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| Dr.
Marcus-Matthias Gellrich (Foto: Privat) |
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Kellinghusener
Augenarzt erhält Videopreis
Bei der diesjährigen
Jahrestagung der deutschen wissenschaftlichen Gesellschaft der Augenärzte
(DOG) in Berlin vom 21.-24.09. erhielt Dr. Marcus-Matthias Gellrich aus
Kellinghusen den 1. Videopreis. Sein Beitrag mit dem Titel Eine Spaltlampe
überwindet ihre Kurzsichtigkeit beschäftigt sich mit der
Verbesserung der Dokumentation augenärztlicher Befunde speziell für
den niedergelassenen Augenarzt und jenseits einer aufwändigen Hochtechnologie-Medizin.
Die unabhängig voneinander getroffene Entscheidung der fünfköpfigen
Jury, die mit Professoren aus Bochum, Halle, Ulm, Würzburg und Leipzig
besetzt war, fiel einstimmig zugunsten des Kellinghusener Beitrags. Der
2. Preis ging an Prof. Malyugin, Moskau, der 3. an PD Dr. Holzer aus Heidelberg.
(Dr. Gellrich)
Nicht zugelassene Heilmethoden
Uni Kiel setzt Experten-Komitee ein
Nach der öffentlichen
Diskussion um die Behandlung eines leberkranken arabischen Patienten am
UK S-H mit einem individuellen Heilversuch (der nach interner Beratung nicht
durchgeführt worden war) haben sich Wissenschafts-Staatssekretär
Jost de Jager und die Medizinische Fakultät auf ein gemeinsames Vorgehen
in solchen Fällen geeinigt. Danach soll künftig bei der Anwendung
von Therapien, deren Nutzen noch nicht bewiesen ist und an denen ein erhebliches
wissenschaftliches Interesse besteht, zuvor eine Beurteilung durch ein spezielles
Komitee der Fakultät erfolgen, das als medical governance committee
bezeichnet wird. Dadurch soll sowohl die Anwendung der Forschungsmethode
als Heilversuch in verzweifelten Fällen noch einmal beurteilt werden,
als auch die Frage der Berechnung der entstehenden Kosten.
Die Medizinische Fakultät hat dazu eine unabhängige Gutachter-Kommission
eingesetzt, die sich aus den Dekanen, dem Vorsitzenden der Ethik-Kommission
und zwei externen Gutachtern zusammensetzt. Von dieser Kommission erwartet
sich die Fakultät Vorschläge für ein Konzept zum Aufbau eines
medical governance committee und zur Neustrukturierung des Bereiches an
der Schnittstelle zwischen Therapieforschung und kommerzieller Krankenversorgung.
(Harald Haase, Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein)
Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein
e. V.
Ehrungen
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Prof.
Dr. Klaus-Dieter Kolenda und Horst Theede (v. l.) (Foto: LAG) |
Mit einer wissenschaftlichen
Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein
e. V. (LAG) am 6. Oktober erfuhren der 1. Vorsitzende, Prof. Dr. Klaus-Dieter
Kolenda aus Kronshagen, und der 2. Vorsitzende, der Kardiologe Horst Theede
aus Flensburg, anlässlich ihrer 20-jährigen ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit
eine besondere Ehrung.
War die Landesarbeitsgemeinschaft ursprünglich als Fachorganisation
für die Herzgruppen in Schleswig-Holstein gegründet worden, so
hat sie sich unter Führung der beiden Vorsitzenden im Laufe der letzten
20 Jahre zu einer medizinischen Fachgesellschaft entwickelt, die sich einer
Vielzahl von Problemen widmet und erfolgreich in der Prävention und
Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen tätig ist. Rechtzeitig
zum Jubiläum wird von der LAG deshalb ein Buch veröffentlicht,
das die wesentlichen Aufgaben der Landesarbeitsgemeinschaft beschreibt und
einen Überblick über die Möglichkeiten der Herz-Kreislauf-Prävention
und -Rehabilitation bietet. Weitere Auskünfte bei der LAG, Heidemarie
Berke, Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Tel. 0431/6486290, E-Mail laghk-sh@
gmx.de. (LAG)
Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein
Bernd Krämer 25 Jahre dabei
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| Bernd
Krämer (Foto: KGSH) |
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Stets mit dem Anspruch
der Weiterentwicklung im Krankenhauswesen setzt sich Diplom-Ökonom
Bernd Krämer (54) seit 25 Jahren engagiert für die Interessen
der Kliniken in Schleswig-Holstein ein. Am 1. Oktober kam er als Referent
für Krankenhausrecht, -planung und -finanzierung zur Krankenhausgesellschaft
Schleswig-Holstein e. V. (KGSH) nach Kiel und wurde dann im Mai 1988 als
Nachfolger des verstorbenen Dr. Karl Hermann Junghärtchen zum Geschäftsführer
berufen. Zielorientiert und kontinuierlich profilierte Krämer die KGSH
als Interessenvertretung der Krankenhausträger. Für ihn damit
verbunden sind Serviceleistungen für die Kliniken, konstruktive, faire
Lobbyarbeit sowie praxisorientierte Hilfestellung bei der Etablierung und
Weiterentwicklung der Qualitätssicherung in den Mitgliedshäusern.
Krämer studierte Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften in Gießen
und Speyer und ging dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter ans Institut
für Umweltschutz nach Dortmund. Bevor Krämer nach Kiel zur KGSH
kam, absolvierte er sein Referendariat für die Laufbahn des höheren
Verwaltungsdienstes in Nordrhein-Westfalen. (KGSH)
Diako Flensburg
Dr. Ulrich Schroeder in Ruhestand verabschiedet
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Dr.
Ulrich Schroeder
(Foto: Diako) |
Acht Jahre lang, von
1998 bis 2006, war Dr. Ulrich Schroeder ärztlicher Direktor der Diako
Flensburg. Seine Stelle als Chefarzt des Radiologischen Instituts hatte
er bereits 1976, mit damals 33 Jahren jüngster Chefarzt der Diako,
angetreten. Vor gut einem Jahr übernahm Ulrich Schroeder erneut den
Chefarztposten der Radiologie. Ende September wurde er in den Ruhestand
verabschiedet.
In der Zeit von Dr. Ulrich Schroeder wurde die Diako-Radiologie zu einer
der größten und modernsten des Landes ausgebaut, zuletzt noch
ausgestattet mit dem weltweit schnellsten Computertomographen. Eine wichtige
Einrichtung ist zudem die von Schroeder etablierte teleradiologische Ferndiagnostik
und Beratung, die Absprachen über therapeutische Vorgehensweisen ermöglicht
und in vielen Fällen Patiententransporte überflüssig macht.
In seiner Zeit als ärztlicher Direktor hat er die Entwicklung des Gesundheitswesens
in der Region stark mitgeprägt. Seiner Initiative ist es zu verdanken,
dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Diako und dem Praxisnetz der
Region Flensburg mit 170 niedergelassenen Ärzten, der Fachhochschule
und der Universität Flensburg sowie weiteren Partnern gibt. Auch der
medizinische Klinikverbund mit dem Malteser St. Franziskus-Hospital trägt
seine Handschrift. Für seine Verdienste erhielt Dr. Ulrich Schroeder
vom Bundespräsidenten im Jahr 2005 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
(Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg)
Haut-Präventionskampagne
Motto: Deine Haut - die wichtigsten zwei m²
Deines Lebens
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oben:
Zur Auftakt-Veranstaltung am 11. September 2007 kamen mehr als 100
Zuhörer.
rechts: Das Motto der laufenden Präventionskampagne war in der
Klinik allgegenwärtig. (Fotos: Dr. Buhles) |
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In Zusammenarbeit mit
den Spitzenverbänden der Berufsgenossenschaften und gesetzlichen Unfallversicherungen
sowie Krankenkassen wurde in diesem Jahr die Kampagne Deine Haut -
die wichtigsten 2 m² Deines Lebens gestartet. Praktische Tipps
stehen im Vordergrund, um die Bedeutung der Haut für Gesundheit, Freizeit
und Beruf richtig einzuschätzen.
Durch Vorträge und Diskussionsrunden wurden im Rahmen der Haut-Präventionskampagne
in der Asklepios Nordseeklinik Westerland (Sylt) Interessierte aufgeklärt
und von Mitarbeitern der Berufsgenossenschaft BAU durch einen Info-Stand
vor Ort betreut und mit einfachen Funktionsuntersuchungen an der Haut im
Rahmen eines Hautfunktions-Parcours durch die Mitarbeiter der Klinik für
Dermatologie und Allergologie beraten und geschult.
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Die eigene Geschicklichkeit
beim Eincremen und eine Beurteilung evtl. vorhandener Pigmentanomalien konnte
jeder Teilnehmer prüfen bzw. vornehmen lassen. Am 11. und 12. September
2007 fand diese Aktion in der Klinik für Dermatologie und Allergologie
der Asklepios Nordseeklinik auf Sylt statt. Das Interesse war zeitweise
so groß, dass zusätzlich ein zweiter Vortragssaal geöffnet
werden musste, um alle Zuhörer unterzubringen.
Neben einer hohen Beteiligung am Hauttyp-TÜV mit Beratung
zur Kosmetologie, sonnengeschädigter Haut, Hautschutzfilm-Veränderungen
und richtiges Eincrem-Verhalten war insbesondere auch am Stand der Berufsgenossenschaft
BAU die Qualitätsmessung von Sonnenbrillen auf UV-Schutz sehr stark
nachgefragt.
Die hohe Resonanz und das sehr gute Engagement aller Beteiligten hat den
Gedanken reifen lassen, dass im nächsten Spätsommer eine ähnliche
Aktion für die Sylter Bürger, Outdoor-Worker aus den
Bereichen Bau, Gebäudereinigung usw., aber auch für die Gäste
der Asklepios Nordseeklinik angeboten werden soll. (Asklepios Nordseeklinik
Westerland)
Internistisch-orthopädische Kooperation
in der Rheumatologie
In Schleswig-Holstein sei über die Jahre durchaus eine Verbesserung
der Krankenversorgung von Rheumapatienten zu erkennen, zumal mit Blick auf
die Zentren (wie Bad Bramstedt), jedoch könne keineswegs in allen Regionen
von einer ausreichenden (zumal ambulanten) Versorgung die Rede sein - so
Tagungspräsident Prof. Dr. Wolfgang Rüther am Rande des 35. Kongresses
der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und zugleich der Jahrestagungen
der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie sowie erstmals
der Kinderrheumatologie am 19. September im Hamburger CCH. Prof. Rüther
(Bad Bramstedt und Hamburg) nannte es ein erfreuliches Signal der Internisten,
dass ein Orthopäde (in seiner Person) den Kongress leiten dürfe
(internistisch-orthopädische Kooperation).
Schwerpunkte des Kongresses war die Früherkennung durch Marker, die
Frage nach stärkerer Einbeziehung der Pathologie (wie in der Onkologie)
sowie die experimentelle Rheumatologie. Durch die modernen Biologica sei
die Rheuma-Medizin zwar in den letzten zehn Jahren vom hässlichen
Entlein zum stolzen Schwan geworden, meinte Chefarzt Dr. Rieke Alten
(Schlosspark-Klinik Berlin) - doch sei die Forschung trotz guter Netzwerk-Organisation
noch weit entfernt von der Möglichkeit einer Heilung, räumte Prof.
Dr. Andreas Radbruch ein (Wiss. Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums,
Berlin). Etwa neun Millionen Patienten, davon 1,5 Millionen mit entzündlichen
Formen, hoffen weiter. (hk)
Gesundheitswirtschaft führend unter schleswig-holsteinischen
Arbeitgebern
Eine führende Position nehmen Betriebe aus dem Gesundheitssektor unter
den größten 100 Arbeitgebern im nördlichsten Bundesland
ein. Das zeigte eine Studie der HSH Nordbank (Hamburg/Kiel). An der Spitze
lag das fusionierte UK S-H mit 10 670 Beschäftigten. Auf Platz sechs
die Damp Holding
(4 174), auf Platz sieben Drägerwerk (3 500), auf Platz zehn Ethicon
(Norderstedt, 2 287), auf Platz 15 AOK-SH (1 930), auf Platz 16 Ameos Psychiatrum
(1 900), auf Platz 20 Astra Zeneca (Wedel,
1 600), auf Platz 23 Segeberger Kliniken (1 445), auf Platz 26 Kreiskrankenhaus
und -senioreneinrichtungen Rendsburg-Eckernförde (1 385), auf Platz
30 Städt. Krankenhaus Kiel (1 300) und auf Platz 31 FEK Neumünster
(1 289).
Unter den größten zehn Arbeitgebern vereinigt der Gesundheitssektor
über 40 Prozent der Beschäftigten auf sich.
Die zukünftigen Wachstumsaussichten in diesem Bereich werden indes
eher zurückhaltend beurteilt.
Für eine komplette volkswirtschaftliche Analyse der Beschäftigungsfunktion
der Gesundheitswirtschaft wären allerdings auch die Effekte auf zahlreiche
Arbeitsplätze in anderen Dienstleistungs- und Produktionsbetrieben
zu ermitteln. (hk)
Zwischen Hippokrates und Staatsmedizin
Mit diesem Titel veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Medizinrecht
(DGMR) ein Symposion zum 25. Jubiläum gemeinsam mit der Kaiserin-Friedrich-Stiftung
am 21./22. September in Berlin. Kritisch beleuchteten Juristen und Mediziner
in den Reformgesetzen erkennbare Tendenzen wie Verrechtlichung, Ökonomisierung
und Verstaatlichung sowie eine Gefährdung der ärztlichen Freiberuflichkeit.
Prof. Dr. jur. Bernd-Rüdiger Kern (Zivil- und Arztrecht, Universität
Leipzig) benannte aktuelle Gefährdungen der medizinischen Versorgung:
Immer weniger ärztliches Personal solle immer mehr Aufgaben bewältigen.
Ärztliche Aufgaben würden bereits auf nichtärztliches Personal
verlagert. Am gefährlichsten sei aber die Tendenz, in den Kliniken
den Oberarzt abzuschaffen. Für spezielle Aufgaben wie Hintergrunddienste
und Aus- und Weiterbildung seien nicht nur Fachärzte, sondern solche
mit Erfahrung und Leitungsqualitäten erforderlich.
Prof. Dr. Winfried Kluth (Öffentliches Recht, Universität Halle)
erläuterte Bedrohungspotenziale wie den Trend zu einer stärkeren
unternehmerischen Ausrichtung im ärztlichen Berufsrecht, ausgelöst
durch die Kostendämpfungsgesetzgebung. Auch die Zunahme besonderer
medizinischer Leistungen außerhalb des Heilens sei kritisch zu werten.
Was sei zu tun:
Die Freiberuflichkeit und Humanität des Arztberufs kann sinnvoll
nur aus der Mitte des Berufsstandes gewahrt und verteidigt werden. Deshalb
muss der Ärztestand vor allem in den Berufsordnungen weiterhin um den
Erhalt dieses Leitbildes kämpfen und sich gegen Vereinnahmung durch
Gesetzgeber und Gesellschaft zur Wehr setzen.
Die aus dem Symposion abgeleiteten Empfehlungen der internen Arbeitsgruppe
der DGMR sollen demnächst veröffentlicht werden. (hk)
Onkologische Verzahnung in Reinbek
Das hämatologisch-onkologische
Zentrum Hamburg-Ost mit Sitz in Reinbek, das heißt die Gemeinschaftspraxis
Dres. Ulrich Fritz/ Almut Schneider/Eckart Maaß/ PD Anne Wiesmann,
ist am 1. Oktober unter das Dach des nahen Reinbeker Krankenhauses St. Adolf-Stift
gezogen. Die kaufmännische Abteilung war zuvor in das renovierte Schwesternwohnheim
umgezogen und machte rund 700 qm Fläche frei, mit eigenem Eingang gut
von der Hauptstraße aus erreichbar.
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| Dr.
Ulrich Fritz (Foto: Privat) |
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Vor der Presse unterzeichneten
Dr. Fritz und kfm. Direktor Lothar Obst am 18. September einen umfangreichen
Kooperationsvertrag auf den Gebieten der ambulanten, tagesklinischen und
stationären Patientenversorgung. Es handelt sich um ein mehrstufiges,
multiprofessionelles Kooperationsmodell, bei dem später weitere Stufen
wie eine integrierte Versorgung oder die Einbeziehung des in Reinbek geplanten
Hospizes folgen sollen. Ein spezielles schmerztherapeutisches Konzept (PD
Dr. Thorsten Krause, Adolf-Stift) soll neben psychologischen, seelsorgerlichen
und sozialdienstlichen Dienstleistungen des christlichen Hauses bereits
kurzfristig umgesetzt werden.
Mit diesem
sonst nur in wesentlich größeren Schwerpunktkliniken in Hamburg
und Lübeck möglichen Modell wollen wir einen hohen Qualitätsstandard
gewährleisten und zu einem onkologischen Schwerpunkt in Schleswig-Holstein
werden, sagten Dr. Fritz und der ärztliche Direktor des Krankenhauses
Reinbek, Prof. Dr. Albrecht Eggert.
Anerkennungsvoller Ehrengast der Zeremonie war Prof. Dr. Heinrich Bartels,
ehem. Chefarzt Hämatologie/Onkologie des früheren Städtischen
Krankenhauses Lübeck-Süd, aus dessen Schule die meisten
Praxispartner kommen. In Lübeck war ein ähnlicher Versuch einer
Zentrumsgründung in 2000 an politischen Rahmenbedingungen gescheitert.
(hk)
Für Sie gelesen:
Pädiatrie mit Zukunft
Hat die Kinder- und Jugendmedizin noch eine Zukunft? Ja - aber nur,
wenn wir uns alle, ob Kliniker oder Niedergelassene, als zukunftsfähig
erweisen.
Dr. Wolfram Hartmann, Vorsitzender des Berufsver bandes BVKJ, in der Verbandszeitschrift
Kinder- und Jugendarzt 9/2007, S. 538 (fast wörtlich zit.),
mit Blick auf Zusatzweiterbildung, regionale Netze von Praxen mit Kinderkliniken,
Medizinische Versorgungszentren und neue Versorgungsverträge. (hk)
Buchtipps:
Kindergesundheit
In der Reihe Gesundheitsberichterstattung des Bundes hat das
Robert Koch-Institut (RKI, Berlin) unter Beteiligung schleswig-holsteinischer
Fachleute kürzlich den Bericht herausgebracht: Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein, Berlin 2007, 187 Seiten,
ISBN 978-3-89606-178-2. Der Bericht enthält Daten zu folgenden Bereichen:
Demografische und soziale Rahmenbedingungen, gesundheitliche Lage (z. B.
Sterblichkeit, Behinderungen), Gesundheitsverhalten und -gefährdungen,
Morbidität, medizinische Einrichtungen, Präventionsleistungen
und einen Vergleich des Bundeslandes mit den bundesdeutschen Durchschnittswerten.
Der Bericht wäre sicher noch besser lesbar, wenn er weniger umständlich
geschrieben wäre und Wesentliches von Unwesentlichem trennen würde.
Harninkontinenz
Als Heft 39 der RKI-Schriftenreihe ist erschienen: Harninkontinenz,
47 Seiten, unter Mitarbeit von Prof. Dr. Ingo Füsgen. Kostenlos erhältlich
unter Tel. 030/18754-3400.
Kraft zur Veränderung
Arzt im Hamsterrad?
Zu diesem aktuell immer wieder vorgebrachten Befund ein vielleicht passendes
Zitat:
Dass wir uns so oft getrieben und fremdbestimmt fühlen ... hat
seinen Grund vielmehr darin, dass wir sehr häufig unsere innere Freiheit,
also den uns verbleibenden Gestaltungsspielraum, verdrängen. Das aber
ist kein Schicksal. Wir können nach ihm wie nach vielen anderen geistigen
Potenzialen - dem Humor, der Zuversicht, der Verantwortlichkeit, der Leichtigkeit,
der Liebe - in uns graben. (S. 301)
Dr. theol. Stephan Peeck (Hamburg): Woher kommt die Kraft zur Veränderung?
Neue Wege der Persönlichkeitsentwicklung. Ellert & Richter, Hamburg
2005, 309 Seiten, ISBN 3-8319-0222-4, 16,95 Euro.
Daraus einige Stichworte: Neue Motivation finden, Hilfen zur Sinnfindung,
Kraft der inneren Bilder, Sich behaupten lernen. Der Autor orientiert sich
an der Logotherapie von Frankl und Böschemeyer: www.logotherapie-peeck.de.
(hk)
DAK zur eCard
Die Deutsche Angestelltenkrankenkasse ist seit längerem im Gespräch
als zentraler EDV-Dienstleister für die Daten aus der geplanten - umstrittenen
- elektronischen Gesundheitskarte im Bereich der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung.
Vor Ort im Nagelsweg in Hamburg befragt, sagte der Projektleiter der DAK,
Dipl.-Informatiker Michael Martinet, dies sei in der Tat technisch und kapazitätsmäßig
möglich (ein ganzes, etwa zweistöckiges Gebäude steht wohl
für die hauseigene EDV zur Verfügung). Zusätzliches Personal
müsse nicht eingestellt werden, Umsetzungen innerhalb der hauseigenen
EDV genügten. So würden ja Bearbeiter frei, die bisher etwa die
missbräuchliche Verwendung von Chipkarten prüfen müssten.
Es sei entgegen den Befürchtungen kein zentraler Speicher vorgesehen.
Die einzelnen Daten der Versicherten seien allerdings mit ihrem Einverständnis
zusammenführbar, räumte er ein. Vieles stehe aber noch nicht fest.
Für den Datenschutz sehe er keine Probleme: Grundsätzlich dürften
keine Daten gespeichert werden. Der Datenschutzexperte der DAK habe keine
Bedenken - ein gläserner Patient sei keinesfalls gewollt.
Einwände wie die mit Hinweis auf problematische Erfahrungen in Österreich
im Unterschied zu Dänemark seien oft von Halbwissen geprägt. Für
ihn sei die geplante eCard 100mal sicherer als andere Lösungen.
Der weitere Betrieb werde die Machbarkeit im Einzelnen zeigen. (hk)
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PD
Dr. Jörg Strotmann
(Foto: Privat) |
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I. Medizinische
Klinik im Städtischen Krankenhaus Kiel
PD Dr. Strotmann neuer Chefarzt
PD Dr. Jörg
Strotmann, Internist und Kardiologe, hat am 1. Oktober als Leiter der 1.
Medizinischen Klinik im Städtischen Krankenhaus Kiel die Nachfolge
von Prof. Dr. Arnd B. Buchwald angetreten. In den vergangenen acht Jahren
war der gebürtige Recklinghausener Strotmann als Oberarzt an der Medizinischen
Klinik I der Universität Würzburg tätig. Schwerpunkte seiner
Arbeit waren die Intensivmedizin und die interventionelle Kardiologie inklusive
der kardialen Bildgebung. Der Kardiologe ist Mitglied der Deutschen Herzstiftung,
der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Herz- und Kreislaufforschung
sowie der European Society of Cardiology. (Arne Gloy)
Ev. Stiftung Alsterdorf
Im Bericht der Ev. Stiftung Alsterdorf (Hamburg) für 2006 werden auch
Daten für die in Schleswig-Holstein liegenden Aktivitäten genannt.
So hatte das (psychiatrische) Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus mit 244 Mitarbeitern
bei 207 Betten und 30 teilstationären Plätzen Erträge von
knapp 17 Millionen Euro. Die Anfang 2006 übernommene Kieler Stadtmission
hatte 418 Mitarbeiter bei 460 vollstationären, 98 teilstationären
Plätzen und 12 747 ambulanten Betreuungseinheiten Erträge von
16,2 Millionen Euro.
Ein Vorstandsvorsitzender (für den verstorbenen P. Rolf Baumbach) soll
noch gefunden werden. (hk)
Diako-Radiologie
Prof. Müller-Hülsbeck neuer Chefarzt
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Prof.
Dr. Stefan Müller-Hülsbeck mit Schnittbildern des Gehirns,
die mithilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) entstanden sind
(Foto: Diako FL) |
In der Diako-Radiologie
nehmen zwar die bildgebenden Verfahren und die Diagnostik einen breiten
Raum ein, sagt der neue Chefarzt Prof. Dr. Stefan Müller-Hülsbeck,
aber, was viele gar nicht wüssten: Es werden auch Krankheiten
behandelt. Die an der Diako Flensburg etablierte interventionelle
Radiologie ermöglicht es, mit Kathetern, Ballonen und Gefäßstützen
(Stents) Hirnblutungen zu stoppen und Durchblutungsstörungen an Hals-,
Becken- und Beinschlagadern dauerhaft zu beseitigen. Hier ist die
Radiologie wichtiger Partner im interdisziplinären Gefäß-Zentrum
Flensburg, ergänzt Dr. Jan-Peter Braun, ärztlicher Direktor
der Diako.
Ausgebaut werden sollen nun unter Prof. Müller-Hülsbeck die nichtinvasive
Herzbildgebung in engster Abstimmung mit den Kardiologen, aber auch viele
minimal- und mikroinvasive Verfahren. Bei der Behandlung von Myomen, gutartigen
Geschwülsten der Gebärmutter, möchte der Radiologe in Flensburg
die so genannte Myom-Embolisation vorantreiben. Auch dieses Verfahren, bei
dem Blutgefäße gezielt verstopft werden, ist minimal-invasiv.
Prof. Müller-Hülsbeck, bisher stellvertretender Direktor der Klinik
für Diagnostische Radiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
zu seinem Wechsel nach Flensburg: Ich habe mich für die Diako
entschieden, da ich in diesem leistungsstarken Zentrum gute Möglichkeiten
sehe und man sich hier Innovationen nicht verschließt, antwortet
Müller-Hülsbeck. Die Leitung der größten Radiologie
im Land nach dem Universitätsklinikum sei eine große Herausforderung.
Das Team mit seinen rund 50 Mitarbeitern, darunter zwölf Ärzten,
könne zudem auf eine gute Geräteausstattung zurückgreifen.
Sein Vorgänger, Dr. Ulrich Schroeder, hat die Diagnostische und interventionelle
Radiologie/Neuroradiologie zu einer der modernsten des Landes ausgebaut.
Sie wird auf universitärem Niveau betrieben, lobt Müller-Hülsbeck
und weist darauf hin, dass sich die Diako als Akademisches Lehrkrankenhaus
auch in der Ausbildung von Ärzten engagiert.
In Kiel wird Prof. Müller-Hülsbeck auch weiterhin seinen Lehrverpflichtungen
nachkommen, zusätzlich wird er Kurse für angehende Ärzte
im Praktischen Jahr in der Diako anbieten. Der 42-Jährige wurde für
seine Verdienste mit dem wichtigsten Preis für Radiologen, dem Hermann-Holthusen-Ring
der Deutschen Röntgengesellschaft, geehrt. (Ole Michel)
Dr. Olaf Schult-Kronefeld
Neuer Lungenspezialist am DRK-Krankenhaus
Mölln-Ratzeburg
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Dr.
Olaf Schult-Kronefeld
(Foto: DRK) |
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Die Innere Abteilung
des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg hat zur Erweiterung seines Versorgungsangebotes
einen weiteren Spezialisten nach Ratzeburg geholt. Dr. Olaf Schult-Kronefeld,
38-jähriger Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Pneumologie,
wird sich künftig als Oberarzt um Patienten mit Erkrankungen der Lunge,
der Bronchien und des Rippenfells kümmern. Das ist ein wichtiger
Service für unsere Patienten und für die Menschen in unserer näheren
Umgebung, bekräftigt Dr. Roland Preuss, Chefarzt der Inneren
Medizin. Dr. Schult-Kronefeld - in Wedel geboren, in Hamburg studiert und
gearbeitet - kann künftig auch auf eine hochwertige Ausrüstung
zurückgreifen. Zu den neuesten technischen Geräten gehört
seit kurzem ein Lungenfunktionslabor, ein so genannter Body
(Ganzkörper-Bodyplethysmograph). (Andresen)
Erstmals in Schleswig-Holstein
Klappen der Hauptschlagader durch die Haut implantiert
Am Lübecker Campus des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein
wurden erstmals in Schleswig-Holstein Klappen der Hauptschlagader via Schlüssellocheingriff
über die Leistenarterie implantiert. Dieser so genannte perkutane
Aortenklappen-Ersatz (perkutan = durch die Haut) wurde von Medizinern
der Klinik für Herzchirurgie und der Medizinischen Klinik II in Kooperation
mit Ärzten des Klinikums Siegburg an zwei Patienten erfolgreich durchgeführt.
In Lübeck steht somit - neben wenigen anderen Zentren in Deutschland
- eine schonende Alternative zum konventionellen chirurgischen Aortenklappenersatz
zur Verfügung, denn mit dem minimalinvasiven Eingriff wird eine Operation
am offenen Brustkorb umgangen. Die neue Therapieform kommt bei Patienten
mit hochgradiger Verengung der Aortenklappen und hohem Operationsrisiko
zum Einsatz und verhilft den betroffenen Patienten zu einer deutlichen Verbesserung
der Lebensqualität und Prognose. Allerdings muss das neue Verfahren
in Langzeitbeobachtungen weiter untersucht werden. Die klassische Operation,
also der chirurgische Ersatz der Herzklappe, gilt daher nach wie vor als
Therapie der ersten Wahl, zumal es auch hier in den letzten Jahren zahlreiche
Weiterentwicklungen gab.
Eine Klappenverengung entsteht oft durch Verkalkungen und Ablagerungen,
die sich aufgrund von entzündlichen Veränderungen der Herzklappe
bilden. Die Herzklappe dient als Ventil, damit das ausgeworfene Blut nicht
wieder zurück in die Herzkammer fließt. Ist die Aortenklappe
verengt, kann das Herz nur mit großer Mühe das Blut in den Kreislauf
auswerfen. Das führt zu einer chronischen Belastung der Herzkammer.
Die Folge sind Herzmuskelverdickung (Hypertrophie) und Herzschwäche.
Alarmsymptome einer schweren Herzschädigung im Rahmen der Klappenverengung
(Stenose) sind Herzschmerzen, Luftnot bei Belastung, Schwindel oder plötzlich
auftretende Ohnmachtsanfälle (Synkopen). Beim Auftreten dieser Symptome
besteht ein hohes Risiko eines Herzversagens. Denn nun hat die Erkrankung
ein Stadium erreicht, welches eine schlechtere Prognose besitzt als die
meisten bösartigen Krebserkrankungen. (Dr. Anja Aldenhoff-Zöllner)
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Prof.
Dr. Biederer
(Foto: Privat) |
Prof.
Dr. Jürgen Biederer
Ernennung zum außerplanmäßigen Professor
Prof. Dr. Jürgen Biederer wurde zum außerplanmäßigen
Professor der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel ernannt. Der Oberarzt der Klinik für Diagnostische Radiologie
(Direktor: Prof. Dr. M. Heller) leitet die radiologischen Einrichtungen
am Standort 1. Medizinische Klinik des UK S-H am Campus Kiel. (UK S-H)
Krankenhausmanager mit Brief und Siegel
Erster Master of Hospital Management
Die ersten Master of Hospital Management haben ihr Weiterbildungsstudium
an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) abgeschlossen.
Zwei Frauen und sechs Männer - allesamt Mediziner an norddeutschen
Kliniken und Unternehmen - bekamen ihre Managementfähigkeiten am 11.10.07
schwarz auf weiß mit einer Masterurkunde bescheinigt.
Der Kieler Studiengang qualifiziert Ärzte für Führungsaufgaben
im Krankenhaus, die denen in einem modernen Wirtschaftsunternehmen entsprechen:
Vom Businessplan über Controlling und Personalführung bis hin
zum Qualitätsmanagement muss der Hospital Manager alles im Blick haben.
Sie haben sich bei uns die juristische und ökonomische Kompetenz
erworben, Ihr Schiff sicher durch die raue See des Wettbewerbs zu steuern,
so der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Michael Illert, an
die Absolventen. Im Oktober 2005 hatten sie das berufsbegleitende Studium
aufgenommen und seither viel Zeit in ihre persönliche Weiterbildung
investiert: 18 Wochenenden, zwei Präsenzwochen und vier Monate für
die Abschlussarbeit.
Im August war beschlossen worden, den Studiengang gemeinsam mit der Akademie
Damp weiterzuführen, nachdem der ursprüngliche Träger - der
Multimedia Campus Kiel - geschlossen wurde. Die Akademie Damp gehört
zu Norddeutschlands größtem privaten Gesundheitsunternehmen,
der Damp Holding AG. Die Akademie blickt auf 25 Jahre Erfahrung in der beruflichen
Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal zurück. Näheres
unter www.homa.uni-kiel.de. (Sandra Ogriseck, CAU)
Neue Mitglieder der Leopoldina erhalten die Urkunde ihrer
Mitgliedschaft
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Prof.
Dr. Jens Scholz
(Foto: Uni Kiel)
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Im Rahmen der Jahresversammlung
der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die vom 5. bis 7. Oktober
in Halle (Saale) stattfand, übergab der Akademiepräsident Prof.
Dr. Volker ter Meulen in einer Feierstunde 51 neuen Akademiemitgliedern,
die in den vergangenen zwölf Monaten in die Akademie aufgenommen worden
waren, die Urkunden ihrer Mitgliedschaft. Sie gehören 22 Sektionen
an, unter ihnen befanden sich Wissenschaftler nicht nur aus den Stammländern
der Akademie, Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch
aus Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Ungarn und den USA. In die Sektion
Chirurgie, Orthopädie und Anästhesiologie erhielt als neues Mitglied
sein Diplom Prof. Dr. Jens Scholz, Professor für Anästhesiologie
und Operative Intensivmedizin und Direktor an der Klinik für Anästhesiologie
und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Campus Kiel.
Zur Akademie Leopoldina
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652
in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale
Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert
inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien,
Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche
Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche
durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert
junge Wissenschaftler(innen), und sie betreibt wissenschaftshistorische
Forschung. Der Leopoldina gehören zurzeit etwa 1 250 Mitglieder in
aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern
Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern.
Zu Mitgliedern werden Wissenschaftler(innen) naturwissenschaftlichen und
medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-,
Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende
Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern
sind 32 Mitglieder der Leopoldina. (Grit Schuster, Uni Kiel)
Ring-Vorlesung
Homöopathie
Ring-Vorlesung Homöopathie des Arbeitskreises Homöopathie
an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel:
27.11.2007 Dr. Carsta Schumacher-Lüthge, Preetz:
Homöopathische Behandlung von Erkältungen
11.12.2007 Dr. Eckard Weber, Selk: Probleme und Chancen neuer
Arz- neimittel am Beispiel des Arzneimit- telbilds Schokolade
08.01.2008 Uta H. Bestmann, Altenholz: Die Familie der Ranunculaceae
(z. B. Aconitum, Pulsatilla, Staphisagria)
22.01.2008 Dr. Cornelia Beck, Kiel:
Differenzialdiagnosen von Verlet- zungsmitteln und postoperative
Behandlungsmöglichkeiten
29.01.2008 Dr. Peter Stevens, Buxtehude: Arzneimittelbild einer
Frucht im Licht homöopathischer Systematik
05.02.2008 Dr. Arno Pannenbäcker, Eutin: Eine Falldokumentation
nach der neuen systematischen Homöopathie
Die Veranstaltungen sind mit jeweils zwei Fortbildungspunkten
zertifiziert.
Die Vorlesungen finden jeweils um 19:00 Uhr c. t. im Hörsaal
der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Universitätsklinikums
Schleswig-Holstein, Campus Kiel statt.
Die Vorlesungen werden von der Karl & Veronica Carstens Stiftung
sowie von der Gesellschaft homöopathischer Ärzte gefördert.
Infos im Internet: www.fs-medizin.uni-kiel.de (CAU)
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Dr.
Thomas Wessinghage
(Foto: Reha-Klinik Damp) |
Dr. Thomas Wessinghage widmet sich neuen Aufgaben
Rehabilitation in Damp stellt sich neu auf
Dr. Thomas Wessinghage verlässt Ende des Jahres die Damp Gruppe in
Richtung Süden. Der Mediziner und Sportler war seit 2001 für die
norddeutsche Unternehmensgruppe tätig und widmet sich nun neuen Herausforderungen.
Hintergrund ist eine Neuausrichtung des rehabilitativen Angebots am Standort
Damp. (Reha-Klinik Damp)
Medizinische Klinik am Krankenhaus Rendsburg
Prof. Becker neuer Chefarzt
Prof. Dr. Dirk Becker, ist seit Anfang Oktober Nachfolger von Prof. Dr.
Jörg-Dieter Herrlinger als Chefarzt der Medizinischen Klinik am Krankenhaus
Rendsburg. Sein Werdegang: Medizinstudium in Düsseldorf und Erlangen,
Assistent an der Erlanger Universitätsklinik, wo er nach der Facharztausbildung
Oberarzt der Medizinischen Klinik I der Universität Erlangen-Nürnberg
wurde. Schwerpunkte der Tätigkeit:
Gastroenterologie und Intensivmedizin, Ultraschalldiagnostik und ultraschallgestützte
Therapieverfahren. Auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik der Schilddrüse
1997 Habilitation, 2003 Ernennung zum außerplanmäßigen
Professor.
Seit 2002 ist Prof. Becker Chefarzt der Medizinischen Klinik des Krankenhauses
Eckernförde. Jetzt übernimmt er zusätzlich die Leitung der
Medizinischen Klinik in Rendsburg. Beabsichtigt sind in der Zukunft dort
einige Innovationen wie die Sonographie mit Kontrastmittel und die Endosonographie.
Im Bereich der Kontrastmittelsonographie ist Prof. Becker einer der Pioniere
der Methode in Deutschland. Er verfügt über eine mehr als zehnjährige
Erfahrung auf diesem jungen Arbeitsfeld. Die Endosonographie ist der miniaturisierte
Ultraschall von innen, der mit einer bisher von keinem anderen
Untersuchungsverfahren erreichten Auflösung Bilder aus bestimmten Bereichen
des Körperinneren erzeugt. Sehr wichtig ist diese Methode für
die Entdeckung kleiner Tumoren im Frühstadium. Ein weiterer seiner
Schwerpunkte ist die so genannte Thermoablation von Lebertumoren. Bei Patienten
mit Lebertumoren, die nicht operabel sind und die auch keiner anderen Therapie
zugänglich sind, werden mithilfe der Ultraschallzielung Hochfrequenznadelelektroden
in der Leber platziert, die dann über eine lokale Erhitzung den Tumor
quasi verkochen. Diese Innovationen möchte Prof. Becker auch in Rendsburg
etablieren.
Prof. Becker ist seit 23 Jahren mit einer promovierten Ärztin für
Allgemeinmedizin verheiratet, die beiden haben drei Kinder. (Petra Krügel,
Kreiskrankenhäuser Rendsburg-Eckernförde)
Fünf Jahre Geriatrie am Städtischen Krankenhaus
Kiel GmbH
Vor fünf Jahren nahm die Klinik für Akutgeriatrie und Geriatrische
Rehabilitation am Städtischen Krankenhaus Kiel GmbH unter der Leitung
von Chefarzt Dr. Thomas Jaeger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie,
mit 40 vollstationären und 20 teilstationären Behandlungsplätzen
ihren Betrieb auf.
In einem multiprofessionellen Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen
(Neurologie, Psychiatrie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin), speziell geschulten
Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Logopäden
und Sozialarbeitern wird der ältere, meist multimorbide Patient, fachübergreifend
diagnostiziert und behandelt. Hierzu steht ein breites diagnostisches Spektrum
mit EKG, Echokardiographie, Doppler- und Duplex-Sonographie, EEG, NLG, EMG
und MEP zur Verfügung, ergänzt durch die im Hause gegebenen diagnostischen
Möglichkeiten. Typische Indikationen für die geriatrische Behandlung
sind Patienten mit cerebralen Ischämien, Z. n. Frakturen und Operationen,
Parkinson-Syndrom, Gangstörungen/Stürzen, Hirnleistungsstörungen,
chronischen Schmerzsyndromen und akuter Verschlechterung oder verzögerte
Erholung bei chronischen Erkrankungen.
Über die Jahre ist die Nachfrage nach geriatrischen Therapieplätzen
sowohl aus dem stationären als auch ambulanten Bereich so gewachsen,
dass die Geriatrische Klinik Anfang September 2007 um eine Station erweitert
wurde.
Zum fünfjährigen Jubiläum der Geriatrischen Klinik findet
eine Fortbildungsveranstaltung statt, die mit drei Fortbildungspunkten der
Ärztekammer Schleswig-Holstein zertifiziert ist: Osteoporose
und Sturzkrankheit - ist Gebrechlichkeit vermeidbar? Es referiert
Prof. Dr. Ludger Pientka, Ruhr-Universität Bochum, am 21.11.2007, 16:00
bis 18:30 Uhr, im Städtischen Krankenhaus Kiel, Eingang Metzstraße,
2. Obergeschoss, Konferenzraum. (Dr. Barbara von Unruh)
Mitspieler(innen) gesucht
Das Ärzte-Orchester Pinneberg
Das Ärzte-Orchester Pinneberg ist ein Zusammenschluss von Liebhabern
klassischer Musik unter professioneller Leitung. Vor gut 15 Jahren von Ärzten
gegründet, ist es seither zu einem echten Kammerorchester herangewachsen:
Es besteht derzeit aus 18 Musiker, die aus medizinischen Berufen im weitesten
Sinne kommen. Die musikalische Gemeinschaft ist jedoch nicht berufsbezogen,
sondern steht allen Interessenten, ob alt oder jung, ob mit oder noch ohne
Orchester-Erfahrung, offen. Ausschlaggebend ist die Freude am gemeinsamen
Musizieren, die ihre Höhepunkte in gelegentlichen öffentlichen
Auftritten findet.
Neue Mitspieler, Streicher und Bläser, sind immer willkommen. Sie finden
in Frank Engelke einen versierten Dirigenten, eine professionelle Geigerin
fungiert als Konzertmeisterin. Das Repertoire ist vornehmlich der Klassik
und Vorklassik gewidmet - Werke von Vivaldi, Telemann, Joseph und Michael
Haydn, Johann Christian Bach, Vanhal, Boccerini, Starnitz, Mozart prägen
bislang das Programm.
Das Orchester trifft sich regelmäßig jeden ersten und dritten
Dienstag im Monat zu Proben, die in einem Raum der Nordmark-Werke in Uetersen
stattfinden.
Wer interessiert ist und mehr über das Ärzte-Orchester Pinneberg
wissen möchte, wende sich bitte an: Frank Engelke (Tel. 040/53054968),
Inez Willers (Tel. 040/6440862) oder Rolf Harten (Tel. 04101/67423). (Ärzte-Orchester
Pinneberg)
Hanfried Lück verabschiedet
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| Hanfried
Lück (Foto: UK) |
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Mit dem 70. Geburtstag
nach über zwölfjähriger Tätigkeit in den wohlverdienten
Ruhestand zu gehen ist wohl eine Meldung im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt
wert.
Nach Beendigung seiner aktiven Zeit als Berufssoldat bei der Bundeswehr
Ende 1991 war Hanfried Lück vorübergehend bei der Apotheker- und
Ärztebank in Bad Segeberg bis Ende 1994 beschäftigt, um nach der
Neuorientierung der APO-Bank Filiale nach Lübeck bei der Ärztekammer
Schleswig-Holstein am 1. Januar 1995 seinen Dienst aufzunehmen.
Im Bereich Postversand, Archiv, Haustechnik und Fahrdienste war er über
die vielen Jahre nicht nur aufgrund seines handwerklichen Geschicks ein
verdienstvoller Mitarbeiter und sozusagen ein Mann für alle Fälle,
sondern auch aufgrund seiner kollegialen und zupackenden Art ein gern gesehener
Kollege in der Verwaltung der Ärztekammer.
Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und weiterhin so viel
Gesundheit, Lebensfreude und Schaffenskraft wie bisher. (II)
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Sven
Sager (Foto: Ro) |
Neuer Mitarbeiter in der Buchhaltung
Sven Sager (25) ist seit dem 15. Oktober neuer Mitarbeiter der Ärztekammer
Schleswig-Holstein. Er hat das Tätigkeitsfeld in der Buchhaltung
von dem ausgeschiedenen Mitarbeiter Stefan Klüssendorf übernommen.
Sven Sager war sechs Jahre lang in einem Industrieunternehmen in der Personal-
und Finanzbuchhaltung beschäftigt. Wir wünschen ihm einen guten
Start! (Ro)

Faltblatt Impfen gegen Grippe
Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. hat ein neues
Faltblatt im Rahmen der Impfkampagne des Ministeriums für Soziales,
Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein herausgebracht.
Impfen gegen Grippe weist auf die Gefahren der schweren Grippe
hin, informiert über den wirksamen Impfschutz für alle und gibt
Tipps, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann. Der Flyer kann
angefordert werden bei der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung
e. V., Flämische Str. 6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431/94294, Fax 0431/94871,
E-Mail lind@lvgfsh.de oder einfach im Internet heruntergeladen werden unter
www.lv-gesundheit-sh.de.
Leserbriefe
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Dr.
Schoormanns
(Foto: Privat) |
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Leserbrief von
Dr. Wilko Schoormans zur Diskussion um die Finanzierung der Akademie für
med. Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer
Zum Streit um die Finanzierung der Akademie vermisse ich den kaufmännischen
Ansatz: Wenn ich rote Zahlen schreibe, muss ich mich doch fragen, ob ich
wirtschaftlich arbeite oder mit meinem Produkt am Markt vorbeiproduziere.
Solange die Akademie glaubt, die Qualität nur mit hochbezahlten Referenten
erreichen zu können, so irrt sie sich, und wenn die Nachfrage nachlässt,
weil die Teilnahme zu teuer ist, so sollte sie es überdenken und
die Themen auf Aktualität überprüfen, da die weitaus attraktiveren
Fortbildungsangebote wohnortnahe bestehen. Aber nur nach der Subvention
zu rufen, ist sicher der schlechteste Weg, manifestiert die Misswirtschaft
und nimmt die so Geschröpften nur noch mehr gegen die Akademie ein.
Vielleicht ist weniger einfach mehr!
Dr. Wilko Schoormans, Seminarweg 4, 24837 Schleswig
Leserbrief von Dr. Ulrike Hunold zum Rückgang
der Besucherzahl der Fortbildungsakademie bzw. zum Leserbrief von Dr. Reimar
Daniel Vogt, SHÄ 10/2007, S. 13 f.
Dem Kollegen Vogt ist inhaltlich nur beizupflichten. Die Nähe zum Wohnort
ist ein entscheidender Faktor für die Fortbildungsveranstaltungsauswahl
- neben dem lieben Geld. Darüber hinaus wünsche ich mir für
die Zukunft, dass auch bei den Referenten der Fortbildungsakademie conflicts
of interest angegeben werden. So mancher von ihnen hält nämlich
auch gesponserte Vorträge - und ob die sich inhaltlich von denen der
Fortbildungsakademie unterscheiden, wage ich zu bezweifeln!!!
Dr. Ulrike Hunold, Schützenwall 59, 24114 Kiel
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 11/2007
S. 6-16
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