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Zwischenprüfung
für Medizinische Fachangestellte 2008
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hat folgenden Prüfungstermin
für die Zwischenprüfung der Medizinischen Fachangestellten
2008 festgelegt:
Mittwoch, 12. März 2008
Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2008. Die Anmeldeformulare erhalten
die Auszubildenden über die Berufsschulen. (Ga)
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Weichen
für norddeutsches Partikeltherapiezentrum gestellt
Die Weichen für eines der größten Medizin-Projekte in
der Geschichte der Landeshauptstadt Kiel sind gestellt. Wie der Aufsichtsratsvorsitzende
des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H), Jost de Jager,
mitteilte, hat sich das Klinikum nach der Einigung mit wichtigen Krankenkassen
über die Behandlungskosten nun auch im Vergabewettbewerb um das norddeutsche
Partikeltherapiezentrum (PTZ) für einen bevorzugten Bieter entschieden.
Dabei handelt es sich um ein Konsortium, das unter anderem aus den Firmen
Siemens und Bilfinger Berger besteht. Durch das PTZ werden künftig
vielen Menschen neue Lebenschancen gegeben und dank einer neuartigen Behandlungsmethode
im Kampf gegen Krebs neue Maßstäbe gesetzt, sagte de
Jager. Das Vergabeverfahren werde nun fortgesetzt und zu einem Abschluss
gebracht. Der Einzugsbereich für das PTZ soll künftig neben
Norddeutschland den gesamten südskandinavischen Raum umfassen.
UK S-H-Vorstandschef Prof. Bernd Kremer zeigt sich hocherfreut: Die
Partikeltherapie stellt für viele Krebspatienten einen echten Fortschritt
dar. Wir haben für ein in dieser Form bislang weltweit einmaliges
Projekt in einem komplexen Verhandlungsprozess ein gutes Ergebnis erzielt.
Das Siemens-Konsortium hat ein effizientes und qualitativ überzeugendes
Konzept vorgelegt. Die Partnerschaft für das PTZ wird das UK S-H
nachhaltig stärken.
Nach dem bisherigen Zeitplan soll das PTZ nach rund dreijähriger
Bauzeit seinen Betrieb im Jahre 2011 aufnehmen. (Dr. Anja Aldenhoff-Zöllner)
Würdiger
Umgang mit Fehl- und Totgeburten
Der VKD (Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands), Landesgruppe
Schleswig-Holstein, hat seine 2001 herausgekommene Broschüre Würdiger
Umgang mit Fehl- und Totgeburten aktualisiert. Sie wendet sich an
Kliniken, Ärzte, Hebammen und andere Interessierte. Die Broschüre
mit 68 Seiten ist bereits in über 2 000 Exemplaren verteilt worden.
Sie ist erhältlich beim Sekretariat des VKD-Landesvorsitzenden Lothar
Obst, Krankenhaus Reinbek, Tel. 040/7280-3702, Fax -2246, E-Mail irene.flato@krankenhaus-reinbek.de.
(hk)
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Kreislauferkrankungen
häufigster Grund für Klinikaufenthalt
Kreislauferkrankungen waren 2006 mit einem Anteil von elf Prozent die
häufigste Ursache für einen Klinikaufenthalt in Schleswig-Holstein.
Dazu gehören zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bluthochdruck.
Nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) folgen auf den weiteren
Plätzen Krebserkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Im Jahr 2006 zählte die TK bei ihren Versicherten in Schleswig-Holstein
insgesamt rund 37 800 Krankenhausfälle. Im Vergleich zum Vorjahr
entspricht dies einem Anstieg von 6,7 Prozent oder rund 2 500 Klinikaufenthalten.
Am deutlichsten gestiegen ist die Zahl der stationären Aufenthalte
bei Krebserkrankungen (+ 8,3 Prozent) und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems
(+ 7,3 Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer in der Klinik lag
bei 7,5 Tagen. (Techniker Krankenkasse)
Cornelia
Goesmann ist neue Vorsitzende der AAA
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Dr.
Cornelia Goesmann
(Foto: BÄK) |
Die Vizepräsidentin
der Bundesärztekammer, Dr. Cornelia Goesmann, ist in der Mitgliederversammlung
der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen
Fachangestellten (AAA) Ende November zur neuen Vorsitzenden gewählt
worden. Die Amtsperiode beträgt vier Jahre. Dr. Goesmann ist niedergelassene
Ärztin für Allgemeinmedizin in Hannover sowie Vorsitzende der
Fachberufegremien und der Deutschen Akademie für Allgemeinmedizin
der Bundesärztekammer. Die AAA als ärztliche Tarifpartei der
niedergelassenen Ärzte(innen) verhandelte auch erfolgreich mit dem
Verband medizinischer Fachberufe den Gehalts- und Manteltarifvertrag sowie
den Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung zu allen drei Tarifverträgen.
Zu Goesmanns Stellvertretern wurden Dr. Gunter Hauptmann, Vorsitzender
der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland, sowie Dr. Max Kaplan,
Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer und Vizepräsident
der Bayerischen Landesärztekammer, gewählt.
Cornelia Goesmann dankte dem nicht mehr zur Wiederwahl angetretenen langjährigen
Vorsitzenden Dr. Peter Sauermann und den Vorstandsmitgliedern Dr. Klaus
Uffelmann und Dr. Erwin Hirschmann für ihr langjähriges erfolgreiches
Wirken zum Wohle der niedergelassenen Ärzte und ihrer Angestellten.
Die AAA trage seit rund 40 Jahren wesentlich zu einer einheitlichen Gestaltung
der Arbeitsbedingungen und des Tarifgefüges im ambulanten Bereich
bei. Als wichtige zukünftige Aufgabe nannte die neue Vorsitzende
eine stärkere Berücksichtigung der Arzthelferinnengehälter
bei der Kalkulation des bundesweiten Orientierungspunktewertes 2008 sowie
beim Euro-EBM 2009. (BÄK)
Kammerkonzert
in Bad Segeberg
Mit Plakaten und Flyern in leuchtendem kanariengelb hatte die Ärztekammer
zum diesjährigen Kammerkonzert am 19. Oktober erfolgreich geladen.
120 Besucher waren der Einladung gefolgt und erlebten das Deutsche Ärzteorchester
in einem beeindruckenden Konzert. Unter der Leitung von Dirigent Alexander
Mottok wurden Werke von Schubert, Händel, Mozart intoniert, als Solo-Flötistin
war Dr. Dorothea Osenberg zu hören.
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| Deutsches Ärzteorchester
(Foto: Peter Strehmel) |
Die Stücke in
einer solchen Nähe zum Orchester zu erleben war für die Besucher
das Eindrücklichste, ein Orchester fast zum Anfassen, nicht in einem
Orchestergraben verschwunden, Paukenschläge und Geigenklänge
waren körperlich zu spüren.
Gelobt wurde auch die gute Akustik der Halle der Fortbildungsakademie,
auch wenn sie natürlich mit der Akustik eines Konzertsaales nicht
mithalten kann.
Für die 50 Mitglieder des Deutschen Ärzteorchesters - Ärzte,
Medizinstudenten und Mitarbeiter in medizinnahen Berufen - war das Konzert
die Generalprobe für ein Benefizkonzert zugunsten der Alzheimergesellschaft,
das am folgenden Tag in Hamburg gegeben wurde. Hier waren mehr als fünfhundert
Besucher gekommen. Damit hatte sich die Mühe mehrerer Probentage
- wie schon im Vorjahr war das Deutsche Ärzteorchester in der Lohmühle,
dem Internat der Ärztekammer untergebracht und probte in den Räumen
der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung - wirklich
gelohnt. Service und Versorgung der Segeberger wurden von allen gelobt.
Leider ist das Orchester für das Jahr 2008 zeitlich schon fast verplant.
Im Herbst des nächsten Jahres stehen bereits zwei Termine für
die Musiker an, sodass es wohl erst im Jahr 2009 ein Wiedersehen in Bad
Segeberg geben wird. (V)
Mehr
Kultur in der Kammer
Die gute Resonanz auf das kulturelle Angebot bestärkte den Kreis
der Kulturenthusiasten, der sich nach dem Konzert des Deutschen Ärzteorchesters
zu einer Vereinsgründung traf: Kultur in der Kammer will
sich dafür engagieren, auch weiterhin in den Räumen der Ärztekammer
Ausstellungen, Konzerte, Lesungen für Interessierte anzubieten und
zu organisieren. Ärzte(innen) sollen dabei gleichwohl Veranstalter
wie auch Gäste sein, weitere Gäste sind natürlich ebenfalls
willkommen. Ziel ist es, nicht nur die Kulturszene der Kurstadt Bad Segeberg
zu bereichern, sondern auch die Ärztekammer einem größeren
Kreis bekannter und zum Anfassen zu machen.
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Einladung
Der Verein Kultur in der Kammer lädt am 16. Januar
2008 zur ersten Mitgliederversammlung ein. Im Hörsaal der Ärztekammer,
Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg, sollen ab 17:00 Uhr die
ersten Projekte diskutiert und beschlossen werden. Interessierte
sind herzlich eingeladen.
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Die zehn Gründungsmitglieder
wählten Dr. Edda Oppermann zur Vorsitzenden, Dr. Uwe Denker als stellvertretenden
Vorsitzenden und Ulrike Witte als Schatzmeisterin. Weitere Mitglieder
sind natürlich herzlich willkommen. Kontaktperson ist hier die Vorsitzende
des Verein, Dr. Edda Oppermann, die telefonisch unter 04551/803-132 oder
per Mail unter oppermann@aeksh.org erreichbar ist. (V)
Schimmelpilze
Sachgemäß mit Schimmelpilzen in Innenräumen umgehen -
damit das zukünftig besser geht, wollen Experten hierzu einen Verein
zum qualifizierten Umgang mit Schimmelpilzen in Innenräumen SH
gründen. Er soll dafür sorgen, dass es eine einheitliche Qualifizierung
für die Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzen in
Gebäuden gibt, dass eine Standardisierung bezüglich Gesundheitsgefährdung,
Präventionsmaßnahmen und Sanierungsrichtlinien möglich
wird und dass Verbraucher, Behörden und Fachbetriebe hierüber
gut informiert werden. Basis der Arbeit soll der Leitfaden zur Ursachensuche,
Sanierung, Vorbeugung, Untersuchung und Bewertung von Schimmelpilzwachstum
in Innenräumen des Bundesumweltamtes sein. Wer sich an der
Vereinsgründung beteiligen möchte, kann sich bei Gerd-Otto Schoon
unter gbm-schoongmbh@versanet.de anmelden. (V)
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Marlies Borchert,
Heide Simonis, Dr. Christian Rybakowski
(Foto: SE Kliniken) |
Babyfreundliches
Krankenhaus
UNICEF
zeichnet Segeberger Kliniken aus
Die Segeberger Kliniken
haben neben Itzehoe als zweite Geburtsklinik in Schleswig-Holstein das internationale
Prädikat Babyfriedly Hospital von WHO und UNICEF erhalten.
Heide Simonis, UNICEF-Vorsitzende, verwies bei der Übergabe der Plakette
auf die zusätzlichen Herausforderungen für die Krankenschwestern,
Hebammen und Ärzte(innen), die auf dem Weg bis zur Auszeichnung neben
ihrer alltäglichen Arbeit über Monate hinweg in Praxis und Theorie
der Stillförderung geschult wurden, um die strengen internationalen
Kriterien erfüllen zu können. Zukünftig heißt es, die
erlangten Standards aufrechtzuerhalten. (I)
Studenten
zahlen im ersten Berufsjahr weniger Steuern
Ausgaben für das Erststudium sind als vorweggenommene Werbungskosten
steuerlich absetzbar!
Gute Nachricht für den akademischen Nachwuchs: Wer nach dem Abitur
ein Erststudium absolviert, kann die Ausgaben als Werbungskosten geltend
machen. Sie sind damit komplett steuerlich abziehbar. Das hat der Bundesfinanzhof
entschieden. Somit können Steuerpflichtige, bei denen die Steuerbescheide
2000 bis 2003 noch offen sind, den vollen Abzug der Kosten für ihr
Erststudium geltend machen. Eile ist geboten für das Veranlagungsjahr
2000, da die Frist grundsätzlich spätestens am Jahresende 2007
abläuft.
Ab 2004 gilt dagegen anderes Recht, da der Gesetzgeber die Einordnung
von Erststudien neu geregelt hat. Seither sind Ausgaben für ein Erststudium
als Sonderausgaben und pro Jahr mit maximal 4 000 Euro begrenzt absetzbar.
Es sei denn, man studiert erstmals im Rahmen eines Dienstverhältnisses
und bildet sich weiter. Dann bleiben die Aufwendungen voll absetzbare
Werbungskosten.
Doch für die Altfälle bis 2003 schafft das Urteil Klarheit in
einem Punkt, der lange umstritten war. Damals differenzierten die Finanzämter
streng nach Erststudium, erneutem beruflichen Anlauf und Weiterbildung
in einem ausgeübten Beruf. Nur Letztere sollte steuerlich voll gefördert
werden. Das Erststudium war steuerlich Privatsache. Das sah ein Student
nicht ein. Er machte nach dem Examen seine Aufwendungen als vorweggenommene
Werbungskosten geltend. Das Finanzamt wies ihn zurück, da dieses
erste Studium nicht zwingend später zu steuerpflichtigen Einnahmen
führe. Vielleicht handle es sich nur um ein Luststudium, so die übliche
Unterstellung der Behörden.
Der Finanzhof sieht keinen Grund, hier zu unterscheiden. Es komme zudem
für die Steuer nicht darauf an, ob ein neuer, ein anderer oder ein
erstmaliger Beruf ausgeübt werden soll. Der Kläger zahlt nun
in seinen ersten Berufsjahren quasi keine Steuern. Studenten in ähnlicher
Situation sollten die Zahlungen in den Steuererklärungen angeben.
Besonders aussichtsreich erscheinen die Fälle, in denen keine Einkünfte
erwirtschaftet wurden, sondern durch die geltend gemachten Studiumsaufwendungen
Verluste entstehen.
Allerdings gibt es in der Zusammenarbeit mit den Finanzämtern regelmäßig
Klärungsbedarf, da jeder Einzelfall genau geprüft werden muss.
(Sebastian Neumann, www.danrevision.com)
Ärzteverein
Lübeck e. V.
Neuer Vorstand
Auf der letzten Jahreshauptversammlung des Lübecker Ärztevereins
e. V. am 14. November 2007 wurde der neue Vorstand gewählt.
Zum 1. Vorsitzenden wurde PD Dr. Sebastian Fetscher, zu seinem Stellvertreter
Dr. Jan Hollandt gewählt. Schriftführer ist Dr. Udo Stumpf und
Kassenwart Dr. Joachim Schick - alle kommen aus Lübeck. Ausgeschieden
sind: Prof. Dr. Thomas Wagner (1. Vorsitzender), Dr. Claus Engelmann (2.
Vorsitzender), Dr. Geert Sudeck (Schriftführer). (Ärzteverein
Lübeck)
Klinik
Dr. Winkler
Verstärkung durch Dr. Carsten Decher
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Dr. Carsten Decher
(Foto: Klinik Dr. Winkler) |
Zum 1. Januar 2008
hat Dr. Carsten Decher seine Tätigkeit im Ärzteteam der Klinik
Dr. Winkler in Husum aufgenommen. Dr. Decher ist Arzt für Chirurgie,
Orthopädie und Unfallchirurgie und verfügt über die Zusatzbezeichnungen
Spezielle Unfallchirurgie und Sportmedizin. Der zuvor als Oberarzt in
der Unfallchirurgie des Schlei-Klinikums Schleswig tätige 43-jährige
Vater von zwei Söhnen besitzt eine umfangreiche chirurgische Erfahrung
in leitenden Positionen und ist vertraut mit der Behandlung auch komplexer
und schwieriger unfallchirurgischer Krankheitsbilder. Die Zulassung zum
D-Arztverfahren liegt vor, sodass in der Klinik damit insgesamt vier D-Ärzte
arbeiten. Neben der Unfallchirurgie liegen seine besonderen Schwerpunkte
in der Fußchirurgie und in den insbesondere arthroskopischen Schulteroperationen.
Das bereits heute umfangreiche operative Spektrum der Winkler-Klinik wird
somit deutlich erweitert und es werden auch Op-Verfahren angeboten, die
derzeit in gesamt Nordfriesland nicht verfügbar sind. Die schon heute
in der Klinik Dr. Winkler tätigen Chirurgen Dres. Merkel, Kropshofer
und Wulf sowie das gesamte Mitarbeiterteam freuen sich auf die Zusammenarbeit
mit dem neuen Kollegen. (Dr. Volker Wulf)
Verein
Telekommunikation Segeberger Ärzte e. V.
Neuer Vorstand und Fördergelder vom Land und Kreis
Aufgrund der beruflichen Veränderung des bisherigen ersten Vorsitzenden
Dr. Jörn Harder aus der chirurgischen Abteilung der AK Segeberger
Kliniken, wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung
des Vereins Telekommunikation Segeberger Ärzte e. V.
(VTSÄ) Dr. Markus Werner (Allgemeinarzt) aus Bad Segeberg als neuer
erster Vorsitzender gewählt. Als 2. Vorsitzender wurde Dr. Martin
Teichert (Chirurgie, AK Segeberg) gewählt.
Schnelle und sichere
Kommunikation zwischen den Gesundheitsanbietern zum Wohle des Patienten
- vom Krankenhaus über den niedergelassenen Arzt bis hin zur Apotheke.
Das sind u. a. die angestrebten Ziele der seit langem geplanten und diskutierten
so genannten elektronischen Gesundheitskarte (eGK), die bereits in einigen
ausgewählten Testregionen (u. a. Flensburg) vorbereitend erprobt
wird.
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Dr. Markus Werner
(Foto: VTSÄ) |
Viele dieser angestrebten
Ziele sind in der Region Segeberg schon heute realisiert. Auf Engagement
niedergelassener Ärzte und der Segeberger Kliniken GmbH wurde mit
vergleichbar geringem finanziellem Aufwand eine technische Infrastruktur
geschaffen, die es den Teilnehmern erlaubt, medizinische Patientendaten
ohne die Vernachlässigung des Datenschutzes untereinander auszutauschen.
Die Firma Siemens bietet als Hardware einen so genannten VPN-Router an,
der das Internet benutzt, um den Anschluss an einen Server über eine
getunnelte, also vom normalen Internet getrennte, Verbindung zu gewährleisten.
So braucht sich sowohl der Sender als auch der Empfänger keine Gedanken
über Sicherheit und Verschlüsselung der Mails zu machen, nebenbei
können gefahrlos auch unverschlüsselte E-Mails versendet werden.
Als Anhänge dieser Mails werden Textdokumente versendet, alle anderen
Dateien, wie Bilddateien, können ebenfalls verschickt werden und
werden von einigen Praxissoftwaretypen automatisch direkt in die Patientendatei
übernommen. Aufgrund der kompatiblen Systeme wurde zudem auch eine
Vernetzung zum bestehenden elektronischen Praxisnetz Bad Oldesloe-Reinfeld
und Flensburg ermöglicht.
Bereits jetzt werden Entlassberichte der Segeberger Kliniken oder von
Fachärzten an alle Teilnehmer des Praxisnetzes elektronisch, oft
schon bevor sich der Patient zur Nachbehandlung bei seinem Hausarzt vorstellt,
an die niedergelassenen Kollegen geschickt. Wichtige Informationen werden
so schon frühzeitig mitgeteilt und z. B. Rezepte oder Hausbesuche
können schon im Vorfeld vorbereitet werden.
Was viele nicht wissen: Die häufig genutzte Versendung von Patientendokumenten
per Fax ist aus
Datenschutzgründen (unsichere Verbindung) nicht zulässig!
Das elektronische Vernetzungsprojekt, das in Form des Vereins Verein
Telekommunikation Segeberger Ärzte e. V. (VTSÄ) organisiert
ist, kann seit seiner Gründung 2006 einen stetigen Zuwachs an Mitgliedern
verzeichnen und ist auch Teilnehmern, z. B. Kliniken und Laboreinrichtungen,
außerhalb des Kreises Segeberg geöffnet. Da das gleiche System
wie in den Erprobungsregionen der elektronischen Gesundheitskarte verwendet
wird, könnte das bestehende Segeberger Netzwerk die zukünftige
Einführung der Gesundheitskarte erheblich vereinfachen.
Auf EU-Ebene findet das Segeberger Projekt großen Anklang und wurde
aufgrund seiner innovativen Technik mit Fördergeldern bedacht, die
dazu genutzt werden die Anschlusskosten der neuen Teilnehmer auf die Hälfte
zu reduzieren.
Interessierte erhalten Auskunft über die Homepage des Vereins www.vtsae.de
oder über E-Mail vorsitz@vtsae.de. (Dr. Markus Werner)
Integrierte
Versorgung zum Dritten
Auch das dritte Hamburger Symposion zur Integrierten Versorgung schloss
mit etwa diesen Worten, die Bandbreite des Gehörten sei sehr groß,
die Ergebnisse werde die Zukunft zeigen. Fragen, welche, wie viele Patienten
und Ärzte in welchem Ausmaß (Vorteile minus Nachteile) von
welcher Integrierten Versorgung wirklich profitieren, blieben konkret
weitgehend unbeantwortet. Sicher ist es im Prinzip nicht schlecht, wenn
anleitungsbedürftige Patienten an die Hand genommen werden
und wenn sie etwas schneller von der Akut- in die Rehaklinik wechseln
können, wie zu hören war.
Dass die materiell oder gesundheitspolitisch profitierenden Akteure wie
Kliniken, Kassen oder auch Politik das IV-Konzept gut finden und mit einer
selbstgemanagten Patientenumfrage belegten, kann nicht überraschen.
Schöne Floskeln aus Marketinglehre und Werbewirtschaft waren zu hören:
Die Versorgungsmarke ist in der Gesundheitswirtschaft angekommen.
Doch selbst die Moderatorin einer Podiumsdiskussion war skeptisch: Und
wo bleibt der Patient? Ja, das werden wir hoffentlich noch erfahren
- doch nicht etwa im Mittelpunkt - wo er bekanntlich die anderen
stören könnte? (hk)
Evangelische
Stadtmission Kiel
Suchtberatungsstellen Mettenhof und Gaarden
In Heft 10/2007 war die Telefonnummer der Suchtberatung Ostufer leider
falsch angegeben. Wir bitten um Beachtung der hier nun korrekten Nummer:
(Red.)
Suchtberatung
Mettenhof, Helsinkistr. 30, 24109 Kiel, Tel. 0431/26044790,
Öffnungszeiten:Mo.-Mi., Do. 15:00-17:00 Uhr, Fr. 16:00-18:00
Uhr
Suchtberatung Ostufer, Stoschstr. 56, 24143 Kiel, Tel. 0431/2407070,
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 15:00-17:00 Uhr, Mo. 10:00-12:00 Uhr |
Künftig
organbezogene Spezialisierung der Chirurgen?
Über 1 000 Chirurgen aus dem nordwestdeutschen Raum diskutierten
bei der 180. Tagung der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen in Hamburg
am 29.11./01.12.2007 über aktuelle Herausforderungen. Neben medizinischen
Neuerungen (bei Aortenaneurysma, Bauchdeckenbruch, Magen-Darm-Tumoren)
stand die Berufspolitik im Zentrum. Die erst kürzlich in Kraft getretene
Weiterbildungsordnung müsse an die Realitäten angepasst werden,
sagte Tagungsleiter Prof. Eike S. Debus (Asklepios Klinik Hamburg-Harburg).
Die Basischirurgie könne keine ausreichende Grundlage für Spezialisierung
in die acht Schwerpunktfächer sein. Lösungsansätze wie
die organbezogene Weiterbildung wurden diskutiert, bei der Experten verschiedener
Fachrichtungen zusammenarbeiten (wie schon bei Orthopädie und Unfallchirurgie).
Viszeral-, Gefäß- und Thoraxmedizin könnten zu gegebener
Zeit folgen. (hk)
Für
Sie gelesen
Prävention unterentwickelt
Deutschland ist derzeit in Bezug auf Evaluation, Evidenzbasierung
und Qualitätsentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung
ein Entwicklungsland.
Prof. Dr. Petra Kolip (Bremen) in: Hausarzt-Handbuch, Das Handbuch zur
Prävention - Umsetzung in der Hausarztpraxis. Hrsg. Deutscher Hausarztverband/Barmer,
2007, S. 28.
Ärztliche Freiberuflichkeit und Patienten
Freiberuflichkeit ist für uns Ärzte ... kein Selbstzweck
... Sie bedeutet nicht nur wirtschaftliche Unabhängigkeit, sondern
die Freiheit, für den Patienten die bestmögliche Therapie zu
wählen.
Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer,
Exkurs Ärzte kämpfen gegen die Degradierung zum Erfüllungsgehilfen,
in: Ärzte im Sog der Ökonomie. Notwendig und zweckmäßig
oder hilfreich und gut? Das deutsche Gesundheitswesen von 1994-2006, NAV-Virchow-Bund,
Berlin 2007, S. 114 f.
Ärzte als Stasi-Informanten
Mehr als nur berufspolitische Aufmerksamkeit erregt hat kürzlich
die Vorstellung des Berichts der in Dresden arbeitenden Historikerin Dr.
Francesca Weil durch die Bundesärztekammer (BÄK): Zielgruppe
Ärzteschaft. Ärzte als inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums
für Staatssicherheit. V&R unipress, Göttingen 2008, 308
Seiten, 32,90 Euro, ISBN 978-3-89971-423-4.
Vom Deutschen Ärzteblatt und seinen Herausgebern Bundesärztekammer
und Kassenärztliche Bundesvereinigung gefördert, analysierte
die im Vogtland geborene Wissenschaftlerin die IM (informelle Mitarbeiter)-Akten
von fast 500 Ärzten und führte zahlreiche Interviews. Heraus
kam, dass zwar nur etwa vier Prozent der ostdeutschen Ärzte als IM
gearbeitet haben, damit aber ein wesentlich höherer Prozentsatz als
im Durchschnitt der Bevölkerung. Und: Es bleibt die bedrückende
Erkenntnis, dass die große Mehrzahl der von der Stasi angesprochenen
Ärzte ohne langes Zögern mit dem Ministerium für Staatssicherheit
zusammenarbeitete und (meist) Kollegen (aber auch Patienten) bespitzelte,
kritisierte BÄK-Präsident Prof. Hoppe bei einer Pressekonferenz.
Die IM-Ärzte richteten mit ihren Denunziationen großen Schaden
an, legt man die genannten einzelnen Dokumente (allerdings keine Übersicht)
auf S. 169 ff. zugrunde: Verhinderung von Republikflucht,
Strafhaft, Karriereende. Umgekehrt wirkte sich die politische Wende auf
die IM-Ärzte nicht schädlich aus, sie konnten, heißt es,
außerhalb des Öffentlichen Dienstes der neuen Bundesländer
weiter praktizieren. Sie sollten sich offenbaren, forderte Prof. Hoppe:
Ein Wort der Entschuldigung ist das Mindeste, was die Opfer der
Bespitzelung erwarten dürfen.
Die Heilkraft der Bewegung
Es scheint kaum noch eine Krankheit zu geben, bei der Bewegung nicht
zumindest als Ko-Therapeutikum betrachtet werden kann, sagte der
bekannte Sportmediziner Prof. Dr. Klaus-Michael Braumann kürzlich
in Hamburg. Sein neues Buch kann manchen Patienten, Nochnicht-Patienten
und Bewegungsmuffeln empfohlen werden: Die Heilkraft der Bewegung. Wie
körperliche Aktivität unsere Gesundheit stärkt und hilft,
Krankheiten zu besiegen. Heinrich Hugendubel Verlag, München 2007,
208 Seiten, ISBN 978-3-7205-2801-6, 19,95 Euro.
Es geht im Einzelnen um Bewegung bei metabolischem Syndrom, bei Herz-
und Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats, Krebs, Depressionen
und Angststörungen. Leider wissen viele nicht, welch hochwirksames
und preisgünstiges Therapiekonzept die Bewegung bei vielen Krankheiten
darstellt - zudem ohne Nebenwirkungen, sagte Baumann und nannte
den genetischen Grund: Der Mensch ist nicht zum Stubenhocker geboren.
HWS-Arthrose
Als neuestes Heft ist das Arthrose-Info Nr. 76 mit dem Schwerpunkt Arthrose
der Halswirbelsäule erschienen. Patienten können nützliche
Informationen wie z. B. zu einer ergonomisch geformten PC-Tastatur abfordern:
Deutsche Arthrose-Hilfe in Frankfurt, Tel. 06831/946677, E-Mail service@
arthrose.de, Internet www.arthrose.de. (hk)
SÄTAZ
Ball 2008
Nach den großen Erfolgen in den letzten Jahren laden wir Sie und
Ihre Freunde wieder sehr herzlich zum SÄTAZ-Ball 2008 nach Bad Segeberg
ein.
Samstag, 16.
Februar 2008
Veranstaltungsort: Vitalia-Seehotel, Eingang Festsaal, Am Kurpark,
Bad Segeberg
Beginn: 19:30 Uhr
Anmeldung: Fax 04551/963615
Gebühr: 30 Euro
Festliche Abendgarderobe wird erbeten. |
Sie dürfen sich
erneut auf Tanzvergnügen, auf Unterhaltung mit Showeinlagen und auf
einen geselligen Abend freuen (Partyband LifeStyle aus Kiel
und neue Überraschungsgäste). (Dr. Bambas)
Kassen-Kritik
an Gesetzentwurf zum Kinder- und Jugendschutz
Gesundheitswesen von Zwangsmaßnahmen freihalten
Kritisch haben sich die Ersatzkassenverbände Schleswig-Holsteins
(VdAK/ AEV-SH) zum Entwurf eines Landesgesetzes zur Entwicklung
und Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen geäußert.
Der Gesetzentwurf von CDU/ SPD (Drucksache 16/1439) hatte am 8. November
den Sozialausschuss des Landtages passiert (Empfehlung der Annahme an
den Landtag, bei Enthaltung der FDP) und wurde noch vor Weihnachten vom
Parlament verabschiedet. Das Gesetz soll am 1. April in Kraft treten.
Dietmar Katzer sagte für VdAK/AEV-SH, zu begrüßen sei
natürlich die Absicht der Gesetzesinitiatoren, angesichts zunehmender
Berichte über Kindesmisshandlungen und -vernachlässigungen den
Schutz zu verbessern. Jedoch sei die zentrale Vorschrift einer ärztlichen
Meldepflicht von Nichtteilnehmern (neuer § 7 a ÖGD-Gesetz) problematisch.
Eltern, die der Pflichtfrüherkennungsuntersuchung ihres Kindes nicht
nachkommen, sollten vom Jugendamt besucht werden. Damit schaffe der Gesetzentwurf
die Freiwilligkeit der Früherkennungsuntersuchungen (§ 26 SGB
V) ab und setze gerade die Bevölkerungsgruppe mit der geringsten
Teilnahmefrequenz, die Bürger mit Migrationshintergrund, dem Verdacht
der Kindesvernachlässigung aus.
Zur flächendeckenden Identifizierung von Opfern eigne sich das Meldeverfahren
auch technisch nicht, da es nur einen Pflichtmeldetermin gebe, der genügend
Vorlaufzeit zur Verschleierung eines Missbrauchs biete. Außerdem
sei zu befürchten, dass die bisher mit über 95 Prozent gut angenommenen
Untersuchungen einen Imageverlust erleiden und durch Zwangsregistrierung
ihren präventiven Charakter einbüßten.
Grundsätzlich sprechen sich die Kassenverbände dafür aus,
das Gesundheitswesen soweit wie möglich von Zwangsmaßnahmen
frei zu halten, um das ohnehin entwicklungsbedürftige Gesundheitsbewusstsein
nicht weiter zu untergraben. (hk)
Saubere
Krankenhausabwässer
Die Abwässer aus Krankenhäusern enthalten bekanntlich erhebliche
Mengen an ausgeschiedenen Antibiotika, Zytostatika oder Psychopharmaka
- mit noch unerforschter Schadensbilanz (Resistenzbildung, Spermienzahl
...). Abhilfe versprechen neue Abwasserreinigungsanlagen an hoch belasteten
Abwasserteilströmen in der Klinik. Mit UV-Licht, Wasserstoffperoxid
oder Ozon werden Radikale erzeugt, die Arzneiwirkstoffe zerstören.
Eine gut funktionierende Pilotanlage (mit Bundes- und Landesmitteln gefördert)
steht im Duisburger Institut für Energie- und Umweltschutz. Ein erstes
Krankenhaus hat die neue Technik schon eingebaut (Waldbröhl). Information
im Internet www.iuta.de. (hk)
Der
modifizierte PKV-Standardtarif
Weitgehend unbemerkt hielt zum 01.07.2007 der modifizierte Standardtarif
in die private Krankenversicherung Einzug. Vertragsärzte sind nun
verpflichtet, in Erfüllung des den Kassenärztlichen Vereinigungen
insoweit obliegenden Sicherstellungsauftrages Standardtarifversicherte
zu behandeln. Die ärztliche Vergütung hierfür ist auf bestimmte
Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
begrenzt. Diese sind § 75 Abs. 3 a SGB V zu entnehmen und lösen
für Vertragsärzte die Gebührenregelung des § 5 b GOÄ
ab. Zu beachten ist, dass diese neuen Höchstwerte nicht für
diejenigen Ärzte gelten, die nicht dem Sicherstellungsauftrag der
Kassenärztlichen Vereinigungen unterliegen und insoweit auch nicht
von einer Behandlungspflicht betroffen sind. Hierbei handelt es sich insbesondere
um Privatärzte, die bei der Abrechnung ausschließlich an die
GOÄ gebunden bleiben.
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Für weitere
Informationen empfiehlt sich die Lektüre des von Renate Hess und
Dr. jur. Marlis Hübner (beide Bundesärztekammer) verfassten
Beitrags Der modifizierte Standardtarif lässt viele Fragen
offen, erschienen im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 48,
30. November 2007, Seiten A3301 f. (IIIa)
Starke
Kinder braucht das Land
Immer wieder begegnet uns das Phänomen, dass sich einige Kinder trotz
enormer Schicksalsschläge - entgegen aller Erwartung - erstaunlich
positiv und kompetent entwickeln. Was macht diese Kinder derart robust
bzw. stark, dass sie Lebensbelastungen wie z. B. Armut, Arbeitslosigkeit
der Eltern, Gewalterfahrungen oder Kriegserlebnisse so erfolgreich meistern
können, und wie können wir Kinder darin unterstützen, solche
entscheidenden Bewältigungskompetenzen zu entwickeln? Diesen Fragen
widmete sich die Fachtagung Starke Kinder braucht das Land,
die am 21. November 2007 im Ministerium für Soziales, Gesundheit,
Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein mit über
120 Teilnehmern(innen) stattgefunden hat. Wissenschaftler, Pädagogen,
Sozialarbeiter und andere Fachkräfte haben sich diesem Thema unter
verschiedenen Aspekten genähert.
Nora Wille von der Universität Bielefeld erläuterte anhand der
Bella-Studie die Daten zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
in Deutschland. Dabei wurde eine Verschiebung von den somatischen Störungen
hin zu psychischen Erkrankungen oder Auffälligkeiten deutlich. Das
Auftreten von Hinweisen auf psychische Störungen steigt mit einem
niedrigen sozioökonomischen Status der Familien.
Im Projektbericht über Kindergarten plus - ein Präventionsprogramm
zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit wurde auf anschauliche
Art und Weise ein Beispiel gegeben, wie im Rahmen der Kindergartenarbeit
positive Impulse für die Entwicklung persönlicher, emotionaler
und sozialer Kompetenzen gegeben werden können, welche als Voraussetzung
für erfolgreiches Lernen und Leben zu sehen sind. Monika Wenzel-Behrens
vom Naturkindergarten Oeversee nahm die Teilnehmer in einem anschaulichen
Bericht mit in den Kindergartenalltag hinein. Ein Kurzfilm über das
Projekt half den Bogen von der Wissenschaft in die Praxis zu schlagen.
Im Vortrag Resilienz - Widerstandsfähigkeit von Kindern stärken
- Benachteiligungen entgegenwirken ging Prof. Dr. Schorn von der
Fachhochschule Kiel auf die Charakteristika von Resilienz ein. Resilienz
bezeichnet kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal eines Kindes,
sondern umfasst eine Kapazität, die im Verlauf der Entwicklung im
Kontext der Kind-Umwelt-Interaktion erworben wird. Somit ist Resilienz
lernbar. Die persönliche Resilienz kann mit der Zeit und unter verschiedenen
Umständen variieren. Kein Mensch ist immer gleich widerstandsfähig.
Resilienz ist folglich keine lebenslange Fähigkeit gemäß
einmal erworben, immer vorhanden. Die Wurzeln für die
Entwicklung von Resilienz liegen in besonderen schützenden Bedingungen,
die einerseits in der Person des Kindes, andererseits in seiner Lebensumwelt
lokalisiert sein können.
Mit dem Bericht über Du weißt wos lang geht
- ein Schulprojekt zur Gesundheitsförderung und Stärkung von
Lebenskompetenz - wurden die Teilnehmer(innen) erneut in die Praxis, diesmal
in den Schulalltag, hineingenommen. Zugangswege, Materialien und Methoden
des Projektes stellte Michael Kraus von den Gesundheitsdiensten Flensburg
in einer engagierten Präsentation dar.
Abgerundet wurde der Fachtag durch den Projektbericht über Aus
Jungs werden Männer. Uwe Ladleif vom Wendepunkt e. V. Elmshorn
stellte dieses Projekt zur Förderung der Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung
von Jungen dar.
Die Teilnehmer(innen) der Fachtagung nutzten die Gelegenheit im Anschluss
an die Referate Fragen zu stellen oder Anmerkungen aus ihrer täglichen
beruflichen Praxis zu geben.
Von der Fachtagung wird eine Dokumentation erstellt, die Anfang 2008 bei
der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung angefordert werden
kann bzw. auf der Homepage der Landesvereinigung eingesehen werden kann.
Die Fachtagung wurde organisiert von regionalen Knoten, der Koordinierungsstelle
zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit in Schleswig-Holstein.
Kooperationspartner der Fachtagung waren AOK - die Gesundheitskassen,
der VDAK, das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend
und Senioren des Landes Schleswig-Holstein und die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung. (Hilke Lind, LVGF)
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Otto
Kröger in Altersteilzeit
Der Hausmeister der
Ärztekammer in der Esmarchstraße, Otto Kröger, hat am
1. Januar 2008 nach 14-jähriger Tätigkeit seinen aktiven Dienst
beendet und seine Altersteilzeit-Freistellungsphase begonnen.
Mit Erwerb der
Immobilie Esmarchstraße 1993 von der Firma Kittner (VW) bei der
Otto Kröger seit Beginn seiner Lehrzeit als Kfz-Mechaniker und nebenamtlicher
Hausmeister tätig war, wurde er am 1. Januar 1994 von der Ärztekammer
übernommen und hat in den Folgejahren die umfassenden Veränderungen
und Baumaßnahmen in der Esmarchstraße bis zur Fertigstellung
des Akademieneubaus im Jahre 2005 immer konstruktiv und engagiert begleitet.
Otto Kröger identifizierte sich in überdurchschnittlich hohem
Maße für sein Grundstück und den darauf befindlichen
Seminargebäuden, welche er mit viel Herzblut wie sein Eigentum pflegte
und bearbeitete.
Im Rahmen eines gemeinsamen Frühstückes wurde Otto Kröger
am 14. Dezember 2007 unter großem Applaus seiner Kollegen(innen)
verabschiedet.
Die Kammer dankt Otto Kröger für sein großes Engagement,
seinem unermüdlichen Einsatz und
wünscht ihm für die Zukunft alles Gute, beste Gesundheit und
weiterhin viel Lebensfreude. (II)
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| Wieland
Kuhn (Foto: SH) |
Neuer
Personalreferent Wieland Kuhn
Die Ärztekammer
Schleswig-Holstein hat zum 01.12.2007 Dipl.-Betriebswirt Wieland Kuhn
(38) als neuen Personalreferenten eingestellt. Wieland Kuhn, der zuvor
vier Jahre Personalreferent bei den Stadtwerken in Neubrandenburg war,
zog es in seine Heimatstadt Lübeck zurück, daher kam die Stelle
in Bad Segeberg sehr gelegen. Zu seinen neuen Aufgabengebieten zählen
vor allem die Entwicklung der neuen Dienstvereinbarung der Ärztekammer
sowie Personalbedarfsplanung und das Leistungsbeurteilungswesen. (SH)
Leserbrief
von Dr. Reimar Daniel Vogt zum Artikel Aspekte der Bestellpraxis
aus Sicht der Patienten, SHÄ 11/2007, S. 43 ff.
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Dr. Vogt
(Foto: Privat) |
Sehr geehrte Kollegen
Hagen, vielen Dank für Ihren Denkanstoß zur Ventilfunktion
der Rezeption in der Praxis, das ist ein Beitrag, auf den die Schleswig-Holsteinische
Ärzteschaft sicherlich dringend gewartet hat
Man könnte Ihren Beitrag auch überschreiben mit Früher
war alles besser! Vielleicht war es das tatsächlich? Ich habe
mit meinem Medizinstudium angefangen, als Sie Ihre Praxistätigkeit
beendeten und kenne die märchenhaften Schilderungen älterer
Kollegen von den goldenen Zeiten folglich nur vom Hörensagen.
Vielleicht hat man in den 80er Jahren als Hausarzt nicht über 100
Patienten am Tag betreut, vielleicht ist das Phänomen der Anspruchshaltung
auch nicht so ausgeprägt gewesen wie heute, eventuell bekam man gemäß
des hippokratischen Grundsatzes, Kollegen sofort und entgeltlos zu behandeln,
als Arzt stante pede einen Termin beim Kollegen, auf jeden Fall aber bekam
man seine ärztliche Leistung voll und nicht nur zu zwei Dritteln
bezahlt. Aber kennzeichnet diese Aufzählung tatsächlich die
Misere der Arztpraxen von heute? Wo bleibt Ihr kollegiales Verständnis
für die Probleme des heutigen Gesundheitswesens? Haben Sie sich nicht
damit beschäftigt oder wollen Sie es nicht? Gelegenheiten, sich damit
auseinanderzusetzen, bietet zum Beispiel das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt
in Hülle und Fülle.
Auch Sie haben sich in Ihrer Zeit als aktive Ärzte sicherlich
nicht als Behandlungsmaschine empfunden, die klaglos und unermüdlich
arbeiten kann. Und in den Arztpraxen in diesem Lande wird tatsächlich
bis zur Erschöpfung gearbeitet (vergleiche Fallzahlenentwicklung
des Burnout-Syndroms bei Angehörigen der Gesundheitsberufe!); dies
gilt nicht nur angesichts der im Vergleich zu den 80ern enorm gesteigerten
Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie, sondern auch unter dem
Joch von Wirtschaftlichkeitsgebot, Arzneimittel-, Heilmittel- und sonstigen
Budgets, EBM-Wahnsinn sowie GMG-Schwachsinn, ICD-Codierung und Zwangsfortbildungen,
veränderter Alters- und Morbiditätsstruktur, Qualitätsmanagement
und Qualitätszirkelarbeit, Anfragenflut von Versicherungen, Landesämtern
und Sozialgerichten, DMP-Begehrlichkeiten der Kassen, Heckenschnitten
im Honorarbescheid, Regressen und so genannten sonstigen Schäden
sowie noch hundert anderen Frustfaktoren.
Bei dieser Aufzählung des letzten Absatzes sind mir bedauerlicherweise
die berühmten Pferde durchgegangen; genauso werte ich aber auch Ihre
abwertenden Äußerungen zu Arzthelferinnen. Es handelt sich
dabei weder um Hilfspersonal oder grimmige Wächter
(Zerberus) noch um Mädchen; vielmehr handelt es sich
dabei um hochqualifizierte Berufsangehörige, ohne deren tagtägliches
und unermüdliches (!) Wirken eine ambulante Medizin überhaupt
nicht denkbar wäre. Ebenso möchte ich nicht auf Ihre tendenziösen
Andeutungen zu Alkohol im Dienst, Ärzte und Urlaub
oder wenig tiefgreifende Unterhaltungen im Sprechzimmer eingehen.
Dieser Stil stellt triviales BILD-Zeitungsniveau dar und ist der innerärztlichen
Auseinandersetzung unwürdig.
Natürlich empfindet jeder Patient seine eigenen Beschwerden schwerwiegender
als die Sorgen seines Nachbarn. Ich wage aber zu behaupten: Wer tatsächlich
ein dringendes medizinisches Problem hat, kommt auch am selben Tage in
ärztliche Behandlung. Wäre dies nicht so, so würde das
bereits erwähnte Mitteilungsblatt aus dem Springer-Konzern jeden
Tag zu berichten haben: Patient starb, weil Arzt keine Zeit hatte.
Insofern geht es bei dringlichen Terminen nicht ohne die Filterfunktion
medizinischer Fachangestellter an der Rezeption. Sicherlich sollte das
vom Patienten geschilderte Problem nicht zur Information aller Umherstehenden
bestimmt sein; vielleicht hilft da einmal ein freundlicher Rat an eben
den aufgesuchten Arzt, den Empfangsbereich möglichst diskret zu gestalten.
Seien Sie versichert: Die aktiven Ärzte interessiert
sehr wohl die Meinung der aus dem Berufsleben ausgeschiedenen Kollegen(innen).
Den letzten Abschnitt Ihres Beitrages beginnen Sie mit dem Ausruf: Es
geht auch anders!. Genau dort beginnt mein Interesse
vielleicht
hätten Sie Ihren Denkanstoß dort ansetzen sollen. Mit freundlichen
Grüßen
Dr. Reimar Daniel Vogt, Dohrnstraße 11, 25764 Wesselburen
Leserbrief
von Dr. Jiri Klima zum Artikel Unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen,
SHÄ 11/2007, S. 28 f.
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Dr. Klima
(Foto: Privat) |
Ich bin seit Jahrzehnten
Mitglied der Ärztekammer Schleswig-Holstein und lese dementsprechend
das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt bereits sehr lange. Es fällt
auf, dass unter dem Deckmantel eines normalen Artikels zunehmend Werbung
betrieben wird. In dem Artikel Unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen
werden Ansichten vertreten, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen.
Es wird als ungerecht empfunden, dass Hauptabteilungen in Krankenhäusern
mehr Geld für verschiedene Eingriffe bekommen als Belegkrankenhäuser
oder Praxiskliniken. Solche Eingriffe an Hauptabteilungen der Krankenhäuser
durchzuführen, wird für volkswirtschaftlichen Unfug
gehalten. Es werden diverse Gründe dafür angeführt, wie
z. B., dass in einem Regelkrankenhaus nicht gesichert ist, wer den Patienten
operiert, in einer Beleg- und Praxisklinik hingegen habe der Patient immer
den Spezialisten. Es wird weiterhin gesagt: Bei uns kann sich
der operierende Arzt auf dem Primärprozess, das Operieren, konzentrieren.
Als Fazit wird dann ausgeführt: Die größeren Krankenhäuser
mit Hauptabteilungen sollten sich
auf das beschränken, was
Praxis- und Belegkliniken nicht leisten können - schwere Fälle:
Dafür bleiben sie die Spezialisten.
Die Eingriffe in den Hauptabteilungen der Krankenhäuser müssen
aus vielen Gründen besser bezahlt werden als die in den Beleg- oder
Praxiskliniken.
- Es werden Patienten
rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, betreut und operiert, im Gegensatz
zu den anderen Einrichtungen.
- Es werden in den
Krankenhäusern neue Operateure ausgebildet, ohne die eine Beleg-
oder Praxisklinik in einigen Jahren keine Operateure mehr hätte.
Um wieder Spezialisten auszubilden, werden in den Krankenhäusern
durch Spezialisten Ärzte in Weiterbildung an die Operationen herangeführt,
und es werden ihnen, je nach Stand der Weiterbildung, Operationen aller
Schwierigkeitsgrade assistiert. Dies bedeutet einen viel größeren
zeitlichen und dadurch auch finanziellen Aufwand, der entsprechend honoriert
werden muss.
- Es werden in den
Hauptabteilungen alle, auch schwerstkranke Patienten operiert, was in
den Praxis- und Belegkliniken nicht der Fall ist. Hier muss der Begriff
der Rosinenpickerei benutzt werden.
- Während in
den Beleg- und Praxiskliniken das Operationsprogramm feststeht und durch
nichts gestört wird, werden in den Hauptabteilungen neben den geplanten
Operationen immer wieder auch schwerste Notfälle operiert, was
einen viel größeren personellen und zeitlichen Aufwand, der
dann ja irgendwie finanziert werden muss, bedeutet.
- Wenn alle geplanten
Operationen nur in den Praxis- und Belegkliniken durchgeführt werden
sollten und nur die schweren Operationen in den Krankenhäusern,
würden diese in kürzester Zeit pleitegehen, da sie durch eine
Mischkalkulation finanziert werden.
Und hier schließt
sich der Kreis, wir brauchen Krankenhäuser mit Hauptabteilungen,
in denen geplante und notfallmäßige Operationen durchgeführt
werden können, um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten
und um Spezialisten auszubilden. Dafür werden die Krankenhäuser
nicht, wie in dem Artikel gemeint, zu gut, sondern viel zu schlecht bezahlt.
Eine weitere Verschlechterung wäre finanziell und damit auch personell
nicht zu verkraften.
Ich selbst leite eine Hauptabteilung in einem Krankenhaus der Regelversorgung
mit den Fachgebieten Unfall-, Viszeral- und Handchirurgie. Wir haben ein
Einzugsgebiet von etwa 40 000 Patienten. Das Krankenhaus ist zum Schwerstverletztenverfahren
der Berufsgenossenschaften zugelassen. Zurzeit habe ich sieben Assistenten,
davon zwei in Weiterbildung zur Unfallchirurgie, zwei zur Weiterbildung
Allgemeinchirurgie und zwei in der Basisweiterbildung Chirurgie.
Das Leben wäre für mich und meine ebenfalls hoch spezialisierten
Oberärzte viel einfacher, wenn wir alle anfallenden Operationen selbst
durchführen würden, wenn wir uns um die unzähligen Akut-Operationen
in verschiedenen Fachrichtungen nicht kümmern müssten, und wenn
wir nicht pro Mann 120 Nacht- und Wochenenddienste, in denen ebenfalls
operiert wird, ableisten müssten.
Gegen eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten
Einrichtungen ist nichts einzuwenden, eine einseitige Polemik nutzt aber
keinem.
Dr. Jiri Klima, Klinikum Nordfriesland gGmbH, Klinik Niebüll,
Gather Landstr. 75, 25899 Niebüll
Leserbrief
von Peter-Hansen Volkmann zum Artikel Abschied vom Prinzipiellen
auch in der Medizin, SHÄ 11/2007, S. 61 f.
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| Peter-Hansen
Volkmann (Foto: Pirvat) |
Wer heilt hat Recht?
Ein nicht geringer Teil unserer Hochschullehrer entfernt sich offensichtlich
stetig weiter von jeder Vernunft und versteigt sich in einer Pseudowissenschaft,
über die man nur noch den Kopf schütteln kann. Das gipfelt dann
in der ernst gemeinten Empfehlung: Wer nachweislich heilt, sollte
es auch tun, sofern der Patient es wünscht. Was bitte macht
ein (Kassen-) Patient in der Praxis, wenn er nicht geheilt werden möchte?
Wozu wurden wir Ärzte, wenn nicht um zu heilen? Sind Sie alle als
DMP-Manager in Ihr Studium gestartet? - Oder haben Sie sich Ihre ärztliche
Heilkunst abkaufen lassen für eine Wissenschaft, von der ich gerne
sage: Wissenschaft war früher einmal etwas, das Wissen schafft! -
Heute ist Wissenschaft etwas, das oft nur Leiden schafft - oder Leiden
managt!
Die universitäre Attitüde gipfelt dann z. B. in der operativen
Total-Ausräumung chronisch kranker Frauen mit Endometriose, die.
u. U. erst 21 Jahre alt und bisher kinderlos sind! - Oder wie aktuell
bei einem mir vorgestellten Fall mit artefiziellem Gelenkersatz beider
Kiefergelenke. - Leider kam es wegen Materialunverträglichkeit zu
einer umgehenden Materialentfernung und die junge Patientin steht nun
ohne Kiefergelenke da. - Kauen Fehlanzeige!
Wer wie ich orthomolekular einen gemäß Damp und Klinik Lubinus
OP-pflichtigen engen Spinalkanal in wenigen Monaten ebenso kausal kuriert
wie eine voroperierte craniomandibuläre Dysfunktion (Bissregulationsstörung),
der kann mit Fug und Recht darauf bestehen, dass, wer heilt, Recht hat!
- Zumal eine geistige Auseinandersetzung von Seiten dieser OP-fixierten
Professoren abgelehnt wird. Es ist völlig inakzeptabel, dass gerade
diejenigen Hochschullehrer, die das Eingangszitat so vehement bestreiten,
sich mit wissenschaftlich neuen Aspekten aus der Praxis nicht auseinandersetzten
wollen und selber oft weder in der Lage noch bereit sind zu Heilen.
Wer heilt hat Recht? Aber sicher doch! Und wer nicht heilt, hat sich an
den guten Therapieergebnissen messen zu lassen, die unter Umständen
nicht universitäre Methoden zeitigen - selbst wenn sie ein erfolgreicher
Heilpraktiker einsetzt! Und wir wissen alle, dass Patienten Gott sei Dank
auch trotz medizinischer Therapie gesund werden können.
Wissenschaft ist ständiges ergebnisoffenes Forschen und Lernen und
nicht die beschränkte Wahrnehmung, die durch die heute so verbreitete
Pharmaunterstützung mit Forschungsgeldern angesagt scheint! - Doppelblind
und cross over für doppelt blinde Wissenschaftler. - Lipobay, Hormonersatz,
Vioxx und aktuell Trasylol reichen offensichtlich gewissen medizinischen
Lobbyisten immer noch nicht, um ein eigenes Hirn einzuschalten und die
von ihnen immer wieder gern zitierte ethische Medizin zum Wohle ihrer
Patienten zu betreiben. Zum Verdruss mancher Kollegen(innen) stimmen kluge
Patienten(innen) jedoch mit ihren Füßen ab. - Wer heilt hat
Recht! - Ohne wenn und aber! - Und er wird gut honoriert!
Peter-Hansen Volkmann, Arzt, Kücknitzer Hauptstr. 53, 23569 Lübeck
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 1/2008
S. 6-18
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