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Rezensionen
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Vor der so genannten
Wende gab es in der Bundesrepublik einen Verein der ehemaligen
Gymnasiasten meiner alten Heimatstadt in Mecklenburg. Das Wesentliche
dieses Vereins war ein Nachrichtenblatt, in dem man das Schicksal der
alten Freunde durch einfache biografische Beiträge verfolgen konnte.
Daran wurde ich erinnert, als ich das o. g. Buch gelesen habe. Stilistisch
erinnert es (mit Ausnahmen) an einen Klassenaufsatz (Mein schönster
Ferientag). In klarer, gerader Form wird das Leben des Kollegen
geschildert, wobei er insbesondere beim Rückblick auf seine Kriegsgefangenschaft
in Russland grausame Härten nicht auslässt. Der Kollege Kucher
aus Schwedt beginnt sein Buch allerdings mit Auszügen aus einem Vortrag
über die (fragliche) Determinierung des menschlichen Lebens und er
beendet das Buch mit einem Kapitel über die Problematik des Lebens,
gesteuert durch das Großhirn und/oder das limbische System. Diese
beiden Abschnitte des Buches zwingen zum Mit- und Nachdenken. Der übrige
Teil ist für die ehemals westdeutschen Leser ein Bild des privaten
und beruflichen Lebens eines Kollegen in der Zone. Auffällig
für die Kollegen drüben ihre unbändige Reiselust
und -sucht. Der Autor vermeidet weitgehend politische Aussagen. Als Chefarzt
eines Bezirkskrankenhauses wird er kein bekennender Systemgegner gewesen
sein. Wiedergewählt nach der Wende wird aber auch keine
Stasi-Akte vorliegen. Empfohlen sei dies relativ schnell zu lesende Buch
allen Interessenten von (Auto-)Biografien. + + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + +
In ihrem sehr lesenswerten Buch Satt essen und abnehmen - Individuelle Ernährungsumstellung ohne Diät gehen Margit Hausmann und Prof. Dr. Volker Schusdziarra aus dem Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München von neuen Erkenntnisse über die Regulation von Hunger und Sättigung aus und haben auf dieser Basis ein neues ernährungstherapeutisches Therapie-Konzept für die Behandlung der Adipositas erarbeitet. Sie sind nach einer Auswertung von 2 800 Ernährungsprotokollen bei Adipositas zu dem Ergebnis gekommen, dass die durchschnittliche Essensmenge, um satt zu werden, 1.150 g beträgt und auf drei Mahlzeiten verteilt werden sollte. Wenn die tägliche Energiezufuhr auf den durchschnittlichen Ruheenergieverbrauch von ca. 1 700 kcal reduziert werden soll, dann ergibt sich daraus, dass die durchschnittliche Energiedichte der täglichen Nahrung 1,5 kcal/g nicht übersteigen darf. Die praktische Umsetzung dieses Ziels, bei dem ein tägliches Energiedefizit von ca. 400 kcal zustande kommt, wird durch die auf 25 Seiten ausgebreiteten übersichtlichen Energiedichte-Tabellen erleichtert, in denen fast alle gängigen Lebensmittel und deren Energiedichte in kcal/g aufgelistet und nach dem Ampelprinzip farbig gekennzeichnet sind. Dabei bedeutet grün Lebensmittel mit 1,5 kcal/g oder weniger, die zum Sattessen geeignet sind, gelb Lebensmittel mit 1,5-2,5 kcal/g, die bei nicht so großer Menge auch zum Sattessen geeignet sind und rot Lebensmittel mit 2,5 kcal/g und mehr, die nicht zum Sattessen geeignet sind. Diese Tabellen erlauben es, die Ernährungsumstellung an die individuellen Vorlieben und Essgewohnheiten anzupassen. So können Adipöse ihr Gewicht dauerhaft senken, ohne sich einer Diät unterwerfen zu müssen, die die Lebensqualität einschränkt und deshalb auf die Dauer nicht eingehalten werden kann, sodass ein Jo-Jo-Effekt die Folge ist. Weiterhin enthält das Buch viele nützliche Informationen für adipöse Patienten, die abnehmen wollen, aber auch für Ärzte, die sie auf diesem Weg begleiten (vergl. Artikel auf S. 65). Rezensent: Prof. Dr. Klaus-Dieter Kolenda, Villenweg 21, 24119 Kronshagen, Tel. 0431/588234 |
Schleswig-Holsteinisches
S. 82 |
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