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Rezensionen
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Kurze Inhaltsangabe:
Am Beginn steht die Diagnostik von Mykosen in der Hämatologie und
Onkologie mit Blutkulturen, Serologie und Molekularbiologie. Dann folgt
ein kurz gehaltenes Kapitel über mykologische Labordiagnostik, das
aber wichtige Aussagen über die Wertigkeit von Pilznachweisen enthält,
und anschließend eine Darstellung der medikamentösen Prophylaxe
invasiver Mykosen mit einer tabellarischen Erfassung vorliegender Studien
zu Fluconazol, Itraconazol und Amphotericin.
Der Schwerpunkt des
Buches liegt bei der Therapie von Mykosen in der Hämatologie und
Onkologie.
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Kurze Inhaltsangabe:
Das Buch fasst den Kenntnisstand zur Problematik der Nadelstichverletzungen
zusammen, führt in die neuen Vorschriften ein und gibt einen ersten
Überblick über die Erfahrungen mit sicheren Systemen. Auch Kosten-Nutzen-Gesichtspunkte
werden erläutert. Kritische Bewertung:
Für jeden Betriebsarzt und für den Gesundheitsschutz Verantwortlichen
eines Krankenhauses ein Muss! Für den niedergelassenen Praktiker
nicht anwendungsfreundlich genug. Nicht zu verkennen: Sichere Systeme
sind Pflicht und auch sinnvoll. Bei Nichteinhaltung der TRBA 250 sind
durchaus Haftpflichtansprüche an den Arbeitgeber denkbar.
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Der Name Paneth ist
schon Medizinstudenten wegen der nach ihm benannten Zellen bekannt. Weniger
ist bekannt, dass Josef Paneth ein hervorragendes Beispiel der deutsch-jüdischen
Geistesgeschichte darstellt. Paneth (1857-1890) beendete 1879 das Medizinstudium.
Seine Probevorlesung zur Habilitation in Physiologie1886 hieß Über
den derzeitigen Stand der Lehre von der Lokalisation der Großhirnrinde.
1887 beschrieb er die nach ihm benannten Zellen in der Dünndarmschleimhaut.
Josef Paneth hatte das große Glück, als Ehefrau Sofie Schwab
zu finden, der wir auch den ergreifenden und in dem Buch enthaltenen Bericht
über das Sterben ihres Mannes verdanken. Er, der als Schüler
beide Eltern verlor, wurde nur 32 Jahre alt. Der Autor schreibt eindrucksvolle
Portraits von Josef Breuer, der mit Freud zusammen die Studien über
Hysterie herausgab, und von dem ein Jahr älteren Sigmund Freud
selbst, über den es heißt: Aus armen Hause stammend,
aber mit großer Energie und entschiedenem Talent begabt, hat er
sich, mühsam und elend genug, durch eine lange Studienzeit voll Hunger
und Entbehrungen durchzuringen gehabt ... Dabei von der stolzesten und
besten Ehrenhaftigkeit, er hat sich nie vor Lumpenhunden gebeugt.
Zwei Jahre arbeitete Paneth als Assistent bei dem großen Chirurgen
Billroth, er sah seinen Chef als durchaus human, geduldig und freundlich
... Dabei ist er vom klarsten Verstand und von außerordentlicher
Menschenkenntnis und hat sich in der Wahl seiner Assistenten wenig vergriffen.
Bei Billroth war auch zu lernen, in den Patienten mehr zu sehen
als das Objekt für Untersuchung, Diagnose, Sektion. 1883/84 kam es bei
Nizza zu persönlichen Begegnungen mit Friedrich Nietzsche. Obwohl
er vielen Gedanken Nietzsches, der Idee des Übermenschen
und dem Überschwang des Zarathustra, kritisch gegenübersteht,
ist er von der Menschlichkeit des Philosophen fasziniert. Ich fand
in ihm einen Menschen, von der größten Ehrenhaftigkeit ...
Sein Zimmerchen ist kahl ... es hat nicht einmal einen Ofen ... es war
eine eisige Kälte dort. Nietzsche findet er ungewöhnlich
freundlich, es ist auch nicht eine Spur von falschem Pathos oder Prophetentum
in ihm. Nietzsche sagte ihm, er sei durch körperliche
Schmerzen seinen Pessimismus losgeworden, aus Trotz, um sich nicht vom
Schmerz tyrannisieren zu lassen ... Nietzsche ist völlig frei
von rassischen Vorurteilen und Paneth hört als Jude mit Interesse,
dass das Leben Nietzsches durch den Antisemitismus seiner Schwester schrecklich
verbittert wurde.
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Renate Hartwig, Bestsellerautorin
über Scientology - Ich klage an (1994), wendet sich vehement
gegen den Ausverkauf unseres bislang von sozialer Verantwortung getragenen
Rechtsstaates. In den so genannten Gesundheitsreformen sieht
sie einen zentralen und systematischen Angriff auf das freie Arzttum,
dem sie den Bürgerpatienten als Schutz und zur wechselseitigen
Stärkung zur Seite stellt. Dreh- und Angelpunkt ihrer Kritik - und
als Prüfstein - ist die so genannte elektronische Gesundheitskarte,
mit Befürwortern und verflochtenen Verfechtern auch innerhalb
der etablierten ärztlichen Selbstverwaltung. Sie will die Einführung
der Karte mit allen Mitteln verhindern.
Jüngst sind zeitgleich
mehrere Aufdeckungsbücher zum politisch gewollten Verfall
unseres Gesundheitswesens erschienen. Renate Hartwig ist in Abgrenzung
zu anderen Autoren bewusst und machtvoll eine Patientin. Sie möchte
ihre Mitpatienten, also die gesetzlich Versicherten, mobilisieren - und
politisch wachrütteln. Ein implodierendes Sozialsystem, die Kapitulation
der demokratisch legitimierten Führenden vor - oder ihr Arrangement
mit - dem Kapital, dem sie ihre vom Volk nur geliehene Macht verkauften:
Ihr Spannungsbogen ist mitreißend, aufrüttelnd und deprimierend
zugleich. Sie warnt vor Denunzianten, Verrätern, Intriganten
und Rufmördern und wagt es dabei persönlich, sich sehr
weit aus dem Fenster zu lehnen. Sie nennt Ross und Reiter, wohl wissend,
dass sie sich damit einer Phalanx gegnerischer Rechtsanwälte
exponiert. |
Schleswig-Holsteinisches
S. 36, 46, 67, 68 |
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