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110. Deutscher Ärztetag,
Münster
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Ethische
Aspekte der Organ- und Gewebetransplantation Nach wie vor besteht
ein gravierender Organmangel. Täglich sterben Patienten auf der Warteliste,
weil kein passendes Organ zur Verfügung gestellt werden konnte.
Trotz des seit 1997
bestehenden Transplantationsgesetzes, das die Wege der Organgewinnung
und Organvermittlung festlegt und damit Rechtssicherheit geschaffen hat,
reichen die gespendeten Organe bei Weitem nicht aus, allen potenziellen
Organempfängern zu helfen.
Auch die Förderung
der Lebendorganspende ist zu diskutieren. Denkbar wäre die Erweiterung
der gesetzlichen Vorgaben im Transplantationsgesetz unter Einbeziehung
der so genannten Überkreuz-Spende. Allerdings muss das Prinzip der
Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit bestehen bleiben. In diesem Zusammenhang
wird die Kommerzialisierung der Transplantationsmedizin abgelehnt. Information und Aufklärung, besonders in der Schule, aber auch in den ärztlichen Praxen, ist die entscheidende Grundlage für eine positive Einstellung zur Organspende. Dr. Elisabeth Breindl, Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
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Schleswig-Holsteinisches
S. 52-53 |
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