmaliges Team bestehend aus Sylvia Hajduk, Katja Willers und
Tina Rohlf. Sie sind Mitarbeiterinnen, wie man sie sich besser nicht
wünschen kann. Herzlichen Dank für die Jahre von Vertrauen
geprägter geduldiger Zusammenarbeit.
Ich werde mich nach Übergabe von Leitung und Redaktion des Ärzteblattes
verstärkt der schon mit meiner Magisterarbeit 2007/ 2008 begonnenen
wissenschaftlichen Bearbeitung der Geschichte der Medizinischen Fakultät
Kiel im Nationalsozialismus widmen. Ergebnis könnte eine Promotion
(zum Dr. phil.) und wohl auch ein Buch sein.
In diesem Zusammenhang eine Bitte: Falls Sie, liebe Leserinnen und
Leser, noch über Unterlagen und Erinnerungen aus dieser Zeit
verfügen sollten, bitte geben Sie mir Bescheid. Ich freue mich
über jeden Hinweis. Die Quellenlage ist nämlich (ganz besonders
das alltägliche Leben in Instituten und Kliniken betreffend)
nicht einfach.
Meiner Nachfolge wünsche ich alles Gute, besonders eine glückliche
Hand und eine ebenso kooperative Leserschaft, wie Sie es für
mich gewesen sind.
Ihr
Dr. med. K.-W. Ratschko M. A., Havkamp 23, 23795 Bad Segeberg,
E-Mail ratschko@t-online.de, Tel./Fax 04551/968091 |
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Dr.
Simone Schulze
(Foto: Pressedienst der
Landeshauptstadt Kiel) |
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Neue
Chefärztin im Zentrallaboratorium am Städtischen
Dr. Simone Schulze
hat zum 15. November 2008 die Leitung des Zentrallaboratoriums am Städtischen
Krankenhaus Kiel übernommen. Von 2000 an war sie Laborleiterin des
Labors Dr. Güntert in Luzern in der Schweiz sowie von 2006 an Chief
Medical Officer (Medizinische Leiterin) für eine international tätige
Laborgruppe.
Schulze übernahm damit die Nachfolge von Prof. Dr. Klaus Dörner,
der sich Ende Mai 2008 in den Ruhestand verabschiedet hatte. Das Labor
wurde in der Zwischenzeit kommissarisch von Dr. Lennard Roggenbuck, leitender
Oberarzt, geführt. (Landeshauptstadt Kiel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Grenzen
der Psychiatrie
Ein Drittel der Suizidalen sind nicht beeinflussbar - weder Psychotherapie
noch irgendeine Pharmakotherapie schlagen an.
PD Dr. Reinhard Lindner, Psychiatrie Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,
am 22.11.08 bei der 20-Jahr-Feier der Psychiatrie Abteilung des Krankenhauses
Bethesda Hamburg-Bergedorf (mit schleswig-holsteinischem Einzugsgebiet).
(hk)
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Prof.
Dr. Günter M. Lösch
(Foto: Prof. Schrader) |
Prof. Lösch zum Ehrenmitglied ernannt
Anlässlich des
40. Jahres seit Gründung der Vereinigung der Deutschen Plastischen
Chirurgen in der Folge Deutsche Gesellschaft der Plastischen
Rekonstruktiven Ästhetischen Chirurgen ist der seit 1968 an
der damals Medizinischen Akademie in Lübeck tätige Prof. Dr.
Günter M. Lösch, em. Direktor der Klinik für Plastische
Chirurgie der Medizinischen Universität zu Lübeck (1974-1996),
an der Jahrestagung in Stuttgart (2.-4. Oktober 2008) als Gründungsmitglied
der Gesellschaft zum Ehrenmitglied ernannt worden. (Prof. Marianne Schrader)
Buchtipp
Kursbuch ärztliche Kommunikation
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Bevor ich das
Medikament genommen hatte, ging es mir vergleichsweise gut, sagte
eine Patientin zum Arzt. Dass sie vermutlich mehr mitteilen wollte als
eine sachliche Aussage (unerwünschte Nebenwirkungen), daran erinnert
das Kursbuch ärztliche Kommunikation: eine Selbstoffenbarung
(etwa ein schwer zu ertragendes Leiden), eine Beziehung zum Arzt als Adressaten
(etwa ein indirekter Vorwurf wegen der Verschreibung oder unvollständigen
Aufklärung) und schließlich ein Appell (etwa ein besseres Medikament).
Der Arzt könnte initial auf die Selbstoffenbarung etwa so reagieren:
Sie müssen zurzeit viel aushalten ...
Solche z. T. sicher bekannten, aber in der Alltagsroutine mitunter vergessenen
Elemente der Arzt-Patienten-Kommunikation erläutern die erfahrenen
Autoren - Ärzte und Psychologen - anhand typischer Gesprächssituationen
aus Klinik und Praxis. Dazu gehören das Anamnesegespräch, das
Aufklärungsgespräch, die Stationsvisite, das Beratungsgespräch,
das Paar- und Familiengespräch, das Überbringen schlechter Nachrichten,
die Krisenintervention sowie Gespräche mit fordernden, aggressiven,
therapieuntreuen, somatisierenden, depressiven, suizidalen, persönlichkeitsgestörten,
alkoholabhängigen, sprachgestörten Patienten.
Ziel des Buchs ist offenbar, durch eine verbesserte ärztliche Kommunikation
zu einer erfolgreicheren Therapie beizutragen. Dies dürfte dem empfehlenswerten
Band gelingen. Gut wäre schon, wenn Ärzte manche kontraproduktiven
Äußerungen vermeiden würden wie fachsprachliche Monologe,
Vorhaltungen oder Ironisierungen, vgl. Artikel Auf die Sprache achten
im Deutschen Ärzteblatt Heft 42/2008, S. 1 863 C.
Besonders wirksam scheinen praktische Übungen/ Rollenspiele mit Simulationspatienten
zu sein, wie sie das UKE (Institut für Allgemeinmedizin) seit 2005
mit Erfolg für Medizinstudenten durchführt.
Axel Schweickhardt, Kurt Fritzsche: Kursbuch ärztliche Kommunikation.
Grundlagen und Fallbeispiele aus Klinik und Praxis. Deutscher Ärzte-Verlag
Köln 2007, 276 Seiten, ISBN 7691-3228-1, 24,95 Euro. (hk)
Damp
Holding AG hat neuen Chef
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Torben
Freund
(Foto: Damp Holding AG) |
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Torben Freund (43),
bisher Vorstandsmitglied für Markt und Medizin, übernimmt ab
1. Januar den Vorstandsvorsitz der Damp Holding AG. Wie der Klinikkonzern
in Hamburg mitteilte, wechselt sein Vorgänger Dr. Claus-Michael Dill
nach drei Jahren an der Spitze in den Aufsichtsrat.
Torben Freund ist seit 2003 Mitglied des Vorstands der Damp Gruppe und
bereits seit 1999 mit einem Schwerpunkt Controlling/Finanzen im Unternehmen
tätig. Zuvor arbeitete der gebürtige Kieler in der Unternehmensberatung,
nachdem er eine Banklehre und ein Studium der Betriebswirtschaftslehre
und der Philosophie absolviert hatte. In Zukunft möchte er die Marktposition
der führenden norddeutschen Klinikgruppe weiter ausbauen. Neben ihm
(und den Bereichsvorständen) soll in diesem Jahr ein weiteres Vorstandsmitglied
die Unternehmensspitze komplettieren. (hk)
8. Forensisches Gespräch in Lübeck
Im Schatten der großen medizinischen Fächer hat auch die Rechtsmedizin
eine ganze Reihe von neuen Methoden eingeführt und ist - nicht nur
im Kriminalfilm - zu einer multidisziplinär ausgerichteten, spannenden
Disziplin geworden. Das zeigten die Themen des 8. Forensischen Gesprächs
des Instituts für Rechtsmedizin des UK S-H Kiel und Lübeck (Direktor:
Prof. Dr. Dr. jur. Hans-Jürgen Kaatsch) wie Altersschätzung (z.
B. radiologisch), Genetik, Isotopenanalyse, Entomologie u. a. m.
Beispielsweise die virtuelle Autopsie: Sie hilft da, wo Sezieren nicht oder
nur mit Nachteilen möglich ist und stellt eine große Hilfe dar.
(Dr. M. Thali, Bern)
Oder die Entomologie (Insektenkunde), die eine Methodenvielfalt aufweise
und dadurch mitunter noch zu widersprüchlichen Ergebnissen des Todeszeitpunktes
komme (Dr. J. Amendt, Frankfurt). Die Forschung müsse weitere Fortschritte
machen, um auch mithilfe von Käfern so aussagefähige Erkenntnisse
wie bei Fliegenlarven und -maden zu gewinnen und dann zu Leitlinien zu kommen.
Oder die Toxikogenetik (Dr. T. Krämer, Homburg/ Saar), die je nach
Erbanlagen unterschiedliche Arzneimittelwirkungen berücksichtigt (responder,
non-responder, übermäßige responder mit u. U. letaler Toxizität).
Bereits kleine Veränderungen des Erbguts könnten zu großen
Veränderungen der Arzneimittelwirkung führen. Neue Studienergebnisse
passten allerdings nicht immer zur schönen Theorie. In der Praxis gebe
es viele störende Faktoren, die an sich zu erwartende Arzneimittelwirkungen
verfälschen könnten, wie bekanntlich Grapefruitsaft oder Johanniskraut.
Neben Interaktionen komplizierten individuelle Faktoren im menschlichen
Körper den Einsatz der Toxikogenetik.
Fazit von Prof. Kaatsch nach 16 hochkarätigen Referaten in Anwesenheit
des Vorsitzenden der deutschen Fachgesellschaft: Die moderne Rechtsmedizin
braucht sich nicht zu verstecken. (hk)
Schlichtungsstelle
für Arzthaftpflichtfragen
Erstmaliges Treffen der Gutachter
Zum ersten Mal hat die Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen
Gutachter(innen) in die Räume der Ärztekammer Berlin eingeladen,
sich über eigene Erfahrungen auszutauschen und Optimierungsmöglichkeiten
für ihre Arbeit kennen zu lernen.
Angesprochen waren jene Gutachter(innen), die ihre Expertisen im Rahmen
von außergerichtlichen Haftpflichtstreitigkeiten wegen ärztlicher
Behandlungsfehler in den Fächern Orthopädie und Unfallchirurgie
(Traumatologie) erstellen. Mit 100 Teilnehmern war die Veranstaltung,
für die das Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen
organisatorisch verantwortlich zeichnete, restlos ausgebucht. Der Veranstalterin
ging es vor allem darum, die aus jährlich etwa 3 000 Gutachten gewonnenen
Erkenntnisse dem betreffenden Personenkreis zur Verfügung zu stellen
und somit die anerkannt hohe Qualität der Gutachten noch weiter zu
steigern. (Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen, Petra Behne)
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Chefarzt
Dr. Henrik Herrmann (Mitte) mit zwei Vertretern des Teams der geriatrischen
Abteilung: Simon Borchart, Fachkrankenpfleger für Geriatrie und
die Physiotherapeutin Andrea Ewert
(Foto: Kienitz/WKK) |
Westküstenklinik
Brunsbüttel
Geriatrie unter neuer Leitung
Die Geriatrie der Westküstenklinik ist seit 1. Dezember 2008 eigenständige
Abteilung. Der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, Dr. Henrik
Herrmann, übernimmt die Funktion als Chefarzt der geriatrischen Abteilung
zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben. Dr. Herrmann ist durch
die Zusatzbezeichnung Geriatrie besonders qualifiziert zur Leitung der
jungen 18-Betten-Abteilung. Im Frühjahr soll noch eine Oberärztin
eingestellt werden, die bereits jahrelang in einer geriatrischen Klinik
gearbeitet hat. (Westküstenklinikum Brunsbüttel)
Regio Kliniken Standort Elmshorn
Rund 5,5 Millionen Euro Investitionen
Für den Neubau des Johannis-Hospiz, die Integration der Elmshorner
Privatklinik und die Wahlleistungsstation des Regio Klinikums Elmshorn in
das Haus Elbmarsch sowie die Integration des geplanten Ärztehauses
in das Regio Klinikum Elmshorn investieren die Regio Kliniken im Geschäftsjahr
2009 rund 5,5 Millionen Euro. Die Regio Kliniken reichten im Dezember die
Bauanträge für die geplanten Maßnahmen in der Stadtverwaltung
Elmshorn ein. Abschluss aller Maßnahmen ist für Ende 2009 geplant.
Der Neubau des Johannis-Hospiz wird an dem Feuerlöschteich auf dem
Gelände des Regio Klinikums Elmshorn erreichtet. Das Hospiz hat dann
zwölf Gästezimmer und zwei Angehörigenzimmer sowie einen
großen Aufenthaltsbereich mit Oberlichtverglasung. Der Johanniterorden,
der mit 25 Prozent an der gemeinnützigen Johannis-Hospiz GmbH beteiligt
ist, sowie die Fördervereine des Hospizes haben den Willen zu einer
finanziellen Beteiligung kommuniziert. Zahlreiche Elmshorner Unternehmen
unterstützen das Vorhaben mit sachlichen oder handwerklichen Leistungen.
Mit dem Neubau entsprechen die Regio Kliniken den gesetzlichen Anforderungen,
die eine räumliche Trennung eines Hospizes von einem Krankenhaus oder
anderen Pflegeeinrichtungen verlangen. Darüber hinaus verlangt der
Gesetzgeber, dass zehn Prozent des Umsatzes eines Hospizes Spenden sind.
Als gemeinnütziges Unternehmen darf das Hospiz keine Gewinne machen.
Die Privatklinik am Standort Elmshorn zieht in das Haus Elbmarsch. Sie entsteht
im ersten Obergeschoss des Hauses Elbmarsch. Die Privatklinik wird über
ein Dreibettzimmer (37,84 qm plus 4,25 qm Bad), zwei Doppelzimmer (23,04
qm plus 4,25 qm Bad) sowie 21 Einzelzimmer (15,44 qm plus 4,25 qm Bad) verfügen.
Damit stehen 28 Betten für Privatpatienten in Elmshorn zur Verfügung.
Eine Bibliothek sowie eine Launchbereich ergänzen das Angebot. Die
Ausstattung entspricht dem Standard der Privatklinik am Regio Klinikum Wedel.
Die Gesamtfläche beträgt 1 020 qm.
Die Wahlleistungsstation entsteht im Erdgeschoss des Westflügels des
Hauses Elbmarsch. Die Wahlleistungsstation hält 32 Betten in vier Doppelzimmern
(23,04 qm plus 4,25 qm Bad) und 24 Einzelzimmern (15,44 qm plus 4,25 qm
Bad) vor. Die Gesamtfläche beträgt 1 040 qm.
Eine 24 Meter lange Verbindungsbrücke aus Glas und Stahl wird das Regio
Klinikum Elmshorn mit dem Haus Elbmarsch verbinden. (Susanne Eyrich, Regio
Kliniken gGmbH)
Medizinische Fakultät Lübeck
Spitzenreiter des Medi-Learn-Rankings
Nach dem Spitzenplatz im Uni-Ranking der CHE (Centrum für Hochschulentwicklung)
ist die Medizinische Fakultät Lübeck 2008 erneut Sieger
einer Umfrage geworden:
Die Studierenden-Zeitung Medi-Learn veröffentlichte im November/Dezember
2008 die Ergebnisse einer Online-Befragung von 3 192 Medizinstudenten(innen).
In Bezug auf das Geschlecht und das Studienjahr der Befragten kann die
Umfrage als repräsentativ betrachtet werden. Jeder Teilnehmer füllte
auf der Homepage von Medi-Learn einen Frage- bogen mit 50 Items aus.
Die Frage Würdest Du einem Studieninteressierten oder Studenten
empfehlen, an Deiner Uni zu studieren? soll - entsprechend einer
Gesamtnote - alle Einzelkriterien, die über die Qualität einer
Universität entscheiden, aus Sicht der Studierenden zusammenfassen.
In dieser Fragestellung erhielt Lübeck mit 1,55 Punkten (auf einer
Skala von 1 bis 4) den ersten Platz der 35 erfassten Studienorte (siehe
Abbildung). Zum Vergleich: Bei der letzten Medi-Learn-Umfrage aus dem
Jahr 2004 lag Lübeck mit einer Note von 1,8 nur auf dem
fünften Platz.

Woran liegt die Zufriedenheit mit dem Medizinstudium in Lübeck? Großen
Einfluss auf die Gesamtbeurteilung hat für die Studierenden offensichtlich
die praktische Organisation des Studiums. Diejenigen Universitäten,
die bei der Frage nach der Qualität der Studentensekretariate Spitzenplätze
belegen, tun dies auch in der Gesamtbewertung. Lübeck liegt bei dieser
Fragestellung auf dem zweiten Platz. Immerhin 40 Prozent der Studierenden
gaben dem Lübecker Studentensekretariat ein sehr gut.
Im Lernaufwand, der für die einzelnen Fächer gebracht werden
muss, liegt Lübeck meist im soliden Mittelfeld, was auf ein ausgewogenes
Curriculum schließen lässt. Was ebenfalls für Lübeck
spricht: Die Semestergebühren liegen hier nach wie vor unter der
200-Euro-Marke, was im Westen Deutschlands nur zwei weiteren Universitäten
(Kiel und Mainz) gelingt.
Weitere Ergebnisse der Umfrage sind auf der Medi-Learn-Homepage (www.medi-learn.de/medizinstudium/campus/Downloads/Medi-Learn_Uni-Ranking_
Die_Ergebnisse/) abrufbar.
Bei Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich bitte an Dipl.-Psych. Tina
Hallfahrt (Tel. 0451/500-5084, E-Mail tina.hallfahrt@medizin.uni-luebeck.de).
(Prof. Westermann)
Blutstammzelleinrichtungen
Neues Register bei PharmNet.Bund
Ab sofort bietet PharmNet.Bund ein öffentliches Register über
Einrichtungen, die Blutstammzellzubereitungen herstellen oder einführen.
Interessierte finden im so genannten TFG-§ 9-Register auf Grundlage
des Transfusionsgesetzes (TFG) Adressdaten und Angaben zu den Blutstammzelleinrichtungen.
Die Daten im neuen Register stammen von den zuständigen Behörden
der Länder. Es enthält Adressen, Angaben zu den Tätigkeiten
der Einrichtungen und zur Art und Bezeichnung der Blutstammzellzubereitungen,
für die Herstellungs- oder Einfuhrerlaubnisse erteilt wurden.
Die einfache Suche im Register ist kostenfrei. Sie resultiert in einer Trefferliste
mit Ort, Postleitzahl, Bundesland und Arten der Blutstammzellzubereitungen.
Vollständige Dokumente mit dem Namen und detaillierten Kontaktdaten
der Einrichtungen mit Herstellungs- oder Einfuhrerlaubnis sind entgeltpflichtig
(je 2,50 Euro, zahlbar im Pay-Per-View-Verfahren per Kreditkarte). (DIMDI)
Deutsche
Gesellschaft für Autoimmunerkrankungen (DGfAE)
Nils-Ilja-Richter Preis verliehen
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Preisverleihung
am 14.11.2008 im Rahmen der norddeutschen Immunologen-Tagung im Forschungszentrum
Borstel: Prof. Dr. Dieter Kabelitz (Vorstand der DGfAE), Minister
Dr. Werner Marnette, Preisträger Dr. Urs Christen (v. l.) (Foto:
DGfAE) |
Der mit 10 000 Euro
dotierte diesjährige Nils-Ilja-Richter-Preis der Deutschen Gesellschaft
für Autoimmunerkrankungen (DGfAE) wurde am 14. November 2008 durch
Dr. Werner Marnette, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
des Landes Schleswig-Holstein, verliehen. Diesjähriger Preisträger
ist Dr. Urs Christen vom Pharmazentrum der Universität Frankfurt
am Main, der für seine Arbeiten zur Entwicklung eines neuen Tiermodells
für die Autoimmun-Hepatitis des Menschen geehrt wird.
Bisher gab es kein Tiermodell, das die Zerstörungsprozesse in der
menschlichen Leber im Rahmen der autoimmunen Leberentzündung ausreichend
gut widerspiegelt. Dr. Christen hat ein innovatives Mausmodell entwickelt,
in dem das relevante menschliche Autoantigen in der Leber exprimiert wird.
Nach einer Virusinfektion findet sich in den Mäusen eine autoimmune
Leberentzündung, welche der Erkrankung beim Menschen in vielen Aspekten
sehr gut entspricht. Dieses neue Tiermodell erlaube nicht nur, die Mechanismen
von autoimmunen Lebererkrankungen besser zu untersuchen, sondern auch
neue Therapieansätze zu erproben und zu validieren.
Die DGfAE wurde vor zehn Jahren gegründet. Sie fördert die interdisziplinäre
Zusammenarbeit in der Erforschung von Ursachen und Therapiemöglichkeiten
von Autoimmunerkrankungen. Die DGfAE unterstützt fachbezogene wissenschaftliche
Veranstaltungen und Kooperationen und bietet für betroffene Patienten
eine Informations-Plattform.
Der Nils-Ilja-Richter-Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Mit diesem
Preis werden klinische oder experimentelle wissenschaftliche Arbeiten
gewürdigt, die grundlegende neue Erkenntnisse zur Entstehung von
Autoimmunerkrankungen erbracht haben oder neue therapeutische Ansätze
zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen aufzeigen. (Prof. Dr. Dieter
Kabelitz)
Ärztekammer
bietet auch im Jahr 2009 weiterhin kostenlosen Zugang zur Cochrane Library
Mit systematischen
Übersichtsarbeiten (Reviews) bietet die Cochrane Collaboration Wissenschaftlern
und Ärzten eine wissenschaftlich fundierte Informationsgrundlage,
um den aktuellen Stand der klinischen Forschung mit möglichst wenig
Zeitaufwand objektivieren zu können.
Der Zugang erfolgt kostenlos über die Homepage der Ärztekammer
www.aeksh.de Geschützter Bereich
Bei Fragen wenden Sie sich gern an Dr. Uta Kunze, Ärztekammer, Tel.
04551/803-165, E-Mail uta.kunze@aeksh.org
Leserbrief
von Dr. Jürgen Lund als Ergänzung zum Artikel Stadtmission
Kiel: Uns geht es um den ganzen Menschen, SHÄ 7/2008, S. 26
ff.
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| Dr.
Lund (Foto: Privat) |
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Dieser Leserbrief
entstand, weil es hier und da Missverständnisse über das Fortbestehen
der Obdachlosensprechstunde der Stadtmission Kiel gegeben hatte, die sowohl
auf Wunsch von Dr. Lund als auch von Dr. Angela Wencke, Gesundheitsamt
Kiel, hiermit aufgeklärt werden sollen.
Seit Oktober 2007 halte ich jeden Dienstagmorgen Sprechstunde in der Tageswohnung
der evangelischen Stadtmission in der Schaßstraße in Kiel.
Ich behandle dort Männer und Frauen, die am Rande unserer Sozialgesellschaft
leben, unter anderem Obdachlose, Staatenlose und auch nicht versicherte
Personen. Diese Arbeit wird von dem Gesundheitsamt der Stadt Kiel unterstützt
und finanziert. Ich bin Nachfolger von der Kollegin Manuela Gibson-Avevor,
die diese Tätigkeit über 13 Jahre ausgeführt hat.
Nach meinem Eintritt in den Ruhestand vor gut drei Jahren fand ich hier
eine sinnvolle Tätigkeit, bei der ich meine medizinischen Kenntnisse
und Erfahrungen weiterhin einsetzen kann. Ich bin ausgebildeter Internist
und Allgemeinmediziner und habe über viele Jahre bis zu meinem Ruhestand
eine eigene Praxis in Schwentinental geführt.
Meine Tätigkeit in der Schaßstraße ist eine primärärztliche
Versorgung der Patienten. Patienten, die entweder mittellos oder unschlüssig
sind oder sich einfach nicht mehr in eine normale Praxis trauen. Ein intensives
Zuhören der verschiedenen Probleme ist ein wesentlicher Bestandteil
meiner Arbeit dort. Das Beraten und Delegieren der hilfebedürftigen
Patienten in die verschiedenen Praxen und Kliniken gehört ebenso
dazu.
Engagiert bin ich auch bei Ärzte für die Dritte Welt
mit einem jährlichen, mehrwöchigen ärztlichen Einsatz in
den verschiedenen Slumregionen in Ländern der Dritten Welt. Meine
Vorgängerin Manuela Gibson-Avevor vertritt mich während dieser
und anderer Zeiten in der Schaßstraße, sodass die Kontinuität
unserer Arbeit immer gewährleistet ist.
Dr. Jürgen Lund, Am Hang 12, 24223 Schwentinental
Leserbrief
von Dr. Reimar Daniel Vogt zur Seite 3, SHÄ 12/2008
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| Dr.
Vogt (Foto: Privat) |
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Mit Entsetzen habe
ich im Grußwort unseres Präsidenten gelesen, dass sich 70 Prozent
aller Medizinstudenten mit Abwanderungsgedanken beschäftigen. Irgendwo
im Internet konnte ich daraufhin er-googeln, dass eine gut
sechsstellige Zahl an Ärzten jedes Jahr (!) Deutschland den Rücken
kehrt, um eine Berufstätigkeit vornehmlich im europäischen Ausland
aufzunehmen. Ich selbst kann auch eine Information zu diesem Thema beisteuern:
Als akademische Lehrpraxis der Uni Kiel absolvieren jedes Jahr einige
Medizinstudenten ihr Blockpraktikum Allgemeinmedizin in meiner Praxis.
Unlängst antwortete mir eine Studentin auf meine Frage, ob sie sich
nicht eine Niederlassung an der Westküste Schleswig-Holsteins vorstellen
könne, die Professoren hätten in diversen Vorlesungen
vor einer Niederlassung in Deutschland gewarnt und eben England sowie
die skandinavischen Länder empfohlen. Hm. Der Ausbildungsgang zum
Mediziner ist der teuerste, bezahlt von Steuermillionen. Wozu dieses Geld
und wozu die persönliche Mühe, wenn der akademische Nachwuchs
ohnehin nicht daran denkt, im eigenen Land zu arbeiten?
Der Kern dieses Problems ist aber nicht eine mangelnde nationale Identifikation
des Arztnachwuchses, sondern die desaströse Politik in Berlin, die
diesem Exodus offensichtlich tatenlos zusieht. Schafft endlich vernünftige
Rahmenbedingungen, unter denen junge Ärzte(innen) bereit und in der
Lage sind, sich niederzulassen! Dazu gehört eben auch eine Gebührenordnung,
die den Arztberuf betriebswirtschaftlich kalkulierbar und lukrativ macht.
Irgendwann in mittelferner Zukunft, wenn Ulla Schmidt und Nachfolge-Genossen
den freien Arztberuf abgeschafft haben, die aus Altersgründen aus
dem Berufsleben scheidenden Kollegen(innen) ihre Praxen dicht machen und
der verbliebene Arzt-Rest in staatlichen Polikliniken (Pardon! Dieser
Begriff ist schon ideologisch besetzt. Also: in MVZ!) arbeitet, wird der
Katzenjammer aus Berlin zu hören sein. Die Schuldigen weiß
ich aber nach nunmehr zehnjähriger Vertragsarzt-Tätigkeit bereits
im voraus, denn: Die Ärzte sind bekanntlich an allem schuld!
Dr. Reimar Daniel Vogt, Dohrnstr. 11, 25764 Wesselburen
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 1/2009
S. 6-11
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