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Rezension


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Rahmat lebt -
Als Rotkreuzarzt in den Krisengebieten dieser Erde

Bibliographische Angaben: Dieter Jacobi, Westkreuz-Verlag, 2007, ISBN-10: 3-929592-94-0,
416 Seiten, 19,90 Euro

Erfahrungen, Erlebnisse, Reflexionen: Tagebuch-ähnliche Biographie eines engagierten Chirurgen in den Kriegs- und Notstandsgebieten dieser Welt und Zeit. Der Autor schreibt nicht nur über seine persönlichen und ärztlichen Erfahrungen, sondern auch über die Strukturen wie Vor- und Nachteile des internationalen Roten Kreuzes und seiner untergeordneten oder angeschlossenen Organisationen. Der Kollege Jacobi berichtet dieses Mal nicht nur über Afrika, sonder auch über Russland, Thailand oder die Einsatzzentralen in Bonn und Genf sowie sein Zuhause. Der Leser erfährt viel über Sinn und Unsinn der Einsätze, über medizinische Besonderheiten in anderen Klimazonen und unter primitiven Bedingungen. Wie bereits in seinem vorhergehenden Buch hat Dr. Jacobi einen lockeren journalistischen Stil, der die Lektüre des relativ dicken Buches nie langweilig werden lässt. Er wechselt zwischen sachlicher Berichterstattung und sehr Persönlichem mit einer hinreichenden Prise Humor („quantum satis“).

Während in dem vorhergehenden Buch „Fu-Fu“ (Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt, Heft 6/2004) mehr über afrikanisches Leben und Brauchtum berichtet wird, ist dieses Buch mehr ein Mixtum aus Geschichte, Politik, natürlich Medizin und fundierter Kritik am Hilfswesen: Mehr noch als „Fu-Fu“ ein reines Lesevergnügen.

P.S.: „Rahmat“ war ein 13-jähriger Junge, der durch eine Landmine beide Beine verloren hatte. 15 Jahre später hörte Jocobi wieder von seinem ehemaligen Patienten, der mit zwei Prothesen in der Lage ist, sich und seine Familie zu ernähren.
Rezensent: Dr. Heinz-Peter Sonntag, Niobestr. 9, 25370 Lübeck


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 9/2007

S. 111