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Das
DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg schloss Vertrag mit der Universitätsklinik
Lübeck
Ratzeburg ist Akademisches Lehrkrankenhaus
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| DRK-Krankenhaus
Mölln-Ratzeburg (Foto: DRK-Krhs) |
Die jahrelangen Bemühungen
sind endlich belohnt worden: Seit August 2007 darf sich das DRK-Krankenhaus
Mölln-Ratzeburg Akademisches Lehrkrankenhaus für die Medizinische
Fakultät der Universität zu Lübeck nennen. Hans-Martin
Kuhlmann, Geschäftsführer des DRK-Krankenhauses, unterschrieb
den achtseitigen Vertrag mit Prof. Dr. Peter Dominiak, Rektor am Universitätsklinikum.
Die Vereinbarungen für die wissenschaftliche und fachliche Zusammenarbeit
gelten erst einmal für eine Laufzeit von fünf Jahren.
Damit ist unser Haus deutlich aufgewertet worden, freute sich
Kuhlmann, der betonte, dass ohne die intensiven Bemühungen von Dr.
Andreas Schmid, dem ärztlichen Direktor und Chefarzt der Chirurgie
des DRK-Krankenhauses, dieser Vertrag noch nicht zustande gekommen wäre.
Als akademisches Lehrkrankenhaus bieten die Chirurgie und die Innere Abteilung
am DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg jedes Jahr zwölf Medizin-Studenten
die Möglichkeit, ihr so genanntes Praktisches Jahr (PJ) am Standort
Ratzeburg zu absolvieren. (DRK-Krankenhaus)
Neue
Erkenntnisse über Zusammenhänge
Sexuelle Orientierung und Gehirnstruktur
Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Sektion für Sexualmedizin
und des Neurozentrums des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
des Forschungsverbundes für funktionelle Bildgebung NeuroImage-Nord
und des Wellcome Trust Centers for Neuroimaging des University College
London hat neue Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen sexueller
Orientierung und Hirnanatomie beim Menschen gefunden. Die Ergebnisse dieser
Studie wurden gerade in der hochrangigen internationalen Online-Fachzeitschrift
Plos One veröffentlicht.
Die Forscher untersuchten die Gehirnstruktur von heterosexuellen und homosexuellen
Frauen und Männern im Kernspintomographen. Während sich zwischen
heterosexuellen und homosexuellen Männern keine Unterschiede fanden,
wiesen homosexuelle Frauen in einer Hirnregion ein Muster auf, welches
eher den heterosexuellen Männern als den heterosexuellen Frauen entsprach.
Es handelt sich um den Teil des Gehirns, der für Geruchsverarbeitung,
aber auch für die Verarbeitung sexueller und sozialer Reize verantwortlich
ist.
Die Forscher interpretieren diese Befunde als weiteren Beleg für
den prägenden Einfluss vorgeburtlich wirkender Hormone auf die Gehirndifferenzierung
und damit auf die Entwicklung der sexuellen Orientierung bei Frauen, während
die sexuelle Orientierung bei Männern offenbar stärker durch
andere Faktoren bestimmt wird. (Dr. Anja Aldenhoff-Zöllner)
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PD
Dr. Benedikt Gahn
(Foto: Privat) |
PD Dr. Benedikt Gahn
Habilitiert
PD Dr. Benedikt Gahn
hat sich am 18.12.2006 im Fach Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel habilitiert. Der Titel
der Habilitationsschrift lautete: Untersuchungen zur adoptiven Immuntherapie
beim EBV-positiven Morbus Hodgkin.
Die Antrittsvorlesung fand am 05.02.2007 über das Thema Zytotoxische
T-Lymphozyten: Wirkungsmechanismus, klinische Studien und Perspektiven
statt. (PD Dr. Gahn)
Neuer
Studiengang an der Universität zu Lübeck
Medizinische Ingenieurwissenschaft
An der Universität zu Lübeck gibt es zum Wintersemester 2007/08
den neuen Studiengang Medizinische Ingenieurwissenschaft. Der Studiengang
verbindet die medizinischen, naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen
Disziplinen. Er trägt damit dem zukünftig erwarteten Bedarf
an Absolventen(innen) dieses interdisziplinären Programms Rechnung.
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Medizinische
Ingenieurwissenschaft
(Foto: Universität zu Lübeck) |
Das Studium richtet
sich an Abiturienten(innen), die Spaß an interdisziplinären
Aufgaben im Forschungsfeld zwischen Medizin, Informatik, Physik und Mathematik
haben.
Getragen wird der neue Studiengang durch die hervorragend ausgewiesenen
Fakultäten an der Universität zu Lübeck. Der Lübecker
Studiengang Medizin hat den ersten Platz und auch die Informatik ist unter
den Top Ten im bundesweiten Vergleich der Ausbildungsqualität an
Universitäten. Der Studiengang Medizinische Ingenieurwissenschaft
schafft eine Brücke zwischen den Disziplinen am Lübecker Campus.
Die Einschreibung für Medizinische Ingenieurwissenschaft zum kommenden
Wintersemester 2007/08 kann noch bis zum 19. Oktober 2007 erfolgen. Informationen
über den Studiengang sind unter www.imt.uni-luebeck.de/miw sowie
telefonisch beim Institut für Medizintechnik (Tel. 0451/500-5400)
zu erhalten. (Universität zu Lübeck)
Marburger
Bund warnt vor Scheitern der elektronischen Gesundheitskarte
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat die Ankündigung
des Bundesgesundheitsministeriums, die flächendeckende Ausgabe der
elektronischen Gesundheitskarte bereits im zweiten Quartal 2008 zu starten,
scharf kritisiert.
Noch im Mai dieses Jahres hatten die Mediziner auf dem Deutschen Ärztetag
erhebliche Bedenken gegen die Art und Weise der Einführung der Gesundheitskarte
geäußert. Der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery,
sagte: Wenn das Gesundheitsministerium die flächendeckende
Ausgabe der Karte bereits für das zweite Quartal des kommenden Jahres
ankündigt, sind die Bedenken der Ärzteschaft offenbar gänzlich
unberücksichtigt geblieben. Voraussetzung für die Einführung
einer elektronischen Gesundheitskarte sei unter anderem eine Gewährleistung
des Datenschutzes, um den Zugriff unbefugter Dritter zu verhindern. Zudem
seien die Ärzte über die noch unbeantworteten Finanzierungsfragen
beunruhigt.
Montgomery forderte von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eine
verbindliche Zusage, dass bis zur flächendeckenden Einführung
der Karte sämtliche Bedenken der Ärzteschaft ausgeräumt
werden. Montgomery: Wir wollen auch weiterhin die Einführung
der elektronischen Gesundheitskarte positiv begleiten. Dies ist aber nur
möglich, wenn die Interessen der Patienten und Ärzte berücksichtigt
werden. (Marburger Bund)
TK
mit eigenem wissenschaftlichen Institut
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| Dr. rer. nat.
Eva Susanne Dietrich (Foto: TK) |
Das Wissenschaftliche
Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen
(WINEG, www.wineg.de) hat Ende August in Hamburg eine positive Zwischenbilanz
seines ersten Jahres gezogen. Bei einem Symposion mit dem Gastreferenten
Prof. Oberender (Bayreuth) stellte das Institut unter Leitung von Dr.
rer. nat. Eva Susanne Dietrich (ehem. KBV, Berlin) das Team und erste
Projekte vor. In seinem Referat (Der Beitrag der Ökonomie für
eine rationale Medizin) sagte Oberender, einer der führenden
deutschen Gesundheitsökonomen: Medizin und Ökonomie stehen
nicht im Widerspruch, sie bilden eine Einheit. Auch Ärzte wüssten
heute, dass jeder Euro, der im Gesundheitswesen ausgegeben werde, an anderer
Stelle fehle. Entscheidende Voraussetzungen für rationales Handeln
im Gesundheitswesen seien unter anderem Transparenz und Wahlfreiheit.
Ein Schwerpunkt der
Institutsarbeit ist die Pharmakoökonomie, hier also nicht zuletzt
die Frage, wie die Kasse ihren Versicherten kostengünstigere Arzneimittel
zur Verfügung stellen kann. Das Institut solle unabhängig arbeiten,
sagte Dr. Dietrich, und gegebenenfalls auch Ergebnisse veröffentlichen,
die nicht unbedingt im Sinne der Trägerin seien. Schaun wir
mal. (hk)
Für
Sie gelesen: Ärzte als Stützen im sozialen Netz
Ein soziales Netz ist immer auch ein Stützsystem. Dazu gehören
nicht nur die Familie, Freunde, Bekannte, sondern auch Profis wie Ärzte,
Psychologen, Masseure, vielleicht die Kosmetikerin, die Friseurin und
der Fitnesstrainer. Deren Rolle und Bedeutung in Ihrem Leben mag sehr
unterschiedlich sein ...
Aus: Micheline Rampe, Der R-(Resilienz-)Faktor, Das Geheimnis unserer
inneren Stärke, Knaur Taschenbuch Nr. 87260, Reihe MensSana, München,
S. 223. (hk)
Größter
Personalzuwachs bei den Ärzten - in Reinbek
Anders als viele Kliniken hat das Krankenhaus Reinbek in den letzten Jahren
auch personell expandiert und mit 830 Mitarbeitern(innen) auf umgerechnet
480 Vollzeitstellen seinen höchsten Personalstand erreicht. Seit
1997 wurden insgesamt 65 neue Arbeitsplätze im Hause einschließlich
neuer Einrichtungen wie Radiologiepraxis, Herzkatheter- oder Schlaflabor
geschaffen. Den größten Personalzuwachs gab es bei den Ärzten
- von 52 auf 80 Stellen. Auch Krankenschwestern, die sonst wegen der Verweildauerverkürzung
(DRGs) reduziert werden, kamen hinzu. Die Verwaltung wurde laut kaufmännischem
Direktor Lothar Obst um 2,5 Stellen aufgestockt, um Codierungen hier durchzuführen
und Ärzte von Verwaltungstätigkeit zu entlasten.
Auch bei der Bezahlung der Mitarbeiter sei das Adolf-Stift eigene Wege
gegangen: Unsere Ober- und Assistenzärzte verdienen bei uns
mehr als anderenorts nach dem Tarifvertrag des Marburger Bundes,
sagte Obst. Dies sei auch ein Grund für das Betriebsklima, für
Motivation und Leistungsbereitschaft im Hause. (hk)
Winnetou
- Symbol für Menschlichkeit
Bekannt ist, dass Karl Mays Abenteuererzählungen viel mit Menschlichkeit
und einiges mit der Medizin zu tun haben, nicht nur mit indianischer und
arabischer Phytotherapie. Der meistgedruckte deutsche Autor schätzte
den Ärztestand sehr, gab sich in seinen wilden Jahren
sogar als Augenarzt (Dr. Heilig) aus. In diesem Jahr zog sein Winnetou
I als Freiluftspektakel in Bad Segeberg trotz verregneten Sommers immerhin
über 240 000 Besucher an. Ausverkauft war das Klavierkonzert mit
Lesung von Roger Willemsen im Kuhstall von Gut Haseldorf unter dem schrägen
Titel Ein Schuss, ein Schrei - das Meiste von Karl May. Der
studierte Germanist destillierte aus Mays Romanen über 20 witzige
Gedichte, in denen auch die Rede war von Sagrotansüchtigen, von Zellulitis
und verschleppter Hepatitis. Als Winnetou in der Krise ist (Band 3), klang
es zuversichtlich wie beim guten Seelendoktor: Man sitzt da und
denkt sich - der scheitert nicht, der fängt sich! Und am Ende
hieß es: Wir konstatieren neidlos, Winnetou ist einfach zeitlos!
Also auch 2008, voraussichtlich Winnetou und Old Firehand.
(hk)
Für
Sie gehört: Aufschieberitis
Ein Arzt, der z. B. immer wieder die Lektüre von Fachzeitschriften
vor sich herschiebt, könnte an Aufschieberitis leiden
(umgangssprachlich), fachpsychologisch schöner klingend an Prokrastination.
Dies kann zu tun haben mit dem generellen Problem der Entscheidungsschwierigkeiten,
mit Entscheidungsstress - Stichworte: Perfektionismusfalle, Angst vor
Fehlern, Überbetonung der Ratio ... Ein erprobter Weg, mit lange
Aufgeschobenem zurechtzukommen: Einfach anfangen, nach etwa zehn
Minuten innehalten und wahrnehmen, wie man sich dabei fühlt, dann
weitermachen oder anderntags neuer Anlauf.
(Dipl.-Psych. Simone Meller, Seminar über Entscheidungs-Stress, City-BKK
Hamburg, August 2007, www.schwungwerk.de). (hk)
Evangelische
Stadtmission Kiel
Suchtberatungsstellen Mettenhof und Gaarden
Suchtberatung
Mettenhof,
Helsinkistr. 30, 24109 Kiel, Tel. 0431/26044790,
Öffnungszeiten:
Mo.-Mi., Do. 15:00-17:00 Uhr, Fr. 16:00-18:00 Uhr
Suchtberatung
Ostufer,
Stoschstr. 56, 24143 Kiel, Tel. 0431/2307070,
Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 15:00-17:00 Uhr, Mo. 10:00-12:00 Uhr
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Im Mai dieses Jahres
hat die Evangelische Stadtmission Kiel in Mettenhof eine Suchtberatungsstelle
eröffnet. Dort haben Menschen, die Probleme mit Alkohol, Medikamenten
oder Glücksspiel haben, eine Anlaufstelle, um über ihre Sorgen
zu berichten und sich kostenlos beraten zu lassen. In den Büroräumen
der Wohnungsgenossenschaft Esbjergweg (Helsinkistr. 30) hören ehemals
Betroffene den Ratsuchenden zu und helfen bei den ersten, oftmals schwierigen
Schritten aus der Abhängigkeit. Auch ihre Angehörigen können
sich hier beraten lassen.
Dass Betroffene hierbei zur Seite stehen, ist ein erfolgreiches Modell,
das sich täglich in vielen Selbsthilfegruppen bewährt. Ein vergleichbares
Angebot der Stadtmission gibt es bereits seit Juni 2006 in Kiels Stadtteil
Gaarden. Diese Anlaufstelle soll es den Einwohnern des Stadtteils erleichtern,
ein Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen. (Soltau)
BGW
macht sich für bessere Altenpflege stark
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
(BGW, Hamburg) hat sich auf ihrem diesjährigen Gesundheitsforum Gesundheitsschutz
und Altenpflege vom 04.-06.09. im Hotel Elysee für eine gute
Altenpflege eingesetzt. Eine höhere Pflegequalität lasse sich
nur mit gesunden Mitarbeitern erreichen. Daher befassten sich viele Fortbildungsseminare
für die über 800 Teilnehmer(innen) mit Präventionsmaßnahmen.
Der Vertreter des Bundesfamilienministeriums (Ministerin: Dr. Ursula von
der Leyen) sprach sich für eine neue, breit gesellschaftlich definierte
Kultur der Altenpflege aus. Das bedeute, weit über den bisherigen,
vorwiegend medizinisch orientierten Pflegebegriff hinauszugehen. (hk)
Impfen
gegen Gebärmutterhalskrebs
Flyer zur HPV-Impfung
Für uns Mädchen: Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs
- Was Frau wissen muss heißt das aktuelle Faltblatt, das die
Landesvereinigung für Gesundheitsförderung im Rahmen der Impfkampagne
des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren
des Landes Schleswig-Holstein herausgegeben hat.
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Eine Infektion mit
humanen Papillomaviren (HPV) ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung
von Gebärmutterhalskrebs. Seit Oktober 2006 steht in Deutschland
eine erste Impfung zur Verfügung, die vor der Infektion schützt.
Der Flyer informiert über das Thema HPV und die Impfung, die für
alle Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen
wird. Für diese Zielgruppe trägt die gesetzliche Krankenversicherung
die Kosten.
Das Faltblatt kann im Internet unter www.lv-gesundheit-sh.de (Aktuelles)
heruntergeladen oder angefordert werden bei der: Landesvereinigung für
Gesundheitsförderung e. V. in Schleswig-Holstein, Dr. Elfi Rudolph
oder Hilke Lind, Flämische Str. 6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431/94294,
Fax 0431/94871, E-Mail gesundheit@lvgfsh.de, Internet www.lv-gesundheit-sh.de.
(Dr. phil. Elfi Rudolph)
Unter
Dach und Fach
Hospital Management
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Akademie Damp
vereinbarten, ab dem Wintersemester 2007/08 den Weiterbildungsstudiengang
zum Master Hospital Management (Krankenhausmanagement) gemeinsam
zu organisieren und weiterzuentwickeln. Die Kooperationsparteien schließen
nicht aus, auch in anderen Feldern der Aus-, Fort- und Weiterbildung Angebote
zu präsentieren.
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| Prof. Dr. Michael
Illert, Dr. Claus-Michael Dill, Prof. Bernd Kremer (v. l. n. r.),
Dr. Niels Bunzen (hinten) (Foto: Damp) |
Der Studiengang wird
seit 2005 als Weiterbildung für Mediziner angeboten. Die Weiterführung
des Studiengangs war im Zuge des Insolvenzverfahrens des Multimediacampus
Kiel in Gefahr geraten. Mit der Akademie Damp haben wir einen zuverlässigen
Träger gefunden, der für das Weiterbildungsprogramm der Fakultät
neue Perspektiven eröffnet, erklärte der Dekan der Medizinischen
Fakultät der CAU, Prof. Michael Illert. Die Akademie Damp gehört
zu Norddeutschlands größtem privaten Gesundheitsunternehmen,
der Damp Holding AG. Die Akademie blickt auf 25 Jahre Erfahrung in der
beruflichen Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal zurück.
Dieses Know-how wird unser eigenes Studienprogramm stärken
und es für die Dozenten und die zukünftigen Teilnehmer attraktiv
und effizient machen, so Illert weiter.
Für das kommende Wintersemester sind noch Studienplätze für
diese Weiterbildung frei. Zulassungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes
Studium der Human- oder Zahnmedizin mit Approbation oder ein anderes abgeschlossenes
Studium und mindestens zwei Jahre Berufspraxis. Die Studiengebühren
betragen insgesamt 15 000 Euro. Ratenzahlung ist möglich. Weitere
Informationen erhalten Interessierte unter www.homa.uni-kiel.de. (Akademie
Damp GmbH)
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Prof.
Peter Mailänder
(Foto: Privat) |
Vereinigung
der Deutschen Plastischen Chirurgen
Prof. Mailänder Vizepräsident
Die Mitgliederversammlung
der Vereinigung der Deutschen Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen
Chirurgen (DGPRÄC) hat Prof. Dr. Peter Mailänder vom Lübecker
Campus des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein zum neuen Vizepräsidenten
gewählt. Mailänder leitet die Sektion für Plastische Chirurgie
und Handchirurgie sowie die Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte
am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. (UK S-H)
Diakonissenanstalt
Flensburg
Radiologin geht in Ruhestand
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Dr. Rose-Marie
Faehndrich
(Foto: Diako) |
Im September 2007
scheidet Dr. Rose-Marie Faehndrich, langjährige leitende Ärztin
des Radiologischen Instituts, aus den Diensten der Diako aus. Als sie
1986 als Oberärztin der Radiologie von der DIAKO den Bereich Computertomographie
und Mammographie übernahm, brachte sie umfängliche Erfahrungen
in der radiologischen Diagnostik, der Kinderradiologie und Pädiatrie
aus Berlin mit. Nach ihrer Fachweiterbildung zunächst zur Kinderärztin
und einer Spezialisierung als Kinderradiologin war sie zwei Jahre als
klinische Oberärztin an der Kinderklinik des Rudolf Virchow Krankenhauses
in Berlin tätig und leitete dort unter anderem die Ultraschallabteilung.
Ihren zweiten Facharzt erwarb sie in der Radiologie und übernahm
dann als Oberärztin den Bereich Computertomographie am Spandauer
Krankenhaus. In Flensburg verantwortete sie zunächst als Oberärztin
und seit 1998 als leitende Ärztin die Bereiche Computertomographie,
Magnet-Resonanz-Tomographie und Mammographie. Bereits vor zehn Jahren
hat sie die Teleradiologie zwischen der Nordseeklinik Westerland und der
Diako als erste Einrichtung dieser Art in Schleswig-Holstein aufgebaut.
Mit Dr. Faehndrich geht die derzeit einzige leitende Ärztin der Radiologie
in Schleswig-Holstein in den Ruhestand. (Ole Michel)
Integriertes
Brustzentrums Nord
Erstes Brustkrebs Forum
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| Blick auf die
Veranstaltung (Foto: Asklepios Klinik Nord) |
Einen außerordentlichen
großen Zuspruch von Hausärzten(innen), Gynäkologen(innen),
sowie Interessierten aus dem Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Physikalische
Therapie, Psychoonkologie, Selbsthilfegruppen, Orthopädietechnik,
Hospizen etc. fand das erste Brustkrebsforum in Ahrensburg, das vom integrierten
Brustzentrum Nord Anfang September 2007 veranstaltet wurde. Die Schwerpunktthemen
Lymphödem nach Brustkrebsoperationen sowie digitale Mammografie wurden
durch die Referenten Dr. K. Peter Martin sowie Dr. Timo Gomille ausführlich
dargelegt und anschließend lebhaft diskutiert. Die ca. 100 Teilnehmer
nutzten den Rahmen zusätzlich zur interdisziplinären Diskussion
und zum Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung konnte verdeutlichen, dass
die Behandlung des Brustkrebses im Hamburger Umland kompetent durch das
Integrierte Brustzentrum Nord gewährleistet ist und unterstrich,
dass das Motto Drei Häuser - eine Qualität nicht
nur als Schlagwort dient, sondern gelebte Realität darstellt.
Kernpartner des Integrierten Brustzentrums Nord sind die Asklepios Kliniken
Bad Oldesloe, die Asklepios Klinik Nord, Hamburg (Heidberg) sowie die
Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg. (Integriertes Brustzentrum Nord)
Ameos
Psychatrium Neustadt
Wechsel in der Geschäftsführung
Der langjährige Geschäftsführer der Ameos Psychatrium gGmbH
(ehemals psychatrium Gruppe), Jörg Hemmersbach, hat die Geschäftsführung
für die acht Standorte des Unternehmens in Schleswig-Holstein abgegeben.
Er übernimmt mit sofortiger Wirkung die Geschäftsführung
zweier neu erworbener Häuser von Ameos in Niedersachsen. Um die beiden
ehemaligen Landeskrankenhäuser in Osnabrück und Hildesheim (Zusammen
1 000 Betten, 1 400 Mitarbeiter[innen]) versiert zu leiten und die Integration
in die Ameos Gruppe zu sichern, wurde Jörg Hemmersbach von der Unternehmenszentrale
in der Schweiz gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen.
Neben Maria Mensen (Geschäftsführerin seit 2006) werden Theresia
Kleikamp und Michael Dieckmann in die Geschäftsführung aufrücken.
Theresia Kleikamp leitet seit mehr als zehn Jahren als Direktorin die
Fachpflegehäuser der Ameos Psychatrium, Michael Dieckmann leitet
seit rund zehn Jahren als Direktor die Eingliederungshilfehäuser
der Ameos Psychatrium.
Ameos Psychatrium wird auch unter der neuen Leitung ein kompetenter und
verlässlicher Partner und Leistungserbringer in der Versorgung von
Patienten und Bewohnern sein. (Ameos Psychatrium Neustadt)
Kompakt,
fachlich fundiert und allgemeinverständlich:
UKE gibt als erste deutsche Klinik einen Kompetenzreport
für Patienten heraus
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) geht einen weiteren
Schritt, um seine Leistungen und Therapieerfolge für Patienten noch
transparenter zu machen: Als erste Klinik bundesweit präsentiert
das UKE einen eigenen Kompetenzreport, der einen Überblick über
das Angebot und die Behandlungsergebnisse im Klinikum gibt und diese mit
ausgewählten Qualitätsdaten kombiniert.
Auf insgesamt 48 Seiten stellen die einzelnen Kliniken in allgemeinverständlicher
Sprache auf jeweils einer Seite ihre Schwerpunkte, Forschungsbereiche
und Spezialsprechstunden vor. Ein weiterer Abschnitt bietet Informationen
zu einem besonderen Angebot oder einer speziellen Einrichtung. Für
weiterführende Informationen sind die entsprechenden Internet-Links
aufgeführt. Diese Informationen werden erstmals verknüpft mit
wesentlichen Daten zur Qualität: Potenzielle Patienten erfahren etwa,
wie viele Menschen pro Jahr in dieser Klinik behandelt werden, wie viele
Eingriffe stattfinden und wie groß die Erfolgsrate ist.
Bereits in der Vergangenheit hat sich das UKE für eine weitgehende
Transparenz seiner Leistungen und Angebote eingesetzt: 2006 veröffentlichte
es als erstes deutsches Klinikum freiwillig sämtliche Rohdaten der
Bundesstelle für Qualitätssicherung (BQS), 2007 folgte zusammen
mit 19 weiteren Kliniken, der Techniker Krankenkasse, der Verbraucherzentrale
und der Hamburger Ärztekammer der Hamburger Krankenhausspiegel.
Der Kompetenzreport steht im Internet unter www.uke.uni-hamburg.de/patienten-besucher.
(UKE)
FKHNF-Diako
Fachkrankenhaus Nordfriesland und Fachklinik Breklum fusionieren zur Fachkliniken
Nordfriesland gGmbH.
Mit der Unterzeichnung des Verschmelzungsvertrages zwischen der Fachkrankenhaus
Nordfriesland gGmbH (FKHNF) und der Fachklinik Breklum - Therapiezentrum
für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie - gGmbH (FKB) wurde
am 28. August 2007 die Fusion beider Einrichtungen perfekt gemacht.
Die Firmierung zur Fachkliniken Nordfriesland gGmbH ist vom 1. Januar
2008 an vorgesehen.
Hauptgesellschafter der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH wird die Ev.-Luth.
Diakonissenanstalt zu Flensburg. Mitgesellschafter sind das Nordelbische
Zentrum für Weltmission und kirchlichen Weltdienst, die Kirchenkreise
Husum-Bredstedt, Südtondern und Eiderstedt, die Vereine Fachkrankenhaus
Nordfriesland e. V. und Die Brücke e. V.. (Fachklinik
Breklum)
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Stefan Klüssendorf
(Foto: YS) |
Abschied
von Stefan Klüssendorf
Als engagierter Kollege
wurde der beliebte Mitarbeiter Stefan Klüssendorf bei der Ärztekammer
Schleswig-Holstein geschätzt. Er war im Bereich Finanzbuchhaltung
vier Jahre lang tätig. Am 1. Oktober 2007 hat er seine neue Stelle
im Verwaltungsbereich einer Klinik in Ratzeburg angetreten. Die Ärztekammer
Schleswig-Holstein wünscht ihm für seine weitere berufliche
Laufbahn viel Erfolg. (ist/ro)


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Dr. Buske
(Foto: Privat) |
Leserbrief
von Dr. Hans-Henning Buske zum Titelbild des Schleswig-Holsteinischen
Ärzteblattes in der Ausgabe 8/2007
Für Ihre Ausgabe 8/2007 hatten Sie ein sehr interessantes Titelblatt
gewählt zum Thema Adipositas.
Leider fehlt jeder
Hinweis auf den Ursprung der Abbildung. Daher folgende Information für
Sie und den geneigten Leser:
Es handelt sich um
ein Werk von Fernando Botero, geboren 1932. Er ist der bekannteste, noch
lebende Künstler Kolumbiens, dessen Arbeiten längst Weltruhm
erlangten.
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| Titelbild
SHÄ 8/2007 |
Den Großteil
seiner Kunstwerke und Plastiken hat der Künstler seiner Heimatstadt
Medellin vermacht. Das Botero-Museum dort wurde im Jahre 2000 eröffnet.
Botero malt und gestaltet ausschließlich dicke, entfremdete Personen
und Figuren.
Ich habe die meist großformatigen und sehr fein gezeichneten Bilder
und seine monumentalen Plastiken mit großer Begeisterung vor Ort
bewundern können.
In dem von Bürgerkriegswirren
geschüttelten Land hat die Stimme Boteros großes Gewicht, da
er regelmäßig auch politisch Stellung bezieht.
Dr. Hans-Henning Buske, Stadtweg 48, 24837 Schleswig
Leserbrief
von Dr. Klaus Bittmann zum Leserbrief von Gerhard Leinz Wettbewerb
um Krankenkassenverträge, SHÄ 8/2007, S. 13
Herr Kollege Gerhard Leinz aus Kiel bringt in seinem Leserbrief seinen
Unmut über den Vertrag BKK Privat zum Ausdruck, Überschrift:
Ärztegenossenschaft spaltet Ärzteschaft.
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Dr. Bittmann
(Foto: rat) |
Es wäre sinnvoller
gewesen, Gerhard Leinz hätte sich direkt bei der Ärztegenossenschaft
kundig gemacht. Die Verhandlungen zu diesem Vertrag zwischen BKK Nord
und Ärztegenossenschaft wurden begleitet von Vertretern aller Berufsverbände,
so auch von denen der Psychotherapie, wie auch der Psychiatrie. Es ist
uns bekannt, dass bestimmte Leistungen der Psychotherapie und der Psychiatrie
gemäß GOÄ durch fehlende Weiterentwicklung der GOÄ
deutlich schlechter als gemäß EBM honoriert werden. Wir haben
vereinbart, dass entsprechend notwendige Anpassungen der Steigerungssätze
bei offensichtlichem Missverhältnis zwischen GOÄ-Bewertung und
EBM erfolgen werden - dies betrifft nicht nur die psychologischen Psychotherapeuten.
Die Transcodierung des EBM in eine adäquate GOÄ-Vergütung
ist bekanntermaßen problematisch und bedarf der weiteren Mitwirkung
der jeweiligen Berufsgruppen.
Der Vorstand der Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein wird sich
weiterhin um Kostenerstattung bemühen, nicht um Ärzteschaft
zu spalten, sondern um der Ärzteschaft eine bessere Existenzsicherheit
zu schaffen. Keineswegs werden wir Honorierung unter EBM-Niveau zulassen,
sind dankbar für Hinweise auf Differenzen bei einzelnen Leistungsziffern
seitens der beteiligten Berufsgruppen.
Dr. Klaus Bittmann, 1. Vorsitzender der Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein,
Bismarckallee 14-16, 23795 Bad Segeberg
Leserbrief
von Dr. Hermann Dahm zum Artikel Traditionelle chinesische Arzneimitteltherapie,
SHÄ 8/2007, S. 36 ff.
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| Dr. Dahm (re.)
(Foto: Privat) |
Laut den Panegyrien
wirkt die TCM seit 2 500 Jahren sicher und zuverlässig, und das sogar
ohne Nebenwirkungen. Westliche Langzeitmedikamente seien schädlich
und nebenwirkungsreich, chinesische dagegen sanft und besonders bei chronischen
Erkrankungen zuverlässig und gut verträglich. Organische Erkrankungen
sollten der westlichen Medizin vorbehalten bleiben. Trotzdem hilft die
TCM je nach Mondstand nicht nur bei Befindungsstörungen, sondern
auch bei Disharmonien, übermäßigem Fernseh- und Kaffeegenuss,
Durchfall, Magensenkung, Hysteroptose, Analprolaps, Hirnangiomen und Impotenz
und erspart so lästige Operationen. Der Gedanke an ein wissenschaftlich
kritisches Hinterfragen ist bei dieser Schmonzette sicher nicht angebracht,
eher mystischer Glaube. Die Paramedizin erweist sich eben häufig
als: Ein Mysterium, das nur von demjenigen wird verstanden,/der
entflohen ist dem Kerker/der Vernunft und ihren Banden. (Heine)
Dr. Hermann Dahm, Molsenkoppel 30, 24939 Flensburg
Leserbrief
von Gerhard Leinz zum Leserbrief von Dr. Klaus Bittmann in diesem Heft
S. 13
Kritik nicht widerlegt, Informationen schwammig!
Ich freue mich über die prompte Reaktion von Dr. Bittmann auf meine
Provokation. Ich wäre allerdings auch dankbar gewesen,
Dr. Bittmann hätte konkret dargelegt, was und wie ich als Psychotherapeut
gegenüber BKK Privat Patienten liquidieren kann, um auf
das gleiche Honorar zu kommen, das ich vonseiten der Kassenärztlichen
Vereinigung für die Behandlung gesetzlich
Krankenversicherter erhalte.
Dr. Bittmann empfiehlt mir, meine Fragen mit der Ärztegenossenschaft
zu klären. Dies ist ein für einen Einzelnen möglicher Weg.
Die aufgeworfenen Fragen betreffen jedoch alle Psychotherapeuten und darüber
hinaus noch Psychiater und Nervenärzte.
Sollten die Fragen, die so viele betreffen, nicht am besten klar und nachvollziehbar
von der Ärztegenossenschaft geklärt werden? Nur so kann die
Ärztegenossenschaft gestärkt und eine Gemeinsamkeit zwischen
Ärzten, Psychotherapeuten und Psychiatern gepflegt werden.
Gerhard Leinz, Harmsstr. 76, 24114 Kiel
Leserbrief
von Dr. Reimar Daniel Vogt zum Leserbrief von Dr. Karl-Werner Ratschko,
Sockelbeitrag Fortbildungsveranstaltungen, SHÄ 9/2007,
S. 15 f.
Etwas süffisant fragt Kollege Ratschko zum Ende seines Leserbriefes,
der sich mit dem Thema Sockelbeitrag für Fortbildungsveranstaltungen
befasst:
Wo also ist das Problem? Gute, tendenzfreie Fortbildung soll der
schleswig-holsteinischen Ärzteschaft etwas Geld und auch Zeit wert
sein.
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Dr. Vogt
(Foto: Privat) |
Ich helfe ihm gerne
bei der Beantwortung seiner Frage: Das Problem ist ja eben das Geld und
eine überbordernde, regulierungswütige Bürokratie.
In Zeiten, in denen der durchschnittliche Hausarzt einen Monat des Quartals
für null Euro arbeitet, sind die genannten 70 Euro eben schon eine
Menge Geld. Es ist zudem sehr arrogant, die Fortbildungen der Akademie
in Bad Segeberg indirekt über den grünen Klee zu loben, während
von der Pharmaindustrie gesponserte Veranstaltungen in die Schmuddelecke
gerückt werden, tendenziös oder gar unseriös zu sein. Ganz
offensichtlich hat Kollege Ratschko schon länger nicht mehr eine
solche Schmuddel-Veranstaltung besucht. Sonst wüsste
er, dass dort keinerlei werbende Aussagen erlaubt sind und folglich unterbleiben.
Hat man sich in Bad Segeberg schon einmal gefragt, warum denn die Akademie-Einkünfte
aus den Fortbildungsveranstaltungen in Bad Segeberg abnehmen? Weil kein
normal verdienender Arzt für ein halbes Wochenende z. B. 400 Euro
zahlen kann! Und ... weil sich die Qualität der Akademie-Veranstaltungen
eben nicht halbgöttlich von denen abhebt, die von der Pharma-lndustrie
gesponsert wurden.
Ich für meinen Teil möchte die Veranstaltungen im Nachbarort
nicht missen. Ich habe vier Kinder im Schul- bzw. Vorschulalter und möchte
nicht für ein albernes Stück Papier namens Fortbildungszertifikat
noch mehr Zeit als irgendwie nötig fernab der Familie verbringen.
Nehmen Sie in der Akademie doch mal zur Kenntnis, dass es durchaus noch
Ärzte gibt, die neben dem Arztberuf auch noch Eltern sind! Arztsein
ist eben nicht alles ...
Ich kann es immer noch nicht fassen, regelmäßig in meiner Freizeit
zu mit privatem Einkommen bezahlten Fortbildungsveranstaltungen mit meinem
privaten PKW fahren zu müssen. Da sitze ich dann, höre den mehr
oder weniger interessanten Ausführungen des Referenten zu (besonders
beliebt bei mir sind vierstündige PowerPoint-Präsentationen
im Halbdunkel) und frage mich, warum ist Deutschland nur so ein blödes
Land geworden? Wenn es unseren Obrigkeiten wirklich um eine Qualitätssteigerung
im Gesundheitswesen ginge, könnte man eine Teilnahme an der vertragsärztlichen
Versorgung doch an regelmäßigen Facharztprüfungen fest
machen. So aber ist der Besuch von Fortbildungsveranstaltungen ein weiterer
Baustein in der Wand des Berufsfrustes. Seht doch nur, wo der Akademiker-Nachwuchs
hingeht! Auf dem flachen Lande kommt er jedenfalls in Deutschland nicht
an!
Sitzt Ihr in Bad Segeberg denn wirklich in einem Elfenbeinturm und wisst
so gar nicht mehr, wie es in einer Landarztpraxis aussieht? Ihr seid nicht
besser als die Politiker der Regierungskoalition, die sich aufgrund nachlassender
Mitgliedsbeiträge nunmehr einen tiefen Schluck aus der Steuergeld-Buddel
genehmigen wollen.
Mein Fazit: Was sich nicht rentiert, wird eben abgeschafft! Das ist in
unseren Arztpraxen so, das ist in der freien Wirtschaft so. Dabei darf
es keine heiligen Kühe geben, auch nicht in Bad Segeberg!
Dr. Reimar Daniel Vogt, Helmsand 19, 25764 Wesselburen
Leserbrief
von Dr. Reimar Daniel Vogt zum Artikel Elektronische Gesundheitskarte,
SHÄ 9/2007, Seite 42 f.
Sehr geehrter Herr Kollege Bartmann, eigentlich genieße ich Ihre
Beiträge und Grußworte zum Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt
regelmäßig, sind diese doch von großer Eloquenz und hervorragender
Didaktik gekennzeichnet. Umso unverständlicher empfinde ich Ihren
o. g. Beitrag als Antwort auf die Resolution der UnderDOCs. Die UnderDOCs
fordern in einem klar formulierten Schreiben die Vorstände von Ärztekammer
und Kassenärztlicher Vereinigung Schleswig-Holstein auf, aus den
Modellprojekten eGK und ePA auszusteigen. Ihre Antwort ähnelt in
Teilen - mit Verlaub! - einem technokratischen Gefasel; was bitte schön
ist eine Komfortsignatur, eine Token-Lösung
und ein Release eins? Nur zum gegenseitigen Verständnis:
Ich bin intensiver PC-Nutzer und arbeite viele Stunden in meiner Praxis
und daheim mit EDV und Internet ... aber Ihre Ausführungen klingen
mir zu abgehoben. Ich habe mich bei Ihrem im SH-Ärzteblatt
abgedruckten Antwortschreiben mächtig gequält, es aber dennoch
komplett durchgelesen. Die Quintessenz Ihrer Antwort lautet:
Sie haben Bedenken gegen eGK und ePA, was auch immer dies
sein mag.
Für Sie ist die eGK [Zitat] eine der wenigen gesetzlichen Festlegungen,
die weder durch Proteste noch Boykottideen revidierbar sein werden;
mit anderen Worten: Die eGK kommt sowieso!
Sie sind der Meinung, dass die Mitarbeiter im Bundesgesundheitsministerium
die Bedenken aus der Ärzteschaft durchaus ernst nehmen und widersprechen
sich damit selbst! In Ihrem Grußwort legen Sie ausführlich
dar, dar,
dass der BMG-Staatssekretär Schröder die eGK trotz der massiven
Bedenken u. a. aus der Ärzteschaft sogar ohne sog. 100 000er-Tests
durchdrücken will! Wie passt das denn zusammen?
Sie haben die Hoffnung, dass die Kosten der eGK nicht auf die Ärzteschaft
abgewälzt werden; wie heißt es so schön? Die Hoffnung
stirbt zuletzt ...
Sie meinen tatsächlich, dass die eGK die Arbeit in den Praxen erleichtern
wird; wie, bitte schön, soll denn ein Mehraufwand zu einer Arbeitserleichterung
führen? Sieht die Zukunft nicht eher so aus, dass eine meiner Helferinnen
ganzschichtig mit Datenerfassung und -akquisition beschäftigt sein
wird und nicht mehr für originäre Helferinnen-Tätigkeiten
zur Verfügung steht?
Ihr Antwortschreiben hat mich enttäuscht. Sie haben auf die Kernfragen
der UnderDocs nicht oder ausweichend geantwortet! Als Mitglied der Ärztekammer
Schleswig-Holstein, deren Beiträge ich regelmäßig zahle,
fordere ich Sie auf:
Initiieren Sie eine Umfrage unter allen Ärzten(innen) in Schleswig-Holstein:
Wer ist für und wer gegen die Einführung der eGK?
Fällt das Votum gegen die eGK aus, sollten Sie Ihre bisher dargestellte
Position überdenken. Sie können eine Ärztekammer nicht
gegen die Basis führen! Fällt das Votum für die eGK aus,
irre ich vermutlich und werde nie wieder Leserbriefe wie diesen schreiben.
Versprochen!
Dr. Reimar Daniel Vogt, Helmsand 19, 25764 Wesselburen
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 10/2007
S. 6-14
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