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Nachrichten in Kürze


 
Dr. Marcus-Matthias Gellrich (Foto: Privat)  
Kellinghusener Augenarzt erhält Videopreis

Bei der diesjährigen Jahrestagung der deutschen wissenschaftlichen Gesellschaft der Augenärzte (DOG) in Berlin vom 21.-24.09. erhielt Dr. Marcus-Matthias Gellrich aus Kellinghusen den 1. Videopreis. Sein Beitrag mit dem Titel „Eine Spaltlampe überwindet ihre Kurzsichtigkeit“ beschäftigt sich mit der Verbesserung der Dokumentation augenärztlicher Befunde speziell für den niedergelassenen Augenarzt und jenseits einer aufwändigen Hochtechnologie-Medizin.

Die unabhängig voneinander getroffene Entscheidung der fünfköpfigen Jury, die mit Professoren aus Bochum, Halle, Ulm, Würzburg und Leipzig besetzt war, fiel einstimmig zugunsten des Kellinghusener Beitrags. Der 2. Preis ging an Prof. Malyugin, Moskau, der 3. an PD Dr. Holzer aus Heidelberg. (Dr. Gellrich)



Nicht zugelassene Heilmethoden
Uni Kiel setzt Experten-Komitee ein

Nach der öffentlichen Diskussion um die Behandlung eines leberkranken arabischen Patienten am UK S-H mit einem individuellen Heilversuch (der nach interner Beratung nicht durchgeführt worden war) haben sich Wissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager und die Medizinische Fakultät auf ein gemeinsames Vorgehen in solchen Fällen geeinigt. Danach soll künftig bei der Anwendung von Therapien, deren Nutzen noch nicht bewiesen ist und an denen ein erhebliches wissenschaftliches Interesse besteht, zuvor eine Beurteilung durch ein spezielles Komitee der Fakultät erfolgen, das als „medical governance committee“ bezeichnet wird. Dadurch soll sowohl die Anwendung der Forschungsmethode als Heilversuch in verzweifelten Fällen noch einmal beurteilt werden, als auch die Frage der Berechnung der entstehenden Kosten.

Die Medizinische Fakultät hat dazu eine unabhängige Gutachter-Kommission eingesetzt, die sich aus den Dekanen, dem Vorsitzenden der Ethik-Kommission und zwei externen Gutachtern zusammensetzt. Von dieser Kommission erwartet sich die Fakultät Vorschläge für ein Konzept zum Aufbau eines medical governance committee und zur Neustrukturierung des Bereiches an der Schnittstelle zwischen Therapieforschung und kommerzieller Krankenversorgung. (Harald Haase, Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein)



Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e. V.
Ehrungen

 
  Prof. Dr. Klaus-Dieter Kolenda und Horst Theede (v. l.) (Foto: LAG)
Mit einer wissenschaftlichen Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e. V. (LAG) am 6. Oktober erfuhren der 1. Vorsitzende, Prof. Dr. Klaus-Dieter Kolenda aus Kronshagen, und der 2. Vorsitzende, der Kardiologe Horst Theede aus Flensburg, anlässlich ihrer 20-jährigen ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit eine besondere Ehrung.

War die Landesarbeitsgemeinschaft ursprünglich als Fachorganisation für die Herzgruppen in Schleswig-Holstein gegründet worden, so hat sie sich unter Führung der beiden Vorsitzenden im Laufe der letzten 20 Jahre zu einer medizinischen Fachgesellschaft entwickelt, die sich einer Vielzahl von Problemen widmet und erfolgreich in der Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen tätig ist. Rechtzeitig zum Jubiläum wird von der LAG deshalb ein Buch veröffentlicht, das die wesentlichen Aufgaben der Landesarbeitsgemeinschaft beschreibt und einen Überblick über die Möglichkeiten der Herz-Kreislauf-Prävention und -Rehabilitation bietet. Weitere Auskünfte bei der LAG, Heidemarie Berke, Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Tel. 0431/6486290, E-Mail laghk-sh@ gmx.de. (LAG)



Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein
Bernd Krämer 25 Jahre dabei

 
Bernd Krämer (Foto: KGSH)  
Stets mit dem Anspruch der Weiterentwicklung im Krankenhauswesen setzt sich Diplom-Ökonom Bernd Krämer (54) seit 25 Jahren engagiert für die Interessen der Kliniken in Schleswig-Holstein ein. Am 1. Oktober kam er als Referent für Krankenhausrecht, -planung und -finanzierung zur Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e. V. (KGSH) nach Kiel und wurde dann im Mai 1988 als Nachfolger des verstorbenen Dr. Karl Hermann Junghärtchen zum Geschäftsführer berufen. Zielorientiert und kontinuierlich profilierte Krämer die KGSH als Interessenvertretung der Krankenhausträger. Für ihn damit verbunden sind Serviceleistungen für die Kliniken, konstruktive, faire Lobbyarbeit sowie praxisorientierte Hilfestellung bei der Etablierung und Weiterentwicklung der Qualitätssicherung in den Mitgliedshäusern.

Krämer studierte Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften in Gießen und Speyer und ging dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter ans Institut für Umweltschutz nach Dortmund. Bevor Krämer nach Kiel zur KGSH kam, absolvierte er sein Referendariat für die Laufbahn des höheren Verwaltungsdienstes in Nordrhein-Westfalen. (KGSH)



Diako Flensburg
Dr. Ulrich Schroeder in Ruhestand verabschiedet

 
  Dr. Ulrich Schroeder
(Foto: Diako)
Acht Jahre lang, von 1998 bis 2006, war Dr. Ulrich Schroeder ärztlicher Direktor der Diako Flensburg. Seine Stelle als Chefarzt des Radiologischen Instituts hatte er bereits 1976, mit damals 33 Jahren jüngster Chefarzt der Diako, angetreten. Vor gut einem Jahr übernahm Ulrich Schroeder erneut den Chefarztposten der Radiologie. Ende September wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

In der Zeit von Dr. Ulrich Schroeder wurde die Diako-Radiologie zu einer der größten und modernsten des Landes ausgebaut, zuletzt noch ausgestattet mit dem weltweit schnellsten Computertomographen. Eine wichtige Einrichtung ist zudem die von Schroeder etablierte teleradiologische Ferndiagnostik und Beratung, die Absprachen über therapeutische Vorgehensweisen ermöglicht und in vielen Fällen Patiententransporte überflüssig macht. In seiner Zeit als ärztlicher Direktor hat er die Entwicklung des Gesundheitswesens in der Region stark mitgeprägt. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Diako und dem Praxisnetz der Region Flensburg mit 170 niedergelassenen Ärzten, der Fachhochschule und der Universität Flensburg sowie weiteren Partnern gibt. Auch der medizinische Klinikverbund mit dem Malteser St. Franziskus-Hospital trägt seine Handschrift. Für seine Verdienste erhielt Dr. Ulrich Schroeder vom Bundespräsidenten im Jahr 2005 das Bundesverdienstkreuz am Bande. (Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg)



Haut-Präventionskampagne
Motto: „Deine Haut - die wichtigsten zwei m² Deines Lebens“

 
oben: Zur Auftakt-Veranstaltung am 11. September 2007 kamen mehr als 100 Zuhörer.
rechts: Das Motto der laufenden Präventionskampagne war in der Klinik allgegenwärtig. (Fotos: Dr. Buhles)
 
In Zusammenarbeit mit den Spitzenverbänden der Berufsgenossenschaften und gesetzlichen Unfallversicherungen sowie Krankenkassen wurde in diesem Jahr die Kampagne „Deine Haut - die wichtigsten 2 m² Deines Lebens“ gestartet. Praktische Tipps stehen im Vordergrund, um die Bedeutung der Haut für Gesundheit, Freizeit und Beruf richtig einzuschätzen.

Durch Vorträge und Diskussionsrunden wurden im Rahmen der Haut-Präventionskampagne in der Asklepios Nordseeklinik Westerland (Sylt) Interessierte aufgeklärt und von Mitarbeitern der Berufsgenossenschaft BAU durch einen Info-Stand vor Ort betreut und mit einfachen Funktionsuntersuchungen an der Haut im Rahmen eines Hautfunktions-Parcours durch die Mitarbeiter der Klinik für Dermatologie und Allergologie beraten und geschult.

 
 
Die eigene Geschicklichkeit beim Eincremen und eine Beurteilung evtl. vorhandener Pigmentanomalien konnte jeder Teilnehmer prüfen bzw. vornehmen lassen. Am 11. und 12. September 2007 fand diese Aktion in der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Asklepios Nordseeklinik auf Sylt statt. Das Interesse war zeitweise so groß, dass zusätzlich ein zweiter Vortragssaal geöffnet werden musste, um alle Zuhörer unterzubringen.

Neben einer hohen Beteiligung am „Hauttyp-TÜV“ mit Beratung zur Kosmetologie, sonnengeschädigter Haut, Hautschutzfilm-Veränderungen und richtiges Eincrem-Verhalten war insbesondere auch am Stand der Berufsgenossenschaft BAU die Qualitätsmessung von Sonnenbrillen auf UV-Schutz sehr stark nachgefragt.

Die hohe Resonanz und das sehr gute Engagement aller Beteiligten hat den Gedanken reifen lassen, dass im nächsten Spätsommer eine ähnliche Aktion für die Sylter Bürger, „Outdoor-Worker“ aus den Bereichen Bau, Gebäudereinigung usw., aber auch für die Gäste der Asklepios Nordseeklinik angeboten werden soll. (Asklepios Nordseeklinik Westerland)



Internistisch-orthopädische Kooperation in der Rheumatologie

In Schleswig-Holstein sei über die Jahre durchaus eine Verbesserung der Krankenversorgung von Rheumapatienten zu erkennen, zumal mit Blick auf die Zentren (wie Bad Bramstedt), jedoch könne keineswegs in allen Regionen von einer ausreichenden (zumal ambulanten) Versorgung die Rede sein - so Tagungspräsident Prof. Dr. Wolfgang Rüther am Rande des 35. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und zugleich der Jahrestagungen der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie sowie erstmals der Kinderrheumatologie am 19. September im Hamburger CCH. Prof. Rüther (Bad Bramstedt und Hamburg) nannte es ein erfreuliches Signal der Internisten, dass ein Orthopäde (in seiner Person) den Kongress leiten dürfe („internistisch-orthopädische Kooperation“).
Schwerpunkte des Kongresses war die Früherkennung durch Marker, die Frage nach stärkerer Einbeziehung der Pathologie (wie in der Onkologie) sowie die experimentelle Rheumatologie. Durch die modernen Biologica sei die Rheuma-Medizin zwar in den letzten zehn Jahren „vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan“ geworden, meinte Chefarzt Dr. Rieke Alten (Schlosspark-Klinik Berlin) - doch sei die Forschung trotz guter Netzwerk-Organisation noch weit entfernt von der Möglichkeit einer Heilung, räumte Prof. Dr. Andreas Radbruch ein (Wiss. Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums, Berlin). Etwa neun Millionen Patienten, davon 1,5 Millionen mit entzündlichen Formen, hoffen weiter. (hk)



Gesundheitswirtschaft führend unter schleswig-holsteinischen Arbeitgebern


Eine führende Position nehmen Betriebe aus dem Gesundheitssektor unter den größten 100 Arbeitgebern im nördlichsten Bundesland ein. Das zeigte eine Studie der HSH Nordbank (Hamburg/Kiel). An der Spitze lag das fusionierte UK S-H mit 10 670 Beschäftigten. Auf Platz sechs die Damp Holding
(4 174), auf Platz sieben Drägerwerk (3 500), auf Platz zehn Ethicon (Norderstedt, 2 287), auf Platz 15 AOK-SH (1 930), auf Platz 16 Ameos Psychiatrum (1 900), auf Platz 20 Astra Zeneca (Wedel,
1 600), auf Platz 23 Segeberger Kliniken (1 445), auf Platz 26 Kreiskrankenhaus und -senioreneinrichtungen Rendsburg-Eckernförde (1 385), auf Platz 30 Städt. Krankenhaus Kiel (1 300) und auf Platz 31 FEK Neumünster (1 289).

Unter den größten zehn Arbeitgebern vereinigt der Gesundheitssektor über 40 Prozent der Beschäftigten auf sich.

Die zukünftigen Wachstumsaussichten in diesem Bereich werden indes eher zurückhaltend beurteilt.
Für eine komplette volkswirtschaftliche Analyse der Beschäftigungsfunktion der Gesundheitswirtschaft wären allerdings auch die Effekte auf zahlreiche Arbeitsplätze in anderen Dienstleistungs- und Produktionsbetrieben zu ermitteln. (hk)




„Zwischen Hippokrates und Staatsmedizin“


Mit diesem Titel veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Medizinrecht (DGMR) ein Symposion zum 25. Jubiläum gemeinsam mit der Kaiserin-Friedrich-Stiftung am 21./22. September in Berlin. Kritisch beleuchteten Juristen und Mediziner in den Reformgesetzen erkennbare Tendenzen wie Verrechtlichung, Ökonomisierung und Verstaatlichung sowie eine Gefährdung der ärztlichen Freiberuflichkeit.

Prof. Dr. jur. Bernd-Rüdiger Kern (Zivil- und Arztrecht, Universität Leipzig) benannte aktuelle Gefährdungen der medizinischen Versorgung: Immer weniger ärztliches Personal solle immer mehr Aufgaben bewältigen. Ärztliche Aufgaben würden bereits auf nichtärztliches Personal verlagert. Am gefährlichsten sei aber die Tendenz, in den Kliniken den Oberarzt abzuschaffen. Für spezielle Aufgaben wie Hintergrunddienste und Aus- und Weiterbildung seien nicht nur Fachärzte, sondern solche mit Erfahrung und Leitungsqualitäten erforderlich.

Prof. Dr. Winfried Kluth (Öffentliches Recht, Universität Halle) erläuterte Bedrohungspotenziale wie den Trend zu einer stärkeren unternehmerischen Ausrichtung im ärztlichen Berufsrecht, ausgelöst durch die Kostendämpfungsgesetzgebung. Auch die Zunahme besonderer medizinischer Leistungen außerhalb des Heilens sei kritisch zu werten. Was sei zu tun:

„Die Freiberuflichkeit und Humanität des Arztberufs kann sinnvoll nur aus der Mitte des Berufsstandes gewahrt und verteidigt werden. Deshalb muss der Ärztestand vor allem in den Berufsordnungen weiterhin um den Erhalt dieses Leitbildes kämpfen und sich gegen Vereinnahmung durch Gesetzgeber und Gesellschaft zur Wehr setzen.“

Die aus dem Symposion abgeleiteten Empfehlungen der internen Arbeitsgruppe der DGMR sollen demnächst veröffentlicht werden. (hk)


Onkologische „Verzahnung“ in Reinbek


Das hämatologisch-onkologische Zentrum Hamburg-Ost mit Sitz in Reinbek, das heißt die Gemeinschaftspraxis Dres. Ulrich Fritz/ Almut Schneider/Eckart Maaß/ PD Anne Wiesmann, ist am 1. Oktober unter das Dach des nahen Reinbeker Krankenhauses St. Adolf-Stift gezogen. Die kaufmännische Abteilung war zuvor in das renovierte Schwesternwohnheim umgezogen und machte rund 700 qm Fläche frei, mit eigenem Eingang gut von der Hauptstraße aus erreichbar.

 
Dr. Ulrich Fritz (Foto: Privat)  
Vor der Presse unterzeichneten Dr. Fritz und kfm. Direktor Lothar Obst am 18. September einen umfangreichen Kooperationsvertrag auf den Gebieten der ambulanten, tagesklinischen und stationären Patientenversorgung. Es handelt sich um ein mehrstufiges, multiprofessionelles Kooperationsmodell, bei dem später weitere Stufen wie eine integrierte Versorgung oder die Einbeziehung des in Reinbek geplanten Hospizes folgen sollen. Ein spezielles schmerztherapeutisches Konzept (PD Dr. Thorsten Krause, Adolf-Stift) soll neben psychologischen, seelsorgerlichen und sozialdienstlichen Dienstleistungen des christlichen Hauses bereits kurzfristig umgesetzt werden.

„Mit diesem sonst nur in wesentlich größeren Schwerpunktkliniken in Hamburg und Lübeck möglichen Modell wollen wir einen hohen Qualitätsstandard gewährleisten und zu einem onkologischen Schwerpunkt in Schleswig-Holstein werden“, sagten Dr. Fritz und der ärztliche Direktor des Krankenhauses Reinbek, Prof. Dr. Albrecht Eggert.

Anerkennungsvoller Ehrengast der Zeremonie war Prof. Dr. Heinrich Bartels, ehem. Chefarzt Hämatologie/Onkologie des früheren Städtischen Krankenhauses Lübeck-Süd, aus dessen „Schule“ die meisten Praxispartner kommen. In Lübeck war ein ähnlicher Versuch einer Zentrumsgründung in 2000 an politischen Rahmenbedingungen gescheitert. (hk)



Für Sie gelesen:
Pädiatrie mit Zukunft

„Hat die Kinder- und Jugendmedizin noch eine Zukunft? Ja - aber nur, wenn wir uns alle, ob Kliniker oder Niedergelassene, als zukunftsfähig erweisen.“

Dr. Wolfram Hartmann, Vorsitzender des Berufsver bandes BVKJ, in der Verbandszeitschrift „Kinder- und Jugendarzt“ 9/2007, S. 538 (fast wörtlich zit.), mit Blick auf Zusatzweiterbildung, regionale Netze von Praxen mit Kinderkliniken, Medizinische Versorgungszentren und neue Versorgungsverträge. (hk)



Buchtipps:

Kindergesundheit

In der Reihe „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ hat das Robert Koch-Institut (RKI, Berlin) unter Beteiligung schleswig-holsteinischer Fachleute kürzlich den Bericht herausgebracht: „Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein“, Berlin 2007, 187 Seiten, ISBN 978-3-89606-178-2. Der Bericht enthält Daten zu folgenden Bereichen: Demografische und soziale Rahmenbedingungen, gesundheitliche Lage (z. B. Sterblichkeit, Behinderungen), Gesundheitsverhalten und -gefährdungen, Morbidität, medizinische Einrichtungen, Präventionsleistungen und einen Vergleich des Bundeslandes mit den bundesdeutschen Durchschnittswerten. Der Bericht wäre sicher noch besser lesbar, wenn er weniger umständlich geschrieben wäre und Wesentliches von Unwesentlichem trennen würde.

Harninkontinenz

Als Heft 39 der RKI-Schriftenreihe ist erschienen: „Harninkontinenz“, 47 Seiten, unter Mitarbeit von Prof. Dr. Ingo Füsgen. Kostenlos erhältlich unter Tel. 030/18754-3400.

Kraft zur Veränderung

Arzt im Hamsterrad? Zu diesem aktuell immer wieder vorgebrachten Befund ein vielleicht passendes Zitat:

„Dass wir uns so oft getrieben und fremdbestimmt fühlen ... hat seinen Grund vielmehr darin, dass wir sehr häufig unsere innere Freiheit, also den uns verbleibenden Gestaltungsspielraum, verdrängen. Das aber ist kein Schicksal. Wir können nach ihm wie nach vielen anderen geistigen Potenzialen - dem Humor, der Zuversicht, der Verantwortlichkeit, der Leichtigkeit, der Liebe - in uns graben.“ (S. 301)
Dr. theol. Stephan Peeck (Hamburg): Woher kommt die Kraft zur Veränderung? Neue Wege der Persönlichkeitsentwicklung. Ellert & Richter, Hamburg 2005, 309 Seiten, ISBN 3-8319-0222-4, 16,95 Euro.

Daraus einige Stichworte: Neue Motivation finden, Hilfen zur Sinnfindung, Kraft der inneren Bilder, Sich behaupten lernen. Der Autor orientiert sich an der Logotherapie von Frankl und Böschemeyer: www.logotherapie-peeck.de. (hk)



DAK zur eCard

Die Deutsche Angestelltenkrankenkasse ist seit längerem im Gespräch als zentraler EDV-Dienstleister für die Daten aus der geplanten - umstrittenen - elektronischen Gesundheitskarte im Bereich der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung. Vor Ort im Nagelsweg in Hamburg befragt, sagte der Projektleiter der DAK, Dipl.-Informatiker Michael Martinet, dies sei in der Tat technisch und kapazitätsmäßig möglich (ein ganzes, etwa zweistöckiges Gebäude steht wohl für die hauseigene EDV zur Verfügung). Zusätzliches Personal müsse nicht eingestellt werden, Umsetzungen innerhalb der hauseigenen EDV genügten. So würden ja Bearbeiter frei, die bisher etwa die missbräuchliche Verwendung von Chipkarten prüfen müssten.

Es sei entgegen den Befürchtungen kein zentraler Speicher vorgesehen. Die einzelnen Daten der Versicherten seien allerdings mit ihrem Einverständnis zusammenführbar, räumte er ein. Vieles stehe aber noch nicht fest. Für den Datenschutz sehe er keine Probleme: Grundsätzlich dürften keine Daten gespeichert werden. Der Datenschutzexperte der DAK habe keine Bedenken - ein „gläserner Patient“ sei keinesfalls gewollt. Einwände wie die mit Hinweis auf problematische Erfahrungen in Österreich im Unterschied zu Dänemark seien oft von Halbwissen geprägt. Für ihn sei die geplante eCard „100mal sicherer“ als andere Lösungen. Der weitere Betrieb werde die Machbarkeit im Einzelnen zeigen. (hk)



 
PD Dr. Jörg Strotmann
(Foto: Privat)
 
I. Medizinische Klinik im Städtischen Krankenhaus Kiel
PD Dr. Strotmann neuer Chefarzt

PD Dr. Jörg Strotmann, Internist und Kardiologe, hat am 1. Oktober als Leiter der 1. Medizinischen Klinik im Städtischen Krankenhaus Kiel die Nachfolge von Prof. Dr. Arnd B. Buchwald angetreten. In den vergangenen acht Jahren war der gebürtige Recklinghausener Strotmann als Oberarzt an der Medizinischen Klinik I der Universität Würzburg tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Intensivmedizin und die interventionelle Kardiologie inklusive der kardialen Bildgebung. Der Kardiologe ist Mitglied der Deutschen Herzstiftung, der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Herz- und Kreislaufforschung sowie der European Society of Cardiology. (Arne Gloy)



Ev. Stiftung Alsterdorf


Im Bericht der Ev. Stiftung Alsterdorf (Hamburg) für 2006 werden auch Daten für die in Schleswig-Holstein liegenden Aktivitäten genannt. So hatte das (psychiatrische) Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus mit 244 Mitarbeitern bei 207 Betten und 30 teilstationären Plätzen Erträge von knapp 17 Millionen Euro. Die Anfang 2006 übernommene Kieler Stadtmission hatte 418 Mitarbeiter bei 460 vollstationären, 98 teilstationären Plätzen und 12 747 ambulanten Betreuungseinheiten Erträge von 16,2 Millionen Euro.

Ein Vorstandsvorsitzender (für den verstorbenen P. Rolf Baumbach) soll noch gefunden werden. (hk)



Diako-Radiologie
Prof. Müller-Hülsbeck neuer Chefarzt

 
  Prof. Dr. Stefan Müller-Hülsbeck mit Schnittbildern des Gehirns, die mithilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) entstanden sind (Foto: Diako FL)
„In der Diako-Radiologie nehmen zwar die bildgebenden Verfahren und die Diagnostik einen breiten Raum ein“, sagt der neue Chefarzt Prof. Dr. Stefan Müller-Hülsbeck, aber, was viele gar nicht wüssten: „Es werden auch Krankheiten behandelt.“ Die an der Diako Flensburg etablierte interventionelle Radiologie ermöglicht es, mit Kathetern, Ballonen und Gefäßstützen (Stents) Hirnblutungen zu stoppen und Durchblutungsstörungen an Hals-, Becken- und Beinschlagadern dauerhaft zu beseitigen. „Hier ist die Radiologie wichtiger Partner im interdisziplinären Gefäß-Zentrum Flensburg“, ergänzt Dr. Jan-Peter Braun, ärztlicher Direktor der Diako.

Ausgebaut werden sollen nun unter Prof. Müller-Hülsbeck die nichtinvasive Herzbildgebung in engster Abstimmung mit den Kardiologen, aber auch viele minimal- und mikroinvasive Verfahren. Bei der Behandlung von Myomen, gutartigen Geschwülsten der Gebärmutter, möchte der Radiologe in Flensburg die so genannte Myom-Embolisation vorantreiben. Auch dieses Verfahren, bei dem Blutgefäße gezielt verstopft werden, ist minimal-invasiv.

Prof. Müller-Hülsbeck, bisher stellvertretender Direktor der Klinik für Diagnostische Radiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, zu seinem Wechsel nach Flensburg: „Ich habe mich für die Diako entschieden, da ich in diesem leistungsstarken Zentrum gute Möglichkeiten sehe und man sich hier Innovationen nicht verschließt“, antwortet Müller-Hülsbeck. Die Leitung der größten Radiologie im Land nach dem Universitätsklinikum sei eine große Herausforderung. Das Team mit seinen rund 50 Mitarbeitern, darunter zwölf Ärzten, könne zudem auf eine gute Geräteausstattung zurückgreifen. Sein Vorgänger, Dr. Ulrich Schroeder, hat die Diagnostische und interventionelle Radiologie/Neuroradiologie zu einer der modernsten des Landes ausgebaut. „Sie wird auf universitärem Niveau betrieben“, lobt Müller-Hülsbeck und weist darauf hin, dass sich die Diako als Akademisches Lehrkrankenhaus auch in der Ausbildung von Ärzten engagiert.

In Kiel wird Prof. Müller-Hülsbeck auch weiterhin seinen Lehrverpflichtungen nachkommen, zusätzlich wird er Kurse für angehende Ärzte im Praktischen Jahr in der Diako anbieten. Der 42-Jährige wurde für seine Verdienste mit dem wichtigsten Preis für Radiologen, dem Hermann-Holthusen-Ring der Deutschen Röntgengesellschaft, geehrt. (Ole Michel)



Dr. Olaf Schult-Kronefeld
Neuer Lungenspezialist am DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg

 
Dr. Olaf Schult-Kronefeld
(Foto: DRK)
 
Die Innere Abteilung des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg hat zur Erweiterung seines Versorgungsangebotes einen weiteren Spezialisten nach Ratzeburg geholt. Dr. Olaf Schult-Kronefeld, 38-jähriger Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Pneumologie, wird sich künftig als Oberarzt um Patienten mit Erkrankungen der Lunge, der Bronchien und des Rippenfells kümmern. „Das ist ein wichtiger Service für unsere Patienten und für die Menschen in unserer näheren Umgebung“, bekräftigt Dr. Roland Preuss, Chefarzt der Inneren Medizin. Dr. Schult-Kronefeld - in Wedel geboren, in Hamburg studiert und gearbeitet - kann künftig auch auf eine hochwertige Ausrüstung zurückgreifen. Zu den neuesten technischen Geräten gehört seit kurzem ein Lungenfunktionslabor, ein so genannter „Body“ (Ganzkörper-Bodyplethysmograph). (Andresen)



Erstmals in Schleswig-Holstein
Klappen der Hauptschlagader durch die Haut implantiert

Am Lübecker Campus des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein wurden erstmals in Schleswig-Holstein Klappen der Hauptschlagader via „Schlüssellocheingriff“ über die Leistenarterie implantiert. Dieser so genannte „perkutane Aortenklappen-Ersatz“ (perkutan = durch die Haut) wurde von Medizinern der Klinik für Herzchirurgie und der Medizinischen Klinik II in Kooperation mit Ärzten des Klinikums Siegburg an zwei Patienten erfolgreich durchgeführt.

In Lübeck steht somit - neben wenigen anderen Zentren in Deutschland - eine schonende Alternative zum konventionellen chirurgischen Aortenklappenersatz zur Verfügung, denn mit dem minimalinvasiven Eingriff wird eine Operation am offenen Brustkorb umgangen. Die neue Therapieform kommt bei Patienten mit hochgradiger Verengung der Aortenklappen und hohem Operationsrisiko zum Einsatz und verhilft den betroffenen Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität und Prognose. Allerdings muss das neue Verfahren in Langzeitbeobachtungen weiter untersucht werden. Die klassische Operation, also der chirurgische Ersatz der Herzklappe, gilt daher nach wie vor als Therapie der ersten Wahl, zumal es auch hier in den letzten Jahren zahlreiche Weiterentwicklungen gab.
Eine Klappenverengung entsteht oft durch Verkalkungen und Ablagerungen, die sich aufgrund von entzündlichen Veränderungen der Herzklappe bilden. Die Herzklappe dient als Ventil, damit das ausgeworfene Blut nicht wieder zurück in die Herzkammer fließt. Ist die Aortenklappe verengt, kann das Herz nur mit großer Mühe das Blut in den Kreislauf auswerfen. Das führt zu einer chronischen Belastung der Herzkammer. Die Folge sind Herzmuskelverdickung (Hypertrophie) und Herzschwäche. Alarmsymptome einer schweren Herzschädigung im Rahmen der Klappenverengung (Stenose) sind Herzschmerzen, Luftnot bei Belastung, Schwindel oder plötzlich auftretende Ohnmachtsanfälle (Synkopen). Beim Auftreten dieser Symptome besteht ein hohes Risiko eines Herzversagens. Denn nun hat die Erkrankung ein Stadium erreicht, welches eine schlechtere Prognose besitzt als die meisten bösartigen Krebserkrankungen. (Dr. Anja Aldenhoff-Zöllner)


 
  Prof. Dr. Biederer
(Foto: Privat)

Prof. Dr. Jürgen Biederer
Ernennung zum außerplanmäßigen Professor

Prof. Dr. Jürgen Biederer wurde zum außerplanmäßigen Professor der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ernannt. Der Oberarzt der Klinik für Diagnostische Radiologie (Direktor: Prof. Dr. M. Heller) leitet die radiologischen Einrichtungen am Standort 1. Medizinische Klinik des UK S-H am Campus Kiel. (UK S-H)



Krankenhausmanager mit Brief und Siegel
Erster „Master of Hospital Management“

Die ersten „Master of Hospital Management“ haben ihr Weiterbildungsstudium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) abgeschlossen. Zwei Frauen und sechs Männer - allesamt Mediziner an norddeutschen Kliniken und Unternehmen - bekamen ihre Managementfähigkeiten am 11.10.07 schwarz auf weiß mit einer Masterurkunde bescheinigt.

Der Kieler Studiengang qualifiziert Ärzte für Führungsaufgaben im Krankenhaus, die denen in einem modernen Wirtschaftsunternehmen entsprechen: Vom Businessplan über Controlling und Personalführung bis hin zum Qualitätsmanagement muss der Hospital Manager alles im Blick haben. „Sie haben sich bei uns die juristische und ökonomische Kompetenz erworben, Ihr Schiff sicher durch die raue See des Wettbewerbs zu steuern“, so der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Michael Illert, an die Absolventen. Im Oktober 2005 hatten sie das berufsbegleitende Studium aufgenommen und seither viel Zeit in ihre persönliche Weiterbildung investiert: 18 Wochenenden, zwei Präsenzwochen und vier Monate für die Abschlussarbeit.

Im August war beschlossen worden, den Studiengang gemeinsam mit der Akademie Damp weiterzuführen, nachdem der ursprüngliche Träger - der Multimedia Campus Kiel - geschlossen wurde. Die Akademie Damp gehört zu Norddeutschlands größtem privaten Gesundheitsunternehmen, der Damp Holding AG. Die Akademie blickt auf 25 Jahre Erfahrung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal zurück. Näheres unter www.homa.uni-kiel.de. (Sandra Ogriseck, CAU)



Neue Mitglieder der Leopoldina erhalten die Urkunde ihrer Mitgliedschaft


 
Prof. Dr. Jens Scholz
(Foto: Uni Kiel)
 
Im Rahmen der Jahresversammlung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die vom 5. bis 7. Oktober in Halle (Saale) stattfand, übergab der Akademiepräsident Prof. Dr. Volker ter Meulen in einer Feierstunde 51 neuen Akademiemitgliedern, die in den vergangenen zwölf Monaten in die Akademie aufgenommen worden waren, die Urkunden ihrer Mitgliedschaft. Sie gehören 22 Sektionen an, unter ihnen befanden sich Wissenschaftler nicht nur aus den Stammländern der Akademie, Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch aus Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Ungarn und den USA. In die Sektion Chirurgie, Orthopädie und Anästhesiologie erhielt als neues Mitglied sein Diplom Prof. Dr. Jens Scholz, Professor für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin und Direktor an der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

Zur Akademie Leopoldina

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftler(innen), und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung. Der Leopoldina gehören zurzeit etwa 1 250 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftler(innen) naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 32 Mitglieder der Leopoldina. (Grit Schuster, Uni Kiel)


Ring-Vorlesung Homöopathie

Ring-Vorlesung Homöopathie des Arbeitskreises „Homöopathie“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel:


27.11.2007 Dr. Carsta Schumacher-Lüthge, Preetz:
Homöopathische Behandlung von Erkältungen

11.12.2007 Dr. Eckard Weber, Selk: Probleme und Chancen neuer Arz- neimittel am Beispiel des Arzneimit- telbilds „Schokolade“

08.01.2008 Uta H. Bestmann, Altenholz: Die Familie der Ranunculaceae (z. B. Aconitum, Pulsatilla, Staphisagria)

22.01.2008 Dr. Cornelia Beck, Kiel:
Differenzialdiagnosen von Verlet- zungsmitteln und postoperative Behandlungsmöglichkeiten

29.01.2008 Dr. Peter Stevens, Buxtehude: Arzneimittelbild einer Frucht im Licht homöopathischer Systematik

05.02.2008 Dr. Arno Pannenbäcker, Eutin: Eine Falldokumentation nach der neuen systematischen Homöopathie

Die Veranstaltungen sind mit jeweils zwei Fortbildungspunkten zertifiziert.

Die Vorlesungen finden jeweils um 19:00 Uhr c. t. im Hörsaal der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel statt.

Die Vorlesungen werden von der Karl & Veronica Carstens Stiftung sowie von der Gesellschaft homöopathischer Ärzte gefördert.

Infos im Internet: www.fs-medizin.uni-kiel.de (CAU)



 
  Dr. Thomas Wessinghage
(Foto: Reha-Klinik Damp)

Dr. Thomas Wessinghage widmet sich neuen Aufgaben
Rehabilitation in Damp stellt sich neu auf

Dr. Thomas Wessinghage verlässt Ende des Jahres die Damp Gruppe in Richtung Süden. Der Mediziner und Sportler war seit 2001 für die norddeutsche Unternehmensgruppe tätig und widmet sich nun neuen Herausforderungen. Hintergrund ist eine Neuausrichtung des rehabilitativen Angebots am Standort Damp. (Reha-Klinik Damp)



Medizinische Klinik am Krankenhaus Rendsburg
Prof. Becker neuer Chefarzt

Prof. Dr. Dirk Becker, ist seit Anfang Oktober Nachfolger von Prof. Dr. Jörg-Dieter Herrlinger als Chefarzt der Medizinischen Klinik am Krankenhaus Rendsburg. Sein Werdegang: Medizinstudium in Düsseldorf und Erlangen, Assistent an der Erlanger Universitätsklinik, wo er nach der Facharztausbildung Oberarzt der Medizinischen Klinik I der Universität Erlangen-Nürnberg wurde. Schwerpunkte der Tätigkeit:
Gastroenterologie und Intensivmedizin, Ultraschalldiagnostik und ultraschallgestützte Therapieverfahren. Auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik der Schilddrüse 1997 Habilitation, 2003 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.

Seit 2002 ist Prof. Becker Chefarzt der Medizinischen Klinik des Krankenhauses Eckernförde. Jetzt übernimmt er zusätzlich die Leitung der Medizinischen Klinik in Rendsburg. Beabsichtigt sind in der Zukunft dort einige Innovationen wie die Sonographie mit Kontrastmittel und die Endosonographie. Im Bereich der Kontrastmittelsonographie ist Prof. Becker einer der Pioniere der Methode in Deutschland. Er verfügt über eine mehr als zehnjährige Erfahrung auf diesem jungen Arbeitsfeld. Die Endosonographie ist der miniaturisierte Ultraschall „von innen“, der mit einer bisher von keinem anderen Untersuchungsverfahren erreichten Auflösung Bilder aus bestimmten Bereichen des Körperinneren erzeugt. Sehr wichtig ist diese Methode für die Entdeckung kleiner Tumoren im Frühstadium. Ein weiterer seiner Schwerpunkte ist die so genannte Thermoablation von Lebertumoren. Bei Patienten mit Lebertumoren, die nicht operabel sind und die auch keiner anderen Therapie zugänglich sind, werden mithilfe der Ultraschallzielung Hochfrequenznadelelektroden in der Leber platziert, die dann über eine lokale Erhitzung den Tumor quasi verkochen. Diese Innovationen möchte Prof. Becker auch in Rendsburg etablieren.

Prof. Becker ist seit 23 Jahren mit einer promovierten Ärztin für Allgemeinmedizin verheiratet, die beiden haben drei Kinder. (Petra Krügel, Kreiskrankenhäuser Rendsburg-Eckernförde)



Fünf Jahre Geriatrie am Städtischen Krankenhaus Kiel GmbH


Vor fünf Jahren nahm die Klinik für Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation am Städtischen Krankenhaus Kiel GmbH unter der Leitung von Chefarzt Dr. Thomas Jaeger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, mit 40 vollstationären und 20 teilstationären Behandlungsplätzen ihren Betrieb auf.

In einem multiprofessionellen Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen (Neurologie, Psychiatrie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin), speziell geschulten Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Logopäden und Sozialarbeitern wird der ältere, meist multimorbide Patient, fachübergreifend diagnostiziert und behandelt. Hierzu steht ein breites diagnostisches Spektrum mit EKG, Echokardiographie, Doppler- und Duplex-Sonographie, EEG, NLG, EMG und MEP zur Verfügung, ergänzt durch die im Hause gegebenen diagnostischen Möglichkeiten. Typische Indikationen für die geriatrische Behandlung sind Patienten mit cerebralen Ischämien, Z. n. Frakturen und Operationen, Parkinson-Syndrom, Gangstörungen/Stürzen, Hirnleistungsstörungen, chronischen Schmerzsyndromen und akuter Verschlechterung oder verzögerte Erholung bei chronischen Erkrankungen.

Über die Jahre ist die Nachfrage nach geriatrischen Therapieplätzen sowohl aus dem stationären als auch ambulanten Bereich so gewachsen, dass die Geriatrische Klinik Anfang September 2007 um eine Station erweitert wurde.

Zum fünfjährigen Jubiläum der Geriatrischen Klinik findet eine Fortbildungsveranstaltung statt, die mit drei Fortbildungspunkten der Ärztekammer Schleswig-Holstein zertifiziert ist: „Osteoporose und Sturzkrankheit - ist Gebrechlichkeit vermeidbar?“ Es referiert Prof. Dr. Ludger Pientka, Ruhr-Universität Bochum, am 21.11.2007, 16:00 bis 18:30 Uhr, im Städtischen Krankenhaus Kiel, Eingang Metzstraße, 2. Obergeschoss, Konferenzraum. (Dr. Barbara von Unruh)



Mitspieler(innen) gesucht
Das Ärzte-Orchester Pinneberg

Das Ärzte-Orchester Pinneberg ist ein Zusammenschluss von Liebhabern klassischer Musik unter professioneller Leitung. Vor gut 15 Jahren von Ärzten gegründet, ist es seither zu einem echten Kammerorchester herangewachsen: Es besteht derzeit aus 18 Musiker, die aus medizinischen Berufen im weitesten Sinne kommen. Die musikalische Gemeinschaft ist jedoch nicht berufsbezogen, sondern steht allen Interessenten, ob alt oder jung, ob mit oder noch ohne Orchester-Erfahrung, offen. Ausschlaggebend ist die Freude am gemeinsamen Musizieren, die ihre Höhepunkte in gelegentlichen öffentlichen Auftritten findet.

Neue Mitspieler, Streicher und Bläser, sind immer willkommen. Sie finden in Frank Engelke einen versierten Dirigenten, eine professionelle Geigerin fungiert als Konzertmeisterin. Das Repertoire ist vornehmlich der Klassik und Vorklassik gewidmet - Werke von Vivaldi, Telemann, Joseph und Michael Haydn, Johann Christian Bach, Vanhal, Boccerini, Starnitz, Mozart prägen bislang das Programm.
Das Orchester trifft sich regelmäßig jeden ersten und dritten Dienstag im Monat zu Proben, die in einem Raum der Nordmark-Werke in Uetersen stattfinden.

Wer interessiert ist und mehr über das Ärzte-Orchester Pinneberg wissen möchte, wende sich bitte an: Frank Engelke (Tel. 040/53054968), Inez Willers (Tel. 040/6440862) oder Rolf Harten (Tel. 04101/67423). (Ärzte-Orchester Pinneberg)




Hanfried Lück verabschiedet


 
Hanfried Lück (Foto: UK)  
Mit dem 70. Geburtstag nach über zwölfjähriger Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen ist wohl eine Meldung im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt wert.

Nach Beendigung seiner aktiven Zeit als Berufssoldat bei der Bundeswehr Ende 1991 war Hanfried Lück vorübergehend bei der Apotheker- und Ärztebank in Bad Segeberg bis Ende 1994 beschäftigt, um nach der Neuorientierung der APO-Bank Filiale nach Lübeck bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein am 1. Januar 1995 seinen Dienst aufzunehmen.

Im Bereich Postversand, Archiv, Haustechnik und Fahrdienste war er über die vielen Jahre nicht nur aufgrund seines handwerklichen Geschicks ein verdienstvoller Mitarbeiter und sozusagen ein Mann für alle Fälle, sondern auch aufgrund seiner kollegialen und zupackenden Art ein gern gesehener Kollege in der Verwaltung der Ärztekammer.

Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und weiterhin so viel Gesundheit, Lebensfreude und Schaffenskraft wie bisher. (II)


 
  Sven Sager (Foto: Ro)


Neuer Mitarbeiter in der Buchhaltung


Sven Sager (25) ist seit dem 15. Oktober neuer Mitarbeiter der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Er hat das Tätigkeitsfeld in der Buchhaltung von dem ausgeschiedenen Mitarbeiter Stefan Klüssendorf übernommen. Sven Sager war sechs Jahre lang in einem Industrieunternehmen in der Personal- und Finanzbuchhaltung beschäftigt. Wir wünschen ihm einen guten Start! (Ro)





Faltblatt „Impfen gegen Grippe“


Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. hat ein neues Faltblatt im Rahmen der Impfkampagne des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein herausgebracht. „Impfen gegen Grippe“ weist auf die Gefahren der schweren Grippe hin, informiert über den wirksamen Impfschutz für alle und gibt Tipps, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann. Der Flyer kann angefordert werden bei der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V., Flämische Str. 6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431/94294, Fax 0431/94871,
E-Mail lind@lvgfsh.de oder einfach im Internet heruntergeladen werden unter
www.lv-gesundheit-sh.de.


Leserbriefe


 
Dr. Schoormanns
(Foto: Privat)
 

Leserbrief von Dr. Wilko Schoormans zur Diskussion um die Finanzierung der Akademie für med. Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer

Zum Streit um die Finanzierung der Akademie vermisse ich den kaufmännischen Ansatz: Wenn ich rote Zahlen schreibe, muss ich mich doch fragen, ob ich wirtschaftlich arbeite oder mit meinem Produkt am Markt vorbeiproduziere. Solange die Akademie glaubt, die Qualität nur mit hochbezahlten Referenten erreichen zu können, so irrt sie sich, und wenn die Nachfrage nachlässt, weil die Teilnahme zu teuer ist, so sollte sie es überdenken und die Themen auf Aktualität überprüfen, da die weitaus attraktiveren Fortbildungsangebote wohnortnahe bestehen. Aber nur nach der Subvention zu rufen, ist sicher der schlechteste Weg, manifestiert die Misswirtschaft und nimmt die so Geschröpften nur noch mehr gegen die Akademie ein.

Vielleicht ist weniger einfach mehr!

Dr. Wilko Schoormans, Seminarweg 4, 24837 Schleswig



Leserbrief von Dr. Ulrike Hunold zum Rückgang der Besucherzahl der Fortbildungsakademie bzw. zum Leserbrief von Dr. Reimar Daniel Vogt, SHÄ 10/2007, S. 13 f.

Dem Kollegen Vogt ist inhaltlich nur beizupflichten. Die Nähe zum Wohnort ist ein entscheidender Faktor für die Fortbildungsveranstaltungsauswahl - neben dem lieben Geld. Darüber hinaus wünsche ich mir für die Zukunft, dass auch bei den Referenten der Fortbildungsakademie „conflicts of interest“ angegeben werden. So mancher von ihnen hält nämlich auch gesponserte Vorträge - und ob die sich inhaltlich von denen der Fortbildungsakademie unterscheiden, wage ich zu bezweifeln!!!

Dr. Ulrike Hunold, Schützenwall 59, 24114 Kiel


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 11/2007

S. 6-16