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Bad Segeberg
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Kliniken Expansion der radiologischen Abteilung Dirk Schnack Die radiologische Versorgung am Standort Segeberg wird ausgebaut. Die private Segeberger Kliniken Gruppe investiert in ihre radiologische Abteilung, kauft neue Geräte und holt einen Chefarzt. Jetzt soll auch das ambulante Angebot ausgebaut werden. Wir brauchen kurze Wege, digitale Vernetzung und moderne Geräte, sagt der neue Chefarzt für Radiologie, Dr. Christian Gaebel über die Anforderungen an sein Fach. Der vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein aus Lübeck abgeworbene Radiologe sieht diese Bedingungen bei seinem neuen Arbeitgeber in Kürze als erfüllt an.
In den vergangenen Wochen wurde die Radiologie mit einem Finanzvolumen von rund drei Millionen Euro zentralisiert und modernisiert. Ein neues MRT und ein im Laufe des Jahres folgendes CT-Gerät wurden gekauft. Jährlich rund 670 000 Euro wird die aufgewertete Abteilung für das 950 Betten-Haus kosten. Die bislang aus verschiedenen Modulen bestehende Radiologie wird nach den Umbaumaßnahmen künftig aus einer Hand erfolgen. Das heißt, dass Segeberg künftig auch die zuvor extern eingekauften Leistungen von zwei radiologischen Praxen und der Uniklinik Lübeck selbst erbringen wird. Zugleich hofft die Gruppe, auch ambulant tätig werden zu können. Gaebel plant, bei der KV eine Ermächtigung für die onkologische Radiologie zu stellen. Ende des Jahres will Gaebel auch Mammadiagnostik anbieten. Er sieht im Raum Segeberg Bedarf dafür, weil die Frauen für eine Mammographie bislang nach Lübeck, Neumünster oder Kiel fahren müssen. Segeberg ist nicht ausreichend versorgt, zumal die Wartezeiten erheblich sind. Wir wollen das ändern und in Zusammenarbeit mit unserer gynäkologischen Fachabteilung diese Versorgung anbieten, sagte Gaebel. Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) bewertet die Expansionspläne der Kliniken Gruppe vorsichtig. So lange dem ambulanten Sektor kein Geld entzogen wird, haben wir keine Bedenken, sagte KVSH-Sprecher Marco Dethlefsen. Er verwies auf andere Standorte im Norden wie etwa Flensburg, wo Kliniken und Vertragsärzte zu einer sinnvollen Arbeitsteilung gefunden hätten. Skeptisch ist die KVSH insbesondere bei Zulassungen für Kliniken in der ambulanten onkologischen Versorgung, wo nach ihrer Einschätzung in vielen Regionen die Versorgung durch die Vertragsärzte abgedeckt ist. Dirk Schnack, Postfach 12 04, 24589 Nortorf |
Schleswig-Holsteinisches
S. 21 |
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