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Medizin und Wissenschaft
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3D-Mikroskopie
Ein Team aus zwei
Physikern und einem Mediziner der Universität zu Lübeck wird
mit über einer Million Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) für die kommenden Jahre unterstützt. In ihren Projekten
wollen die Wissenschaftler mit Laserlicht die räumlichen Bewegungen
von Nanopartikeln und Zellen in lebendem Gewebe verfolgen und spezielles,
gebündeltes Laserlicht zur gezielten Manipulation mikroskopisch kleiner
Proben benutzen. So lässt sich
mit diesen infraroten Femtosekunden-Pulsen besonders tief in die Darmschleimhaut
schauen, wodurch physiologische Transport- und Bewegungsvorgänge
bei höchster lichtmikroskopischer Auflösung über Stunden
live verfolgt werden können. Diese Untersuchungen dienen
dazu, die grundlegenden zellbiologischen Vorgänge, als auch Immunreaktionen
an Schleimhäuten besser zu verstehen. Mit der neuen Technik, der
Autofluoreszenz-2-Photonen-Mikroskopie, soll im Tiermodell
der Maus u. a. geklärt werden, wie Nanopartikel aus unserer Umwelt
die schützende Darmschleimhaut durchdringen und in unseren Körper
eindringen.
In den durch die DFG
mit über einer Millionen Euro geförderten gemeinsamen Projekten
aus dem Institut für Biomedizinische Optik und dem Institut für
Anatomie arbeiten Physiker, Ingenieure, Tierärzte und Humanmediziner
eng zusammen. Erst so können die notwendigen Geräte am Medizintechnik-Standort
Lübeck entwickelt und damit aktuelle Fragestellungen zur Zellbiologie
und Immunologie des Darms beantwortet werden. Die Lübecker Forscher
sind in das neu aufgelegte Schwerpunktprogramm Bio-Nano-Responses
der DFG eingebunden und arbeiten im Rahmen der jetzt geförderten
Gemeinschaftsprojekte mit Wissenschaftlern an anderen norddeutschen Standorten
zusammen, u. a. mit Chemikern und Biochemikern aus Borstel, Hamburg und
Braunschweig. Prof. Dr. Andreas Gebert, Institut für Anatomie, Universität zu Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck |
Schleswig-Holsteinisches
S. 45, 46 |
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