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Damp-Gruppe
erprobt Zielvereinbarungssystem bei Personal
Die Damp-Gruppe mit Kliniken in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern
praktiziert seit Anfang des Jahres ein neu formuliertes Zielvereinbarungssystem.
Ein Faltblatt mit dem Motto Deutliche Ziele, gerechte Leistungen
wurde unlängst beim Hauptstadtkongress am Informationsstand der Damp
Holding AG verteilt.
Ziel sei, die übergeordneten Ziele der Damp-Gruppe den Mitarbeitern
der einzelnen Betriebe nahezubringen. Zugleich solle ein direkterer Zusammenhang
geschaffen werden zwischen individuellen Leistungen und Gehalt. Bisher
nehmen etwa 100 Führungskräfte an dem Modell teil, darunter
auch Ärzte. Die Höhe der variablen Vergütung (Tantiemen)
dürfte derzeit im Durchschnitt etwa ein Viertel der Gesamtvergütung
ausmachen. Ihre Höhe hängt ab von Leistungsdaten wie dem Konzernergebnis,
der Einhaltung von Budgets, von Case-Mix oder Fallzahlen. Die jeweilige
Geschäftsführung solle, wie zu hören war, auch darauf achten,
dass die Erreichung ökonomischer Zielwerte nicht mit medizinisch-ethischen
Kriterien kollidiere. (hk)
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Buchtipp
Sich
selbst auf die Schliche kommen
Wie man
problematische Gedanken und Gefühle in den Griff bekommt, wie man
sie als Theaterdirektor auf der Inneren Bühne
gelassen kommen und gehen lässt oder straff Regie führt, zeigt
die schwedische Professorin für medizinische Psychologie und Psychiatrie
Dr. Asa Nilsonne vom Stockholmer Karolinska-Institut in ihrer Kleinen
Alltagspsychologie (Untertitel). Der Ratgeber ist erschienen im
Kösel Verlag München, August 2007, ISBN 978-3-466-30753-1, 172
Seiten, 14,95 Euro.
Daraus ein Zitat von Aristoteles, das wohl auch mit Kontrollierter
Ärzte-Zorn überschrieben werden könnte (S. 51):
"Zornig zu werden, ist keine Kunst.
Zornig werden kann jeder.
Eine Kunst ist es vielmehr,
auf die richtige Person zornig zu werden,
auf die richtige Weise, zum richtigen Zeitpunkt
und aus richtigem Grund. (hk)
Merkblatt zum Vertragsarztrechtsänderungsgesetz
(VÄndG)
Der NAV-Virchow-Bund hat Ende Juli ein 15-seitiges Merkblatt zum VÄndG
herausgegeben. Anlass ist der seit 1. Juli geltende Bundesmantelvertrag,
der die gesetzlichen Rahmenbedingungen des seit 1. Januar geltenden VÄndG
ergänzt. Gleichzeitig zum 1. Juli trat die Berufsausübungsrichtlinie
der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Kraft. Das Merkblatt ist
für Mitglieder kostenlos und für Nichtmitglieder für zwei
Euro erhältlich beim NAV in Köln, Tel. 0221/973005-0, info@nav-virchowbund.de.
Außerdem hat der NAV Anfang August eine Broschüre über
steuer- und sozialversicherungsfreie Extraleistungen für Praxispersonal
herausgegeben (z. B. Reise-, Umzugs-, Fortbildungskosten, kostenfreie
Telefon-, Internet und PC-Nutzung oder Kosten für Mahlzeiten/Getränke
und Fitnesscenter). Preis fünf (Mitglieder) bzw. zehn Euro. (hk)
Für
Sie gehört: Sind MVZs aggressiv?
Die neuen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) könnten
sich in Zukunft immer mehr als sehr intensive Wettbewerbsteilnehmer im
Gesundheitsmarkt erweisen. Anscheinend ist an eine einvernehmliche, kooperative
Verzahnung stationär-ambulant im Sinne des tatsächlichen
Patientenbedarfs nicht immer gedacht. Sind Krankenhäuser mit MVZs,
die nicht zuletzt zur Fallbeschaffung geplant sind, auf dem Vormarsch?
Jedenfalls ist das nicht auszuschließen, wenn man den Vortrag des
Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Medizinische Versorgungszentren
- Integrierte Versorgung e. V. (Potsdam), Rainer Schwitalski beim Sozialmedizinischen
Kolloquium am 20. Juni 2007 in Lübeck zugrunde legt (Wohin
geht die zukünftige Entwicklung im Bereich neuer Versorgungsstrukturen
...), wörtlich nach Folie Tendenzen 4:
Das über Jahrzehnte gewachsene Beziehungsgeflecht zwischen
ambulantem und stationärem Sektor wird durch den Krankenhausträger
kritisch gewürdigt werden.
PS: Der Verband nennt Mitglieder ganz überwiegend im Osten Deutschlands.
Aus Schleswig-Holstein ist ein MVZ in Geesthacht genannt (soweit bekannt
Laborpraxis Dr. Kramer sowie MVZ Buntenskamp mit Allgemeinpraxis, Gynäkologie,
Schmerztherapie). Interessant für Ärzte seien MVZs nicht zuletzt
deshalb, weil sie älteren Kollegen eine Möglichkeit des Praxisverkaufs
böten und weil die Haftung angestellter Ärzte begrenzt werde,
so Dr. Kramer auf Anfrage. (hk)
IQWiG
informiert mehr
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
(IQWiG) in Köln hat ab 1. August einen neuen Mailservice für
angemeldete Nutzer eingerichtet und berichtet auch über neue Arbeitsergebnisse,
Ausschreibungen und Aufträge.
Konkrete Pläne für neue Berichte bestehen auf etwa sechs Gebieten.
Einzelheiten dazu im Internet unter www.iqwig.de/index.680.html. (hk)
Reha-Kliniken
in Malente und Timmendorfer Strand schließen IV-Vertrag
Die Mühlenbergklinik Holsteinische Schweiz (Malente) und die Curschmann-Klinik
in Timmendorfer Strand sind beteiligt an einem Vertrag zur kardiologischen
Integrierten Versorgung (IV), den die DAK geschlossen hat mit dem Universitären
Herzzentrum (UHZ) des UKE Hamburg, mit der BNK Service GmbH des Bundes
niedergelassener Kardiologen und zwei weiteren Rehakliniken in Fallingbostel
und Boltenhagen.
Der Umfang der einbezogenen kardiologischen und kardiochirurgischen Leistungen,
von der Katheteruntersuchung bis zu Autoimmunadsorption und Herztransplantationen,
sei bundesweit richtungsweisend, sagten DAK-Vorstandvorsitzender Prof.
Dr. h. c. Herbert Rebscher und UHZ-Geschäftsführerin Dr. Karin
Overlack. Durch die Integrierte Versorgung könnten die niedergelassenen
Ärzte und ihre Fachkollegen in Akut- und Rehaklinik gemeinsam (vernetzt)
eine individuelle Therapie erarbeiten. Ein Gesundheitslotse begleite den
Patienten durch die Behandlungen, koordiniere Termine und erledige Schriftverkehr.
(hk)
Marburger
Bund
Warnung vor Entwertung ärztlicher Tätigkeit
Neben der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
hat sich auch der Marburger Bund (MB) gegen eine Entwertung ärztlicher
Tätigkeit zugunsten der Pflegeberufe ausgesprochen. Wer originäre
ärztliche Tätigkeit auf die Pflegeberufe verlagern will, der
gefährdet die Sicherheit der Patienten, erklärte der Vorsitzende
des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery. Bundesgesundheitsministerin
Ulla Schmidt, der Deutsche Pflegerat und der Sachverständigenrat
zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hatte eine so genannte
Arztzentriertheit im Gesundheitswesen kritisiert und eine
Verlagerung der Kompetenzen insbesondere auf Pflegeberufe gefordert.
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Dr. Frank Ulrich
Montgomery
(Foto: BÄK) |
Ärzte(innen)
müssten in der Tat insbesondere bei den bürokratischen, patientenfernen
Tätigkeiten entlastet werden, so der Marburger Bund. Einer Entwertung
der ärztlichen Tätigkeit bei der Patientenversorgung erteilte
die Ärztegewerkschaft jedoch eine deutliche Absage. Montgomery: Ärztliche
Heilkunst ist und bleibt entscheidend für die Versorgung und Heilung
von Patienten. Pflegeberufen ärztliche Tätigkeiten zu übertragen
ist falsch und gefährlich. Das Zusammenwirken der Gesundheitsberufe
sei Grundvoraussetzung für eine hochwertige Patientenversorgung.
Würde der Vorstoß der Bundesgesundheitsministerin, des Pflegerates
und des Sachverständigenrates umgesetzt, würde er jedoch auch
das Klima unter den Berufen in den Kliniken vergiften. (MB)
Mit
Zahlentricks Ärzte in die honorarpolitische Schmuddelecke stellen?
Kürzlich fiel eine Ärzteschelte des VdAK-Vorsitzenden Christian
Zahn auf unter der Überschrift: Forderungen der Ärzte
völlig überzogen: Die Ärzte können nicht erwarten,
dass die Krankenkassen eine (Honorar-)Reform unterstützen, die
einen finanziellen Mehrbedarf von ca. 18 Milliarden Euro auslöst.
Diese erstaunliche Zahl würde bedeuten, dass es bei rund 127
000 niedergelassenen Ärzten pro Kopf durchschnittlich um rund
142 000 Euro jährlich mehr (!) geht. Das wäre fast eine
Verdoppelung, legt man den durchschnittlichen Kassenumsatz von Allgemeinpraxen
zugrunde (176 000 Euro in 2004).
Auf Nachfrage war zu erfahren, dass die derzeitigen - offenbar verhandlungstaktischen
- Forderungen des Hausärzteverbandes mit Mehrkosten von acht
bis neun Milliarden Euro veranschlagt und einfach Fachärzteforderungen
in gleicher Höhe unterstellt wurden. Eine ziemlich unrealistische
Hochrechnung, so die Kassenärztliche Bundesvereinigung - Pressestelle.
(hk) |
An
die 2 000 Schleswig-Holsteiner jährlich in Hamburg geboren
Die Geburtshilfe-Ressourcen der Medizin-Metropole Hamburg sind über
die Grenzen des Stadtstaates hinaus gefragt. Hamburgs Gesundheitssenatorin
und Zweite Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram führte in
einer Pressemitteilung die wachsenden Geburtszahlen in 2007 auf gute Strukturen
in Geburtshilfe und Neonatologie zurück. So komme es in Hamburger
Kliniken auch zu über 2 500 Entbindungen jährlich von Frauen
aus dem Umland. Steigende Geburtszahlen sind vor allem zu verzeichnen
in den Asklepios Kliniken Altona und Barmbek, im Kath. Marienkrankenhaus
und im Universitätsklinikum Eppendorf. Info im Internet unter www.bsg.hamburg.de.
(hk)
Berichterstattung
zur Gesundheitskarte irreführend
100 000er-Tests finden auf jeden Fall statt
Anlässlich der jüngsten Berichterstattung über das weitere
Vorgehen bei der elektronischen Gesundheitskarte und der damit einhergehenden
Verunsicherung bei den Ärzten erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung (KBV), Dr. Carl-Heinz Müller, in Berlin:
Die geplanten so genannten 100 000er-Tests werden stattfinden. Sie
sind unverzichtbar, um die neue Technologie in der Praxis zu erproben.
Die Gesundheitskarte soll weit mehr können als die derzeitige Krankenversichertenkarte.
Deshalb sind die Tests unverzichtbar und werden daher auf jeden Fall stattfinden.
Sie werden die Erfahrungen und Bedenken der Ärzte angemessen berücksichtigen.
Dies hat die KBV in ihrem kürzlich veröffentlichten Argumentationspapier
(http://www.kbv.de/presse/11023.html) bereits betont. Die in den Medien
verbreitete Information, die 100 000er-Tests fänden nicht statt,
ist nicht richtig. Diese kolportierte Aussage aus dem Bundesgesundheitsministerium
bezog sich lediglich auf die erste Variante einer Gesundheitskarte, die
von der Funktionalität her der heutigen Krankenversichertenkarte
entspricht und zusätzlich nur ein Foto des Versicherten aufweist.
Es steht zudem außer Frage, dass für die KBV die grundlegenden
Forderungen der Ärzteschaft - wie im Argumentationspapier aufgeführt
- maßgeblich sind. (KBV)
Minus
65 Prozent innerhalb von zehn Jahren
Berufliche Atemwegserkrankungen stark rückläufig
Die bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
(BGW) gemeldeten Atemwegserkrankungen sind seit 1997 um fast 65 Prozent
zurückgegangen: von 1 200 im Jahr 1997 auf weit unter 500 im vergangenen
Jahr. Die BGW setzte sich für die Verwendung von Schutzhandschuhen
aus Vinyl oder Nitril ein, die keine Reaktionen hervorrufen und ebenso
gebrauchsfreundlich wie Latex sind. Gepuderte Latexhandschuhe sind inzwischen
verboten. Beim Umgang mit Sprays, Puder, Staub, Dämpfen und Gasen
muss für gute Belüftung gesorgt sein, gegebenenfalls durch Abluftventilatoren
oder Luftfilteranlagen. (BGW)
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Winterprüfung
für Arzthelferinnen/Medizinische Fachangestellte 2007/2008
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hat folgende Termine für
die Arzthelferinnen-Abschlussprüfung im Winter festgelegt:
Schriftliche
Prüfung: Mittwoch, 05.12.2007
Praktisch-mündliche Prüfung: Donnerstag, 03.01.
bis Samstag 05.01.2008
Das
Anmeldungsformular kann ab sofort unter der Tel. 04551/803-135 angefordert
werden oder es steht auf der Homepage der Ärztekammer: www.aeksh.de
unter Medizinisches Assistenzpersonal im Bereich Verträge/Formulare
als Download zur Verfügung. Die Anmeldefrist für die Winterprüfung
endet am 01.10.2007. (Ga)
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Arzthelferinnen-Abschlussprüfung
Sommer 2007
Die Sommer-Abschlussprüfungen der Arzthelferinnen fanden auch in
diesem Jahr mithilfe der ehrenamtlich tätigen Prüfungsausschussmitglieder
zwischen dem 03.07.-13.07.2007 im Edmund-Christiani-Seminar mit 408 Teilnehmerinnen
und zwei Teilnehmern statt. Die durchschnittliche Abschlussnote betrug
3,06 (Vorjahr: 3,61). Damit ist der Notendurchschnitt erfreulich besser
als im Vorjahr. Zehn (2,44 Prozent) der 410 Prüflinge haben die Abschlussprüfung
nicht bestanden. Damit liegt Schleswig-Holstein unter dem bundesdeutschen
Mittel. Der besondere Dank der Ärztekammer gilt auch in diesem Jahr
wieder den ehrenamtlich tätigen Prüfungsausschussmitgliedern.
(Ga)
5.
Jahresversammlung der Ehemaligen (Alumni) der Lübecker Universität
Am 28. und 29. September
treffen die Alumni der Lübecker Universität zu einem kleinen
Jubiläum zusammen. Vor fünf Jahren kam auf dem Universitätsgelände
im Kesselhaus ein kleines Häufchen Uralt- und Altehemaliger zur Gründung
einer Vereinigung der Ehemaligen der Lübecker Universität zusammen.
Bis heute hat sie die beträchtliche Zahl von 270 Mitgliedern erreicht.
Am 27. September,
dem Vortage des Treffens, versammeln sich ehemalige skandinavische Studenten
und einige Deutsche, die sich in Skandinavien niedergelassen haben, zu
einem geselligen Austausch. Am Freitag wird mit einem gemütlichen
abendlichen Zusammensein im Traditionslokal Alter Zolln das
Treffen eingeleitet. Der Samstag startet mit der Erledigung der geschäftlichen
Angelegenheiten. Anschließend folgen zwei Vorträge zur medizinischen
Fortbildung, die einen Einblick in die Arbeitsweise der Universität
und in den neuesten Stand der Forschung auf einem Gebiet der Neuroinformatik
bieten:
Prof. Dr. Peter Dominiak, Rektor der Universität zu Lübeck:
Wie tickt die Universität heute? Prof. Dr. rer. nat.
Thomas Martinetz, Direktor des Instituts für Neuro- und Bioinformatik:
Wie tickt das Hirn? Wie können wir es nutzen? Eine Führung
in Lübecker Kirchen und Privathäuser mit mittelalterlichen Wandgemälden
überbrückt den Nachmittag. Der gesellige Höhepunkt des
Treffens ist am Abend die Zusammenkunft in der urigen Atmosphäre
eines historischen Restaurants am mittelalterlichen Hafen. (Diedrich Dieckhoff)
Medienpreis
Gesundheit an Welle Nord Journalistin
Der Medienpreis 2006 der schleswig-holsteinischen Ärzte, Apotheker,
Psychotherapeuten und Zahnärzte geht an die Hörfunk-Redakteurin
Sigrid Werner-Ingenfeld von der Welle Nord.
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Sigrid
Werner-Ingenfeld und Dr. Oswald Rogner
(Foto: Feldner) |
Mit der zum sechsten
mal vergebenen Auszeichnung würdigte die Interessengemeinschaft der
Heilberufe (IDH) zwei insgesamt dreistündige Sendungen über
naturheilkundliche Verfahren, deren Möglichkeiten und Grenzen sowie
den gesundheitspolitischen Hintergrund hierzu.
Mit der Preisverleihung, die zum ersten Mal an den Hörfunk
geht, bedanken wir uns für Werner-Ingenfelds herausragendes und langjähriges
Engagement bei der Aufklärung über Gesundheit und Krankheit,
sagte der Präsident der Psychotherapeutenkammer, Dr. Oswald Rogner,
als Sprecher der Heilberufe. In ihren Sendungen kämen regelmäßig
Experten verschiedener Fachrichtungen ebenso zu Wort wie Patienten.
Die Interessengemeinschaft der Heilberufe wurde 1976 gegründet mit
dem Ziel, ein fachlich fundiertes Gegengewicht gegen vordergründige
und sensationsorientierte Berichterstattung zu bilden. Der Medienpreis
Gesundheit ist mit 2 000 Euro dotiert. (J. Feldner)
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Gute
Berufschancen in der Gesundheitswirtschaft
31 Arzthelferinnen der Elly-Heuss-Knapp-Schule freigesprochen
In festlichem Rahmen wurde auch in diesem Jahr wieder der Berufsabschluss
der Arzthelferinnen der Elly-Heuss-Knapp-Schule gefeiert. Als Vertreter
der Ärzteschaft überbrachte Dr. Hanns-Ulrich Hermann die Grüße
der Ärztekammer Schleswig-Holstein und sprach die Arzthelferinnen
von den Pflichten als Auszubildende frei. Zusammen mit den Klassenlehrerinnen
Jutta Andresen und Ulrike Barsties gab er anschließend die Abschlusszeugnisse
aus und rief zu Teamarbeit und kollegialem Verhalten auf. Schulleiter
Ulrich Wiethaup bedankte sich in einem kurzen Grußwort ausdrücklich
bei der Ärztekammer und dem Prüfungsausschuss für die gute
Zusammenarbeit und dankte auch seinen Kollegen(innen) in der Berufsschule
für die geleistete Arbeit. An die jungen Nachwuchskräfte gewandt
hob er hervor, dass die Gesundheitswirtschaft in Neumünster und Umgebung
insgesamt stark wachse und kaum Arbeitslose aufweise. Sie haben
eine fundierte Ausbildung und ausgezeichnete Berufschancen, so Schulleiter
Ulrich Wiethaup. Er rief die frischgebackenen Arzthelferinnen auf, stolz
und auch ein wenig dankbar zugleich zu sein und sich voll in die Arbeit
einzubringen. (Ulrich Wiethaup)
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v.
l. n. r.: Dr. Hanns-Ulrich Hermann (Vertreter der Ärztekammer
Schleswig-Holstein), Franziska Boege (Praxis Dr. Merkel und Angelika
Hinrichsen, Ellerau), Jutta Andresen (Klassenlehrerin der Klasse 04a),
Wenka-Kristina Hagemeister (Praxis Dr. Büttner und Dr. Mewes),
Isabell Meyer (Praxis Dr. Maruschke, Neumünster), Vera Betker
(Medizinisch-Psychosomatische Klinik, Bad Bramstedt), Sandra Schnoor
(Praxis Dr. Horn, Kaltenkirchen), Sarah Kersten (Praxis Dr. Barthel,
Neumünster), Nousha Göttsche (Praxis Dr. Entzian, Neumünster),
Janina Lettau (Praxis Günther, Neumünster), Claudia Dorfner
(Praxis Dr. Langer und Dr. Bartz, Neumünster), Ronja Dose (Praxis
Dr. Kämpfer, Neumünster), Ann-Kathrin Arndt (Praxis Dr.
Appunn, Aukrug), Cornelia Büchner (Praxis Dr. Teschner, Bad Bramstedt),
Vivien Künzel (Praxis Dr. Munoz Hencke, Neumünster), Juliane
Wappler (Praxis Dr. Krieet-Wannovius, Neumünster), Ann-Isabell
Voss (Friedrich-Ebert-Krankenhaus, Neumünster), Ina Brandt (Praxis
Dr. Quoß, Bordesholm), Sarah-Kristin Lembke (Praxis Dr. Kandzora,
Neumünster), Tatjana Trippel (macht erst im Winter die Prüfung),
Merle Hartmann (Praxisgemeinschaft Gadeland, Neumünster), Miriam
Delfs (Praxis Dr. Döse und Dr. Schröder, Neumünster),
Nadine Kohlmorgen (Friedrich-Ebert-Krankenhaus, Neumünster),
Stella Rixen (Praxis Dr. Splieth, Kellinghusen), Juliane Lüders
(Praxis Dr. Krieg, Brockstedt), Ulrike Barsties (Klassenlehrerin der
Klasse 04b).
Ebenfalls die Prüfung bestanden haben und nicht mit auf
dem Bild sind: Hatice Baylan (Praxis Dr. Siebrasse und Dr. Kock am
Brink, Neumünster), Kathrin Börnsen (Praxis Dr. Sleimann,
Neumünster), Julia Voß (Praxis Dr. Klinger, Neumünster),
Femke Batzlaff (Praxis Dr. Nelke, Bordesholm), Hilal Döndü
(Lehmann-Klinik, Neumünster), Claudia Lorenz (Praxis Dr. Schwock,
Hennstedt-Ulzburg).
Miriam Delfs, Sarah Kersten, Nadine Kohlmorgen und Stella Rixen haben
zusätzlich die Fachhochschulreife erlangt.
(Foto: Richard Einmal) |
Arzneimittelkosten
in Schleswig-Holstein steigen deutlich an
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Schleswig-Holstein für
Arzneimittel steigen nach Informationen der Techniker Krankenkasse (TK)
wieder deutlich an. Die Kassen gaben im ersten Halbjahr des Jahres fast
400 Millionen Euro für die Arzneimittelversorgung ihrer Versicherten
in Schleswig-Holstein aus. Das sind 23,5 Millionen Euro oder 5,5 Prozent
mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bundesweit wuchsen die Ausgaben
für Arzneimittel im ersten Halbjahr um 5,7 Prozent auf 12,4 Milliarden
Euro. Die TK bezieht sich auf Zahlen der Bundesvereinigung Deutscher Apotheker
Verbände (ABDA).
Ein Grund für den Kostenschub ist die Mehrwertsteuererhöhung
zu Beginn des Jahres. Bereits im ersten Halbjahr 2007 flossen in Schleswig-Holstein
64 Millionen Euro der Arzneimittelausgaben als Mehrwertsteuer an den Staat,
fast zwölf Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
(TK)
Giftinformationszentrum-Nord
mit Jahresbericht 2006
Das Giftinformationszentrum-Nord der Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Hamburg und Bremen (GIZ-Nord) an der Universitätsmedizin Göttingen,
Georg-August-Universität hat seinen elften Jahresbericht vorgelegt.
Im Jahr 2006 wurden 30 349 Anfragen zu Vergiftungen von den ärztlichen
Berater(innen) beantwortet.
Der Jahresbericht nennt detailliert die Vergiftungsursachen, die Altersgruppen
der Betroffenen und die Schwere der Vergiftungen. Die größte
Vergiftungsgefahr besteht für Kinder durch chemische Produkte, Arzneimittel
und Pflanzen. Bei Erwachsenen überwiegen Vergiftungen mit Arzneimitteln.
Der kostenlose Service des Giftinformationszentrums-Nord wurde zu 57 Prozent
von Bürger(innen) und zu 43 Prozent von medizinischem Fachpersonal
genutzt.
Etwa 27 000 Personen waren von einer Vergiftung oder einem Vergiftungsverdacht
betroffen. Davon waren zirka 1 800 Patienten(innen) mittelschwer oder
schwer vergiftet. Insgesamt wurden 27 vergiftungsbedingte Todesfälle
registriert. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang im Vergleich
zum Vorjahr, in dem 46 Patienten(innen) infolge einer Vergiftung verstarben.
Der Jahresbericht fasst die Daten aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Hamburg und Bremen zusammen. Weitere Informationen, die aktuellen und
bisherigen Jahresberichte sowie verschiedene Warnmeldungen über aktuelle
Vergiftungsgefahren sind über die Internetseite www.giz-nord.de abrufbar.
Die meisten Anfragen erreichen das GIZ-Nord über die Notrufnummer
0551/19240. Prophylaktische Anfragen können auch per E-Mail anfragen@giz-nord.de
übermittelt werden.
Weitere Informationen: Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität,
Dr. Martin Ebbecke, Dr. Andreas Schaper, Tel. 0551/383180, Dr. Herbert
Desel, Leiter des Giftinformationszentrums-Nord (GIZ-Nord), Robert-Koch-Str.
40, 37075 Göttingen, Internet www.giz-nord.de. (Giftinformationszentrum-Nord)
Ärztliche
Versorgung in Schleswig-Holstein - Bestandsaufnahme und Perspektiven
Am 10.10.2007, 16:00-18:00 Uhr, führt die TK-Landesvertretung
eine Fachtagung zum Thema Ärztliche Versorgung in Schleswig-Holstein
- Bestandsaufnahme und Perspektiven durch. Analysiert werden
soll die aktuelle und zukünftige Entwicklung der ambulanten medizinischen
Versorgung in Schleswig-Holstein vor dem Hintergrund der neuen gesetzlichen
Rahmenbedingungen durch das GKV-WSG und das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz
(VÄndG).
Die Tagung findet im Hotel Steigenberger Conti Hansa, Schlossgarten
7, 24103 Kiel statt. Anmeldungen richten Sie bitte an die Techniker
Krankenkasse, Landesvertretung Schleswig-Holstein, Hamburger Chaussee
8, 24114 Kiel, Tel. 0431/ 98158-0, Fax 0431/98158-555, E-Mail lv-schleswig-
holstein@tk-online.de. (TK) |
Änderung
der Fahrerlaubnisverordnung
Vor kurzem ist eine Änderung der Fahrerlaubnisverordnung in Kraft
getreten.
Für die ärztlichen Untersuchungen ist hier insbesondere zu beachten,
dass die Anlage 5 sich geändert hat, was zur Folge hat, dass neue
Vordrucke zu verwenden sind. Die alten Vordrucke konnten aufgrund der
Übergangsbestimmung nur noch bis zum 1. September 2007 verwendet
werden.
Neue Vordrucke können beispielsweise über den Behördenverlag
Jüngling in Unterschleißheim, Tel. 089/374360, angefordert
werden. (III/Ca)
Verheiratet!
Inga Hansen!
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| Inga Hansen (Fotos:
wi) |
Inga Schnackenberg aus
der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Schleswig-Holstein, vielen
Ärztinnen und Ärzten, die sich mit Weiterbildungsanliegen oder
Anträgen auf Anerkennung von Bezeichnungen nach der Weiterbildungsordnung
an die Kammer richten oder am Mittwochnachmittag zur mündlichen Prüfung
erscheinen, bekannt als kompetente und freundliche Mitarbeiterin, hat geheiratet.
Wir gratulieren recht herzlich und wünschen für den gemeinsamen
Lebensweg alles erdenklich Gute, in der Hoffnung, dass sie uns auch in Zukunft
als geschätzte
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| Viola Skibbe
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Mitarbeiterin erhalten
bleibt. (Dr. Elisabeth Breindl)
Ausbildung
bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein bildet wieder aus. Am 1. August
2007 hat Viola Skibbe ihre dreijährige Ausbildung zur Kauffrau für
Bürokommunikation begonnen. (wi)
Arzneiverordnungsreport
(AVR) vs. Arzneimittelatlas
Arzneimittelausgaben kontrovers diskutiert
Valide Informationen über die Versorgung der Bevölkerung
mit Arzneimitteln und die dadurch entstehenden Ausgaben für
die Kostenträger sind unverzichtbar für eine verantwortungsvolle
Gestaltung ihrer medizinischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Eine der zentralen Quellen für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit
in der Arzneimittelversorgung in Deutschland ist der Arzneiverordnungs-Report,
kurz AVR. Die hier jährlich ermittelte Strukturkomponente
gilt seit nunmehr 20 Jahren als Maßzahl für Umsatzänderungen,
die nicht durch Preis- oder Verordnungsveränderungen bedingt
sind.
Der Satz jedoch, die alljährlichen Ausgabensteigerungen für
Arzneimittel seien auf unwirtschaftliche Verordnungsweise zurückzuführen,
ist bis heute nicht belegt.
Der im Jahr 2006 erstmalig erschienene Arzneimittelatlas entwickelte
mit der Betrachtung von zehn Komponenten einen anderen - methodisch
stärker differenzierten - Ansatz zur Analyse der Ausgabensteigerungen
und bietet sich als alternatives Informationssystem an.
Gehen die Ausgabensteigerungen in der GKV auf die Verordnung hochwirksamer
Innovationen zurück - oder sind doch die so genannten Scheininnovationen
Preis- und Ausgabentreiber?
Der Förderkreis Qualitätssicherung lädt Sie herzlich
ein an dieser Diskussion teilzunehmen:
Mittwoch,
17. Oktober 2007, 15:00-18:00 Uhr
Im Hörsaal der Ärztekammer Schleswig-Holstein,
Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
Auskunft
und Anmeldung: FKQS, Marion David c/o Ärztekammer Schleswig-Holstein,
Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg, Tel. 04551/803-168, Fax
04551/803-180, E-Mail fkqs@aeksh.org
Die Teilnahme ist kostenfrei.
3 Fortbildungspunkte
Besuchen
Sie gern auch unsere Homepage: www.foerderkreis-qs.de
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Kultur
in der Kammer
Einladung zu Mozart, Händel und Schubert
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kultur in der Kammer,
ins Leben gerufen im Jahr 2006, findet auch in diesem Jahr ein Konzert
des Deutschen Ärzteorchesters in Bad Segeberg statt. Ärzte(innen)
aus ganz Deutschland werden nach dreitägiger Arbeitsphase am
19. Oktober 2007 zunächst ein Konzert in Bad Segeberg geben.
Ein Benefizkonzert in der Hamburger Nikolaikirche zugunsten der
Deutschen Alzheimergesellschaft schließt am folgenden Tag
an.
Unter der Leitung von Alexander Mottok werden Werke von Mozart,
Händel und Schubert gespielt. Als Soloflötistin tritt
Dr. Dorothea Osenberg auf, die ein Flötenkonzert von Mozart
spielen wird. Die musizierenden Ärzte werden außerdem
die Ouvertüre von Georg Friedrich Händels Wassermusik,
sowie die Tragische Sinfonie von Franz Schubert darbieten.
Das Konzert findet am 19. Oktober 2007 in den Räumen der
Akademie der Ärztekammer Schleswig-Holstein in der Esmarchstraße
4-6 in Bad Segeberg statt. Beginn ist um 18:00 Uhr. Ein
Eintrittspreis wird nicht erhoben, gern kann das Projekt Kultur
in der Kammer mit einer kleinen Spende unterstützt werden.
Voranmeldungen können unter folgender Rufnummer entgegengenommen
werden: 04551/803-227 (Grit Morawski).
Für alle, die die Pflege von kulturellen Angeboten unterstützen
möchten, gibt es im Anschluss an das Konzert noch einen Termin:
Engagierte Kollegen(innen) wollen einen Verein gründen, der
die Segeberger Aktivitäten unter dem Motto Kultur in
der Kammer gezielt unterstützen möchte. Interessierte
sind herzlich eingeladen, sich einzubringen. (H)
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Leserbrief von Dr. Henrik Herrmann zum Leserbrief
von Dr. Jürgen Schultze, SHÄ 8/2007, S. 12
Zu allererst möchte ich mich beim Kollegen Schultze für seinen
kritischen Beitrag zu den Finanzierungsmodellen unserer Akademie für
medizinische Fort- und Weiterbildung bedanken. Es war dies die einzige
offizielle Rückmeldung, die ich zu diesem Thema lesen konnte. Als
Akademieleiter sei mir erlaubt, zu einzelnen wichtigen Punkten direkt
Stellung zu beziehen.
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Dr. Herrmann
(Foto: rat) |
Die Bemerkung unseres
Präsidenten der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Dr. Franz Bartmann,
in seinem Bericht bezog sich auf die Anstellung eines Vorstandsreferenten
für die Ärztekammer, dessen Aufgabe u. a. ist, den Aufbau und
Umbau gewachsener und in der Vergangenheit sehr erfolgreicher innerer
Strukturen voranzubringen. Dieses soll vor dem Hintergrund geschehen,
dass sich die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen und hier vor allen
Dingen die Ärztekammer den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen
entsprechend neu aufstellen muss. Dabei ist davon auszugehen, dass den
Ärztekammern eher mehr Aufgaben zukommen werden, während parallel
dazu wohl der Einfluss der Kassenärztlichen Vereinigungen eher zurückgedrängt
wird. Genau für diese neue Aufgabe ist ein qualifizierter neuer Mitarbeiter
angeworben worden. Damit wird unser Präsident mit Sicherheit nicht
gemeint haben, dass sich die Ärztekammer gesund schrumpfen
soll.
Natürlich ist auch die Arbeit unserer Akademie jederzeit zu hinterfragen.
Vor dem Hintergrund, dass qualifizierte Fort- und Weiterbildung einen
höheren Stellenwert in der ärztlichen Profession einnehmen wird,
hat bereits in der letzten Wahlperiode die Kammerversammlung, der Sie
selber aktiv angehörten, die Strukturen in Form des Ergänzungsbaus
geschaffen. Es war und ist immer wieder Wille in der Diskussion, die zentrale
Fortbildungsinstitution Akademie unserer Ärztekammer zu stärken.
Natürlich gibt es an Schwerpunktkrankenhäusern und Maximalversorgungskrankenhäusern
ein großes Angebot qualifizierter Fortbildungsveranstaltungen, die
meistens jedoch allerdings nicht industriefrei sind, wie ich selber als
ärztlicher Leiter eines Bildungszentrums für Berufe im Gesundheitswesen
genau weiß. Uns in der Akademie geht es darum, hier allen Kolleginnen
und Kollegen frei von möglichen wirtschaftlichen Interessen und Konflikten
eine unabhängige und ebenfalls qualifizierte Fortbildung anzubieten.
Zu bedenken ist auch, ob wirklich alle interessierenden Fortbildungsangebote
darstellbar sind, beziehen sie sich doch in Krankenhäusern eher auf
das Interesse einer Abteilung oder evtl. des Sponsors. Ich denke in diesem
Zusammenhang insbesondere an ethische, berufspolitische, psychotherapeutische
und komplementär-medizinische Fortbildungsangebote, für die
es kaum einen Sponsor geben wird. Wir brauchen auch diese Fortbildungsangebote
in Bad Segeberg als eine Alternative zu den ebenfalls wichtigen Fortbildungsveranstaltungen
an den Krankenhäusern.
Auch die CME-Online-Fortbildungen haben eine rasante Entwicklung genommen,
hier keimt aber so langsam der Verdacht auf, dass sich hier schnell Punkte
beschafft werden sollen, um somit mathematisch bezeugt den Fortbildungsnachweis
zu erbringen. Die ärztliche Profession und damit der lebenslange
Prozess der Kompetenzerhaltung impliziert aber geradezu den dialektischen
Austausch, die Weitergabe von Erfahrung, die Vermittlung von Empathie
und den direkten Diskurs von Angesicht zu Angesicht. Ob ich dies alleine
durch Anbringung eines Kreuzes an der richtigen Stelle erlangen kann,
möchte ich sehr bezweifeln.
Aus diesen und anderen Gründen sehen wir das verstärkte Angebot
von Fortbildungsveranstaltungen, auch im fernen Bad Segeberg, als wichtige
Aufgabe einer Akademie einer Ärztekammer an. Gerade weil heutzutage
immer mehr Fortbildungen unentgeltlich angeboten werden, möchten
wir jetzt durch den Sockelbeitrag diesen wichtigen Nachteil unserer Akademie
beseitigen und ein klares berufspolitisches Zeichen setzen: Dass Ärzte
frei von Beeinflussungen selber durch demokratisch gewählte Vertreter
ihre Belange und hier insbesondere ihre Fortbildungsbelange in die Hand
nehmen können, frei nach dem Motto: Lieber gesünder wachsen
als gesund schrumpfen.
Dr. Henrik Herrmann, Ol Dörp 17, 25791 Linden
Leserbrief
von Dr. Karl-Werner Ratschko zum Leserbrief von Dr. Jürgen Schultze,
SHÄ 8/2007, S. 12
Im Kern geht es bei einer finanziell besseren Ausstattung der Akademie
durch einen jährlich zu erhebenden Pauschalbeitrag darum, ob die
schleswig-holsteinische Ärzteschaft auch weiterhin Wert auf ein breites
Angebot an Fortbildung in regional und überregional kaum oder nicht
angebotenen Themen legt, ob es zumindest die Möglichkeit geben soll,
sich sponsoringfreie ärztliche Fortbildungsveranstaltungen auszusuchen
und ob nicht auch ärztliche Fortbildung in einer guten Infrastruktur,
geeigneten Räumen und Ausstattungen effizienter ist.
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Dr. Ratschko
(Foto: Br) |
Die Pflicht großer
Gruppen der Ärzteschaft, für ein Fortbildungszertifikat Punkte
in akkreditierten Fortbildungsveranstaltungen erwerben zu müssen, hat
zu einer Inflation ortsnaher, von der Industrie gesponserter Veranstaltungen
geführt. Der meist abendliche Erwerb zugesagter Punkte ist oft gekoppelt
mit einer warmen Mahlzeit, interessanten Gesprächen mit Kolleginnen
und Kollegen und ... ja: Fortbildung gibt es auch noch. Eine Fahrt nach
Bad Segeberg bleibt erspart. Einmal im Jahr geht es zum mehrtägigen
(gesponserten) Fachkongress. Bequemer kann man es eigentlich nicht haben,
oder?
Spätestens an dieser Stelle wäre ein selbstkritisches Reflektieren
angesagt: Warum belastet denn die Pharmaindustrie die (meist hohen) Kosten
für Arzneimittel noch mit den Fortbildungskosten der Ärzteschaft?
Sie, lieber Herr Schultze, wissen ebenso wie viele unserer Kolleginnen und
Kollegen die Antwort: Es ist nicht Mitleid mit einer überforderten
Berufsgruppe, es ist nicht gesundheitspolitische Partnerschaft, auch nicht
Liebe, sondern einzig und allein (übrigens legitimes) Marketinginteresse.
Die Industrie muss ihre Produkte verkaufen.
Für mich ist es keine Frage, dass der Einfluss wirtschaftlicher Interessen
auf das Marketingscharnier ärztliche Fortbildung kaum ganz
auszuschließen sein wird. Dazu sind die informativen und wirtschaftlichen
Verflechtungen zwischen Industrie, forschender und am Patienten tätiger
Ärzteschaft viel zu eng. Aber, lieber Herr Kollege Schultze, etwas
könnten wir schon tun: Wenigstens für diejenigen, die es merken,
dass sie manipuliert werden sollen, die Möglichkeit zu schaffen, sich
nicht mangels Angebot auch in der Fortbildung ständiger zielgerichteter
Beeinflussung aussetzen zu müssen.
Die Akademie bietet an, mit einer jährlichen - auch noch sozial abgestaffelten
- Pauschale von 70 Euro im Jahr für diejenigen, die zum Erwerb des
Zertifikates verpflichtet sind, eine große Zahl von fachlich breit
gefächerten Fortbildungsveranstaltungen (nicht Weiterbildungskurse,
die sind von dieser Regelung nicht betroffen) bereitzustellen. Schon der
(dann kostenlose) Besuch von ein bis zwei (sponsoringfreien) Veranstaltungen
spielt diesen Betrag wieder ein.
Wo also ist das Problem? Gute, tendenzfreie Fortbildung soll der schleswig-holsteinischen
Ärzteschaft etwas Geld und auch Zeit wert sein.
Dr. Karl-Werner Ratschko, Havkamp 23, 23795 Bad Segeberg |

Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 8/2007
S. 8-16
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