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Rezensionen
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Im vorliegenden Buch
Sexualität untersucht Brigitte Vetter neben der normalen
Sexualität und deren Störungen vor allem die Abweichungen, über
die bislang selten wissenschaftliche Veröffentlichungen existieren.
Als erfahrene Sexualtherapeutin steht sie allen Bereichen der normalen
und abnormen Spielbreite des Themas mit einer erstaunlichen Gründlichkeit
und systematischer Ordnung gegenüber. Ihre besondere Stärke
zeigt sie auch in der Einbeziehung der Grenzbereiche: Psychiatrie und
Psychotherapie. Hier hatte die Autorin bereits einmal ihre Fähigkeit
zum Lehren bewiesen in der Psychiatrie, einem systematischen
Lehrbuch für Heil-, Sozial- und Pflegeberufe, das 2007 bereits in
der 7. Auflage erschienen ist. Das jetzige Buch Sexualität
besticht geradezu durch seine breite Auffächerung der Paraphilien.
Eine saubere, systematische Gliederung erleichtert die Orientierung. Das
Besondere dieses Buches stellt die Einbeziehung der internationalen Diagnosesysteme
ICD-10 und DSM-IV-TR für Psychotherapeuten und Ärzte dar, die
auch hinsichtlich der Unterschiedlichkeit der Beurteilungen beider Systeme
in den verschiedenen Störungsbereichen gründlich dargestellt
werden. + + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + BUECHER + +
Krimis sind in, das
weiß jede(r) Fernsehkonsument(in). Auch in in der Literatur,
wobei auffälligerweise immer mehr Frauen sich diesem Bereich zuwenden,
Frauen und Erstautoren. So auch unsere Kollegin Dr. Dörte Stolle
(Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und von 1987 bis 2004 Chefärztin
in Schleswig).
Dörte Stolle
weiß, wovon sie schreibt: Es ist ihr Milieu. In diesen ersten Roman
fließt viel Wissen aus ihren vorherigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen
ein. Nicht nur dieses Wissen ist in diesem Buch, insgesamt ist dieser
Roman voller verwobener Geschichten: Rechtsextremismus, Migrantenprobleme,
Menschen- und Drogenhandel. Die Autorin liebt detaillierte Schilderungen
von Personen, ihrem Verhalten und ihrer Umgebung, wobei sie auch vor allzu
Menschlichem keine Scheu hat. Auffällig ist der Stil der Autorin,
der sich immer nahe an der Lyrik bewegt (... die Sonne ist nicht
mehr bereit, sich zurückzuhalten. Wie eine Feuerzunge klebt sie auf
den Dächern, den Türen der Klinik. Das Licht verdichtet sich
zu einem Schleier und flimmert auf den Scheiben der Station J2.).
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Schleswig-Holsteinisches
S. 55, 80 |
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