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Schleswig-Holstein
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Gesundheitliche
Integration von
Sprachliche
und kulturelle Barrieren führen dazu, dass viele in Deutschland lebende
Migranten(innen) schlecht über das deutsche Gesundheitssystem informiert
sind und Präventionsmaßnahmen seltener in Anspruch nehmen.
Das vom Ethno-Medizinischen Zentrum in Hannover initiierte Projekt MiMi
- Mit Migranten für Migranten hat sich zum Ziel gesetzt, die
gesundheitliche Situation von Migranten(innen) in Deutschland zu verbessern,
indem ihnen mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übertragen
und der Zugang zu einer selbstbestimmten Nutzung des Gesundheitswesens
erleichtert wird. Die Projektstandorte in Schleswig-Holstein sind Kiel,
Lübeck und Neumünster. Diese Städte liegen mit Ausländeranteilen
von 9,6 und 8,8 beziehungsweise 7,1 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt
von rund fünf Prozent.
Das Projekt
richtet sich in 16 Sprachen an Migranten(innen) - unter anderem in den
Muttersprachen russisch, türkisch, englisch, französisch, polnisch
und arabisch. Hierzu werden 75 engagierte, sprachlich versierte, erfolgreich
integrierte Migranten(innen) ausgewählt und von Mitarbeitern des
Ethno-Medizinischen Zentrums gemeinsam mit Fachleuten des Gesundheitswesens
ausgebildet werden. Interessierte können sich bei den Projektverantwortlichen
vor Ort in Kiel, Lübeck und Neumünster informieren. Hierzu wurde
eine Broschüre Migrantinnen und Migranten gesucht - Schulung
zu interkulturellen Gesundheitslotsen gedruckt. Die Schulung hat
einen Umfang von 50 Stunden und wird von August bis November 2007 stattfinden.
An dem Kurs können zeitgleich Menschen aus den unterschiedlichsten
Kulturen und Ländern teilnehmen, denn der Unterricht wird in deutscher
Sprache stattfinden. Die deutsche Sprache wird hierbei die Brücke
zwischen den zahlreichen kulturellen Gruppen und gesundheitlichen Sichtweisen
sein. Im Unterricht werden nicht nur theoretische Kenntnisse vermittelt.
Es wird mit den Teilnehmern auch geübt, wie eine gute Veranstaltung
mit Migranten für Migranten geplant und realisiert wird. Zu den Kursthemen
gehören auch Ernährung, Vermeidung von Übergewicht, seelische
Gesundheit, Mundgesundheit, Schwangerschaft und Familienplanung.
Das auf
15 Monate angelegte Projekt MiMi - mit Migranten für Migranten;
interkulturelle Gesundheit in Schleswig-Holstein hat einen Etat
von knapp 100 000 Euro. Der BKK-Landesverband Nord trägt 48 000 Euro,
das schleswig-holsteinische Sozialministerium 24 000 Euro. Zudem beteiligen
sich drei Standortpartner durch Eigenleistungen im Wert von 27 000 Euro. |
Schleswig-Holsteinisches
S. 31-33 |
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